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Lesetipp für alle Schengengegner!

In der aktuellen Weltwoche (Nr. 9/05) findet sich ein interessantes Interview mit Michael Ambühl. Dieser ist Staatssekretär im Departement für auswertige Angelegenheiten. Er hat für die Schweiz die Bilateralen II mit der EU verhandelt.

Also: Wer seriöse Informationen über Schengen sucht (ohne parteipolitisches Gelaber), soll sich dieses Interview einverleiben. Ein offensichtlicht rechts-orientierter Journalist versucht vergebens den äusserst kompetenten und wortgewandten Ambühl zu verfänglichen Äusserungen zu zwingen. Ambühl lässt sich nicht beirren und besticht durch seine Sachlichkeit. Besonders die Gegner von Schengen sollten sich die Argumente des Staatssekretärs zu Herzen nehmen!

Dieser Artikel wurde von Sandro am Freitag, 4. März 2005 in der Rubrik Schweiz und zu den Stichwörtern , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

6 Kommentare zum Artikel “Lesetipp für alle Schengengegner!”

  1. Mandarin am 4. März 2005 um 22:34

    Rechts-orientiert? Ich bin immer wieder erstaunt, dass ausgerechnet die Linke einen Ausbau des Schnüffelstaates via Schengen befürwortet. Verkehrte Welt!

    Abgesehen davon: Ist ein Journalist rechts-orientiert, der tatsächlich Fragen stellt und nachbohrt anstatt den heute leider üblichen Wischiwaschi-Konsens zu pflegen?

  2. gebsn am 4. März 2005 um 23:48

    Da muss ich Mandarin zumindest teilweise recht geben. Allerdings ist Schengen in Sachen Datenschutz ein zweischneidiges Schwert: Einerseits gibt's Datenaustausch à discretion, andererseits müssen die strengen EU-Datenschutzvorschriften eingehalten werden. Dies bedeutet insbesondere, dass die Unabhängigkeit der Datenschutzbeauftragten erforderlich ist. Und die ist bis anhin va. bei den Kantonen z.T. nicht einmal auf dem Papier gegeben.

  3. quadour am 5. März 2005 um 20:17

    Bezüglich des Wischiwaschi-Konsens in den einschlägigien CH-Medien gebe ich Mandarin recht, das langweilt mich dermassen, dass ich bis auf die "Weltwoche" keine Zeitungen mehr lese (höchstens im Café oder im Flieger). Up to date news holt man sich heute eh direkt im Internet, dies ist dann auch noch mit folgenden Vorteilen verbunden:
    - am abend kenne ich bereits sämtliche Nueigkeiten, welche tags darauf in der Zeitung zu lesen sind.
    - ich kann mir interessante Depeschen/Artikel direkt sauber ausdrucken
    - ich verzichte auf übermässigen (Zeitungs-) Papierverbrauch
    - ich erspare mir die persönlichen Einschätzungen der Journalisten und kann mir selber eine Meinung bilden.

    Von Interesse ist für mich nur eine Zeitschrift (wie die Weltwoche), welche Hintergrundinfos darstellen und auch bez. Commen sense konträre Positionen aufzeigen kann. Im übrigen ist es völlig abwegig, die Weltwoche als rechtslastig zu bezeichnen:
    1. Peter Bodenmann ist regelmässiger Kolumnist
    2. Ein Redakteur der WOZ kann wöchentlich seine Meinung äussern
    3. Serge Gaillard als Sekretär des Gewerkschaftsbundes hat alle 3 Wochen die Möglichkeit seine Sicht der Dinge darzustellen.

    Zurück zu Schengen: Da kann ich mich der Meinung betr. Schnüffelstaat nicht anschliessen. Mit Schengen verschwinden doch (endlich) die dämlichen Grenzkontrollen und damit ein wesentlicher Teil des "Schnüffelstaates". In Frankreich wird man auf der Autobahn angehalten mit einem CH-Nummernschild zwecks Identifikation. An der deutschen Grenze sind lange Staus an der Tagesordnung, weil der "Schnüffelstaat" die Schengener Aussengrenze pingelig genau filzen muss. Währen innerhalb Europas freie Fahrt und Handel/Wirtschaft herrscht. Das ist doch absurd. Wir leben in der Schweiz, MITTEN in Europa. Die Schweiz ist nicht mehr das Paradies, das sie nach dem 2. Weltkrieg war und das erkennen immer mehr Europäer. Die SVP will unter dem Mäntelchen Patriotismus vor allem den geschützten Branchen (Landwirtschaft, Autoimporteure, Pharmakartell, technische Handelshemmnisse) die bisherigen Günstlinge protegieren. Die SVP macht der Schweiz Angst, die Schweiz muss sich im Gegensatz zu den anderen EU Ländern schützen:
    -schützen vor billigen Arbeitskräften
    - schützen vor illegalen Einwandern
    - schützen vor Demokratieabbau
    - schützen vor billigeren/schlechteren Nahrungsmitteln
    - schützen vor nicht CH-genehmen Aufdrucketiketten (z.B Zahnpasta
    - schützen vor Zahlungen EU Erweiterungsfonds (neue Ostländer)
    - schützen vor Bankgeheimnis (warum eigentlich??)
    - schützen vor Heidi !!!!

    Gruss
    Quadour

  4. AlphaPapaGolf am 7. März 2005 um 18:06

    Wie kommt die Schweizer Regierung dazu, den zehn neuen Mitgliedsländer 1´000´000´000´000 Franken nachzuschmeissen ?
    Könnte das verstehen, wenn diese zehn Länder als Kantone 27 – 36 der Schweiz beigetreten wären.
    Es ist doch nicht unsere Verantwortung, mittels Steuergeldern den Ostblöcklern den Uebertritt in die Brüsseler Burokratie zu versüssen mit einer pluderweichen Hängematte.

  5. quadour am 7. März 2005 um 21:16

    AlphaPapaGolf: die 1 Mia. sind nicht nachgemissen, denn diese Länder werden die Nachfolger von Spanien, Irland und Co., reiche Länder, welche unsere Produkte/Diensleistungen kaufen werden. Es geht doch immer um Geben und Nehmen. Diese neuen EU Länder werden in ca. 10 Jahren das BIP der Schweiz haben. Das sind alles gut ausgebildete Leute und diese Staaten haben übrigens weit weniger Schulden/pro BIP als die Schweiz (die Schweiz erfüllt nur noch knapp die Ansprüche des EU Stabilitätspaktes). Also allen Grund optimistisch zu sein (die Börsen in Rumänien/Bulgarien, diese 2 Länder werden 2007 der EU beitreten haben seit Herbst 2004 um über 100% zugelegt). Im übrigen sind die Leute da noch nicht so degeneriert. Die arbeiten auch noch für 400 EURO pro Monat. Also: mitmachen statt status quo verteidigen, die Zukunft bringts!

  6. AlphaPapoaGolf am 17. März 2005 um 09:54

    Wir wollen frohgemut abwarten, ob die Länder Bulgarien und Rumänien der EU beitreten oder nicht. Ich denke eher nicht. Tatsächlich gehts um geben oder nehmen. Die EU Länder nehmen unser Geld (obwohl die Schweiz nicht EU-Mitglied ist) und unsere schlaffe Regierung gibt denen unser Geld.
    Mein Vorschlag : Harte Sparmassnahmen beim Geldverschleudern an die EU, die Asylanten, und die dritte Welt, so könnten wir locker 5-8 Milliarden SFr. pro Jahr einsparen, so 10-15% des Bundeshaushalt.

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