Krasse Diskriminierung durch Lehrbetriebe
Viele Entscheider in Lehrbetrieben diskriminieren Jugendliche mit Migrationshintergrund auf krasse Art und Weise. Dies hat eine Untersuchung ergeben, die gestern in vielen Medien publiziert wurde (z.B. NZZ, SF, Tagi) Mittels anonymisierten Bewerbungsunterlagen konnte der Grad der Disrkiminierung ermittelt werden. Für die Lehrbetriebe zählt offenbar nicht die Qualifikation oder die Eignung eines Bewerbers, sondern Vorurteile und Ressentiments gegenüber Jugendlichen mit Migrationshintergrund.
Diese Tatsache ist meines Erachtens eine direkte Folge der ausländerfeindlichen und populistischen Propaganda der rechten Politik. Der Kampf um Wähler hat damit für gut integrierte Jugendliche fatale Folgen, sie werden ungerecht behandelt und erhalten nicht dieselben Chancen wie ihre Mitbewerber mit “reinen” Schweizer Wurzeln. Und was tun frustrierte, ungerecht behandelte und arbeitslose Jugendliche mit ihrer vielen Zeit und wenig Geld? Genau, sie werden den Vorurteilen Gerecht… Ein Teufelskreis.
Die anonymisierte Bewerbung muss massiv forciert werden, damit diese Diskriminierung schnellstmöglich ein Ende hat!

Wenn der Lehrbetrieb nicht aufgrund Leistungen (Noten, Multicheck, Basicheck, Stellwerktest.. usw.) sondern willkürlich entscheidet, ist er selber schuld. Wenn er lieber denjenigen unter die Fittiche nimmt, der zwar seit 15 Generationen nur Schweizer Vorfahren hat, aber dafür von der Materie nichts versteht, soll er dies tun. Er schneidet sich damit ins eigene Fleisch.
Kommt aber eher in den KMU’s zum Vorschein, als bei multinationalen Grosskonzernen.
Und wenn dann beim ersten Vorstellungsgespräch herauskommt, dass da ein -ic vor der Tür steht? Hilft bei nem rassistischen Betrieb auch nichts.
Ich kenne Betriebe, da wird klipp und klar gesagt, dass keine “Jugos” eingestellt werden, weil es “mal Probleme” mit denen gab…
[...] Diskriminierung bei der Lehrlingsauswahl [...]
Das ist natürlich auch eine Pauschalisierung und auch nicht ganz richtig. In den meisten Betrieben wo der Chef Ausländer ist, z.b. den Landschaftsgärtner den ich kenne, hat nur Lehrlinge die ihre Wurzeln im Ausland haben.
Natürlich ist es richtig zu fragen wiso nun Die und nicht Der die Lehre antreten darf. Ich bezweifle jedoch dass diese ohnehin nicht repräsentative Untersuchung dem entspricht was in den Medien berichtet wurde.
Selbst wenn es so wäre, müsste man sich auch fragen warum es denn so wenige Geschäfte gibt die von Ausländer geführt werden die ja die Jungen mit Immigrationshintergrund ausbilden könnten.
Vielleicht haben wir aber auch einfach zu viele Ausländer
Schweizer, geh doch mal fragen, wie viele Schweizer Jugendliche sich beim ausländischen Landschaftsgärtner bewerben.
Dir ging es aber sowieso nur darum deinen letzten Satz zu schreiben.
Ich bin für anonyme Bewerbungen. Vielfach besteht tatsächlich ein Vorurteil und dieses kann zumindest im persönlichen Gespräch entkräftet werden. Letztlich ist es im Interesse des Unternehmers nach Qualifikation zu entscheiden. Mit der anonymen Bewerbung entstehen weder Konflikte mit dem Wettbewerb noch mit der Entscheidungsfreiheit ob ich jemand einstellen will. Ich erhöhe lediglich die Chancen für Jugendliche mit Migrationshintergrund sich integrieren zu können. Eigentlich sehe ich KEIN schlüssiges Argument dagegen zu sein.
Die Diskriminierung gibt es immer mehr oder weniger überall. Aber bei diesem Thema handelt es sich um eine von gewissen Stellen geschürte Hysterie. Zum einen hatten gewisse Gewerbeschullehrer eine Möglichkeit gesehen um ihre Stelle sichern zu können, da mehr Arbeit anfällt wenn sie Lehrstellen vermitteln können. Dazu die Medien mit solchen Themen wiederholt Papier bedrucken können.
Was aber fehlt, der Hinweis wie hoch der prozentuale Ausländeranteil der Lehrstellensuchenden ist. Wenn es 90% aus dem Ausland kommende sind, dann sollte es keinen wundern dass vermehrt Ausländer keine Lehrstelle finden.
Würde man die Daten richtig ermitteln, käme man zum Schluss dass Uneingebürgerte auf dem Lehrstellenmarkt stark benachteiligt werden. Besonders schlimm ist es bei Schweizerbürger im Ausland wo man sagen muss dass es sich in gewissen Staaten um ausgewachsenen Rassismus handelt.
Besonders schlimm ist es bei Schweizerbürger im Ausland wo man sagen muss dass es sich in gewissen Staaten um ausgewachsenen Rassismus handelt.
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Ist aber kein Grund bei uns nix zu ändern, oder?
Das Problem ist, wenn jemand z.b. mit einer dunklen Hautfarbe oder mit einem fernöstlichen Namen nur erschwert eine Stelle bekommt, dann schreien alle gleich auf, was für ein rassistisches Volk die Schweizer sind.
Die Zeitungen brauchen ja etwas zu berichten und die Sozialindustrie will beschäftigt sein.
Es wird aber immer verschwiegen dass es auch Andere hat die es auch nicht einfach haben, trotz dem urschweizer Namen und heller Hautfarbe. Manche eingeborene Schweizer können auch nicht einfach in ein Land abhauen wo sie Arbeit, Soziale Sicherheit und Lehrstellen für die Kinder erhalten.
Wenn Schreinermeister XY, trotz schlechteren Schulnoten dem Peter Zuger statt dem Ali Mustafa gibt, wird er gleich verurteilt und muss sich rechtfertigen. Ein Schweizer im Ausland hat es auch schwerer und es wird auch ihm z.b. in Istanbul nichts geschenkt.
Diese Hystrie und Dauergejammer ist völlig übertrieben und unangebracht.
Schweizer, entweder ist dein Textverständnis eine Katastrophe oder dein Argument…
Kleiner Hinweis, die Jugendlichen, welche Diskriminiert werden sind Schweizer, in der Schweiz… na, klickts schon?
Sandro,
Du glaubst doch selber nicht dass die Jugendlichen nur wegen dem Namen oder Hautfarbe es schwerer haben eine Lehrstelle bekommen zu können.
Selbst den Antipatrioten sollte es bewusst sein dass es keine Rolle spielt ob man den CH Pass hat oder nicht.
Schweizer, ob du es glaubst oder nicht ist unrelevant, es ist bewiesen. Lies den verlinkten Artikel. Ach ja, lies doch das Zeugs das ich verlinke jeweils bevor du einen Kommentar scheibst…
Sandro, ich habe das ja gelesen, nur steht nichts davon wie viele den CH Pass haben oder nicht. Also ist in dieser ohnehin nicht repräsentativen Untersuchung es irrelevant wer den CH Pass hat. Du Sandro gehst einfach davon aus es handle sich um Schweizer und kritisierst mich ich hätte die Beiträge im TA und NZZ nicht gelesen.
Nicht mal 130 Auswertungen in kaufmännischen Berufen sagen doch recht wenig aus. Selbst wenn alle in dieser Untersuchung erfasten Lehrstellensuchende Vorfahren haben die bei Morgarten gekämpft hatten, auch dann wären nicht immer die mit den besten Schulnoten, auch mit einer Lehrstelle beglückt worden.
Ich beziehe mich auch auf vorheriges das ich geschrieben habe, das ist lediglich eine geschürte Hysterie gewisser Sozialfunktionäre die mehr Arbeit wollen und natürlich der Medien die Papier bedrucken möchten.
Also sollte den Arbeitgebern staatlich vorgeschrieben werden, wie sie Bewerber zu suchen haben? Sehe ich irgendwie nicht.
Diskriminierende Auswahlverfahren haben zudem Konsequenzen (theoretisch). Ich sehe nicht, wie dem Problem beizukommen wäre. Man stelle sich als Arbeitgeber vor, man erhielte eine anonyme Bewerbung. Was passiert wohl damit?
wenn die Arbeitgeber schlechte Erfahrungen mit Ausländer gemacht haben ist es nur normal dass sie eher Schweizer suchen.
Da ist auch eine SVP Aussenpolitik von Vorteil solche die sich integrieren wollen und nicht kriminell sind haben dann eine viel bessere Chance da die Lehrbetriebe keine Vorurteile gegen kriminelle Ausländer haben
Ich kenne u.a. auch die Inhaber eines grossen Malergeschäfts/Spritzwerk mit über 100 Mitarbeitern und eines Bauunternehmens mit ca. 80 Mitarbeitern. Beide stellen grundsätzlich keine Lehrlinge mit einem gewissen Migrationshintergrund mehr ein (Balkan+Türken) Grund: ausserordentlich schlechte Erfahrungen verschiedenster Art, miese Stiften bringe man kaum mehr raus, die habe man dann 3 Jahre am Ranzen, Risiko wird als viel zu hoch erachtet, solche Jugendliche als Lehrlinge einzustellen. Grundtenor: Lieber gar keinen als einen solchen. Es ist diesen Chefs klar, dass es sicher auch Brauchbare und Gute geben wird, aber allein das prozentuale Risiko, einen mühseligen, viel Aerger bereitenden Stift an den Hals zu bekommen, wird ganz einfach als zu hoch erachtet.
Als Lehrlingsausbildner sollte ich wirklich noch die Möglichkeit haben, wer in ein Team passt, wer meine Anforderungen erfüllt, wer in der Lage ist, den Beruf auch auszuführen…..
Schliesslich bin ich ja für meinen Betrieb verantwortlich! Ich denke, dass bereits Auflagen zur Genüge vorhanden sind.
Wenn schon – sollen doch mal die Gemeinden, die Kantone resp. der Bund mit dem guten Beispiel vorangehen!
Den Betrieb habe ich selber erarbeitet, es steckt mein Kapital darin – und da werde ich vermutlich auch in Zukunft entscheiden, wer bei mir arbeitet!
Wie würdet ihr denn entscheiden, wenn für 1 Lehrstelle bis zu 30 Bewerbungen vorliegen?