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Alkoholverkauf: Jugendschutz wird nicht praktiziert

Wie dem heutigen Tagi zu entnehmen ist (S.14, nicht online), halten sich nur die wenigsten Alkdealer an das Verkaufsverbot für Jugendliche. Ohne Tricks und Lügen war es den jungen Testkäufern ein Leichtes, an die begehrten Flüssigkeiten zu gelangen. Eine Schande für die VerkäuferInnen, welche nicht die Courage oder die Intelligenz dazu haben, den Jungen Menschen den Verkauf von Alkohol zu verweigern. Oder ist es der grosse Leistungsdruck, welcher auch die KassiererInnen dazu verleitet, den letzten möglichen Franken Umsatz zu generieren? Mir ist es schlicht unerklärlich, wie das nach den vielen Plakat und Informationskampagnen noch immer Geschäfter gibt, die mit den Jugendlichen auf diese Art und Weise Geld verdienen. Zudem sie sich ja damit einem beträchtlichen Risiko aussetzen.

Andererseits muss man auch die Situation der Jugendlichen anschauen. Ihre Erwachsenen Vorbilder saufen täglich und zu jeder Gelegenheit. Ob Geburtstag, Apero, Weinsauce oder Fondue, ohne Alk geht hier nix. Da ist es ja auch nicht verwunderlich, wenn die Kids ab dem 14. Geburtstag dazu gehören wollen. In dem Alter ist es doch enorm schwer zu verstehen, wieso man nur FAST alles darf und grad auf Lustig- und Muntermacher Alkohol verzichen soll. Die Nachfrage wird auch unter Jugendlichen gezielt gefördert. Mit TV-Werbung (Immer ein König?) und Sport und Eventsponsoring (ZSC säuft Hürlimann…) werden ebenfalls (ob gezielt oder nicht) Jugendliche angesprochen. Eigentlich klar, dass die dann im Laden danach fragen.

Wie bei den Unhygienischen Schmuddel-Restaurants fordere ich auch hier eine öffentlich einsehbare Liste mit den Alkoholverkaufssündern. Damit wäre ein echter Wettbewerb möglich und diejenigen Firmen, welche auf die Umsätze durch den Verkauf von Alkohol an Jugendliche verzichten, könnten von den Kunden gezielt durch Berücksichtigung “gefördert” werden.

Dieser Artikel wurde von Sandro am Montag, 27. Februar 2006 in der Rubrik Gesellschaft und zu den Stichwörtern , , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

16 Kommentare zum Artikel “Alkoholverkauf: Jugendschutz wird nicht praktiziert”

  1. HüüHott am 27. Februar 2006 um 16:47

    ich als barkeeper in einem laden der häufig von unter 18järigen besucht wird kenne das problem zur genüge. ich weiss auch das trotz vielen ausweiskontrollen einige zu ihrem schnaps kommen. denn erstens kann ich mitlerweile sehr wohl einschätzen wie alt jemand ist, aber ausnahmen bestätigen nun einmlal die regeln. und wenn es den “tagitester” ohne tricks und lügen möglich war alk zu kaufen, nehme ich an dass dies nicht zu 100% gelungen ist.
    aus eigener erfahrung weiss ich, dass gut bis sehr gut kontrolliert wird. denn wenn man als 28 järiger noch den ausweis zeigt um bier zu kaufen…….. eventuell wisst ihr ja auch, dass es sehr hohe bussen gibt, für den der alk an minderjährige verkauft. somit würde ich sagen hackt nicht auf den verkäufern herum, sondern nehmt es doch einfach hin denn wir haben mit 14 gesoffen und wir mussten damals noch nirgends einen ausweis zeigen.
    weil wenn sie an einem ort nicht bekommen werden sie tief in die trickkiste greifen um doch noch etwas zu ergattern. und ich sage euch diese trickkiste ist sehr gross.
    Fazit: erwünschenswert wäre es wenn die zu jungen leute keinen alk trinken würden, aber zu verhindern ist es leider nicht

  2. sense2 am 27. Februar 2006 um 18:24

    ich glaub es ging hier nicht um bars sondern um läden.
    und ich hab da auchmal bei so nem test kauf (als aufsichtsperson) mitgemacht.
    es war schon ziemlich ernüchternd wieviele läden nicht mal nach nem ausweis gefragt haben, und das bei personen die deutlich als unter 16 zu erkennen sind

  3. kyri am 27. Februar 2006 um 20:48

    > eventuell wisst ihr ja auch, dass es sehr hohe bussen gibt, für den, der alk an minderjährige verkauft

    In der Zürcher Innenstadt existierte bis vor kurzem ein Alkladen, der deswegen schon mehrfach gebüsst worden war. Offenbar schreckten die Bussen nicht ab, d.h. sie waren zu niedrig.

    Der Laden ist nun dicht, aber aus einem ganz anderen Grund: Es wurden ihm rigidere Öffnungszeiten (abends nu bis 20h) auferlegt, weil er (bzw seine Teenie-Kunden) zu einer Quelle von allerlei Emissionen wurde.

  4. driv3r am 28. Februar 2006 um 11:55

    Man sollte sich hier keine Illusionen machen. Wer an Alkohol kommen will, der schafft das auch. Notfalls schickt man halt den grossen Bruder in den Denner (oder klaut das Schnappsfläschli) mit dem Resultat, dass schlussendlich statt ein paar Flaschen Bier gleich ein Karton voll getrunken wird.

    Ich finde es eine Zumutung für die Verkäufer, dass diese sich auch noch um das “Babysitting” kümmern sollen. Das ist doch einfach übelste Symtombekämpfung.

    Vielleicht sollte man besser die Eltern und die Jugendlichen selbst in Verantwortung nehmen und mal überlegen, warum denn all die Jugendlichen nichts besseres zu tun haben als den ganzen Tag auf der Gasse rumzulungern und zu saufen.

  5. Georg Meier am 28. Februar 2006 um 12:42

    Ja, ja Driv3r, sowieso, als Liberaler sollte man ja für die Abschaffung von allen Handelshemmnissen befürworten… Neuste Studien des Institutes für Genussmittel beweisen, dass Alkohol ab 6 Jahren die Abwehrkräfte stärkt… Nieder mit dem Alkohlverbot für Jugendliche, all diese blöden Verbote! Immer überall Rotlichter und Verbote! Die bösen Sozialisten mit ihren Verboten! Freiheit und Alkohol für Alle! Der Rubel soll endlich wieder Rollen! Wachstum jetzt!

  6. driv3r am 28. Februar 2006 um 13:42

    Herr Meier, versuchen Sie doch einmal, über einen Text nachzudenken, bevor Sie Ihren Spott verbreiten.

    In der Schweiz sind wir ja leider Weltmeister in der Kategorie “Reglementierungen, Vorschriften und Verbote”. Vor allem in neuerer Zeit geben sich viele Leute (darunter wohl auch Sie) der Illusion hin, mit oben genannten “Disziplinen” könnten grundsätzlich alle Probleme gelöst werden.

    Tatsache ist doch aber, dass damit wenn überhaupt die Symptome, ganz gewiss aber nicht die Ursachen von “Problemen” bekämpft werden.

    Natürlich kann man am Schluss der Verkäuferin im Shop (bzw. Shopbetreiber) den schwarzen Peter in die Schuhe schieben, weil sie irrtümlich einem Minderjährigen ein Bier verkauft hat. Aber wäre nicht viel eher die Frage, warum der Bursche täglich auf der Strasse rumlungert statt sich eine sinnvolle Ausbildung anzueignen?

    Mit blindem Aktionismus ist letzlich auch niemandem geholfen.

  7. Georg Meier am 28. Februar 2006 um 13:50

    Oh, welch Menschenliebe kommt bei Driv3r dem armen Bursche von der Strasse zugegen! Da mittlerweile bei den meisten Familien beide Elternteile arbeitstätig sein müssen um über die Runden zu kommen (bei den Öl und Benzinpreisen!) bleibt wenig Zeit für die Erziehung übrige. Was machen? Es gibt da so Integrationsprogramme für Jugendliche. Die werden von der gleichen Partei bekämpft die gerne mehr Bier an den Mann bringen möchte.

  8. Chevy am 3. März 2006 um 09:20

    @ Georg Meier

    solche Jugentliche gehören nicht in Integrationsprogramme sondern in ein Jugendgefängniss mit zwangsarbeit.

  9. Georg Meier am 3. März 2006 um 11:56

    Jugentliche?

  10. sense2 am 3. März 2006 um 12:10

    woha, Georg Meier hats voll im Griff, nach der Nazikeule kommt die Rechtschreibung dran.
    So aknn mans auch machen wenn man nix mehr zu sagen hat.
    Gratulation.

  11. Pete am 3. März 2006 um 12:28

    @Sense2:

    Das ist der Diskussions-Stil von Herrn Georg Meier.
    Ihm fällt es schwer, andere Meinungen zu akzeptieren. Darum beschimpft er halt aktiv Leute in diesem Forum.

  12. Sandro am 3. März 2006 um 13:09

    Darf ich alle bitten, auf persönliche Angriffe zu verzichten. Hinweise auf Schreibfehler tragen ebenfalls nichts zur Diskussion bei. Danke.

  13. Georg Meier am 3. März 2006 um 17:12

    Mit den Haltlosen Unterstellungen von Pete und Sense2 wirds nicht besser. Schade, es fehlt ihnen der gutschweizerische Anstand.

  14. Nebenkläger_II am 20. September 2006 um 16:53

    Was heisst hier eine Schande für das Verkaufspersonal, oder fehlende Intelligenz?

    Jetzt vergegenwärtigt euch z.B. einmal die hinterfotzigen “Warnschilder” im Namen des Jugendschutzes von COOP!

    Was sagen sie denn aus, wie lautet die Botschaft? Objektiv betrachtet: Saufen und Rauchen erst ab 16 und /oder 18 gestattet – kapiert?

    Die Frechheit gipfelt allerdings darin, dass diese kriminellen Präventivheinis die Verantwortung auf unbeteiligte MitarbeiterInnen abwälzen – in Form von Kündigungen!

    Vor wem will die eidgenössische Drogenmafia die jugend schützen? Vor ihrer eigenen Profitgier?

  15. _driv3r_ am 20. September 2006 um 17:06

    Nebenkläger, ein interessanter Beitrag:

    “Vor wem will die eidgenössische Drogenmafia die jugend schützen? Vor ihrer eigenen Profitgier?”

    Ich finde auch dass es problematisch ist, schlussendlich das Verkaufspersonal zum Sündenbock zu machen. Das ist fast so grotesk wie wenn der gleiche Staat, der Kampagnen gegen das Rauchen führt, gleichzeitig den Tabakanbau subventioniert.

  16. Aelpler am 26. Oktober 2006 um 01:37

    Lieber früh Besoffen als Spät im Fixerstübli!
    Und wenn mal etwas nicht rund läuft in der
    Schule oder so dann war es halt zuviel verlangt.
    Ständiger Stress durch Gedächtissabrage ist
    auch nicht gesund und vielfach unnötig weil
    für das Können und die Fähigkeiten niemand
    etwas gibt. Das ist die Wahrheit!

    Lerne ohne fremde Hilfe glücklich zu sein!

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