Langenthal wählt Rechtsextremen in den Stadtrat
Mit 415 Stimmen wurde erstmals in der Schweiz ein rechtsextremer Kandidat in das Stadtparlament gewählt. Der gewählte Strassenbauer Tobias Hirschi ist Mitglied der “Partei national orientierter Schweizer” (Pnos). Politisches Vorbild des Neugewählten ist der deutsche NPD Führer, Jürgen Schwab!
Darf man Rechtsextreme in ein Parlament wählen? Dürfen Holocoust-Leugner ein politisches Amt bekleiden?
Zur Geschichte der Pnos: Die rechtsextreme “Partei national orientierter Schweizer” wurde nach dem Skinhead-Aufmarsch auf dem Rütli vom 1. August gegründet. Und zwar von Aktivisten der Skindhead-Gruppe “Blood & Honour” (Blut und Ehre). Die entstand 1998 als Ableger einer internationalen Bewegung, die rassistisches und ultranationales Gedankengut verbreitet. Der Extremismusbericht des Bundes vom August 2004 schreibt: “Etliche Mitglieder der Pnos waren oder sind noch aktive Skinheads.” – Die Gründer der Pnos wurden übrigens schon wegen Körperverletzung verurteilt. Ihre Herkunft aus dem gewalttätigen Rechtsextremismus versucht die Pnos durch einen mgölichweise nur strategischen Gewaltverzicht vergessen zu machen. Das Parteiprogramm, die Parteizeitung und andere Publikationen der “Pnos” sind nach wie vor geprägt von fremdenfeindlicher, antidemokratischer und rechtsextremer Rhetorik. Die “Pnos” pflegt ausserdem Verbindungen zu Holocoustleugner und in- und ausländischen rechtsextremen Gruppen.
Ein Auszug aus einem Interview (Blick) mit dem neu gewählten Stadtrat Tobias Hirschi; und es bestätigt, was befürchtet werden muss, hier ist ein Neonazi am Werk:
Was sind Ihre politischen Anliegen?
Hirschi: Die Traditionen der Schweiz sichern und das Thema Ausländer.
Was sagen Sie zur gewalttätigen Vergangenheit der Pnos?
Vergangenheit ist Vergangenheit. Passiert ist Passiert.
Waren Sie selbst Skinhead?
Nicht gross. Also, ich kannte die Skinheads zum Teil vom Ausgang.
Was heisst nicht gross?
Ich habe Sie einfach gekannt.
Und Sie kannten auch ihre Ideen?
Ja, mit ihnen geredet habe ich schon.
Hatten Sie Sympathien?
Ja. Weil ich den Druck der Ausländer schon in meiner Schulzeit gespürt habe. Da kam langsam der Hass auf sie und das Buwusstsein, dass man etwas gegen sie machen muss. Dann habe ich die Partei Pnos kennen gelernt und bin da eingestiegen.
…
Das ganze Interview ist im Blick vom 26.10.04 nachzulesen.
ignoranz.ch verurteilt das Gedankengut, sowie die Wahl dieser rechtsextremen Marionette aufs schärfste!!!

[...] Nachdem in der Schweiz in verschiedenen Gemeinden Vertreter der rechtsradikalen Partei PNOS in den Gemeinde-, bzw. Stadtrat gewählt worden ist, kommts nun zum Eklat. Die PNOS hatte 2003 im Nationalratswahlkampf im Kanton Aargau eine kaum abgeänderte Version eines Plakates der Schwezer Nationalsozialisten von 1933 zur Kampagne genutzt. Das Sujet “Wir säubern” zeigt, wie Bonzen, Kommunisten und Juden von einem Schweizer Kreuz weggefegt werden. Aufgrund dessen wurde im August 2003 gegen vier Mitglieder der Partei Anklage wegen Rassendiskriminierung erhoben. Nun ist das Urteil gegen die drei Mitglieder und den Präsidenten der Partei gefallen, welches lautet: “Die Täterschaft hat öffentlich Ideologien verbreitet, die auf die systematische Herabsetzung oder Veleumdung der Angehörigen einer Rasse, Ethnie oder Religion gerichtet sind.” [...]
[...] Forum! Sandro FeuilletDas Rad des Hasses dreht sich weiter. Nachdem im letzten Oktober bereits ein Exponent der PNOS in Langenthal in den Gemeinderat gewählt wurde, ist nun dieses Wochenende Im verschlafenen [...]
Was wird da für ein Lärm wegen der Wahl eines Rechtsextremen in einen Stadtrat gemacht, unglaublich. Wenn man den gleichen Zirkus bei der Wahl linksextremer Gesellen veranstalten würde, könnte man damit Bücher füllen. Die Linksextremen sind nämlich keinen Scheissdreck besser als die Rechtsextremen.