Lebensqualität: Zürich weltweit Nummer 1, dank Rot-Grün
Die ewigen Jammeris der SVP werden diese Schlagzeile wohl überlesen:
Zürich ist weltweit die Stadt mit der besten Lebensqualität. Gemäss einer Studie liegt die Stadt an der Limmat im Ranking knapp vor Genf.
(Quelle: Tagi)
Denn sie passt irgendwie nicht gut zur wahltaktischen Angstmacherei der Rechtskonservativen:
Seit 1990 haben die Linken unser Land und unsere Gesellschaft schrittweise kaputt gemacht. Immer mehr Steuern,Abgaben und Schulden sowie mehr Zuwanderung, Missbrauch, Kriminalität und Gewalt drängen die Schweiz ins Mittelmass.Das fördert die Armut und die Missgunst im Land.
(Quelle: SVP)
Reden die eigentlich vom selben Land? Denn die Personalberatungsfirma Mercer hat in ihrem weltweiten Städtevergleich zum sechsten Mal ganz anderes festgestellt:
Es sei eine unglaubliche Leistung Zürichs, zum sechsten Mal in Folge als beste Stadt abzuschneiden. “Das unterstreicht die Wettbewerbsfähigkeit von Zürich und Umgebung als Wirtschaftsstandort und Lebensraum”, so Wollkopf.
Für das Ranking werden jährlich weltweit insgesamt 350 Städte anhand von 39 Kriterien analysiert. Darunter fallen politische, soziale und wirtschaftliche Faktoren, aber auch Umweltschutz, Sicherheit und Gesundheit.
(Quelle: swissinfo)
Kann es sein dass die SVP ihre Wahrnehmung nach der Wahlkampftaktik ausrichtet? Scheint so.

Lebensqualität in Zürich? Nicht wirklich. Vielleicht wenn ein Verfasser einer solchen Studie gerade vom Flughafen mit einer Limousine in ein Zürcher Luxushotel fährt, ja.
Aber wer läuft in Zürich schon gerne auf der Strasse rum? Da spricht ja kaum mehr jemand deutsch, und überall lungert die aoziale Meute (staatlich geförderte Sozialindustrie-Zielgruppe) rum. Die Stadt selber besteht mal abgesehen von ein paar Banken, die auch den Grossteil der Einnahmen generieren, eh fast nur noch aus staatlichen und halbstaatlichen Institutionen mit entpsrechend repräsentativen Vertretungen.
Wer auf sowas steht, bitteschön, ich bin jedenfalls froh komme ich mit dieser Stadt grösstenteils nur über meine Reifen in Berührung.
…und dann fahren da auch noch so viele sog. Offroader (Stadtpanzer) umher. Wie kann eine solche Stadt nur auf ersten Rang kommen?
Ja, das war wohl das letzte mal – seit wie auch gerade zurzeit der Fluglärm über der Stadt wütet, sieht es anders aus. Auch im Luxushotel macht es keinen Spass, wenn man um sechs Uhr früh vom Fluglärm geweckt wird.
driv3r, deine Realitätsferne ist etwas so gross, wie deine dummdreisten Pauschalisierungen öd und deine Vorurteile dominant sind.
Tut das nicht weh?
@Georg Meier: Abgesehen von den Südanflügen in Schwamendingen gibt es in der Stadt Zürich meines Wissens kein ernsthaftes Fluglärmproblem. Im Stadtzentrum hört man ab und zu mal einen Flieger, aber das ist es dann auch schon.
@Sandro: Die hohe Lebensqualität in Zürich hat zu einem guten Teil mit der florierenden (Finanz-)Wirtschaft zu tun, welche es trotz vergleichsweise tiefen Steuern ermöglicht, eine gute Infrastruktur zu finanzieren. Wenn Rot-Grün frei schalten und walten könnte, dann sähe wohl vieles anders aus. Die Schlagzeile müsste eher heissen “Nummer 1, TROTZ Rot-Grün”
ANfang jahr kahm eine Studie Raus da war Zürich nichtmal die Beste Stadt der Schweiz.
Wer genug Geld hat kann sich so eine Studie machen lassen, inklusive der lieblingsstadt ganz oben auf der Liste. Es kommen jedes jahr mindestens 10 Studien raus, mit ganz anderen Ergebnissen.
Man muss sich hald nur die punkte raussuchen inden man gut ist.
Währe die Stadt Zürich aufgrund des Verkehrskonzeptes beurteilt worden so würde sie Stadt wahrscheindlich noch hinter diversen 3.Weltstädten landen, denn welche Stadt führt den Transit schon über 30 jahre durch Wohnquartiere und lässt sich nur sehr schwer davon Abbringen?
Die Erfolge Zürichs sind das Resultat einer Koalition aus Rot-grün, FDP und CVP. Und auch nur eine verhältnismässig sanfte Version von Rot-grün (ausser wenn’s Esthi Maurer wieder mal packt und sie ein paar Fussballfans im Gefängnis übernachten lässt). Mit einer Kochschen Zürich-ist-gebaut-Politik hat das Stadtzürcher Rotgrün jedenfalls nur wenig zu tun. Zürich hat keine rot-grüne Politik sondern eine sehr pragmatische Politik der Mitte.
Und ja: schlussendlich steht und fällt die Lebensqualität in Zürich mit der Prosperität der hiesigen Wirtschaft, insbesondere der Finanzindustrie. Diese trägt mit ihren Gewinnen und fetten Boni zu einem Grossteil den Stadtzürcher Haushalt dank dem kann sich die Stadt Dinge wie einen ausgebauten ÖV, Kulturförderung oder Sozialdienst leisten. Provokativ gesagt: dass es Zürich heute so gut geht, ist ebenso Marcel Ospels wie Martin Wasers Verdienst
.
Der Mythos der Lebensqualität verdanken wir Frau Koch und Ruedi Äschbacher, aber dem Stadtrat Wehrli, ein Freisinniger der alten Schule der täglich mit dem Velo unterwegs war. Man begriff damals noch, dass mehr Strassen nur Mehrverkehr bringen und keine Linderung. Es stimmt im übrigen nicht, das zu jener Zeit nichts gebaut wurde: vor allem fällt auf, wie wenig schlechtes gebaut wurde. Alle Innovativen Wohn-Projekte stammen aus jener Zeit, auch das autofreie Limmatquai / Altstadt ist für den Tourismus und die wahrgenomme Lebensqualität entscheidend.
Vielmehr ist es so zu sehen: Trotz starker SVP & FDP im Gemeinderat wurde einiges noch recht gemacht. Doch es gibt noch viel zu tun.
Der Fluglärm nagt am Image, die Luftqualität ist seit der weiten Verbreitung von Dieselmotoren schlechter geworden und die Offroader und 48Tönner machem dem Langsamverkehr zu schaffen.
Massgeblich die Befreiung der Quaibrücke / Bürkliplatz vom Durchgangsverkehr und der Umstieg vom Auto auf den Öffentlichen Verkehr / Fussgänger oder Langsamverkehr sind in letzter Zeit ins hintertreffen geraten. Die Westumfahrung wird der Stadt erheblichen Mehrverkehr zubringen – der Ausbau der Strassen bedroht die Lebensqualität der Stadt Zürich massiv.
nummer dank einer regierung in der alle parteien beteiligt sind
“driv3r, deine Realitätsferne ist etwas so gross, wie deine dummdreisten Pauschalisierungen öd und deine Vorurteile dominant sind.”
Präzisierung?
Nö, driv3r. Die Kritikpunkte ergeben sich von selbst bei der Lektüre deines Postings.
Den Stuss noch mal zu wiederholen und ausführlich zu diskutieren, lohnt den Aufwand nicht.
“Nö, driv3r. Die Kritikpunkte ergeben sich von selbst bei der Lektüre deines Postings.
Den Stuss noch mal zu wiederholen und ausführlich zu diskutieren, lohnt den Aufwand nicht.”
Aha, du wolltest mir also einfach mal Arschloch sagen ohne Dich um einen inhaltlichen Beitrag zu kümmern. Das kannst du in Zukunft getrost unterlassen. Überhaupt solltest du Dir angewöhnen, mehr auf die Sache statt auf einzelne Personen zu zielen.
Nun gut.
Wer läuft in Zürich schon gern auf der Strasse herum? Offenbar nur Deppen, zu denen ich auch zähle, deiner Ansicht nach. Ich geniesse meine Ausflüge in die Stadt und liebe es, durch die verschiedenen Welten auf kleinem Raum zu flanieren.
Dumme Pauschalisierung von dir und Verunglimpfung all derer, die Zürich anders empfinden als du.
Es spricht kaum mehr jemand Deutsch? So ein Bullshit!)Warst du je da?
Grösstmögliche Realitätsferne.
Und ganz deftig: “und überall lungert die aoziale Meute (staatlich geförderte Sozialindustrie-Zielgruppe)”
Wie bitte? Du verurteilst pauschal alle, die durch Zürich flanieren (also auch mich auf meinen Wanderungen) mit so deftigen Injurien und unterstellst den Behörden der Stadt mit ihrer riesigen Zentrumsfunktion, dass weniger integrierte Gruppen bewusst dorthin versetzt wurden zur Förderung der “Sozialindustrie”?
Da ersetzt das sackgrobe Vorurteil jeglichen Ansatz richtigen Denkens.
Und die Stadt besteht nur aus Banken? So ein Quatsch!
Zürich bietet ungemein viele welten auf kleinem Raum, wie oben schon erwähnt. Auf Schritt und Tritt begegnet dem Stadtwanderer ein anderes Stück Internationalität, gerade die Kreise 4 und 5 bieten eine Abwechslung, wie sie sonst in der Schweiz nirgends zu finden ist.
Du aber ziehst es vor, die Stadt ” nur mit den Reifen” zu berühren. Kein Wunder, hast du so keine Ahnung von ihr! Und davon abgesehen, welche Arroganz, die Stadt mit seinem Lärm und seinen Abgasen zu überziehen, ihre Infrastruktur zu nutzen und zugleich so ungerechtfertigt über sie herzuziehen.
So. Und jetzt nimmst du deine Anwürfe zurück. Ich kann nix für deine Scheuklappen. Aber selber habe ich einen wachen, offenen Geist.
“Wer läuft in Zürich schon gern auf der Strasse herum? Offenbar nur Deppen, zu denen ich auch zähle, deiner Ansicht nach. Ich geniesse meine Ausflüge in die Stadt und liebe es, durch die verschiedenen Welten auf kleinem Raum zu flanieren.
Dumme Pauschalisierung von dir und Verunglimpfung all derer, die Zürich anders empfinden als du.”
Du darfst meinetwegen soviel in der Stadt umherschleichen wie du willst – das ist Dein Bier. Wer die Kebap-, Strassenstrich-, Drögeler und Bordellatmospäre in den erwähnten Kreisen als kulturell besonders wertvoll empfindet – bitte. Ich fühle mich da eher abgestossen.
“Es spricht kaum mehr jemand Deutsch? So ein Bullshit!)Warst du je da?
Grösstmögliche Realitätsferne.”
In der Tat sprechen immer weniger Leute richtiges Deutsch. Allenfalls hört man diesen widerlichen, gebrochenen Jugo-Slang, diese fürcherliche Verhunzung der deutschen Sprache, welche underdessen selbst von den wenigen verbleibenden Schweizer Kindern (zwangs)adaptiert wurde.
”
Und ganz deftig: “und überall lungert die aoziale Meute (staatlich geförderte Sozialindustrie-Zielgruppe)”
“Wie bitte? Du verurteilst pauschal alle, die durch Zürich flanieren (also auch mich auf meinen Wanderungen) mit so deftigen Injurien und unterstellst den Behörden der Stadt mit ihrer riesigen Zentrumsfunktion, dass weniger integrierte Gruppen bewusst dorthin versetzt wurden zur Förderung der “Sozialindustrie”?
Da ersetzt das sackgrobe Vorurteil jeglichen Ansatz richtigen Denkens.”
Ich verurteile jene, die es sich den ganzen Tag auf Kosten des Staates gut gehen lassen, ohne dafür auch nur einen Finger zu krümmen. Die Statistik belegt eindeutig, dass sich solche Figuren in den Städten ansammeln, noch verstärkt durch die rot-grüne Zürcher Sozialpoltik welche erst Geld ausschüttet und dann (falls überhaupt) noch Fragen stellt.
Es ist offensichtlich dass sich in Zürich Angebot und Nachfrage im Sozialbereich gegenseitig hochschaukeln, was einerseits an der stetig wachsenden Zahl der “Sozialklienten” zu beobachten ist, andererseits am stetigen Ausbau der Sozialinstitute.
“Und die Stadt besteht nur aus Banken? So ein Quatsch!
Zürich bietet ungemein viele welten auf kleinem Raum, wie oben schon erwähnt.”
Hier ging es darum, wer das ganze Theater finanziert, nicht dass die Finanzwelt kulturell besonders abwechslungsreich wäre.
“Auf Schritt und Tritt begegnet dem Stadtwanderer ein anderes Stück Internationalität, gerade die Kreise 4 und 5 bieten eine Abwechslung, wie sie sonst in der Schweiz nirgends zu finden ist.
Abwechslung…naja, siehe Kommentar oben.
“Du aber ziehst es vor, die Stadt ” nur mit den Reifen” zu berühren. Kein Wunder, hast du so keine Ahnung von ihr! Und davon abgesehen, welche Arroganz, die Stadt mit seinem Lärm und seinen Abgasen zu überziehen, ihre Infrastruktur zu nutzen und zugleich so ungerechtfertigt über sie herzuziehen.”
Naja, um ein paar Meter zu Fuss komme leider auch ich nicht herum, aber das ist ja auch kein Problem. Und ich würde mal sagen dass ich mehr als genug Geld direkt und indirekt in Zürich liegenlasse. Eine anständige Verkehrsanbindung ist da ja wohl das mindeste.
Scheuklappen, ich sags doch.
Aber ich habs ja vorausgesehen:
“Den Stuss noch mal zu wiederholen und ausführlich zu diskutieren, lohnt den Aufwand nicht.”
@Georg Meier:
Lebensqualität besteht für Dich offenbar nur aus wenig Strassen, keine Strassen, Autofrei, Veloweg und ÖV.
Warum ziehst Du nicht gleich auf die Alm?
Lebensqualität beinhaltet aber auch, dass ich einen interessanten Job finde. Es beinhaltet auch eine Vielfalt an Geschäften und ein lebendiges Nachtleben. Es beinhaltet einen gewissen Wohlstand, denn nur dann kann ich sicher auch Nachts unterwegs sein. Im Vergleich zu einer boomenden Wirtschaft ist jedes Sozialhilfeprogramm Peanuts in Sachen Armutsbekämpfung.
Lest halt die Faktoren der studie, dann wird jedem klar, dass die super bewertung nicht viel mit “Grün” zu tun hat. Höchstens staus, aber die versuchen die grünen ja nicht gerade zu verhindern. Zu behaupten, Zürich sei wegen Rot-Grün spitze ist reines wunschdenken und wahlkampf.
* Political and social environment (political stability, crime, law enforcement, etc)
* Economic environment (currency exchange regulations, banking services, etc)
* Socio-cultural environment (censorship, limitations on personal freedom, etc)
* Health and sanitation (medical supplies and services, infectious diseases, sewage, waste disposal, air pollution, etc)
* Schools and education (standard and availability of international schools, etc)
* Public services and transportation (electricity, water, public transport, traffic congestion, etc)
* Recreation (restaurants, theatres, cinemas, sports and leisure, etc)
* Consumer goods (availability of food/daily consumption items, cars, etc)
* Housing (housing, household appliances, furniture, maintenance services, etc)
* Natural environment (climate, record of natural disasters)
@Knopf Keine billigen Unterstellungen. Wir unterhalten uns hier darüber was ein gesundes Mass an Mobilität ausmacht. Zürich hat in den letzten Jahren manchmal mit den Stimmen der FDP, manchmal gegen die Stimmen der FDP einige Fortschritte gemacht. Es ist nun mal so, dass eine hohe Lebensqualität die guten und interessanten Steuerzahler in der Stadt hält, und dass eine europäische Stadt eben nicht ein Paradies für Autos ist, aber dafür umso mehr für Fussgänger sein sollte. Denn erst der Begegnungsraum, der zu Fuss oder mit dem Velo erschlossen wird, gibt der Stadt seine einzigartige Wirklichkeit. Nur Agglos meinen sie müssten nach Züri um in einem verrauchten Trend-Nightclub zu langweiligen Beats herumstehen. Und zu den interessanten Jobs: Interessante Menschen schätzen die hohe Lebensqualität und die Vielfalt durch Nischen, die die Stadt bietet – die optische Gleichmacherei durch die Autonomaden zähle ich dazu nicht. Schnelles oberflächliches Wachstum, Fast Live und Lounge-Sofa-Sitz-Cüpli-Contests ist etwas für langweile Menschen die langweilige Jobs suchen – jene die aufregend mit gehaltvoll verwechseln. Zürich ist eine Stadt am Wasser – der Bezug zum Wasser sollte stärker akzentuiert werden.
Hoffen wir, dass es noch lange so weiter geht. Zürichs Einkommen wird ja insbesondere durch die Steuern der dort ansässigen Finanzinstitute generiert.
rot-grün will ja seit zig Jahren das letzte Restchen vom Bankgeheimnis abschaffen… Wie würde es dann aussehen???
@Georg Meier: keine Sorge, bin der letzte der Autobahnen durch die Stadt will und der Agglo-Siedlungsbrei, wo alles mit dem Auto gemacht werden muss, ist mir ein Graus (weshalb ich auch ohne ein Auto zu besitzen im Kreis 5 wohne).
ABER: Lebensqualität ist nicht einfach gleich Ökologie. Und hochqualifizierte, dynamische Leute und Firmen kommen nicht nur wegen der Ökologie in eine Stadt. Sonst wären Städte wie New York oder London schon längst tot.
Aber Bluefox hat die wichtigen Kriterien der Mercer-Studie schon aufgezählt. Und davon ist Ökologie ein Teil, aber eben bei weitem nicht der wichtigste.
Wirtschaftswachstum ist nicht die Folge von Ökologie sondern Wirtschaftswachstum ermöglicht erst Ökologie. Es ist kein Wunder, dass Ökologie während der Rezession kaum ein Thema war. Und es ist kein Wunder, dass sich das reiche Europa mehr um Ökologie bemüht als ein Land wie Indien oder China.
Nein, Samuel, Wirtschaftswachstum, dass auf billigem Öl aus dem nahen Osten basiert ist das Gegenteil von ökologisch – was du zu beschreiben versuchst ist nur der Vorgang des Greenwashings, den sich eine Firma erst leistet, wenn sie ordentlich kohle gemacht hat.
Nachhaltiges Wachsen und Reifen ist dagegen etwas anderes: dazu gehört mehr als das wiederholen von veralteten Plattitüden aus dem Ökonomie-Textbuch. Heute zählt nicht mehr nur einfach Marketing wie es in den 90ern zelebriert wurde: Oder sagen wir es mal so: viel mehr Investieren in Forschung und Entwicklung statt einfach alles outsourcen in gebiete die man verdreckeln darf. Beispiele gefällig? siehe http://www.epea.com/products/productcasestudies.htm
* Political and social environment (political stability, crime, law enforcement, etc)
Da steht Zürich gut da. Dank langjähriger politischer Stabilität, und unseren Super Stadträten.
* Economic environment (currency exchange regulations, banking services, etc)
Unsere Super Banken, auch wenn die Postdienstleistungen sehr reduziert worden sind und man für gewisse Einzahlungen zur Bank muss und dort ewig warten muss.
* Socio-cultural environment (censorship, limitations on personal freedom, etc)
unsere direkte Demokratie, freie Presse, Vielfalt, sozio-kultur!
* Health and sanitation (medical supplies and services, infectious diseases, sewage, waste disposal, air pollution, etc)
Das hat schon mit Umwelt zu tun. Züri-Wasser. Spritzenbus…
* Schools and education (standard and availability of international schools, etc)
Das hat mit unseren guten Lehrern zu tun & Uni, ETH, englisch school, école française
* Public services and transportation (electricity, water, public transport, traffic congestion, etc)
Das hat auch mit Umwelt zu tun. VBZ, EWZ,
* Recreation (restaurants, theatres, cinemas, sports and leisure, etc)
Noch nicht voll zugebaute Naherholungsgebiete ist auch ein grünes Thema. Studiokinos statt Multiplex. Pronatura-Beef.Bio-Essen ect.
* Consumer goods (availability of food/daily consumption items, cars, etc)
Bio Food plus AMAG, kauf noch heute deinen Honda Civic!
* Housing (housing, household appliances, furniture, maintenance services, etc)
Brockenhaus, gute Schreiner und eine prise Ikea, Sothebys, Christies und unsere super Abfall/Müllmänner und Strassenwischer. Bravo!
* Natural environment (climate, record of natural disasters)
Auch wieder Umwelt.
Dazu kommen natürlich noch die sogenanntn weichen Faktoren, z.Bsp. der Zürcher selber, diese mischung aus Grossstadt-arroganz und Kuhirten einfachheit, gepaart mit dem unsäglichen, an einen Frosch mit Atemnot erinnernden, Dialekt löst bei den meisten Menschen wenn nicht sympathie dann doch wenigstens einen “Jö wie Härzig” reflex aus.
Zürich bietet sicher nicht die beste Lebensqualität. Vieleicht nach dem Horizont betrachtet der Schweizer und Zürcher. Aber wenn es so sein soll, bitte. Wäre es so schlimm, wären ja schon alle abgehauen.
@Georg Meier:
Ja, der letzte Punkt, der letzte eine Punkt bezieht sich auf Umwelt. Alles andere betrifft andere Themen. Nochmal: Ökologie ist Teil der Lebensqualität aber eben nur ein Teil (sonst wäre eine dreckige aber halt eben lebendige Stadt wie London schon längst verlassen). Es nützt Dir nichts, wenn eine Stadt eine saubere Luft hat aber dafür keine Jobs. Und darum ist nicht einfach Rot-Grün und deren Ökopolitik für die hohe Lebensqualität verantwortlich. Sondern auch die hiesige Finanzpolitik und Wirtschaft, incl. Vollenwyder, Ospel, Grübel und co.
Und ja, ich weiss, dass viele Linke es lieber hätten, wenn die Chinesen alle brave Reisbauern geblieben wären, statt sich mit Hilfe westlicher Investitionen auf ein minimales Wohlstandsniveau zu hieven. Denn dann hätte man ja umso mehr Gelegenheit für ineffektive Barmherzigkeit. Um sozial zu sein, braucht es schliesslich Armut, gell.
wusste gar nicht das eine Stadt Lebensqualität hat!
Ich empfinde es eher als eine Art Wohnhaftierung in einer Zivilisolation.
So eine Art Sodom und Comora.
Wenn ich abends in einer Stadt bin und versuche vergeblich die Sterne zu sehen, da fühle ich mich von diesem Lichtsmog erdrückt.
Aber jedem das seine, mir ist es recht wenn soviel wie möglich in der Stadt leben so erhält sich die Lebensqualität auf dem land.
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