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Marcel Ospel und der CH Steuerwettbewerb rauben der Schweiz 3’638’000 Franken

Wie das Nachrichtenmagazin 10vor10 gestern Abend berichtet hat (Video, RealPlayer), spart der Stolze Basler UBS Chef Marcel Ospel (Einkommen: 21.8Mio, Vermögen: 50Mio!) mit seiner Züglete an den Zürisee, gute dreienhalb Millionen Steuerfranken, jährlich! Dieses Geld entgeht dem Schweizer Fiskus ohne Gegenleistung. Der sinn- und nutzlose inländische Steuerwettbewerb kannibalisiert sich damit die eigenen Einnahmen und somit das Fundament der Schweiz weg. Ob dieses “legale” Vorgehen Ospels von seinen Basler Freunden goutiert wird steht auf einem anderen Blatt. Es ist zu hoffen, dass dieser offenbar gewissenlose Multimillionär seine rücksichtslose Geldgier andersweitig zu spüren bekommt. Schnitzelbängge reichen da nicht!

Dieser Artikel wurde von Sandro am Mittwoch, 21. September 2005 in der Rubrik Wirtschaft und zu den Stichwörtern , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

24 Kommentare zum Artikel “Marcel Ospel und der CH Steuerwettbewerb rauben der Schweiz 3’638’000 Franken”

  1. AlphaPapaGolf am 21. September 2005 um 14:06

    Man könnte es pervers nennen. Opsel und andere Obzocker sparen mit einer simplen züglete mehr Steuern, als viele Leute Brutto verdienen. z.B. 36 Leute a je Fr. 100’000.-.
    Für die beglückte Gemeinde nicht nur unbedingt ein Segen. Muss sie doch durch den Finanzausgleich ev. mehr Geld abliefern, als sie durch den zugewanderten Abzocker einnimmt. Allerdings könnten so die Gemeinden im Kanton Zürich profitieren, die Finanzausgleich beziehen.
    Opsel und seine Kumpane diskreditieren mit ihrem Verhalten die freie Marktwirtschaft und die Steuersouveränität der Kantone und Gemeinden. Sie sind die Totengräber der Freiheit.

  2. AlphaPapaGolf am 21. September 2005 um 14:08

    Sorry, Opsel geht nach SZ, dem Kanton der bauernschlauen Schweinezüchter, Franz Humer ist’s, der nach Zollikon zügelt.

  3. gebsn am 21. September 2005 um 14:51

    Tja, die ewige Gier nach noch mehr Mammon. Und ausgerechnet Ospel, der gern den Basler raushängt mit seinen Fasnachtsaktivitäten etc.

  4. Esther am 21. September 2005 um 14:51

    @ APG:

    Opsel und seine Kumpane diskreditieren mit ihrem Verhalten die freie Marktwirtschaft und die Steuersouveränität der Kantone und Gemeinden. Sie sind die Totengräber der Freiheit.

    Für einmal sind wir gleicher Meinung!

    PS: Wenn Wollerau im Kanton Schwyz liegt, wie sollen dann die Zürcher Gemeinden durch den Finanzausgleich profitieren?

  5. kurt am 21. September 2005 um 15:46

    Sandro, du lehnst also Steuerwettbewerb ab. Wie soll der Staat denn aus deiner Sicht davon abgehalten werden, sich hemmungslos bei seinen Bürgern zu bedienen?

    Bei den direkten Steuern gibt es ein gewisses Mass an Wettbewerb. Bei den indirekten sowie den Sozialabgaben leider und die Folgen davon sind bekannt; die Abgabenlast steigt, die Verschuldung ebenso. Ist das in deinem Sinn, auch im Bezug auf nachhaltiges Verhalten?

  6. AlphaPapaGolf am 21. September 2005 um 18:17

    Kurt, Steuerwettbewerb ist gut. Alerdings sind die Auswüchse in den letzten 10 Jahren zu extrem und unhaltbar geworden > z.B. Freienbach, Wollerau, Hergiswil.
    Mit den explodierenden “Löhnen” einiger Dutzend Abzocker ist sowohl das Lohngefüge, als auch das Steuergefüge, die Immobilienpreise, die Mietzinse zu stark auseinandergerissen worden.
    Es ist unschweizerisch und unanständig, wenn ein Abzocker soviel Steuern einsparen kann, dass er davon FUENF Einfamilienhäuser bauen könnte, und das jedes Jahr.
    Solche Zustände sind ein deutliches Signal, eine Reichtumssteuer einzuführen. Ich denke, wer von einer Firma Jahr für Jahr 20 Millionen oder mehr abzockt (sprich den Aktionären und dem Unternehme klaut) der kann ruhig 75& davon in die Staatskasse abliefern. Da verbleiben immer noch fünf Millionen in der Tasche. Ich denke das ist doch mehr als genug….oder nicht..?
    Und der Steuerwettbewerb könnte ruhig so gelenkt werden, indem man kontrolliert, ob diese Typen (Hingis, Humer, Räikkonen, Opsel, usw.) tatsächlich ihren Lebensmittelpunkt in einem Kaff wie Freienbach haben, oder nicht einfach dort ihre Papiere deponieren, eine Villa hinklotzen oder allenfalls eine 3Zi-Wohnung pro forma mieten und sich das Jahr über anderswo aufhalten. Ich vermute schwer, Opsel wird nicht jeden Tag vom Kanton Schwyz aus in den Haupsitz der UBS nach Basel fahren….oder doch?

  7. kurt am 21. September 2005 um 20:58

    Wieso sollte Ospel sich nicht jeden Tag nach Basel fahren lassen? Distanz- und zeitmässig ist das jedenfalls kein Problem. Und keine Sorge, gerade bei interessanten Steuerzahlern wird kontrolliert, wo sich der Lebensmittelpunkt befindet…

    Was dein Vorschlag mit einer Reichsstumssteuer betrifft, so würde diese wirkungslos verpuffen, mangels Steuerzahlern… man sieht das heute schon bei Kantonen und Gemeinden mit hohen Steuersätzen und bei der Progression: Hohe Steuersätze sind ja schön, aber wer ist so blöd und bezahlt sie, wenn es auch anders geht? Und es geht immer anders – zum Glück, denn ansonsten müssten wir noch mehr Geld an den Staat abliefern, damit dieser es verschwenden kann… :-(

  8. gebsn am 21. September 2005 um 23:01

    @ kurt

    Der Staat … sind das nicht (zumindest theoretisch) wir alle? So gesehen zahlen wir nämlich für uns selber. Die, die wenig haben, weniger, und die, die mehr haben, mehr.

    Und jetzt rate mal, wer zahlen muss, wenn sich die Reichsten vor dem Steuerzahlen drücken. Richtig, der viel bejammerte Mittelstand und die noch ärmeren, die sich die cleveren Steuerberater, eine Villa in Wollerau und eine Limousine mit Chauffeur für den Arbeitsweg nicht leisten können.

  9. PAX’ Weblog » karina berger am 21. September 2005 um 23:22

    [...] karina berger Autor: PAX — Abgelegt unter: [tv], [daily business], [kultur] Nach dem Züri-Abend auf 3SAT habe ich den Fehler gemacht, noch auf SFDRS umzuschalten. Oje. Eine Dokumentation über die Miss Schweiz Wahlen… Das war ein grosser Fehler. Ich konnte aber nicht mehr umschalten, und so sah ich mir diese Sendung halt an. Eigentlich wars ja eben eher eine Sendung über Karina Berger. Die war vor Urzeiten auch mal Miss wie Facts es so schön ausgedrückt hat:" (…) auf der Liste steht Karina Berger, Miss Schweiz 1988. Frau Berger, die im Gegensatz zu Ursula Andress bereits jenseits der Aargauer Kantonsgrenzen kein Mensch mehr kennen dürfte, ist ganz offiziell als Angestellte der Miss-Schweiz-AG für die Betreuung der Kandidatinnen und der Miss Schweiz zuständig. Zugleich ist sie in ihrer weisszähnigen Biederkeit ein Sinnbild für die Vorstadthölle, der die meisten Kandidatinnen entstammen." Schöner hätte es auch ich nicht sagen können. Und diesem Ruf ist sie während der Sendung auch voll gerecht geworden. Sinnbildlich dafür der Satz 10 Min. vor der Show zu allen Kandidatinnen: "Alle 15 die nicht gewinnen können nächstes Jahr wieder kommen, mit denen mache ich eine eigene Miss Wahl." HAHAHA, die sind aber sicher 10 Min. nach der Show aus dem Gedächtnis der Frau Berger verschwunden. So eine verlogene Gesellschaft. Gleich nochmals sauer aufgestossen ist mir erneut die Aussage von ‘unserer’ Miss Züri Ellen Tkatch, die sinngemäss meinte: "wenn du neben 15 anderen Frauen stehst, die alle so schlank sind, kriegst du schon Komplexe, wenn bei dir alles hängt am Bauch". Und für so etwas habe ich nun einfach gar kein Verständnis. Offensichtlicher kann man ja gar nicht mehr zum Aneignen einer Essstörung aufrufen. Was denken sich all die Teenager, die das zu Hause anschauen? Oh, mein Bauch ist noch ‘dicker’ als der von Ellen Tkatch, dann bin ich also wirklich dick. Dass diese Aussagen indi- oder sogar direkt von einem Ex-Mister und oben beschriebener Ex-Miss noch unterstützt werden, ist mehr als fragwürdig. Da ist es schon fast symptomatisch, dass in der Dokumentation gesagt wurde, der Bikini-Teil der Show finde bei Miss Welt Wahlen nicht mehr statt, weil er sexistisch sei. Bis ins Aargau zu Frau Berger ist das leider noch nicht durchgedrungen. « züri-abend auf 3sat   [...]

  10. AlphaPapaGolf am 22. September 2005 um 12:34

    Ich bin auch ein Anhänger der freien Marktwirtschaft. Opsel aber und sein Kumpane, pervertieren diese Freiheit und benehmen sich wie seinerzeit die Angehörigen der Nomenklatura in Moskau oder der Sonnekönig in Frankreich >> sie beklauen die Firma in der sie arbeiten und sie beklauen die Gesellschaft in der sie leben.
    Sie sind nicht Unternehmer (wie z.B. Blocher oder viele andere auch kleinere) die mit dem eigenen persönlichen Kapital haften und dem guten Namen. Sie sind schlichthin Abzocker die sich jeweils in unterschiedlicher Konstellation gegenseitig horrende Beträge zuschanzen.
    Dieses schamlose Tun ist nicht nur bei den Gegner der freien Marktwirtschaft verpönt, sondern auch bei allen anderen.

  11. kurt am 25. September 2005 um 16:40

    @AlphaPapaGolf: Inwiefern beklaut Marcel Ospel die UBS, also das Unternehmen, für das er arbeitet? Und falls dem so wäre, wieso lassen es die Eigentümer der UBS zu? Und inwiefern beklaut Marcel Ospel die Gesellschaft, in der er lebt? Und falls dem so wäre, wieso lässt sich das diese “Gesellschaft” überhaupt gefallen?

    @gebsn: Was ist falsch daran, wenn man unter anderem den Wohnort wechselt, weil man so seine Steuerbelastung reduzieren kann? Dafür braucht man übrigens nicht einmal einen Steuerberater, die entsprechenden Zahlen finden sich beim Bund… zum Glück gibt es Steuerwettbewerb in der Schweiz, denn ansonsten hätten wir hier gar keine grossen Steuerzahler mehr, sondern sie würden ins Ausland abwandern. Ich weiss, wer wenig hat, bedient sich gerne bei jenen, die viel haben, aber die Vorstellung, diese würden sich das gefallen lassen, ist naiv…

  12. gebsn am 25. September 2005 um 17:22

    @ kurt
    Also wenn ich 21 “Kisten” im Jahr verdienen würde, wären mir jetzt die 3,6 Mio. nicht sooo wichtig, va. wenn ich eigentlich sehr gern in meinem Heimatkanton lebe. Aber rechtlich falsch ist daran natürlich gar nichts.

    Wer wenig hat, bedient sich also gerne bei den Reichen? Ich glaube, das nennt sich Sozialstaat und ist als Kompensation zum kapitalistischen System einer der Grundsätze unseres Staates. Dass dabei der Reichtum der Reichen nicht einfach aus dem Nichts entsteht, sondern aus den Ressourcen dieser Welt (die ja uns allen gehört) und der Arbeit der weniger Reichen, sei vielleicht auch noch nebenbei erwähnt.

  13. gwd am 27. September 2005 um 12:26

    zitag der schlagzeile “Dieses Geld entgeht dem Schweizer Fiskus ohne Gegenleistung. Der sinn- und nutzlose inländische Steuerwettbewerb kannibalisiert sich damit die eigenen Einnahmen und somit das Fundament der Schweiz weg.”

    hier geht es um gemeinde- und bezirkssteuern. dem bund entgeht kein rappen. die enzigen verlierer sind die ex-wohnorte hier z.b. basel.

    die einen gemeinden gehen nach dem verfahren “nur nix verlieren” vor: “wenn wir steuernachlass gewähren haben wir x franken weniger”, ohne zu merken, dass wenn die betreffende person weg zieht gar nix mehr reinkommt.
    die anderen sagen sich “lieber dies als nichts mehr”.
    der kanton schwyz und speziell die gemeinden wollerau und freienbach waren einfach flexibler als andere. als ex-bewohner der gemeinde freienbach kenne ich auch die nachteile davon: die bodenpreise explodieren, so dass normalverdiener sich den bau eines einfamilien hauses aufgrund der bodenpreise nicht mehr leisten kann.

    gruss aus dem kanton schwyz!

  14. thomas.me am 28. September 2005 um 14:29

    Der “sinn- und nutzlose Steuerwettbewerb” sorgt dafür, dass sich der Staat nicht einfach schamlos bei den Bürgern bedienen kann, wie das z.B. in Deutschland oder Spanien der Fall ist.

  15. Sandro am 28. September 2005 um 14:33

    Ok, wenn das schweizweit maximal sechs “Zonen” machen versteh ich das. Aber dass das jede Gemeinde machen muss, ist wie bei der Bildung teilweise extrem Kontraproduktiv für die Schweiz. Sie verliert insgesamt dreienhalb Millionen mit diesem Fall.

    Andernfalls bin ich dafür, dass wir wieder die Postleitzahl in die Identitätskarte schreiben, und jeder Zuger/Zolliker/Schwyzer Steuerflüchtling zahlt in Zürich das zehnfache für de Opernhaus/Kinoeintritt sowie den Parkplatz.

  16. Pete am 28. September 2005 um 15:09

    Hey Sandro, reg Dich doch nicht so auf, das ist ungesund.
    Sechs Steuerzonen wäre immer noch unfär! Wennschon, dann für alle gleich!
    Ich wohne in einer zürcher Gemeinde mit dem höchsten Gemeindesteuersatz. Aber was solls, dafür sind die Wohnungen billig. Und die Bevölkerung ist multikulti. Also hat es auch seine Vorteile.

  17. sense am 29. September 2005 um 11:32

    @pete:
    ich wuchs in einer gemeinde mit dem höchsten steuerfuss auf, ja die wohnungen sind billig und es ist auch multikulti… oder sollte man sagen “zwei-kulturen”?
    die ausländer und die schweizer welche sich abwechslungsweise verprügeln

    tolles multikulti…

  18. Pete am 29. September 2005 um 12:36

    @Sense
    In meiner Gemeinde hat es über 40% Ausländer. Aber von Schlägereien merke ich nichts.
    Gut, ich gehe den entsprechenden Menschen auch immer aus dem Weg.
    Es ist mehr ein friedliches Nebeneinander.
    Ok, wenn es immer Prügeleien gibt, so wie es bei Dir scheinbar war, dann ist das schlecht. – Aber die Wohnungen sind billig, kann man nichts sagen!

  19. Sandro am 29. September 2005 um 13:06

    @Sense
    Schweizer würden sich nie prügeln, gäbe es keine “Ausländer”, oder?

  20. sense am 29. September 2005 um 14:18

    @pete: kommt mri bekannt vor

    @sandro: was is den das für ein dämlicher kommentar?
    viele ausländer auf einem haufen (~40%) ziehen nunmal prügeltruppen an.
    es ist einfach ein grosser fehler unserer intergrationspolitik das man alle ausländer in die gleichen dörfer schickt, bzw. es zulässt das es quartiere mit ausländeranteilen von über 25% gibt. es ist ja klar das man sich schelchter in eine andere gesellschaft integrieren kann wenn man von seines gleichens umgeben ist.

  21. Pete am 29. September 2005 um 14:34

    @Sense:
    Wenn Dir ein Ausländeranteil von mehr als 40% bekannt vorkommt und Du das nicht so toll findest, warum stimmst Du denn “JA” zur Ost-Personenfreizügigkeit?
    PS: es gibt Quartiere, bzw. Wohnblöcke mit Ausländeranteil von über 90%. Das bringt dann Schulklassen mit Ausländeranteil von 95% hervor.
    Aber das ist alles nicht so schlimm. Hat auch Vorteile; Du lernst andere Kulturen, Sitten hautnah kennen und schätzen!

  22. sense am 29. September 2005 um 14:59

    @pete: weil das eine mit dem anderen herzlich wenig zu tun hat?

  23. FABILE am 10. Juni 2006 um 09:21

    …ich kanns nicht mehr lesen. Wenn der Federer, die Hingis oder Filmsternchen Millionen kassieren, und das pro Spiel oder Film klatschen alle begeisternt und schauen sich diese Filme sogar an. Wenn der Ospel, als Chef eine Weltfirma, die es im übrigen noch sehr gut macht, Millionen bekommt, dann schreien, sogar Cruella, über Zockerei. Das ist scheinheilig. Nicht dass ich die Höhe von solchen “Spitzenleistungen” gut finde, auch die Summen z.B. im Fussball finde ich schlicht pervers.

  24. _driv3r_ am 10. Juni 2006 um 10:37

    @Fabile, ja, das ist auch meine Meinung. In dieser Tatsache reflektiert sich wohl auch die unermässliche Dummheit des Volkes, indem es glaubt, Fussballer wären wichtiger für die Gesellschaft als Banker.

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