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Klimawandel: stärker als angenommen und unnatürlich

Das Wissenschaftsmagazin Nano von 3Sat berichtet gleich von zwei Studien, deren Ergebnissen schlimmes ahnen lassen. Sie widerlegen jeweils ein Argument, welche häufig im Zusammenhang mit der derzeitigen Klimaerwärmung genannt werden. Die erste Studie belegt klipp und klar, dass die derzeitige Klimaerwärmung ist keinesfalls natürlicher Art ist, sondern klar von Menschenhand verursacht wurde:

Timothy Osborn und Keith Briffa von der “University of East Anglia” (Norwich / Großbritannien) haben die Temperaturen von 14 Standorten auf der Nordhalbkugel seit dem Jahr 800 rekonstruiert und sind darum der Meinung, dass es sich bei der derzeitigen globalen Erwärmung keinesfalls um eine natürliche Klimaschwankung handeln könnte. Seit mindestens 1200 Jahren hat es keine derartig lange und weit verbreitete Warmperiode gegeben wie die von Mitte des 20. Jahrhunderts an.

(Quelle: #1)

Der zweiten Studie zufolge, sind bisherige Annahmen bezüglich der Erwärmung des Klimas viel zu schwach ausgefallen:

Die Forscher sind nun beunruhigt, dass die derzeit beobachtete Erderwärmung wesentlich stärker ausfallen könnte, als bisher angenommen. “Die bisherigen Schätzungen sind wohl eher am unteren Ende einzuordnen”, erklärt der Autor der Studie, Appy Sluijs, von der Universität Utrecht in den Niederlanden.

(Quelle: #2)

Wer immernoch denkt, die Erwärmung des Klimas und damit die immer stärker auftretenden Klimakapriolen seien etwas “natürliches” wird mit diesen Studien einmal mehr eines Besseren belehrt. Ignorant, wer immernoch derart faule Ausreden verwendet um damit aufwändigen und verschwenderischen Lebenswandel und den Verzicht auf griffige Massnahmen zu rechtfertigen. Höchste Zeit etwas zu tun!

Weitere Medien dazu:

Dieser Artikel wurde von Sandro am Montag, 5. Juni 2006 in der Rubrik International und zu den Stichwörtern , , , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

75 Kommentare zum Artikel “Klimawandel: stärker als angenommen und unnatürlich”

  1. AlphaPapaGolf am 5. Juni 2006 um 20:13

    Jeder konnte sich über Pfingsten über die Klimaerwärmung ins Bild setzen.
    Es war so A…kalt wie noch nie, Schnee fiel bis 700 m, und alle schlotterten vor sich hin….bis auf ein paar Hitzköpfe in der Klima”Forschung”…

  2. meteo am 5. Juni 2006 um 20:50

    Meine lieben Ignoranzler

    ich kam soeben per Link auf diesen Blog und auf diesen Artikel. Konnte noch nicht mal nachsehen, wer da im Impressum steht. Aber eines ist mir schon sonnenklar: die grüne Farbe passt bestens zum Klima-Artikel. Grüner könnte er nicht sein. Solch ein Stuss würde gut zur Gennerschen’Schreibe passen.

    Liebe Leute, nehmt doch einfach mal das Hirn hervor. Es gibt 400 andere Studien, die man zitieren kann, die genau das Gegenteil belegen. Solange das so ist, brauchen wir gar nicht über die Details von Urwaldbaumstämmen auf Alpengipfeln und 23 Grad am Nordpol zu diskutieren. Denn das hat’s alles schon mal gegeben. Ohne Autos, ohne Oelheizungen, ohne grenzenlose Mobilität. CO2-Konzentrationen, von denen uns schlecht werden würde – damals hervorgerufen durch was?

    Wie gesagt: einfach mal darüber hinwegsehen, dass man anlässlich der Kopfverteilung kurz vor der Geburt dummerweise in die Blumenkohlkiste gegriffen hat. Nachdenken und dann schreiben!

    Grüsse

    Meteo

  3. erdnanu am 5. Juni 2006 um 20:52

    schön, dass wir APG haben, da kann uns ja die ganze Wissenschaft gestohlen bleiben und wir können mit noch grösseren SUV’s noch mehr Treibstoff verbrennen.

  4. quadour am 5. Juni 2006 um 21:00

    @erdnanu: Feind erkannt. los gehts!

  5. pipo am 6. Juni 2006 um 11:19

    Also ich frage mich ja schon manchmal. Was braucht es dann noch? Unabhängige Studien, die von anerkannen Wissenschaftlern aus aller Welt bestätigt werden. Die Medien vernachlässigen nicht einmal ihre Informationspflicht und veröffentlichen die neusten Ergebnisse.

    Da kommen doch tatsächlich ein paar Hitzköpfe, ohne Argumente und nichts. Und sagen, es gäbe duzende andere Studien, die das Gegenteil beweisen. SO EIN SCHWACHSINN. Jetzt wacht endlich mal auf!! Das ganze hat überhaupt nichts mit Helvetischer Parteipolitik zu tun, sondern mit einem globalen, vom Menschen verursachten Problem.

    Sagt mir, all ihr Gegner der Forschung. Was müsste für euch geschehen, dass ihr sagt: “Ups, sorry, wir haben uns geirrt.” Bitte sagt mir das? Denn ich hasse nichts mehr als so reisserische, faktenresistente Hassargumente ohne Grundlage. Klärt mich bitte auf.

    Und übrigens APG. Dass es jetzt hier so kalt ist für diese Jahreszeit hat absolut nichts mit dem Klima zu tun. Das sind lokale Wetterlagen. Man darf nich Äpfel mit Birnen vergleichen.

    Darf ich anmerken, dass der Temperaturunterschied der letzten Eiszeit bis heute lediglich 6 Grad beträgt. Die Forscher rechnen mit einem Globalen Temperaturanstieg bis im nächsten Jahrhundert von bis zu 5.4 Grad. Da kann sich einjeder ausrechnen, was das heissen könnte.

    Doch eben. Liebe Faktengegner. Sagt mir bitte, ab welchem Zeitpunkt ihr zugeben würdet, dass ihr nicht Recht hattet….

  6. meteo am 6. Juni 2006 um 11:35

    Lieber Pipo

    Es geht nicht um “Zugeben” – denn es gibt nichts zuzugeben, ausser man verschuldet was.

    Was Deine wunderbar zitierten “Anerkannten Wissenschaftler” alles so von sich geben, kannst Du selber nachlesen und auch nachvollziehen, wenn du Dich mal auf eine Zeitreise begibst. Beginnen wir also mal mit was ganz Einfachem:

    Ich zähle 44 Lenze. Eigentlich dürfte ich jetzt gar nicht mehr am Tippen ein, denn die “anerkannten Wissenschaftler” haben mir in meiner Schulzeit die rabenschwarzesten Waldsterbe-Szenarien in die Schulstube geschickt. (Die Lehrer waren da übrigens braaaave Überbringer der gesteuerten Informationen). Der Schwarzwald sollte jetzt völlig ohne Bäume sein. Der Jura wäre auch fast kahl. Die Bälle der Fussball WM sollten dieses Jahr eigentlich auf einem schmierig-seifitg-russigen Rasen ganz schwarz werden…. ohhlala

    Dumm gelaufen, nicht? Sie haben sich zum Glück geirrt – Deine “ANERKANNTEN WISSENSCHAFTLER”.

    Schon mal überlegt, wem diese elende “der Mensch ist schuld an der Klimaerwärmung”-Diskussion alles nützen könnte? Schon mal überlegt, dass die Wissenschaftler irgendwoher entlöhnt werden. Und: Wessen Hand mich füttert, ich niemals beiss….. das Sprichwort kennst Du sicher, oder?

    Ich sags nochmals: Power on beim Denken – und nicht einfach alles nachplappern, was uns alles aufgetischt wird!

    P.S.: Falls es Dich anmacht, wirklich mitzudiiskutieren: Auf SwissWetter.ch gibts ein Langfristforum mit Klimadiskussionen.

    Grüsse

    meteo

  7. Sandro am 6. Juni 2006 um 11:53

    Lieber Meteo.
    Hast du auch schon dran gedacht, dass du evtl. an einer leicht verzerrten Wahrnehmung leidest? Ansonsten würdest du uns deine wilden abstrusen Behauptungen längst beweisen. Eventuell mit Argumenten oder gar einem Link belegen. Da dies alles ausbleibt ist sind deine Buchstaben nichts als leere Polemik.
    Gruss Sandro

  8. meteo am 6. Juni 2006 um 12:08

    Lieber Sandro

    Guck zum Fenster raus, das ist der beste Beweis. Die Bäume stehen noch und das Gesamtbild der Umwelt entspricht in keinster Weise dem Bild, welches damals die (ich sags gerne nochmals): “anerkannte Wissenschaft” gemalt hat.

    Aber da Du jüngeren Datums zu sein scheinst, kennst Du diesen Hype von damals offenbar nicht.

    Solche völlig trivialen Beweise, welche Fehlleistungen die “anerkannte Wissenschaft” bereits früher erbracht hat, sind natürlich nicht sexy. Ich weiss. Da glaubt man vielmer den Göttern in weissen Kitteln.

    Hat doch was, der Vergleich: Früher war die Kirche beherrschend und man glaubte blind jeden Stuss – heute ist es die Wissenschaft, welche uns tagtäglich neuen Quark auftischt. Und das schlimmste sind die Medien, die alles und wirklich jeden Mist ungeprüft abschreiben, zitiren, totschreiben und in “Bildmanier” auf die Titelseiten kritzeln.

    Grüsse

    meteo

  9. Sandro am 6. Juni 2006 um 13:45

    Du guckst aus dem Fenster, ich lese Berichte über wissenschaftliche Arbeiten…. *lol*

  10. meteo am 6. Juni 2006 um 13:54

    Lieber Sandro

    Man lacht meistens verlegen, wenn man nicht mehr weiter weiss…. dies zu Deinem “lol”. Dass man sich über mich und meine Ansichten lustig macht, ist üblich – als Querdenker bin ich das gewohnt.

    Du fragtest nach “Beweisen” – ich nannte Dir einen absolut Trivialen, den jeder überprüfen kann. Aber bitte…, ich sage: Man kann das Leben lang Wanderbücher lesen – ein Wanderer ist man deswegen immer noch nicht. So lies denn Deine “Wissenschaftlichen” Arbeiten weiter, wenns Dich glücklich macht.

    Grüsse

    meteo

  11. chriss am 6. Juni 2006 um 14:00

    Jaja, die tollen Studien und Prophezeiungen…
    Ich kann mich auch noch gut an die Geschichte mit dem Waldsterben erinnern, war schon gespenstisch was damals vorausgesagt wurde.
    Wälder gibt es immer noch und nur ein kleiner Teil des jährlichen Zuwachses wird genutzt.
    Erdöl sollte es laut verschiedener Wahrsager auch schon lange keines mehr geben, genauso wie Wasser eigentlich schon so knapp sein müßte das wir uns darum bekriegen (kann mich an Projektstudien erinnern Eisberge ins Mittelmeer zu schleppen…).
    Kann sich noch wer an das Ozonloch erinnern?
    Meiner Meinung nach überschätzen sich manche tollen Forscher und Endzeitpropheten maßlos und unterschätzen gelichzeitig die Mechanismen und Selbstheilungskräfte der Natur geradezu fahrlässig.
    Solange in Universitäten “Fachidioten” herangezüchtet werden, die sich in ihrem Fach profilieren wollen/müssen, werden wir wohl weiter zwischen extremen Voraussagen hin und her pendeln. Eine ganzheitliche Betrachtung der Natur interessiert scheinbar keinen oder ist einfach zu kompliziert. Vielleicht wären aber auch nur die Ergebnisse zu wenig spektakulär.

  12. Süchu am 6. Juni 2006 um 14:06

    Ein Mann fällt von einem Hochhaus. Und wärend er runterfliegt, sagt er zu sich: Bis jetzt ist ja noch alles gut gegangen…

    Ein anderes Zitat: (Weiss leider nicht mehr von wem *schäm*)

    “Ich widersprech Experten nie, den früher oder später widerlegen sie sich selber…”

    Was ich etwas denkwürdig an der Studie finde, ist eigentlich die relativ “kurze” Zeitspanne, in der sie das Klima angucken. AUf die ganze Klimageschichte gesehen ist das nur ein kleiner Bruchteil und kann sehr gut auch gar nichts besonderes sein.

  13. Sandro am 6. Juni 2006 um 14:11

    Meteo, Wenn jemand als Argument “Guck aus dem Fenster” schreibt, da kann ich wirklich nur lachen. Du hast bisher nur unbelegte Behauptungen aufgestellt, ich habe oben im Artikel drei verschiedene, renommierte Medien verlinkt und einige Zitate daraus kopiert, ich denke Du bist an der Reihe… Ausser du willst nur rumtrollen

  14. meteo am 6. Juni 2006 um 14:19

    Lieber Sandro

    Du wolltest Beweise – ich lieferte einen. Wenn Du ihn nicht akzeptierst und zudem ins Lächerliche ziehst ist das Dein Ding.

    Aber nachher sagen, ich liefere keine – naja, nicht die feine Art, oder?

    Ich weiss, mein Beweis ist nicht Sexy. Es ist auch kein Link und auch nicht auf Papier gedruckt und er hat schon gar keinen Stempel in der Art: “University of….”

    Aber er ist real!

    Grüsse

    meteo

  15. sense2 am 6. Juni 2006 um 14:33

    @”querdenker” meteo: sorry, dein beweise ist tatsächlich lächerlich, bzw. stützt ja sogar die klimaerwärmungs theorie nach der es bei uns extremere wettersituationen geben soll.
    hätte jemand von den “klimaerwärmer” im sommer 03 gesagt “guck aus dem fenster” hättest du ja auch nur gelacht, oder machen das uerdenker’ wie du etwa nicht?

  16. Richard am 6. Juni 2006 um 14:35

    es gibt leider immer noch die “Unverbesserlichen” d. h. die Unbelehrbaren, die die schleichende Umweltzerstörung einfach nicht wahrhaben wollen. Und leider sind diese Leute überall und nicht nur in diesem Forum vertreten. Vielleicht ist es gar eine Mehrheit der Menschen in den Industriestaaten, die einfach die Augen vor der Tatsache verschliessen, dass der moderne, zivilisierte Mensch sich und seine Lebensgrundlagen allmählich zerstört.

    Natürlich geschieht das nicht von heute auf morgen. Natürlich werden wir nicht schon nächstes Jahr alle mit Gasmaske rumlaufen müssen. Es ist auch nicht so, dass gleich alle Bäume absterben und das Trinkwasser giftig wird.

    Da die Erde über grosse Ressourcen und wie jeder lebende Organismus über “Selbstregulierungs-/”Selbstreparaturkräfte
    verfügt, wird die “nicht wieder gut zu machende” Zerstörung über viele Generationen ablaufen.

    Den Egoisten von heute kann das demnach aber egal sein. Sie werden für sich auch in 30 Jahren noch eine Welt vorfinden, in der es sich ganz gut schmarotzen lässt.

  17. meteo am 6. Juni 2006 um 15:11

    Lieber Richard

    Typischer Fehler bei Diskussionen: Wir reden hier von der Klimaerwärmung. Nicht von der Umweltverschmutzung.

    Die Klimaerwärmung – und das ist der Krux – wird immer so präsentiert, dass die ach so bösen bösen Menschen, oder eben die Autofahrer oder meinetwegen auch die, welche zuviel furzen dran Schuld sein sollen. Falsch! Bockmist.

    Es gibt KEINEN Treibhauseffekt! Das ist physikalisch beweisbar. Und jetzt liefere ich meinetwegen den ersten Link, den ihr so heiss begehrt:
    http://www.biokurs.de/treibhaus/kb0.htm

    Weitere Berichte und Quellen:
    http://www.swisswetter.ch/aktuell/20050902-klimawandel.htm

    Oder wollt ihr lieber den lesen? Ruth Genner aus dem Jahr 2003 – eine Realsatire:
    http://www.swisswetter.ch/aktuell/20030930-wahlen.htm

    ABER: Ich habe NIE behauptet, dass ich die Umweltverschmutzung nicht anerkenne! Das habt ihr in meine Sätze reininterpretiert, nur weil ich es wage, den Treibhauseffekt anzuzweifeln!

    Grüsse

    meteo

  18. chriss am 6. Juni 2006 um 15:13

    Ja, die Unverbesserlichen gibt es immer und überall.

    Es sollte eigentlich keinen mehr geben der sein Motoröl im Wald wechselt, die Heizung auf 26 Grad laufen hat und das Fenster offen, weils so heiß ist. Mit dem Auto die Zeitung aus der 200m entfernten Trafik holt, Batterien zum Hausmüll schmeißt, mit einem Allesbrenner das Haus heizt und mit Trinkwasser den Rasen sprengt. Oder gibts solche Zeitgenossen noch?

    Was aber nervt, sind diese “Studien”. Die einen sehen das Ende der Welt nahe, die anderen kommen zum Schluß: Alles in bester Ordnung (je nach dem wer die Studie finanziert?) Und was noch nervt ist der Aufschrei der dann folgt.

    Etwas Hausverstand beim Beurteilen dieser Informationen und verantwotungsbewußtes Handeln helfen mehr als Panikattacken.

  19. sense2 am 6. Juni 2006 um 15:45

    >mit Trinkwasser den Rasen sprengt

    öhmm… tun das nicht alle in der schweiz? es gibt ja nirgends anschlüsse wo kein trinkwasser rauskommt…

  20. meteo am 6. Juni 2006 um 15:54

    Lieber Sense

    … es gibt auch Regenwasser-Hauswasseranlagen für Dachwassernutzung (Speisung Waschmaschine, WC und Garten).

    Ich habe zum Beispiel so eine installiert – dies nur so am Rande bemerkt zum Thema Umweltschutz, wo andere meinen, ich hätte Tomaten auf den Augen…

    Grüsse

    meteo

  21. Matthias K. am 6. Juni 2006 um 15:55
  22. Dschungeljango am 6. Juni 2006 um 16:01

    Ich kann mich noch gut an die Pankikmache betreffs Waldsterben erinnern.
    Es ist zum Glück nicht so schlimm geworden, was aber nicht heisst das der Wald gesund ist.
    Die Waldschadensberichte / Waldzustandsberichte sprechen eine deutliche sprache.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,331562,00.html

    http://www.umwelt-schweiz.ch/imperia/md/content/forstdirektion/wh_waldundholz/wald/waldbericht/wb_2_gesundheit.pdf

    @meteo
    Du solltest besser im Wald Spazieregehen und versuchen zu beobachten statt nur aus dem Fenster zu gucken.
    Unsere Wälder sind sicher nicht totkrank, aber sie sind leider auch alles andere als Gesund.

    Willkommen im Dschungel Mr. Meteo

  23. meteo am 6. Juni 2006 um 16:13

    Ohje, Dschungeljango…

    Nebst Deinen Links solltest Du zur Information der Mitleser auch aufführen, dass der Schweizer Wald kontinuierlich (und zwar mit hohem Tempo) flächenmässig wächst. Die Bauern haben Mühe, die Wälder im Griff zu halten, so dass Waldränder nicht plätzlich meterweise in die Wiesen reinwachsen.

    Dies ebenfalls diametral entgegen allen schwarzmaler-Negativszenarien. Und: Der Wald muss ja superkrank sein, wenn er das macht, nicht?

    Betreffend Natur und Fenster: Ich lebe mit 360° Natur rundum. Noch Fragen?

    Grüsse

    meteo

  24. Dschungeljango am 6. Juni 2006 um 16:46

    @meteo
    Der Wald wächst flächenmässig das ist absolut korrekt, auch der hinterletzte hat gemerkt das die Anbauschlacht beendet ist.
    Frag mal deinen Vater oder Grossvater wie viel Wald gerodet wurde als der Plan Zwahlen, die sogenannte Anbauschlacht während des zweiten Weltkrieges in Kraft gesetzt wurde.
    Viele dieser Flächen werden heute dem Wald sozusagen zurückgegeben. Sehr gut meine ich.
    Du solltest versuchen objektiv zu bleiben, ich bin kein sogenannter Grüner aber das der Wald nicht gesund ist kann man mit einer guten beobachtungsgabe sehr leicht feststellen.
    Übrigens, das der Wald flächenmässig wächst sagt null und gar nichts über seinen Gesundheitszustand aus.

  25. FABILE am 6. Juni 2006 um 18:08

    Hallo Markus (alias Meteo ?), danke für den Link.

    Unsere Meinungen differieren bei diesem Thema ziemlich. Das Desaster der Waldsterbegeschichte war wohl der Megaflop der Wissenschaft der 8oer Jahre.

    Leider sieht es bei der Klimaerwärmungsgeschichte umgekehrt aus. Die Wissenschaftler werden in ihren Szenarien von der Wirklichkeit übertroffen (z.B. Gletscherrückgang).

    Allerdings habe ich doch meine Zweifel, ob es denn global bis zu 4.5 Grad Erwärmung bis zum Ende des Jahrenhunderts kommt, das wäre nämlich in der Schweiz deutlich mehr und die Folgen kaum vorstellbar.

    Schon 2007, spätestens 2008 stehen uns wärmere Jahre ins Haus und spätestens um 2013 (+- 1 Jahr) dürfte es zu einem weiteren Supersommer kommen, wo wir dann sehen werden, ob 2003 eine Ausnahme war, oder die Regel wird…..

    Gruss Andreas

  26. mess-anger am 6. Juni 2006 um 18:37

    Der Wald wächst (soweit ich weiss) vor allem in den Alpen-Regionen. Also dort wo immer weniger Menschen wohnen und immer weniger Landwirtschaft betrieben wird.
    Diese “Biokurs” Webseite ist ähnlich aufgebaut wie Seiten in denen behauptet wird, dass es keine Evolution gibt und alles von Gott gemacht wurde (intelligent Design).
    Da kann ich auch argumentieren, dass ich noch nie gesehen habe wie aus einem Affen ein Mensch wurde.

  27. FABILE am 6. Juni 2006 um 18:39

    Noch ein Kommentar zum Waldwuchs: Die Waldgrenze wurde in den Alpen vor ein paar hundereten (?) Jahren künstlich um ca. 300 m (?) nach unten gedrückt, um Weidefläche zu erhalten, die nun nicht benötigt wird.

    Bei den in der Schweiz herrschenden Bedingungen mit genügend Niederschlag und Wärme ist es wohl logisch, dass die Natur sich das zurückholt, was der Mensch nicht mehr braucht. Das hat mit Klimawandel überhaupt gar nichts zu tun.

    Und bitte vermischt doch nicht die Themen, was hat Waldsterben mit Klimawandel zu tun ? Höchstens wohl die eine Tatsache, dass Prognosen eine höchst delikate Sache sind!

  28. chriss am 6. Juni 2006 um 20:10

    Alles lesen!

    Das Thema Waldsterben kam nur aus Tablett um in Frage zu stellen ob man alles was eine wissenschaftliche “Sensationsstudie” präsentiert sofort in eine Hysterie führen muß.

    Das Waldsterben von damals wurde mit dem sauren Regen begründet. Der teilweise schlechte Zustand der Wälder heute ist hauptsächlich auf Schädlinge zurückzuführen, welche sich in Schadholz welches nicht aus den Wäldern entfernt wird (weil dort auch ein schützenswerter Wasweißichkäfer wohnt, oder Verwertung nicht lohnt), wunderbar vermehren.

    Und um jetzt mal zu provozieren: “Ernähren” sich Pflanzen nicht u.a. von CO2?

  29. quadour am 6. Juni 2006 um 20:46

    Der letzte Winter war ausserordentlich kalt.
    Der jetzige Frühling hat bis jetzt selten mal Temp. über 20 Grad gehabt.
    Der letzte Sommer war kein Sommer, da viel zu kühl und nass.
    Klimaerwärmung?? Wo denn???

  30. Matthias K. am 6. Juni 2006 um 21:13

    @quadour

    Klima ist Wetter gemittelt über eine lange Zeit, und eine lange Zeit heisst nicht einige Monate oder auch nur wenige Jahre. Der Mindestzeithorizont für Klimaveränderungen beträgt 30 Jahre!

    Ich weiss nicht genau, ob das auch nur für den Sommer 2005 gilt, aber was ganz klar ist: Das Jahr 2005 war das wärmste Jahr seitdem systematisch Temperaturen gemessen werden:

    http://blog.irregular.ch/2005/12/18/2005-war-warmstes-jahr-seit-beginn-der-instrumentenmessungen/

    Deine Aussagen sind gleich auf mehreren Ebenen falsch. Warum informierst Du Dich (offensichtlicherweise) nicht bevor Du etwas erzählst?

  31. FABILE am 6. Juni 2006 um 21:39

    sorry Quadour, der letzte Winter war zwar der kälteste seit 84/85 aber auch nur ein gutes Grad zu kalt. Der letze Sommer war zu warm, der Juni sogar mehr als 3 Grad. Der vergangene Frühling war gegen 0.5 Grad zu warm. Immer auf 60-90 bezogen. Das zeigt wieder mal, wie wir uns auf “zu warm” eingestellt haben. Da wir uns im Sonnenfleckenminimum befinden, ist das Wetter etwas normaler, in spätestens 2 Jahren wirst Du Deine warmen Frühlinge wieder haben.

    2005 war anscheindend global das 2. wärmste Jahr.
    In der Schweiz allerdings nur mässig warm (knapp 1 Grad zu warm).

  32. Richard am 6. Juni 2006 um 23:44

    die Statistiken zeigen es: seit wir Öl aus dem Boden Pumpen und das ganze in die Atmosphäre blasen, wird es signifikant wärmer auf dem Planeten, das schleckt keine Geiss weg. Da ändert auch mal ein zu kalter Juni oder ein kühler verschiffter Sommer (bei uns) nichts am Ganzen.
    … und wenn wir Pech haben, werden die Meeresströme (GOLFSTROM) so abgeleitet, dass es in Mitteleuropa empfindlich kalt wird, global gesehen aber doch zu warm !

  33. meteo am 6. Juni 2006 um 23:57

    Lieber Richard

    Seit wir Öl pumpen wirds also wärmer.
    Aha.
    Diese bösen bösen Pumpen!

    Welcher Weltkonzern hat denn vor ein paar Millionen Jahren all die Pumpen gebaut, damit es damals am Nordpol offenbar 23 Grad warm wurde? Tztzt…

    Sei mir nicht böse, wenn ich gegen Mitternacht etwas sarkastisch werde… aber das musste ich jetzt grad schreiben. War so ein Gedankenblitz.

    Grüsse

    meteo

  34. Richard am 7. Juni 2006 um 01:02

    überleg doch mal: das ÖL ist in Jahrmillionen Jahren entstanden, wir verbrennen es aber in 200 Jahren. Ein bisschen einfach ausgedrückt: würden wir das Öl, das in Jahrmillonen Jahren entstanden ist, auch in Jahrmillionen verbrennen, wäre die Ökobillanz ausgeglichen

    Das andere was du antsprichtst: natürlich hat es immer auch extreme Schwankungen gegeben (20 Grad am nordpol und so). Unter andere haben Auch längere Perioden von Vulkanaktivität dazu beigetragen.

    NUR: DIESE SCHWANKUNGEN VON SEHR KÜHL BIS TROPISCH WARM BIS IN NÖRDLICHE GEFILDE, HABEN SICH ÜBER EINEN ZEITRAUM VON JAHRHUNDERTTAUSENDEN (JAHRMILLIONEN) ERSTRECKT.

    Was nun aber jetzt passiert: der Mensch ändert das Klima in einem Zeitraum von nur ein paar hundert Jahren —– ich denke das kann nicht gut gehen.

  35. unclej am 7. Juni 2006 um 09:43

    Und wieso sollte das nicht gut gehen. Ihr beklagt euch doch eh ständig, es wäre zu kalt. :) Also ich freue mich auf jeden Fall auf die Klimaerwärmung… Und bis dahin verpuffe ich auch weiterhin ohne schlechtes Gewissen 500-600 Liter Shell V-Power pro Monat. Diese dämlichen Diskussionen betreffend Umweltverschmutzung und Erderwärmung habe ich langsam satt. Glaubt ihr wirklich ihr könntet den Klimawandel aufhalten?! Unsere Gesellschaft hat weit grössere Probleme als diesen blöden Klimawandel. Nehmt doch die Veränderungen einfach wie sie kommen und versucht dann, das Beste draus zu machen. Ich bezweifle jedenfalls ernsthaft, dass die Welt untergeht weil die bösen Menschen Auto fahren. Und wenn schon; die Dinosaurier sind ja schliesslich auch ziemlich apprupt verschwunden-ohne Autos! Die Welt verändert sich halt. Veränderung ist doch was schönes; Euer Problem ist nur, dass ihr Angst vor diesen habt.

  36. chriss am 7. Juni 2006 um 11:19

    Nein UncleBen, hier gehts um was anderes. Irgendwelche Fuzzies schreiben auf Allgemeinkosten eine tolle Studie, in der steht vor 10000 Jahren war alles besser. Dann wird gewartet ob nicht irgendeine Partei “Feuer” und “wir müssen umkehren” schreit. Vielleicht wird dann wieder irgendetwas verboten, unser Fuzzy hat jedenfalls inzwischen ein Buch geschrieben das sich prächtig verkauft. Nach Jahren sieht man das die Welt nicht untergegangen, was natürlich am Verbot von XY in der Schweiz lag. Fassungslos waren die Studienautoren natürlich über die Arroganz der Chinesen, die sich nicht an das Verbot hielten. Und mit offenen Mündern staunten sie als ein Vulkanausbruch gleich 100000e Tonnen der mühsam eingesparten Schadstoffe in Sekunden! ausstieß.

    Früher wars übrigens wirklich nicht so heiß, kann mich noch gut erinnern wie wir in der Sahara Getreide angebaut haben.

  37. Sandro am 7. Juni 2006 um 11:25

    Wieso müsst ihr euren Senf dazu geben ohne auch nur einen der oben genannten Artikel, ja nichtmal den ausführlichen Kommentar von Matthias gelesen zu haben? Das ist wahrlich ignorant.

  38. Richard am 7. Juni 2006 um 11:33

    Zitat: …..Und bis dahin verpuffe ich auch weiterhin ohne schlechtes Gewissen 500-600 Liter Shell V-Power pro Monat.

    ich muss immer wieder feststellen, dass sich in diesem Forum unverbesserliche Egoisten, Ignoranten, Zyniker der schlimmsten Sorte und sonstige Misanthropen tummeln. Diese wollen einfach nicht wahrhaben, dass die Menschheit daran ist, den Planeten auszuplündern und sich damit ihre Lebensgrundlage entzieht.

    Auf meiner Meinung nach “Trollbeiträge” dieser Leute werde ich in Zukunft keine Antwort-Postings mehr abgeben, es ist nur Zeitverschwendung.

  39. meteo am 7. Juni 2006 um 11:59
  40. Matthias K. am 7. Juni 2006 um 12:02

    @meteo

    Wer paranoid wird und an Verschwörungstheorien glaubt (“gekaufte Wissenschaft”, “Klimaerwärmungslobby”) dem ist leider wirklich nicht mehr zu helfen. Da nützen alle Erklärungen und Messresultate nichts mehr.

  41. chriss am 7. Juni 2006 um 13:32

    Wer ist paranoid, die Endzeitproheten oder die Gemäßigten?

    Wie ist das denn mit der Verdunstung, der Bewölkung, der Abschattung?

    Zu den “Quellen”:
    Quelle2:..Die Ergebnisse der Studie bewiesen, dass eine Starke Zunahme von Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre globale Klimaerwärmung verursachen könne… KÖNNE, nicht hat

    Quelle1:…haben die Temperaturen von 14 Standorten auf der Nordhalbkugel seit dem Jahr 800 rekonstruiert und sind darum der Meinung… Warum nur Nordhalbkugel, warum nur 14 Standorte(selektiert?), warum ab 800(was war 50 Jahre davor?), warum nur “der Meinung”?
    und:…gab es mehrere ungewöhnliche Wärmeintervalle im frühen Mittelalter, zwischen 890 und 1170. Besondere Kältezeiten folgten zwischen 1580 und 1850… Wie genau haben die Forscher gearbeitet weil von DEM ist keine Rede: (WIKI)Krakatau, 1883, 26./27. Aug., zwei Drittel der Vulkaninsel werden gesprengt, offiziell 36.417 Tote, hauptsächlich infolge bis zu 40 m hoher Flutwellen. Es ist einer der katastrophalsten Vulkanausbrüche in der Geschichte, die atmosphärischen Schockwellen der Explosion wurden weltweit registriert. Die Aschevolken lösen einen vulkanischen Winter aus, die Temperatur auf der Erdoberfläche sinkt in den nächsten zwei Jahren spürbar. (Anm. und sicher noch einige Jahre meßbar?!)

    Das die Sahara einst fruchtbar war ist ein Fakt, keine zynistischer Trollbeitrag:
    (WIKI):In den Pluvialzeiten war die Sahara wasserreicher und begrünt, wie auch zahlreiche Felsmalereien aus den späteren Perioden und die von den Gebirgen ausstragenden, oft über 1.000 km langen Trockenflussbetten (Wadis) beweisen.

    Weiter zum CO2: (WIKI)Dieser Anstieg wird von vielen Wissenschaftlern im Wesentlichen den vom Menschen verursachten (anthropogenen) CO2-Emissionen von jährlich ca. 23 Mrd. Tonnen (1990er Jahre) zugeschrieben, von denen etwa die Hälfte in der Atmosphäre verbleibt. Dies macht zwar nur 2 Prozent des überwiegend aus natürlichen Quellen stammenden Kohlenstoffdioxids von jährlich etwa 1200 Mrd Tonnen aus, aber man geht davon aus, dass dieser Überschuss für den Anstieg der CO2-Konzentration verantwortlich ist. Zumindest gibt es starke Indizien dafür, dass der Mensch bzw. die Industrialisierung den Anstieg verursacht, was höchstwahrscheinlich auch mit den großflächigen Vernichtungen von Wäldern zusammenhängt…
    Natürlich haben diese 2% ein Mascherl um, damit man sie als Menschgemacht erkennen kann. Oder ist nicht vielleicht schon die natürliche Schwankungsbreite mehr als die menschgemachte Emission? Hier sieht man auch wie gefährlich Holz als Brennstoff ist, einerseits wird gepeichertes CO2 freigesetzt, andererseits ein wichtiger CO2 Filter, ja, durch den Ofen gejagt.

    Noch was. Auf 17 verschiedene Seiten verlinken ist, auch wenn man noch so hysterisch darauf betseht, kein Beweis.

  42. meteo am 7. Juni 2006 um 13:45

    Chriss….

    Du sprichst mir aus der Seele.

    Sonnige Grüsse – mit Freude am Leben

    meteo

  43. chriss am 7. Juni 2006 um 13:46

    Achso, den hatte ich glatt vergessen:

    von Meteo: “Mehr Wolken bedeuten übrigens zwar mehr Rückstrahlung langwelliger Strahlung (Wärmestrahlung), kurzwellige (energiereichere!) Strahlung geht aber ohne weiteres durch die Wolken hindurch und wird auf der Erdoberfläche in Wärme umgewandelt, welche dann zwischen der Erdoberfläche und der Wolkendecke bzw. Atmosphäre zurückgehalten wird.”
    (WIKI)…Unter Globalstrahlung versteht man die auf einen waagrecht gelegenen Quadratmeter der Erdoberfläche auftreffende Sonnenenergie. Für Deutschland ergibt sich ein für Tag/Nacht, geographischer Breite, Sonnenschein/Bewölkung gemittelter Wert von 110 W/m². Bei Sonnenschein ist dieser Wert am höchsten.

    Sonnenschein, klarer bis leicht diffuser Himmel
    Sommer: 600–1000 W/m²
    Winter: 300–500 W/m²
    Sonnenschein bei leichter bis mittlerer Bewölkung
    Sommer: 300–600 W/m²
    Winter: 150–300 W/m²
    stark bewölkt bis nebelig-trüb
    Sommer: 100–300 W/m²
    Winter: 50–150 W/m² …

    Wie geht das denn jetzt zusammen?
    Unter Globalstrahlung versteht man die Summe der an einem Ort eintreffenden Solarstrahlung.Die Sonnenstrahlung oder Solarstrahlung ist die Strahlung der Sonne. Die elektromagnetische Strahlung hat ihr Maximum im sichtbaren Licht, umfasst aber auch andere elektromagnetische Wellen von Röntgen- und UV-Strahlung bis zu Radiowellen. Wenn jetzt die kurzwelligen Strahlen so energiereich sind, warum ist der Unterschied klar:bewölkt=10:1?

  44. meteo am 7. Juni 2006 um 13:59

    chriss,

    Der mit den Wolken ist grundsätzlich von Latif.

    Es sagt in jedem 2. Interview schon fast reflexartig:

    Erwärmung = mehr Wasserdampt in der Luft = mehr Regen = mehr Ueberschwemmungen und weiss nicht was noch alles ( = mehr verkaufte Bücher von Latif).

    Dem ist eigentlich noch nichts entgegenzusetzen. Nur geht er irrigerweise von einer Momentaufnahme aus. Er guckt sich einfach den Moment der ansteigenden Kurve an.

    Meine Überlegung war dann sofort: Mein lieber Herr Laftif, Regelungstechnik, erstes Semster:

    Mehr Feuchtigkeit und mehr Regen bedeutet im Endeffekt auch mehr Wolken – unweigerlich! Und diese Wolken decken wiederum mehr von der Erdoberfläche ab. Somit trifft wiederum weniger Sonenstrahlung am Erdboden auf, somit wird es in der Summe wieder kühler.

    Das ist ein Regelsystem, das sich selber im Griff hat.

    Grüsse

    meteo

  45. Matthias K. am 7. Juni 2006 um 14:18
  46. felixkohl am 7. Juni 2006 um 15:03

    @meteo

    Tja. Dein Einstieg war ja auch nicht von grosser Sachlichkeit geprägt sondern von eher abschätziger Art. Das aber nur am Rande.

    Ich gebe Dir Recht, dass man auch nicht jedem Medienhype, ausgelöst durch irgend einen Wissenschafter, gleich glauben soll (Habe die Waldsterbedebatte in guter Erinnerung).

    @Alle, die andere Mundtot machen wollen
    Der Blog dient der Diskussion.

    @Mathias K.
    DANKE. Du kamst mir zuvor

    “etzige Durschnittstiefe der Meere: etwa 2500 Meter. Erhhöhung des Meeresspiegels um 0.5% bedeutet eine Erhöhung des Meeresspiegels um 12.5 Meter, damit ist nicht zu spassen. Die Angabe dieser Prozentzahlen sagt überhaupt nichts aus.”

    @meteo
    Übrigens: Die besagte Seite “Biokurs” offenbart ja bereits auf den ersten Blick Peinlichkeiten, mit einer wissenschaftliche Stringenz wie jene von Publikationen der Zeugen Jehovas.
    Die Bemühung des 2.Hauptsatzes der Thermodynamik wird hier völlig falsch angewendet.
    Bei solchen Seiten “kann” ich nicht mehr weiterlesen.

    Ansonsten kann man über die Zeiträume, über Ausmass und Konsequenzen, über Rückkoppelungen im System gerne diskutieren.
    Habe selber keine Zeit.

  47. felixkohl am 7. Juni 2006 um 15:13

    Gekaufte Wissenschaft.

    Bei den Studien zu den UMTS-Antennen kann man ökonomische Verflechtungen vermuten.
    Ebenso bei vielen Abbaubarkeitsstudien an synthetischen Verbindungen, die ausgetragen werden.

    Doch wäre in diesem Kontext nicht die Öl- bzw. petrochemische Industrie – als Hauptakteur und Verdiener – daran interessiert, das global warming in Frage zu stellen?

  48. mess-anger am 7. Juni 2006 um 15:17
  49. felixkohl am 7. Juni 2006 um 15:31

    …und da brennt mir noch etwas auf der Zunge.
    Ja. Ja. Viele wissen was von Regelkreisen. Tatsächlich führt die Diskussion in komplexe kybernetische Prozesse, bei welchen .zig Regelkreise ineinander greifen. Z.B. Absorbtion kurzwelliger Strahlen in der Ozonschicht, Konvektionen, Auflösung von CO2 in Wasser (siehe Ozeandiskussion), biogene Effekte wie vermehrte oder verminderte Assimilation etc. etc.
    Also dann viel Spass beim Begutachten von Absorptionspektren.

    Es ist unumgänglich auf internationale Wissenschafterteams zu vertrauen (und kritisch zu sein).
    Übrigens: Die Walddiskussion Ende 80er beruhte auf das Zitat SEHR WENIGER Publikationen, die jedoch medial aufgebauscht wurden.

  50. meteo am 7. Juni 2006 um 15:37

    Leiber Felix

    Zitat:
    Es ist unumgänglich auf internationale Wissenschafterteams zu vertrauen (und kritisch zu sein).
    Übrigens: Die Walddiskussion Ende 80er beruhte auf das Zitat SEHR WENIGER Publikationen, die jedoch medial aufgebauscht wurden.
    Zitatende.

    Wer sagt Dir, dass das jetzt nicht so ist? Solange ein Latif medienwirksam bei jeder Gelegenheit Endzeitszenarien verbreitet und die hinterletzte Provinzzeitung das 1:1 übernimmt, so lange sind wir keinen Deut fortgeschrittenes als in der “Waldsterbe-Endzeitistda-Epoche”.

    Grüsse

    meteo

  51. chriss am 7. Juni 2006 um 15:56

    Zitat:”Ja. Ja. Viele wissen was von Regelkreisen. Tatsächlich führt die Diskussion in komplexe kybernetische Prozesse, bei welchen .zig Regelkreise ineinander greifen. Z.B. Absorbtion kurzwelliger Strahlen in der Ozonschicht, Konvektionen, Auflösung von CO2 in Wasser (siehe Ozeandiskussion), biogene Effekte wie vermehrte oder verminderte Assimilation etc. etc.”
    Genau so ist es. Da das jedoch kein Mensch allumfassend versteht (behaupte ich jetzt mal), sind Studien, die nicht ausnahmslos alle diese Prozesse in ihre Berechnungen mitaufgenommen haben, nutzlos und Effekthascherei.

    @matthias: Wenn nur alle die sich zumindest 50% auskennen schreiben würden, wärs auch schon recht leer hier (schon wieder so eine Behauptung)?!

  52. Matthias K. am 7. Juni 2006 um 17:15

    @meteo, chriss, etc.:

    Es sind eben nicht sehr wenige, sondern sehr viele Publikationen (Veröffentlichungen von Artikeln in Journals wie Science, Nature, Geophysical Research Letters etc., natürlich alle peer-reviewed und also (wenigstens im Schnitt) den Konsens zwischen _allen_ Wissenschaftlern wiedergebend). Und nicht alle dieser Publikationen stammen von Latif, offensichtlicherweise. Vielleicht hat er sich aber 1000 Pseudonyme zugelegt, wer weiss?…

    Übrigens: Die Ölindustrie (zumindest Exxon) scheint in unwissenschaftliche Propaganda zu investieren:

    http://www.exxonsecrets.org/html/orgfactsheet.php?id=112

    Und noch etwas:

    Warum macht ihr euch lustig über “… sind der Meinung”, “… könnte” ? Der aktuelle Stand der Wissenschaft hat immer mit Glauben zu tun. Das liegt in der Natur der Sache. Was aber natürlich nicht heisst, dass jeder Wissenschaftler glaubt was er will, sonst gäbe es auch keinen Fortschritt.

  53. Matthias K. am 7. Juni 2006 um 17:17

    @chriss:

    Ich wollte damit nicht sagen, dass sich jeder über alles informieren soll bevor er schreibt, sonst dürfte ich auch nicht viel sagen. Aber wenigstens sich die Mühe nehmen, angegebene Artikel durchzulesen wäre sicher nicht zuviel verlangt, bevor man sich über andere lustig macht oder ihnen Effekthascherei oder noch üblere Motive unterstellt.

  54. chriss am 7. Juni 2006 um 18:27

    @matthias: Ich muß mich in Zukunft etwas deutlicher ausdrücken, eigentlich wollte ich damit zum Ausdruck bringen, das du entgegen deiner Ankündigung weiterhin über das Klimaproblem schreiben solltest(45)!

    Nimms mir nicht krumm, glauben soll man an Gott. Wissenschaftler kommt ja von Wissen, nicht von “meinen” oder “glauben”. Wenn ich als Techniker eine Diagnose stelle, dann ist mit “ich glaube”, oder “es könnte sein” nicht viel zu machen. Es gibt nur “es ist” oder “es ist nicht”. Ich erlaube mir diesen Anspruch auch an Narurwissenschaftler zu stellen.

    Ich bestreite auch in keiner Weise das der Mensch die Natur und damit auch das Klima beeinflußt, nur halte ich nichts von der andauernden Panikmache. Mit etwas mehr Hausverstand im täglichen Leben (ich wiederhole mich) wäre viel mehr zu erreichen.

  55. felixkohl am 7. Juni 2006 um 22:49

    @criss
    “Ich bestreite auch in keiner Weise das der Mensch die Natur und damit auch das Klima beeinflußt, nur halte ich nichts von der andauernden Panikmache. Mit etwas mehr Hausverstand im täglichen Leben (ich wiederhole mich) wäre viel mehr zu erreichen.”

    Dem kann ich zustimmen.

    Wie schon erwähnt, verfolge ich aus zeitlichen Gründen die Diskussion nicht. Damit meine ich vertieft einlesen.
    M.E. droht das Thema andere mindestens so brennende Umwelt- und Sozialthemen in der öffentlichen Perzeption zu verdrängen.

    Habe aber auch das Gefühl, dass, wie Mathias erwähnt, hier repräsentative Wissenschafter sprechen. Wenn auch einige die Angelegenheit relativieren.

    @meteo
    Machen wir uns doch nichts vor. Auch die Wissenschaften, insbesondere die empirischen wie z.B. die Medizin oder Biologie sind auch Glaubenssache, sprich Thesen. Diese Thesen werden ja bekanntlich i.d.R. überprüft und ggf. korrigiert.

  56. meteo am 8. Juni 2006 um 07:45

    Lieber Felix

    Zitat
    Machen wir uns doch nichts vor. Auch die Wissenschaften, insbesondere die empirischen wie z.B. die Medizin oder Biologie sind auch Glaubenssache, sprich Thesen. Diese Thesen werden ja bekanntlich i.d.R. überprüft und ggf. korrigiert.
    Zitatende

    Korrekt!
    Und Du schreibst: “ggf. korrigiert”. Absolute Zustimmung…

    Nur:

    Beim Thema “Treibhauseffekt”, “Klimawandel” usw. IST jeweils alles GENAU so, wie es grad in irgend einem Forschungspapierchen veröffentlicht wurde. Die Befürworter stürzen sich förmlich drauf, haltens in die Höhe und sagen. “Seht, seht, ihr Kritik-Dösel, Das Eisbohrloch 358 und der Bericht von Joe Depp beweisen genau…”

    Grüsse

    meteo

  57. Babylon am 8. Juni 2006 um 10:06

    @chriss

    “Ich bestreite auch in keiner Weise das der Mensch die Natur und damit auch das Klima beeinflußt, nur halte ich nichts von der andauernden Panikmache. Mit etwas mehr Hausverstand im täglichen Leben (ich wiederhole mich) wäre viel mehr zu erreichen.”

    Das ist doch Unsinn. Du bezeichnest dir unpassende wissenschaftliche Ergebnisse als Panikmache und behauptest, gleichwertige Aussagen mit Hilfe deines “Hausverstandes” machen zu können. Damit sprichst du seriösen wissenschaftlichen Methoden ihre Aussagekraft ab, was fast einem religiösen Fundamentalisten gleichkommt.

  58. RonaldCH am 8. Juni 2006 um 10:18
  59. Babylon am 8. Juni 2006 um 10:29

    @ meteo

    “Beim Thema “Treibhauseffekt”, “Klimawandel” usw. IST jeweils alles GENAU so, wie es grad in irgend einem Forschungspapierchen veröffentlicht wurde. Die Befürworter stürzen sich förmlich drauf, haltens in die Höhe und sagen. “Seht, seht, ihr Kritik-Dösel, Das Eisbohrloch 358 und der Bericht von Joe Depp beweisen genau…”

    Naturwissenschaft hat (entgegen anderen Meinungen in diesem Thread) NICHTS mit Glauben zu tun. Es werden wohl Hypothesen formuliert, aber ohne fundierte empirische Verifizierung oder wenigstens Stützung werden diese nicht veröffentlicht, zumindest ist dies in seriösen renommierten Journals nicht möglich. Du ziehst hier mit einer etwas selbstgefälligen Art über Dinge her, von denen du nicht viel zu verstehen scheinst.

  60. RonaldCH am 8. Juni 2006 um 10:36
  61. Babylon am 8. Juni 2006 um 10:46

    @ ronald

    eine interessante Quelle. Schau mal was sie über Raucher schreiben (Off topic, aber interessant)

    http://www.heartland.org/Article.cfm?artId=10594

    Und du glaubst, die seien wirklich unabhängig? Muhahaha. Grüsse vom Philip Morris

  62. RonaldCH am 8. Juni 2006 um 11:44

    @Babylon
    Ob hinter der Web-Seite irgendwelche Interessen stehen, weiss ich nicht. Was du gefunden hast, sieht nicht gerade vorteilhaft aus. Aber um das Interview zu erledigen, müsstest du schon die Intergrität Singers anfechten können.
    R.

  63. Süchu am 8. Juni 2006 um 13:05

    Hm, interessanter Link, Ronald. Das Interview wie auch Singer scheinen recht überzeugend, zumindest ebenso wie die anderen Studien auch, die das Gegenteil behaupten. Ich schliesse daraus, dass die Wissenschaftler im Grunde nicht sehr viel mehr Ahnung hat als jeder andere “Normalsterblicher” auch, ob das Klima wirklich zurzeit hauptsächlich vom Menschen beeinflusst wird oder nicht.
    Und dann hat auch jeder Wissenschaftler (wie alle anderen auch) eine Überzeugung ect. (Singer ganz bestimmt auch und als ex Angestellter der USA regierung, warum sollte er diese nicht unterstützen, in ihrem “separatistischen” Kurs, was das Kyotoprotokoll betrifft?)

  64. Matthias K. am 8. Juni 2006 um 14:16
  65. Matthias K. am 8. Juni 2006 um 14:24

    Und noch was!

    “Cohen/Lehr: Could you give us your current view on global warming? Is it a problem?

    Singer: Not at all. Of course, we all believe in the reality of the greenhouse effect. The question is really: Is the impact of human emissions on the greenhouse effect significant? The current data seem to show it is not significant in relation to natural variations in the climate. We do not see a signal that can be associated with or attributed to human activities. The climate models used for predicting future temperatures have not been validated against observations, and therefore should not be relied on.

    The consequences of moderate warming are generally beneficial: less severe storms, more rain, better growth of agricultural crops. Economists now believe that global warming is good for the economy and the people.”

    Das ist alles erstunken und erlogen. Die Modele _wurden_ validiert. Die Simulation der Temperaturen des letzten Jahrhunderts stimmen nur dann, wenn sowohl die natürlichen Einflüsse (z.B. Vulkanausbrüche) _und_ die anthropogenen Einflüsse (Verbrennung fossiler Brennstoffe, Luftverschmutzung) einbezogen werden. Über eine solche Aussage kann man nur weinen, auch wenn er einen Doktortitel hat.

    Man kann zwar darüber streiten, ob die Auswirkungen einer kleinen Erwärmung eher positiv als negativ wären (das kann sein, aber mit hohen regionalen Variabilitäten); sicher ist aber, dass die Stürme nicht _weniger_ stark werden wie er behauptet, sondern das genaue Gegenteil. Einfach erklärt: Wärmere Temperaturen bedeuten mehr Energie. Mehr Energie bedeutet stärkere Stürme (Das sind einfache Grundlagen der Wolken-/Sturm-/Hurrikandynamik)

  66. RonaldCH am 8. Juni 2006 um 14:47

    @matthias
    Du sagst es : “Was weiss ich?”. – Ziemlich selbstkritisch, was mir aber sympathisch ist. So muss auch ich es ausdrücken. Als Laie, – bestimmt mehr als du, – kann ich etwas lesen und ich versuche mir ein Bild zu machen über das Geschriebene. Im Interview mit Singer sehe ich nichts von Verbindungen mit Ölfirmen. Wenn solche Firmen sich auf Aussagen eines Experten, wie Singer, beziehen, tun sie es weil seine Hypothesen ihren Zielen förderlich zu sein scheint. Die Meinung des Experten muss deswegen noch lange nicht falsch sein. Wenn er Unsinn erzählt, wird er von der Wissenschaftler-Gemeinschaft vermutlich schnellstens erledigt. Hat seine Theorie aber Evidenz, regt sich wenig Widerstand.

    Betreffend co2science gilt Ähnliches. Wenn ich “about us” lese, kann ich nicht feststellen, dass hinter dieser Web-Seite Banausen sind. Es sind Leute der Universität Arizona, die meines Wissens keinen schlechten Ruf hat:
    http://www.co2science.org/scripts/CO2ScienceB2C/about/sab/board.jsp

    Ebenso habe ich keinen Grund an co2science zu zweifeln, wenn ich die Titel des Staffs lese: http://www.co2science.org/scripts/CO2ScienceB2C/about/center_staff.jsp

    Hier ein Link zu einem älteren Interview mit Fred Singer. Diese Web-Seite war heute Morgen nicht zugänglich. In diesem Interview kommt die Problematik Medien/Politik/Wissenschaft noch besser zum Ausdruck und ich sehe keinen Grund, an diesen Aussagen zu zweifeln.
    http://www.wealth4freedom.com/truth/11/globalwarming.htm
    R.

  67. Matthias K. am 8. Juni 2006 um 15:11
  68. RonaldCH am 8. Juni 2006 um 16:59

    @Matthias
    Vielleicht haben diese “Science” Wissenschaftler Recht. Ich bin nicht kompetent, ihre Ansichten zu widerlegen. Es bleibt aber die Tatsache, dass ihr Urteil auf Modellen und Simulationen beruht und es gibt unzählige Beispiele, wo solche Modelle kurze Zeit später überholt wurden durch neue Modelle. Denk daran, wie komplex die Materie ist, darum ist es auch so schwierig, solche Abläufe zu simulieren und ich bin überzeugt, die Schöpfer der Simulationsprogramme stehen in permanenter Gefahr, ihre Modelle so zu programmieren, dass sie ihren Intentionen entsprechen.

    Täglich konsumieren wir Wetterprognosen, die mit komplexesten Simulationsprogrammen erstellt werden und wie genau diese Prognosen sind, weiss jedermann. Ärgern wir uns nicht immer wieder, dass das Wochenende nicht so aussieht, wie es uns Bucheli anfangs Woche vorgespiegelt hat? Die noch viel komplexeren Klimaprogramme können nicht zuverlässiger sein, meine ich.
    R.

  69. Süchu am 8. Juni 2006 um 17:17

    Hm, Wettervoraussagungen von einem Tag auf den nächsten stimmt etwa zu 90%. DH, jede 10 Voraussage stimmt nicht, hab ich im Kopf. Ich denk, bei Wettervoraussagungen kommtt auch noch sehr die Erfahrung des Meteologen zu tragen. Aber diese bringt in der Klimaforschung wenig, wenns darum geht, die Ursachen und Konsequenzen der Erwärmung (die stattfindet, das haben bissher alle bestätigt) fest zu stellen wie abzuschätzen. Desshalb dürften diese Voraussagungen noch wesentlich ungenauer sein, als der Wettervoraussagedienst.

    Finde es eine sehr interessante Diskusion hier, mal nicht das sonst so übliche einander fertig mach und totalkonfrontation. ;)

  70. Pirelli am 8. Juni 2006 um 18:00

    @ Ronald

    Natürlich ist mir klar, dass dieser Thread schon recht lang ist.
    Vielleicht solltest du ab und an die Postings nachlesen? Sonst dreht sich die Diskussion noch mehr im Kreis.
    Zu der Vermischung der Begriffe Wetter und Klima hat Matthias schon mal gekonnt Stellung bezogen: “Wetter und Klima ist nicht dasselbe. Wenn ein Würfel gezinkt wurde, kann man die nächsten Würfe nicht voraussagen, aber das Mittel über mehrere 100 Würfe schon. Genau so verhält es sich mit der Klima- und Wettervorhersage.”

    Ansonsten bin ich wie stets frappiert über den allgemeinen Mangel an Einsicht.

  71. RonaldCH am 8. Juni 2006 um 18:49

    @Pirelli
    Ich wollte natürlich nicht Wetter und Klima vermischen. Ich wollte nur sagen, dass wir sehr oft erleben, dass Wettersimulationen falsch sind. Warum sollen Klimasimulationen, die doch viel zahlreichere Parameter berücksichtigen müssen, weniger Fehlerquoten zeitigen?
    R.

  72. chriss am 8. Juni 2006 um 18:51

    @babylon: Danke für deinen durchaus konstruktiven Beitrag:
    “Das ist doch Unsinn. Du bezeichnest dir unpassende wissenschaftliche Ergebnisse als Panikmache und behauptest, gleichwertige Aussagen mit Hilfe deines “Hausverstandes” machen zu können. Damit sprichst du seriösen wissenschaftlichen Methoden ihre Aussagekraft ab, was fast einem religiösen Fundamentalisten gleichkommt.”

    Aber sachlich bleiben: Man nehme 14 Standorte auf der Nordhalbkugel, ziehe Proben aus sagen wir großzügig 10x10km großen Flächen. Das ist gerade ein 0,00000275tel Teil der Erde. Dann untersuchen wir diese Proben bis ins Jahr 800 zurück also ein Zeitraum von 1200 Jahren. Das ist der 0,0007 Teil der Zeit in der das Feuer beherrscht wird. Beides also nicht sehr umfassend. Dabei stellt man temperaturmäßige Ausschläge nach oben und nach unten fest. Diese bleiben unkommentiert, nur der letzte Ausschlag (zugegebenermaßen in der Untersuchung der Wertmäßig höchste) wird als die große Entdeckung deklariert. Ich glaube das es echten Wissenschaftlern keineswegs peinlich oder fundamentalistisch vorkommen wird, wenn ich frage: Wie siehts auf der Südhalbkugel aus (hat man dort nicht gemessen, warum nicht, haben die Ergebnisse dort nicht “gepasst”)? Warum endet die Reihe im 8.Jhdt (was war 750, was im Jahr 0)? Wie hat es die Menschheit geschafft, das der Temperaturanstieg nicht noch eklatanter ist, da sich doch die Menschheit im Zeitraum der Studie verzwanzigfacht hat (und damit auch alle
    “menschgebunden” Emitenten wie Viehzucht, Ackerbau, Hausbrand, später Industrialisierung).
    Nachfragen und Zweifeln wird noch erlaubt sein oder fällt das bei dir schon unter Blasphemie?
    Was wird diese Studie (und andere) bewirken? Vielleicht werden unsere Regierungen sich etwas einfallen lassen. Wir werden uns daran halten und uns die Sache einiges kosten lassen. Andere Länder wirds einen feuchten Kehrricht interessieren, für die Welt wird sich nichts änderen. Ich glaube allein wenn die USA ihre Feldzüge einstellen würden, gäbe es schon kein Klimaproblem mehr (wär schon mal interessant wieviel Energie die USA seit WKII für Atomwaffentests, Aufrüstung und Kriege aufgewendet haben).

  73. FABILE am 9. Juni 2006 um 08:31

    Mal eine Frage an alle, wie beurteilt Ihr die Temperaturentwicklung bis 2100:

    Wenn der Anstieg von 86-96 so weiter geht, dann haben wir befürchteten Temperaturen in der Schweiz bis 2100.

    Gruss Andreas

  74. Dschungeljango am 9. Juni 2006 um 08:52

    @chriss
    Ich glaube allein wenn die USA ihre Feldzüge einstellen würden, gäbe es schon kein Klimaproblem mehr (wär schon mal interessant wieviel Energie die USA seit WKII für Atomwaffentests, Aufrüstung und Kriege aufgewendet haben).

    Das wäre tatsächlich sehr interresant diese Zahlen zu kennen.
    Ich befürchte aber das eine Zahl mit soviel nullen eventuell gar nicht ezistiert.
    Hier ein auszug aus dem Tread die Kohle-Bomber kommen.
    Im abgelaufenen Budgetjahr verbrauchte die US-Luftwaffe 12,1 Milliarden Liter Flugzeugtreibstoff. Allein für Kerosin, das die Triebwerke von Düsenmaschinen befeuert, mussten 4,7 Milliarden Dollar bezahlt werden.

  75. moglu am 16. Juni 2006 um 14:20

    Klimatologie ist wohl eine der komplexesten und am wenigsten erforschten Wissenschaften, denn im Vergleich zur gesamten erdgeschichtlichen Zeitspanne, erforscht der Mensch dieses Naturphänomen seit einem Bruchteil eines Augenzwinkerns. Wie repräsentativ und präzis kann das schon sein. Eis- und Erdbohrungen haben gezeigt, dass in den vergangenen hunderten von Millionen Jahren der Planet Erde schon mehrere Male abrupte und extreme Klimaveränderungen erlebt hat, die globale Auswirkungen gehabt haben musten. Wie immer, überschätzt der Mensch seine Fähigkeit, Naturphänomene interpretieren und manipulieren zu können.

    Dennoch wollen wir die Kirche in der Dorfmitte stehen lassen: Dass viele Fragen offen sind ist nicht zu bezweifeln. Dass die Menschheit ihren Teil zur Verschlechterung von Klima und Umwelt beigetragen hat und möglicherweise weiterhin beiträgt, in welcher Form und in welchem Ausmass auch immer, ist zumindest wahrscheinlich. Und dass es keine unabhängigen, sprich objektiven, Wissenschafter gibt, ist wohl das unumstösslichste Faktum überhaupt in dieser Diskussion.

    Umweltschutz und Klimaforschung ist ein Multi Billion Dollar Business mit sehr konkreten ökonomischen Partikularinteressen. Wer die Diskussion aus einem anderen Blickwinkel sieht, ist blauäugig.
    Und so geht es den Grünen und anderen (mehrheitlich) Cüpli-Ökofundis wie auch dem rechten Politlager um nichts anderes als Wählerstimmen zwecks politischer Macht (Greenpeace ist ein nach kapitalistischen Grundsätzen funktionierendes Multi-Millionen Unternehmen, der VCS ist alles andere als ökonomisch selbstlos und die SVP betreibt Interessenspolitik dass sich die Balken biegen), dem lokalen und globalen Business gleichermassen um Profite, der Wissenschaft um Forschungsgelder und Rampenlicht, und so weiter und so fort.
    Glaubt denn tatsächlich da draussen noch jemand, es gehe den Drahtziehern und Manipulatoren um etwas anderes als um Profit und Macht! Dieses Spiel dauert an seit es Menschen gibt und Rattenfänger und Scharlatane sind nicht auszurotten. Diese Sichtweise hat nichts mit Fatalismus, sondern bloss mit Realismus zu tun.

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