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Karikatur-Eklat

Nebst der ersten Gesichtstransplantation ist momentan kein anderes Thema so brisant wie die Mohammed-Karikaturen der dänischen Zeitung “Jyllands-Posten”.

Karikaturen haben ihren Ursprung in Europa. Erste Spuren lasses sich jedoch bis zu den alten Ägyptern zurückverfolgen. Es finden sich einzelne satirische Bilder in mittelalterlichen Kapellen in Rom und ab dem 17. Jahrhundert wandelt sich die Karikatur zu einem Instrument um an Gesellschaft, Klerus und Staat Kritik zu üben. Karikaturen haben sich ihren Weg langsam in die Gedanken unserer westlichen Welt gesucht und es entstand ein Verständnis für die überspitzte Darstellung der gerade aktuellen Thematik.

Die rechte Zeitung “Jyllands-Posten” veröffentlicht also eine Karikatur von Mohammed, der eine Bombe unter dem Turban trägt. Die Reaktionen auf diese Karikatur nehmen ungeahnte Ausmasse an. Muslime auf der ganzen Welt protestieren, mit und ohne Gewalt, Verständnis für die Karikatur können sie nicht aufbringen.

Die Situation scheint verfahren. Einerseits gilt die Pressefreiheit als Grundbaustein unserer demokratischen Gesellschaft – diese kann sehr gut mit satirischen Bildnissen umgehen. Anders stehen die Dinge im Arabischen Raum. Abbildungen von Mohammed sind in jedem Fall strikte verboten und gelten als ketzerisch. Verständlich, dass in einer Gesellschaft, deren religiöses Bewusstsein einen sehr wichtigen Teil im Alltagsleben des Einzelnen einnimmt, nicht mit einer solchen satirischen Zeichnung umgehen kann. Grund dafür ist sicherlich auch, dass im Islam nie eine religiöse Aufklärung wie in Europa stattgefunden hat.

Fazit:
Die rechts-orientierte Zeitung “Jyllands-Posten” hat ihr Ziel erreicht. Die Islamische Welt ist auf den Köder hereingefallen und liefert dem Westen jetzt genau die Bilder, die der amerika-freundliche Europäre sehen will. Aufgebrachte, ungebildete, gewaltbereite und hasspredigende Musilime. So kriegt sich’s eben einfacher. Während die arabische Liga zur Mässigung aufruft läuft in Europa eine Debatte über die Pressefreiheit.

Wie wir sehen, sind die kulturellen Barrieren gross, viel Verständnis von beiden Seiten ist gefragt. Doch in Zeiten wie diesen, wo Vertrauen beinahe als Schwäche gilt, steht es schlecht um den interkulturellen Dialog zwischen Christen und Muslimen. Es ist zu hoffen, dass sich die Gemüter wieder beruhigen und dass die Wogen geglättet werden können. Europa muss sich vorsehen, wie sie mit der Thematik “Glauben” in Verbindung mit dem Osten umgeht und die Islamische Gemeinde muss sich daran gewöhnen, dass ihre Wertehaltungen auch nicht in der ganzen Welt Gültigkeit haben, aber das, gernzt an Wunschdenken.

Im Diskussionsforum sind dazu bereits zwei Diskussionen im Gang:

Dieser Artikel wurde von pipo am Dienstag, 7. Februar 2006 in der Rubrik Medien und zu den Stichwörtern , , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

10 Kommentare zum Artikel “Karikatur-Eklat”

  1. Mister IGS am 7. Februar 2006 um 21:16

    Danke für diesen Text. Gute Erklärung und Zusammenfassung!

  2. AlphaPapaGolf am 8. Februar 2006 um 10:01

    Wir wollen aber nicht vefgessen, dass unsere medien nicht den Zensurbestimmungen der Mullahs unterworfen werden sollen.
    Es MUSS auf dem Recht auf freie Meinungsbildung hier im Westen beharrt werden. Wenn die Mullahs ihre Untertanen knebeln, ist das ihre Sache. An der grenze zum christliche Abendland hört der Einfluss der Mullahs auf.

  3. pipo am 8. Februar 2006 um 16:43

    danke für die blumen! =)
    hoffen wir, dass die karikatur-geschichte nicht den 3. weltkrieg entfacht…

  4. pipo am 8. Februar 2006 um 18:40
  5. quadour am 8. Februar 2006 um 22:39

    Toleranz heisstin diesem Fall auch : Verbot von Karrikaturen von Mohammed.
    Es handelt sich doch um ein völliges Missvertändnis im Bezug zum Islam. Auch wir im Westen sollten doch langsam die Vorzüge des Islam kennen lernen, z.B.
    - Frauen sollte es wie in Saudi Arabien verboten sein, Auto zu fahren: Fazit: wir hätten um die 50% weniger Unfälle.
    - Frauen sollte es verboten sein, zu arbeiten: Fazit: wir hätten nur noch eine Arbeitslosenquote von 1.7%
    - Frauen sollte es verboten sein, in den Ausgang zu gehen: Fazit: wir hätten um die 30% weniger Schlägereien unter Männern.
    - Alkohol sollte vollständig verboten werden: Fazit: keine Verkehrsunfälle/toten wegen trunkenheit.

    Also ich finde, wir sollten -wenigstens zu einem Teil – die islamische Lebensweise annehmen.

  6. Hual am 9. Februar 2006 um 12:52

    ….und ich frage mich immer wieder wie manipulierbar die halbe Welt doch ist….

    Wer hat die Bilder der demonstrierenden und pöbelden Muslime vor der Dänischen Botschaft in Theran gesehen? 1000ende von Gewaltbereiten Extremisten stürmten ja fast die Botschaft….

    denk man, glaubt man und wurde einem suggerriert.

    Tatsächlich standen aber nur 200 Muslime vor der Botschaft.
    200 nicht 2000 oder noch mehr.
    Auf eine Bevölkerung von doch 68 Millionen, wäre das “realistischer” im Verhältniss zu sehen, es entspricht ca 20 Neonazis (oder 20 Linksextremen) in der Schweiz die irgendwo (Rütliwiese, 1 Mai) rumpöbeln.

    20 Deppen und die Bilder gehen einmal um die Welt?????

    Manipulation pur.

  7. Chevy am 9. Februar 2006 um 17:19

    @ Hual

    würden die 20 eine Botschaft abfackeln giengen die Bilder garantiert um die Welt.

  8. Chevy am 9. Februar 2006 um 17:38

    @ quadour
    Gebe dir recht!
    Für die einen ist es Toleranz, für die anderen die selbstverständlichkeit des Multikulti, alle anderen sind Rassisten!

  9. RonaldCH am 9. Februar 2006 um 19:27

    Lest den Artikel über Europas Zukunft in der neuen Weltwoche, dann wisst ihr Bescheid über unsere Zukunft!

    http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=13188&CategoryID=82

  10. AlphaPapaGolf am 10. Februar 2006 um 15:44

    Der Westen hat die Kommunisten überlebt, der Westen hat die Hitlerei überlebt.
    Der Westen wird auch die militant-terroristischen und arroganten Muslimdiktaturen überleben.
    Die Steinzeitdoktrin der Mullahs wird in sich zusammenfallen wie ein Kartenhaus.
    Klar,wir müssen in naher Zukunft noch einmal ein paar Cruise-Missiles einsetzen, um die nächste Lücke in das Bollwerk zu sprengen (Iran).
    Mit “wir” meine ich übrigens die Macht, die noch am ehesten die hohen Werte der Zivilisation gegen
    die teuflischen Ideologien aus dem Orient zu verteidigen weiss.

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