Limmatquai: Firma Walo produziert aus Steuergeldern Feinstaub
Einen dicken und prestigeträchtigen Auftrag hat sich die Firma Walo Bertschinger AG an Land gezogen, die Baustelle Limmatquai. Derzeit sind dort weit und breit nur ihre gelben Baumaschinen zu sehen:

Gute Werbung, denkt man. Doch wie siehts mit Emissionen aus? Bedeutet der Firma Walo Arbeitnehmerschutz etwas? Wird das Geld des Steuerzahlers für eine vernünftige Firma eingesetzt? Wir waren vor Ort und haben Beweisfotos der viel zu vielen Feinstaubschleudern gemacht.
Fazit: Katastrophal
Von zwölf gesichteten Baufahrzeugen hatten grademal die Hälfte einen installierten Feinstaubfilter. Die anderen blasen den, mit Steuergeld finanzierten Dreck, den Passanten am Limmatquai sowie den eigenen Bauarbeitern an den Kopf und damit in die Lungen. Ein Armutszeugnis auch für das Architekturbüro Ralph Bänziger Architekten AG, welches den Wettbewerb für die Neugestaltung des Limmatquai gewonnen hat. Sie haben es offenbar versäumt, für ihre Subunternehmer geeignete Vorschriften zu erlassen. Gerade heute, wo jedermann auf das Thema sensibilisiert ist, sollte man erwarten, dass zumindest bei öffentlichen Aufträgen die Gesundheit der Anwohner und Bauarbeiter, dem kurzfristigen Profit vorgezogen wird.
Die Fotos
Kein Feinstaubfilter, Russ gut sichtbar:

Kein Feinstaubfilter, Russ gut sichtbar:

Kein Feinstaubfilter, Russ nicht besonders gut sichtbar, aber vorhanden:

Ein Baufahrzeug mit Feinstaubfilter!

Wieder kein Filter:

Auch dieser kleine Bagger hat keinen Filter. Er hat dafür einen Auspuff direkt auf Kopfhöhe:

Wir haben die Firma Walo letzten Dienstag per Email um eine Stellungnahme gebeten. Antwort haben wir keine erhalten. Auf telefonische Nachfrage haben wir eine Nummer erhalten, unter welcher jedoch nie jemand ans Telefon gegangen ist. Mangelhafte Öffentlichkeitsarbeit von Walo.
Alles in Allem kann ich nicht einverstanden sein, was hier mit meinen Steuerfränkli passiert! Feinstaubfilter sollten bei Baustellen auf Stadtgebiet, insbesondere derjenigen der öffentlichen Hand, zwingend vorgeschrieben werden. Hier passiert der Dreck, hier soll er auch verhindert werden. Jetzt ist die Politik gefordert!

Was hast du erwartet? Hätte Walo überall Feinstaubfilter. Hätte sich das im Preis der Offerte niedergeschlagen und jemand anderes hätte den Auftrag, jemand ohne Feinstaubfilter.
Das hätte sich übrigens auch im Preis des Unternehmers niedergeschlagen und ein Unternehmer mit Subunternehmern ohne Feinstaubfiltern hätte den Vertrag gekriegt. Der Schwarze Peter liegt also sicher nicht bei Walo sondern beim Bauherren.
mfG René
Der Schwarze Peter liegt wieder einmal mehr in der Lunge der Fussgänger, und vollmi der findet das voll kein problem…
Toyota bietet seine mit Dieselmotoren angetriebenen Stapler schon seit JAHREN MIT PARTIKELFILTER an.
Nicht alle sind auf dem Stand der Technik.
Und wer die Typenschilder der Baumaschinen studiert, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Es scheint sich da vielmals um echte Oldtimer zu handeln die mit letzter Kraft und grosser Lärmentwicklung den Feinstaub gleich tonnenweise in die Natur husten.
Die Hersteller, Importeure, Händler, Benützer und Bauherren sind endlich per Gesetz in die Pflicht zu nehmen.
Vor allem der Staat hat hier einiges nachzuholen. Einerseits handelt er pinggelig wenn ein Automobilist den Abgastest 2 Tage zu spät durchführen lässt.
Andererseits belohnt er Schmutzfirmen mit Aufträgen.
Schmutzfirma = Firma die mit alten Maschinen arbeitet, keine Lehrlinge ausbildet, Schwarzarbeiter aus dem Ostblock beschäftigt, Steuern hinterzieht, überhöhte Preise verrechnet, die armen Büezer erst mit 68 in Pension schicken will, etc.
GM wie kommst du dadrauf das ich das voll kein Problem finde? Würdest du dir solche Unterstellungen bitte sparen, danke.
Ich sage nur das die Schuld nicht wirklich bei Walo liegt. Die kann sich berlegen Partikelfilter und keine Aufträge = Pleiste. Oder kein Partikelfilter günstiger dafür Aufträge und damit am Markt bestehen.
Der Staat müsste einfach tiefer in die Tasche greifen und nur solche Firmen beauftragen die voll Partikelfilter ausgerüstet sind.
mfG René
zum glück regelt der markt das alles selber… :rolleyes:
Gut gemacht mit den Fotos.
Ähnlich verhält es sich mit der ganzen Rasenmäher- armada, die bis zu 10mal die Tausenden Rasen der Stadt bearbeitet. Ebenso gilt das für übrige Kleinmotoren, deren Russemissionen enorm hoch sind.
@felixkohl
Wer hat sein Rasenmäher schon mit einem Feinstaubfilter versehen? sowas gibt es doch gar nicht, und falls doch wo kann man so etwas kaufen?
Welcher Rasenmäher läuft mit Diesel?
mfG René
Dieselrasenmäher? Natürlich gibt es die. Sie sind wirklich super. Wegen dem höheren Drehmoment stribt der Motor auch bei dichtem Gras kaum ab.
Für die, die sichs leisten können gibts sogar Diesel-Rasenmäher mit Vierradantrieb. Das sind dann sozusagen die SUV’s unter den Heimrasenmähern. – Vielleicht entwickeln sich die Rasenmäher auch noch zu einem weiteren Feindbild.
Kurze Aufklärung zu den Rasenmähern
Die meisten kleinen Rasenmäher haben Zweitaktmotoren und laufen mit Gemischschmierung. Aufgrund der wesentlich schlechteren Verbrennung und des kaum verbrannten Öls erhöht sich der Schadstoffausstoss insgesamt erheblich. Er beträgt im Schnitt das 50fache eines Viertakters mit Kat. Wenn man gesondert die Ozonvorläufersubstanzen betrachtet, beträgt der Ausstoss bis zum 400fachen.
Deshalb sind – neben dem Krach – auch die Zweitaktroller ein erhebliches Problem.
Die Emissionen liessen sich mindern durch den Einsatz von Gerätebenzin, das allerdings fast dreimal so viel kostet. Die meisten öffentlichen Dienste setzen es jedoch mittlerweile ein.
Leute, das ist Basiswissen. Wer so wenig zum Thema weiss, möge sich gnädig zurückhalten und sich erst einmal etwas Kompetenz anlesen.
Der Motorrasenmäher IST mein Feindbild. Dazu gehören auch die Laubbläser, Heckenscheren und all die Zweitaktgetriebenen Amateur- und Semiprofigeräte die mit irrem Lärm und blauer Rauchfahne das Leben auf diesem Planeten erschweren.
Die guten Leute die solche Geräte bedienen, tun dies mit der Absicht, schnell und effizient zu arbeiten.
Die gewonnene Freizeit investieren sie nachher im Fitnessclub um etwas Muskulatur aufzubauen.
Für solche Geräte sollen die gleichen Lärm- und Abgasgrenzwerte gelten. Aich wenn sie nachher dreimal soviel kosten.