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Keine Steuer auf Biotreibstoffe

Der Bundesrat will grüne Treibstoffe tiefer und dafür das Benzin höher besteuern. Er hat dem Parlament heute die Botschaft zu einer Änderung des Mineralölsteuergesetzes zugeleitet.

Die steuerlichen Anreize sollen die Verwendung umweltschonender Treibstoffe fördern und so zur Verminderung des Kohlendioxid- Ausstosses im Strassenverkehr beitragen, wie sie das CO2-Gesetz verlangt. Die vom Parlament geforderte Gesetzesänderung war in der Vernehmlassung mehrheitlich begrüsst worden.
Biogas steuerfrei
Die Landesregierung schlägt vor, Treibstoffe aus erneuerbaren Rohstoffen wie Biogas, Bioethanol, Biodiesel, pflanzliche und tierische Öle von der Mineralölsteuer ganz zu befreien. Heute wird beispielsweise ein Liter importiertes Bioethanol mit 72 Rappen belastet.

Gleichzeitig soll bei Erd- und Flüssiggas, das als Treibstoff verwendet wird, die Besteuerung um 40 Rappen pro Liter «Benzinäquivalent» gesenkt werden. Beim Erdgas, das heute mit 81 Rappen je Kilogramm belastet wird, bedeutet dies eine Reduktion um 59 Rappen.

Beim Inkrafttreten – voraussichtlich Mitte 2007 – würden diese Steuerreduktionen zu jährlichen Fiskalausfällen von 81 Millionen Franken führen, nach drei bis vier Jahren zu solchen von 244 Millionen. Der Bundesrat will die Massnahme aber ertragsneutral halten und sieht deshalb eine höhere Besteuerung des Benzins vor.

Der Bundesrat erwartet von der Steuersenkung und der dadurch stimulierten Nachfrage nach umweltschonenden Treibstoffen eine Reduktion des CO2-Ausstosses im Verkehr um jährlich 250’000 Tonnen. Der vermehrte Einsatz von Gas- anstelle von Benzin- und Dieselfahrzeugen leiste einen wertvollen Beitrag im Kampf gegen Feinstaub und Ozon. (Tagi online)

Das ist doch schon mal erfreulich.
Allerdings: Auch wenn alle Autobesitzer umsteigen würden, viele grundsätzliche Probleme blieben: Die Strassenfläche würde weiter wachsen, es würden nicht weniger Unfälle geschehen, auch an Lärm und Stress würde sich nichts ändern.

Und die gänzliche Steuerbefreiung finde ich eigenartig. Schliesslich nimmt man die Infrastruktur auch in Anspruch, wenn man mit Bioethanol fährt. Ich wäre eher dafür, die Steuern auf die grünen Treibstoffe zu belassen und dafür Benzin und Diesel massiv höher zu besteuern – das wäre auch ein Beitrag zur Kostenwahrheit.

Und wie viele und welche Schadstoffe entstehen bei der Verbrennung der Alternativtreibstoffe?

Dieser Artikel wurde von Pirelli am Donnerstag, 4. Mai 2006 in der Rubrik Energie und zu den Stichwörtern , , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

12 Kommentare zum Artikel “Keine Steuer auf Biotreibstoffe”

  1. dodge am 5. Mai 2006 um 07:57

    naja ihr merkt man du bist nur gegen das auto!

    Wie viele Menschen verletzen sich zu hause das wäre dann das nächste problem!

    Am besten gibt man uns bei geburt gleich die todesurkunde mit damit man ja brav gearbeitet hat und die steuern bezahlt hat aber wehe due willst ahv!!

  2. quadour am 5. Mai 2006 um 19:57

    Endlich…
    Wenigstens einen Schritt in die CO2 neutrale und ölunabhängige Zukunft.

  3. Maerliprinz am 8. Mai 2006 um 13:57

    Hei das höhrt sich ja super an, cool das der Bundesrat in diese Richtung motiviert. Ich bin absolut daführ das Benzin und Diesel höher versteuert werden sollten, oder halt ökologische Motoren für einige Jahre (Umstellung) von der Steuer befreit werden (super motivation für die Leute die zusehr aufs Geld fokusiert sind)

    Ansonsten rate ich euch allens erschafft eure Realität mit Liebe und positiven Vibes.

    Peace n’ Love Mike

  4. driv3r am 9. Mai 2006 um 00:14

    “Ansonsten rate ich euch allens erschafft eure Realität mit Liebe und positiven Vibes.”

    Seh ich auch so. Die Vibes kommen bei mir vor allem aus der schönen Musikanlage im Auto, und sorgten schon in allen Lebenslagen für gute Unterhaltung.

  5. Hanf-Schwuchtel am 9. Mai 2006 um 11:06

    Das Posting von “driv3r” hat einen solch pubertären Gehalt, dass man sich wundert, ob er überhaupt schon fahren darf.

  6. driv3r am 9. Mai 2006 um 19:07

    Hanf-Schwuchtel: dein Name ist wohl ebenfalls bezeichnend für dein Niveau.

  7. Georg Meier am 9. Mai 2006 um 19:38

    Wiedereinmal ist der Bundesrat undifferenziert was die Schadstoffbelastung betrifft. Dabei sollten doch die sauberen Treibstoffe bevorteilt und nicht einfach generell “Biotreibstoffe”.
    Ist der bürgerlich dominierte Bundesrat einfach nicht so hell, oder sind wird er von der Gesundheitsbranche hofiert?

  8. quadour am 9. Mai 2006 um 21:21

    der name “Hanf-Schwuchtel” motiviert schon nicht besonders, in diesem Blog mitzumachen. An “Hanf-Schwuchtel”: Bist du nun Hanfabhängig, oder Schwul oder willst du uns einfach mal alle verarschen?

  9. Hanf-Schwuchtel am 9. Mai 2006 um 22:22

    (Der Name stammt von APG: “Diese Hanf-Schwuchteln sollte man alle einsperren!” – Ich konnte nicht widerstehen.)

  10. hansueli am 4. August 2006 um 21:57

    finde es auch nicht schlecht. es ist bestimmt eine gute sache.
    zuerst muss der Bio-treibstoff kommerzialisiert werden um es mit den fossilen konzernen aufnehmen zu können. und es ist halt tatsache, dass wir sehr aufs portemonnai achten. deshalb wäre es nicht mal so übel, mit einer eher tieferen steuer anzufangen. ganz weglassen wäre schwachsinnig.
    die aufrüsstung des autos auf Bio treibstoff kostet zwischen 5000 und 10000 und zwar nur deshalb, weil die umbauteile nicht in massenfertigung sind. wäre dies der fall, beliefen sich die kosten auf “nur” 1000. der punkt ist, dass wenn man soviel für einen umbau zahlen muss, man es wahrscheinlich eher ablehnt und sich dies negativ auf die entwiklung dieser brennstoffe auf dem öffentlichen markt auswirkt. deshalb müsste meiner mainung nach auch dort etwas nachgeholfen werden.

    schwul oder nicht , hanf oder kein hanf ist doch alles nicht so tragisch.

  11. Chevy am 17. April 2008 um 10:46

    Lüge:
    Und die gänzliche Steuerbefreiung finde ich eigenartig. Schliesslich nimmt man die Infrastruktur auch in Anspruch, wenn man mit Bioethanol fährt.

    Strassenverkehrsabgaben muss man weiterhin Bezahlen, und die sind vor allem für die Infrastruktutur. Da ja sowiso kaum noch ausgebaut wird braucht es auch immer weniger Geld dafür.

  12. Klabautermann am 8. Mai 2008 um 18:00

    jaja… das Automobil. Immer schön, wenn man einen Universalschuldigen simsalabim aus der Schublade zaubern kann, den man für die ganze Misere verantwortlich vorzeigt. Als ob keiner von uns Nutzniesser der vielen bequemen Dinge ist, die tagtäglich die Umwelt versauen.

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