In Italien äusserst erfolgreich: Rauchverbot in Restaurants

Ich habe in den letzten vierzehn Tagen in Italien Ferien gemacht. Dort ist mir sofort in allen Restaurants der ausgezeichnete Geruch der italienischen Küche aufgefallen. Die Küche der Italiener war natürlich schon vor der Reise einer der Haupgründe, nach Italien zu fahren, doch damit hatten wir nicht gerechnet. Seit anfang Jahr wird in Italienischen Restaurants und Bars nicht mehr geraucht. Dies hebt die ausgezeichnete Küche unserer südlichen Nachbarn noch weiter hervor und macht eine Reise nach Italien zu einem kulinarischen Erlebnis.
Wer daran zweifelt, dass das Gesetz durchgesetzt würde, oder auf den Protest der italienischen Raucher gesetzt hat, muss seine Vermutungen nun widerlegt sehen. Ich habe in den letzten zwei Wochen nicht eine einzige Zigarette in einem Lokal gesehen/gerochen. Es schmeckt durchgängig nach Pizza, Pasta, Espresso, Vino und den bekannten kulinarischen Leckerbissen. Der üble abgestandene Rauch ist zusammen mit den stinkenden Aschenbechern verschwunden. Es ist dort nun auch für Kinder, Asthmakranke, Nichtraucher und Angestellte im Gastgewerbe wieder erträglich, ohne Beeinträchtigung der eigenenen Gesundheit auswärts zu essen. Dieses, längst fällige Gesetz zum Schutz der Nichtraucher (~70% der SchweizerInnen), sollte auch in der Schweiz schnellstmöglich eingeführt werden. Die Diskriminierung der gesund lebenden Bürger, sowie der Angestellten im Gastgewerbe in diesem Land muss sofort gestoppt werden.
Ist die SVP von der Tabakindustrie geschmiert?
Wer gegen ein solches Gesetzt ist, steckt meiner Meinung nach mit der Zigarettenmafia unter einer Decke. Klar, dass diese alle Mittel locker macht, dem Schwund der finanzstarken Nikotinsüchtigen zu verhindern. In Italien sind die Zigarettenverkäufe seit Einführung des Gesetzes nämlich um 23% zurückgegangen. Ähm, und welche Parteien waren im Tessin gegen ein derartiges Gesetzt? Genau, die Lega und die SVP, welche sich für die Tabakindustrie stark machen. Ob da auch Geld fliesst? Freiwillig sollte ein VOLKSVERTRETER derartiges eigentlich nicht bekämpfen…

Das Rauchverbot in Restaurants existiert in Italien schon lange. Jedenfalls waren schon 1998 auf unsereren Wanderungen alle Bergrestaurants (in der CH = SAC Hütten) rauchfrei. Obwohl selbst Raucher bin ich ganz klar für rauchfreie Gaststätten.
Die rauchfreien Restaurants werden innerhalb eines Jahres in der CH Usus sein, da besteht kein Zweifel. Genau gleich, wie es seit Jahren an allen Ecken einen McDonalds gibt (hätten wir damals auch nicht für möglich gehalten). Alles, was seinen Ursprung in den USA hat, wird früher oder später bei uns etabliert. Wahrlscheinlich werden wir in ca. 5 bis 10 Jahren die gleichen Probleme haben wie die USA heute: Es wird zwar viel weniger geraucht, aber dafür sind die Amis Jahr für Jahr immer fetter. Ob dabei die Gesundheitskosten sinken??? Ich glaube nicht.
Zu erst einmal gibt es in der Politik selber viele Nikotinabhängige – und das die für Rauchfreiheit stimmen, und damit sind die so befangen wie Alkoholiker die über Promillegrenzen entscheiden sollten.
Desweiteren glauben natürlich auch die Politiker den Schwachsinn mit den Umsatzrückgängen – nur komischerweise bleiben die Leute in den Ländern ohne Rauchfreiheit weg, und nicht umgekehrt.
Und naja, Zigarettenumsätze sind wichtiger als die Gastronomie, die Angestellten, die Freiheit der Gäste und die Gesundheit.
Spätestens wenn wieder der nächste Schlag Kneipen schließen muss – und die Wirte rumheulen – wird man checken das mit Rauch in Lokalen nichts zu holen ist.
Im übrigen ist es verwundenswert das solch liberale Gesetzen (nach einem Rauchverbot kann jeder selber entscheiden ob er rauchen will) abgelehnt werden, aber Straftäter eingeknastet werden – die haben nicht die Freiheit andere zu schädigen.
So dauert es noch Jahre und die Rauchfantiker können weiter machen…
Es wundert mich eigentlich nicht, dass es bei uns so lange dauert mit der Einführung: Haben doch alle grossen Tabakkonzerne ihren Sitz in Zug oder Lausanne! Ein Rauchverbot in Restaurants und auf allen öffentlichen Plätzen in der Schweiz wäre begrüssenswert. Die Tabaksteuer sollte soweit erhöht werden, dass es sich Jugentliche nicht mehr leisten können zu Rauchen(wie bei Alcopops). Alle fiskalischen Belastungen auf Tabak sollten in die Krankenkassen fliessen. Das würde die Prämienzahler um vermutlich -zig Milliarden entlasten. Üblerweise haben aber diese Grosskonzerne enge Kontakte zum Parlament und es braucht noch mehr öffentlichen Druck. Die Frage sei noch erlaubt: zahlen diese Konzerne überhaupt Steuern?
Habe im Moment keine Lust mit euch militanten Nichtrauchern zu streiten. Finde es nur sehr traurig dass ihr eure Meinung auf Ignoranz.ch zum besten gebt wo ihr doch selbst zu den schlimmsten anzutreffenden Beispielen von Ignoranz zählt. Es gibt ausserdem ein Wort das sich wunderbar auf Ignoranz reimt. Vermutlich kennt ihr dieses Wort jedoch nicht-es lautet Toleranz.
Satirirsusaki, was heisst schon Toleranz. Für mich als Nichtraucher heist das, schweigend das von den Rauchern ausgestossene Gift zu inhalieren, und früher oder später daran jämmerlich zugrunde zu gehen.
Gut, dass z.B die SBB ab Fahrplanwechsel 2005/2006 nur noch Nichtraucherzüge führen.
Das Rauchverbot in Italiens Restaurants hat sich sehr gut bewährt, konnte mich mehrfach persönlich überzeugen.
Nun kann man das Essen geniessen, ohne von Giftschwaden eingenebelt zu werden.
P.S. was man im Zigarettenrauch findet, kann man ohne schlechtes Gewissen als Kampfstoffe bezeichen.
Das Problem ist nicht das Rauchen an sich. Vielmehr haben sich etliche Zeitgenossen-Politiker(Herr Zeltner), Sektierer und eben auch du mangels anderweitiger Beschäftigung auf einen Feldzug gegen das Rauchen versteift. Würden die wirklich wichtigen Probleme unserer Gesellschaft und Zeit mit derselben Vehemenz und demselben Engagement angegangen wie der Kampf gegen Raucher, wäre ich der erste der Beifall klatschen würde. Leider ist dieser Feldzug jedoch vor allem ein Steckenpferd um sich zu profilieren (Herr Zeltner) oder sich moralisch über andere zu stellen(eventuell Minderwertigkeitskomplexe?). Die Argumente der militanten Nichtraucher hinken in der Mehrheit, was noch stark untertrieben ist. Wieso setzt ihr euch denn plötzlich so für die Arbeitnehmer im Gastrobereich ein? Was ist mit all den anderen Risikoberufen? Die interessieren niemanden. Wieso-eignet sich halt nicht so gut um in der Gegend rum zu polemisieren gelle. Die von verschiedenen Exponenten immer wieder verbreiteten Zahlen zu angeblichen Todesfällen wegen Passivrauchens sind mit grösster Zurückhaltung zu betrachten. Es handelt sich mitnichten um klar abzugrenzende Zahlen. Abgesehen davon, die Anzahl an jährlichen Grippetoten in der Schweiz liegt wesentlich höher, nämlich zwischen 500-800 Toten/Jahr. Um auf den Geschmackssinn der Nichtraucher zurückzukommen: Es zweifelt niemand daran dass eine Zigarette vor dem Essen dem Geschmacksempfinden zuträglich sei. Die wenigsten Raucher zünden sich jedoch vor dem Essen in einem guten Restaurant eine Zigarette an. Die Mehrheit der Raucher fragt nach ob es jemanden stört oder wartet bis die anderen am Tisch mit dem Essen fertig sind. In einem guten Restaurant-im Unterschied zu einer Bar oder einer Spelunke-wird selten soviel geraucht dass sich ein toleranter Nichtraucher gestört fühlen müsste. Ganz zu schweigen davon dass er deshalb um sein Leben fürchten müsste.
Immer wieder wird gesagt, die Schweiz hinke sowieso der internationalen Entwicklung hinterher was Rauchverbote anbetrifft. Es gibt da allerdings einen gewaltigen Unterschied: Egal in welchem Land, die Bevölkerung wurde nicht gefragt ob sie diese Verbote wünscht. Aber selbst wenn sich eine Mehrheit für ein Rauchverbot aussprechen sollte, so handelt es sich um 30% bekennende Raucher(plus diejenigen welche sich bei der Umfrage nicht getraut haben)um einen Drittel der Bevölkerung! Eine Demokratie bedeutet im Übrigen auch nicht die Diktatur der Mehrheit obwohl das einige Leute noch nicht oder nie begreifen.
satirusaiki, da Rauchen schädlich ist, soll es Privatsache sein. Niemand soll wegen seinem Laster jemand anderen schädigen. Deshalb haben wir zum Beispiel in Trams Rauchverbot. In Restaurants wird zudem noch gegessen…
Aber ich verstehe Deine Gründe. Als Mitarbeiter der Zigarettenindustrie, oder, als vom Sponsoring betroffener, würde ich mit aller Rethorik gegen Rauch-Verbote kämpfen. Alle vernünftigen Schweizer kannst Du damit aber nicht kaufen, ausser Du nimmst einen Kredit auf, oder Du gehörst schon den Banken. Wenn das der Fall ist, dann brauchen wir eine vernünftige Bank als Gegenpol, die das Recht auf Gesundheit schützt. Eigentlich solltest Du Dich schämen, bist einfach ein Gekaufter, Abhängiger und willst alle in Dein Elend stürzen.
Die Toleranz hört dort auf, wo es meine Gesundheit schädigt. Dies ist bei verrauchneten Restaurants ebenso der Fall wie bei der Luftverschmutzung in Wohngebieten.
Die Beizer haben oft grosse Mühe, die Bedürfnisse zu erkennen, da sie selbst rauchen und saufen.
Irland und Italien haben uns gezeigtr, was solche Rauchverbote bringen, dies sollten wir sofort übernehmen.
Ich frage mich immer wieder: Weshalb einzig und alleine den Tabak-Rauch verbieten? Man könnte meinen, dass damit alle gesundheitlichen Probleme auf einen Schlag gelöst seien!
Oder geht es gar nicht so sehr um die Gesundheit, sondern diese wird als “Deckmänteli” vorgeschoben um eine subjektive Belästigung durch den Tabakrauch zu unterbeinden?
Schon mal verglichen, wie gefährlich die Zubereitung von Nahrungsmitteln im Vergelich zum Passivrauchen ist?
Bei der Zubereitung von Nahrungsmitteln entstehen die selben krebserregenden Substanzen, welche man im Tabakrauch findet, sogar in noch grösserer Menge! Köche und Personal in Restaurants sind diesen Substanzen besonders intensiv und langzeitig ausgesetzt. Aber nicht nur die Zubereitung, auch die Einnahme von Nahrungsmitteln erhöht die Risiken.
Wenn man über all der Paranoia zum Thema Passivrauchen die Verhältnismässigkeit eines absoluten Rauchverbots in Restaurants in Betracht zieht, handelt es sich da um nicht Irreführung der Wähler? Haben da einige Politiker wirklich Grund, Ihren politischen “Erfolg” als Sieg zu feiern? Wurde da den Wählern nicht etwas verheimlicht, um persönliche Ziele zu erreichen?
Einige Referenzen ….
Toxikologie:
So erscheint berechtigt, einen quantitativen Vergleich zwischen ETS (aka Passivrauch) und anderen verbreiteten Quellen für die Exposition mit karzinogenen polyaromatischen Kohlenwasserstoffen anzustellen. Für unsere Bewertung setzen wir die BAP-Konzentration für ETS-kontaminierte Luft mit 10 ng/m3 an – ein sehr hoher Wert – und nehmen eine 100prozentige Absorption durch die Lunge an. Wäre ein 10-jähriges Kind derartigen ETS-Werten 10 Stunden ausgesetzt, würde es 0,03 – 0,08 μg BaP aufnehmen (Ruhezustand bzw. leichte Aktivität). Im Vergleich dazu würde das Kind bei einem nur zweistündigen Aufenthalt in einer Grillküche eine ca. achtmal höhere Menge (0,4 μg) aufnehmen. Der Verzehr der erwähnten gegrillten Fleischprodukte würde noch höhere Werte ergeben.
Wenn die Karzinogen-Resorption über den Verdauungstrakt mit 80% angesetzt wird, dann nimmt ein Kind, das 0,2 kg Wiener Würstchen, die über einem offenen Feuer gegrillt wurden, verzehrt, 13 μg BaP zu sich. Bei derselben Menge Hamburger, die auf Holzkohlenfeuer gegrillt und beim Metzger gekauft wurden, beliefe sich die BaP-Aufnahme auf 1,4 μg. D.h. mit dem Verzehr der gegrillten Fleischprodukte nimmt das Kind 18- bis 433mal mehr BaP auf (Abb. 2), als wenn es zehn Stunden lang massiv ETS ausgesetzt würde. Da der Wert von BaP als Indikator für die gesamte PAH-Exposition verwendet werden kann, sind ähnliche Relationen in Bezug auf andere PAH zu erwarten
http://www.peutinger.de/peutinger/wissens_aktiv/ forschung/passiv_rauch/nilsson.htm
Mutagene in Luftpartikeln in Innenräumen:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cm d=retrieve&db=pubmed&list_uids=7521519&dopt=Abstra ct
Milchtrinken verdoppelt das Lungenkrebsrisiko:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cm d=Retrieve&db=pubmed&dopt=Abstract&list_uids=27032 70&
Fleisch- und Käsekonsum führen zu mehr als einer Verdoppelung des Brustkrebsrisikos (Studie aus der Schweiz):
Significant direct trends in risk were observed with total energy intake [relative risk (RR) for highest vs. lowest intake tertile = 1.9] and, after allowance for energy intake, with frequency of consumption of various types of meat (RR = 2.1 for the highest tertile), cheese (RR = 2.7), and alcohol (RR = 2.1)
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cm d=Retrieve&db=PubMed&list_uids=8346081&dopt=Abstra ct
Broccoli und andere Nahrungsmittel:
In allen unseren Nahrungsmitteln sind krebserregende Stoffe zu finden, auch in Broccoli und Brot.
http://www.acsh.org/publications/pubID.103/pub_d etail.asp
Aber ausser der Raucherhetze haben die Gesundheitsaposteln vorderhand keine Probleme – Ausser den Fettleibigen, den Magersüchtigen, den Chemineé-besitzern, den gehärteten Fetten, …
…und wer bezahlt die vielen zusätzlichen Renten und Gesundheitskosten, wenn eines Tages keiner mehr sterben soll?
@ Sämi
Vielen Dank für den Beitrag. Endlich einmal ein wissenschaftlich fundierter Post, der nicht nur aus Polemik und subjektiven Behauptungen besteht.
Ich schliesse mich dem Dank an.
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Die Zigarettenverkäufe haben in Italien – nach dem Rauchverbot – in den ersten 4 Monaten von 2006 – um 2.1% gegenüber der selben Periode des Vorjahres zugenommen.
Das widerspricht den Vorhersagen der Anit-Tabak-Kampagnen. Und wo werden diese Zigaretten geraucht, wenn nicht im Ristorante oder in der Bar? Wer raucht, kann nicht im Restaurant oder in der Bar sein. Ob da wohl nicht die Umsätze in den Gastbetrieben auf der Streecke bleiben?
Beim Staat klingelt derweil die Kasse durch die Mehreinnahmen an Tabaksteuer.
(Quelle: http://www.data-yard.net/italy_06/fumatori_in_aumento.htm )
Auch in Irland funktioniert die Prävention nicht – Jugendliche rauchen mehr als vor der Einführung des Rauchverbotes im Jahre 2004:
http://www.otc.ie/fig.asp?image=fig_3.1.jpg
Quelle: “Office of Tabacco Control”