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Kopflose Zürcher City-Vereinigung lockt Familien bei extremen Ozonwerten in die Innenstadt

Silvesteratmosphäre mitten im Sommer. Gestern Sonntag hatten in der Innenstadt von Zürich die Läden der Einkaufsmeilen geöffnet. Als Grund dafür wurde der Teddy-Sommer vorgeschoben. Wie der Tagesanzeiger heute herausgefunden hat, war diese meist unfreiwillige Sonntagsarbeit, ziemlich für die Katz, da die Umsätze unter den Erwartungen blieben. Anstatt in den Geschäften einzukaufen, haben sich viele Teddy-Touristen dort bloss von der hochsommerlichen Hitze “abgekühlt”. In die Stadt gekommen sind die Teddytouristen jedoch nicht mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern wurden von Cityvereinigung-Präsident Robert Ober, mit kostenlosen Parkplätzen angelockt (Die ÖV wurden natürlich nicht verbilligt…). Dies macht angesichts der hochsommerlichen Ozonwerte, welche seit einer Woche weit über den gesetzlich Zulässigen Werten liegen, überhaupt keinen Sinn. Normalerweise bleibt die Zürcher Innenstadt wenigstens am Sonntag von der Verkehrslawine verschont, gestern waren die Parkhäuser jedoch gerammelt voll mit automobilisierten Teddytouristen. Um gegen die unfaire und unsoziale Sonntagsarbeit zu protestieren, haben Aktivisten der Gewerkschaft UNIA wenigstens einige Teddys auf einen “Sonntagsausflug statt Sonntagsarbeit” mitgenommen. In zahlreichen Umfragen haben sich die Beschäftigten VerkäuferInnen nämlich gegen die asoziale Sonntagsarbeit ausgesprochen.

Dieser Artikel wurde von Sandro am Montag, 30. Mai 2005 in der Rubrik Verkehr und zu den Stichwörtern , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

9 Kommentare zum Artikel “Kopflose Zürcher City-Vereinigung lockt Familien bei extremen Ozonwerten in die Innenstadt”

  1. Hual am 30. Mai 2005 um 13:50

    angebot und nachfrage….
    Unsere Familie geht grundsätzlich NIE an einen Sonntagsverkauf, ob Sommer, Weihnachten oder sonst ein fadenscheiniger Grund wie Eröffnung….

    In unserer Nähe wurden erst kürzlich die Öffnungszeiten des Volgs geändert. Täglich von Mo-SA!
    6:00Uhr bis 20:00Uhr.
    Jedenfals habe ich dem Personal meine Meinung über ihre neuen Öffnungszeiten kundgetan, aber irgendwie (mit Angst vor Arbeitsplaztverlust durch Schliessung des Geschäfts) waren sogar die Angstellten für die neuen Zeiten. Ich argumentierte das die Leute nun doch nicht plötzlich mehr bei Ihnen kaufen… sie brauchen ja nicht mehr "Lebensmittel" nur weil die die Öffnungszeiten ändern….
    Ich habe ihm versichert, das diese neuen Geschäftstaktik eher dazu führen wird das wir gar nicht mehr bei ihnen einkaufen werden und 100% nie zu irgend einer Randzeit.

  2. AlphaPapaGolf am 30. Mai 2005 um 13:56

    Hier kann ich einmal voll und ganz zustimmen. Der Wahnsinn des sonntäglichen Einkaufs kann ruhig sofort abgestellt werden. Wann endlich merken die Lädeliinhaber unter der Führerschaft von Robert Ober, dass ein normaler Bürger seinen Stutz nur einmal ausgeben kann. Wird ihm der Stutz am Sonntag von den Lädelíinhabern aus der Tasche gezogen, fehlt der Stutz halt die folgende Woche oder am nächsten Samstag.
    Die Verkäuferinnnen sollen ruhig auf die Barrikade gehen.
    Mich findet man am Sonntag jedenfalls nicht in den Shopping Palästen, da können Robert Ober und seine Getreuen mit noch so blöden Viechern die Stadt verstellen.
    Schade hat die Unia nicht das gesamte Bärengeschwader dorthin gebracht wo es sich gehört, nämlich in eine Kunststoffabrik um diese kitschigen Hohlkörper zu schreddern und dem Recycling zuzuführen.

  3. AlphaPapaGolf am 30. Mai 2005 um 14:06

    Robert Ober war übrigens der, der das traditionsreiche Ober Modegeschäft bei der Sihlporte runtergewirtschaftet hat.
    Und jetzt fuhrwerkt er bei der City-Vereinigung rum und präsentiert bei jedem Hennenschiss seinen Schnauz im Tele-Züri.

  4. sense am 30. Mai 2005 um 15:38

    wie weiter unten erwähnt: wäre es in der sbahn nicht so verd….. heiss würd ich gerne aufs auto verzichten.

    und ich schätze es sehr ein landen in der nhe zu haben der sonntag offen hat, was gibt es schöneres als am sonntag morgen die freundin mit warmen udn frischen gipfeli zu wecken? ;)

  5. sense am 30. Mai 2005 um 19:15

    übrigens in der 20 minuten stand was ganz anderes, von wegen das die erwartungen um 50% übertroffen wurde, so zitiert wurde der Herr Ober und der(?) Globuspressesprecher….
    und die aktion mit den teddys war ja mal voll dämlich, glücklicherweise wurde die polizei gerufen als die mit dem abtransport begannen

  6. heult doch... am 31. Mai 2005 um 01:08

    Niemand ist gezwungen, am Sonntag zu arbeiten oder einzukaufen…

  7. AlphaPapaGolf am 31. Mai 2005 um 07:23

    Niemand ist gezwungen am Sonntag einzukaufen, aber viele sind unter mehr oder weniger sanftem Druck, z.B. Verkäuferinnen, am Sonntag anzutraben, oder aber bei der nächsten passenden oder unpassenden Gelegenheit gefeuert zu werden.
    Uebrigens…als die Rammbockgangster aus dem Ostblock Millionenwerte abzügelten, war die Polizei weniger heftig am Werk, wenn überhaupt. Nur als ein paar unbewaffnete Gewerkschafter symbolisch ein paar Plastic-Hohlkörper (so hohl wie die Cityvereinigung???) für einen Plausch auslehnten, fuhr gleich das ganze Überfallkommando aus.
    Auch wenn der Hardturm von Hooligans in Brand gesetzt wird, schaut man (die Polizei) zwar höflich zu, aber von einem Zugriff ist nichts zu merken.
    Ein bisschen selektiv, diese Einsatzstrategien.
    Wer doch permanent heult wie eine Luftschutzsirene, ist die Cityvereinigung unter der Anführung ihres Schnauzlis Robert Ober, der nicht müde wird, seinen Umsatzsong in alle Mikrophone und Fernsehkameras zu leiern.

  8. mk am 31. Mai 2005 um 07:24

    [6]
    You are completely missing the point.
    Eben DOCH werden alle Arbeiter immer mehr dazu gezwungen auch am Wochenende zu arbeiten. Sobald jemand mit Sonntagsverkauf beginnt meinen alle anderen dass sie sofort nachziehen müssen da sie sonst einen Wettbewerbsnachteil einfahren. Die Gesetze für Verkaufszeiten sind sicher nicht dafür da, die Konsumenten zu plagen sondern dienen alleine dem Zweck, die Arbeitnehmer zu schützen (VerkäuferInnen haben es schon so genug schwer)
    Da ihre Löhne so tief sind können sie sich nicht wirklich gegen längere Arbeitszeiten aussprechen: gerne etwas länger arbeiten damit es manchmal nicht nur für das Nötigste reicht. Besser und fairer wäre es aber, die Mindestlöhne anzuheben und auch einzuhalten.

  9. AlphaPapaGolf am 31. Mai 2005 um 14:59

    Da passt die Strategie der Zürcher Tourismus- und Gastrogewaltigen nahtlos dazu, die Mindestlöhne im Gastrogewerbe auf Fr. 2´000.- senken zu wollen, siehe heutige Presse. Gleichzeitig aber wollen sie dem durstigen Konsumenten/Touristen für ein Glas Hahnenburger (Leitungswasser) Fr. 2.- abzocken.
    Jetzt merkt ihr vieleicht auch, warum gewisse Kreise die erweiteret Personenfreizügigkeit einführen wollen. Eine hier ansässige Mutter mit zwei schulpflichgtigen Kindern kann von den Fr. 2´000.- nicht überleben, währenddessen ein hergelaufener Lette oder Polacke leicht jeden Monat Fr. 1´000.- in den Osten überweisen kann, solangen er in einem von der Arbeitgeberschaft zur Verfügung gestellten Container haust. Auch die zukünftigen Verkäuferinnen aus dem Osten werden aus ihren Containersiedlungen operieren und die Löhne hier ins bodenlose drücken.

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