Höhere Steuern für Benzinfresser
Mit Lenkungsmassnahmen will der Bund sparsame Autos fördern. Autos mit hohem Treibstoffverbrauch sollen teurer werden. Das Bundesamt für Energie (BFE) plant, die Importsteuer um bis zu 3000 Franken anzuheben. Benzinsparende Autos sollen im Gegenzug um den gleichen Betrag billiger werden.
Die Schweiz will ab dem Jahr 2009 ein Bonus-Malus-System bei Treibstoffverbrauch von Autos einführen. Das sagte BFE-Projektleiter Pascal Previdoli am Dienstagabend in der Sendung “10vor10″ des Schweizer Fernsehens. Das Bundesamt wolle einen starken Anreiz schaffen, damit mehr ökologische Autos mit tiefem Treibstoffverbrauch gekauft würden.
Die Massnahme ist nötig, weil der Treibstoffverbrauch bei den Neuwagen zu langsam sinkt. Im Jahr 2002 hatten die Schweizer Automobilbranche und das eidgenössische Verkehrsdepartement eine freiwillige Vereinbarung unterzeichnet, wonach der Verbrauch von 8,4 Liter pro 100 Kilometer im Jahr 2000 auf 6,4 Liter im Jahr 2008 sinken soll. 2005 betrug der durchschnittliche Verbrauch aber 7,67 Liter.
Weder Bund noch Autobranche gehen davon aus, dass das vereinbarte Ziel noch erreicht werden kann. Hauptgrund dafür ist, dass immer schwerere Autos gekauft werden – vor allem so genannte Offroader sind im Trend.
Noch im vergangenen November hatte sich auto-schweiz, die Vereinigung Schweizer Automobil-Importeure, an einer Medienkonferenz vorsorglich gegen Abgaben für Benzinfresser gewehrt.
Hervorragend! Und nicht mal die Autoimporteure wehren sich wirklich. Allerdings geht der Schritt viel zu wenig weit, störend ist vor allem, dass sich die Verteuerung nur beim Verkaufspreis auswirkt, nicht aber in der jährlichen Steuerrechnung.
In unserem munzigen Land sind über 5 Millionen Motorfahrzeuge zugelassen. Obwohl wir so dicht besiedelt sind und über eines der weltweit besten ÖV-Netze verfügen, sind wir auch punkto PW-Kilometer spitze.
Es wird Zeit, dass sich das ändert!
Übrigens: Am WEF ist der Klimawandel das Hauptthema. Und wenn man bedenkt, dass in Österreich die Umwelttechnologien die Branche mit der grössten Wachstumsrate sind (+ 35’000 Arbeitsplätze), wäre es schon an der Zeit, dass wir uns wieder in den Arsch kniffen!

Die Automobilimporteure werden halt einfach irgendwo anders sparen, damit sich der Preis in etwa hält. Oder die, die es sich leisten können, pfeiffen drauf.
naja, jemand der nen vw touareg, porsche cayenne, bmw x5 und konsorten kauft hat für die 3000 chf nur ien müdes lächeln übrig. aber immerhin gibts ein bonus vor kleinwagen und benzinsparer, das ist sinnvoll.
Ist leider schon so. Einen Cayennefahrer werden die 3000 Franken wohl nicht sonderlich stören. Ich sähe zusätzlich zur finanziellen Entlastung der Käufer umweltfreundlicher Autos beim eigentlichen Kauf noch eine weiterführende Massnahme. Für mich müsste das nämlich so funktionieren:
1. Bonus-Malus System beim Kauf, wie vorgeschlagen. Von mir aus hätte man den Betrag auch bei 10’000, statt 3’000 Franken ansetzen können.
2. Bonus-Malus System für den Betrieb.
Heute ist es ja so, dass jeder Lenker gleich viel bezahlt. Natürlich es kommt auf die Motorengrösse etc. an. Schlussendlich entstehen aber bei demjenigen, der 20’000km/Jahr fährt genau dieselben Fixkosten wie beim Anderen, der bloss 2’000km/Jahr fährt. Und das ist doch ungerecht, oder? Und diesem Punkt wird auch mit der neuen Lenkungsabgabe nicht Rechnung getragen.
Jener Autolenker, der z.B. jeden Tag mit dem Zug pendelt und z.B in der Stadt, wenn immer möglich Tram fährt und sein Auto nur in Notfällen benützt, bezahlt exakt genau gleich viel, wie jener, der aus Faulheit in seine Dreckschleuder sitzt um Brötchen für die Familie zu kaufen.
Und das obschon das Auto des Erstgenannten vielleicht 300 Tage im Jahr in der Garage steht und beinahe keine Emissionen produziert hat. Fazit: Es muss eine Abgabe nach gefahrenen km und verbrauchter Benzinmenge her (Anz. Liter/Jahr). Also setzen sich die Betriebskosten folgendermassen zusammen:
Benzin + km-Besteuerung/Benzinmengenbesteuerung (Als variable Komponente + Hubraumgrösse etc. + Versicherungsart. …
Ausserdem hätte dieses System den Vorteil, dass sich Autofahren nicht generell zu einem Luxusgut für die Oberklasse entwickelt (was hier ja oft als Argument herhalten muss), nein man schafft Grundlagen dafür, dass ökologischere Autos gefördert würden und gäbe auch finanziell nicht so gut gestellten Menschen die Chance, erstens ein günstiges Auto zu kaufen (Lenkungsabgabe) und dessen Betriebskosten auf einem Minimum zu halten, in dem er das Auto nur dann benützt, wenn wirklich nötig. Dank des sparsamen Motors wird er nebst wenigen gefahrenen km eine weitaus bessere Benzinverbrauchsstatistik aufweisen können als der Offroadfanatiker. Und das soll sich auszahlen, monetär, eindeutig. Und dasselbe Spiel gilt natürlich umgekehrt.
Ich warte gespannt auf den Verriss… =)
Also, hier dein verriss, wenigstens ein kleiner, um die zeit:
Jede Lenkungsabgabe hat den nachteil, dass auch die “gelenkt” werden, die nicht anders können.
Wenn du die lenkung so genau machen willst, dass sie für alle fair ist (es gibt ja leute die ein grosses auto fahren müssen) wird sie extrem kompliziert.
Zudem solltest du von deiner stadtoptik wegkommen. Was kann der bergbauer im tessinerdörfchen dafür dass er da wohnt, soll er seine kühe in Zürich weiden lassen?
Und wann bitte macht man statt ein verkehrsmittel immer schlechter das andere besser? Wenn ich im zug nach Zürich fahre muss ich noch immer stehen, macht’s nicht gerade attraktiv… Mensch lässt sich lieber mit guten argumenten überzeugen als mit geld und gesetz zwingen.
@pipo
Dein Vorschlag läuft doch auf einen höheren Benzinpreis hinaus, m.E. das einzig Vernünftige.
Der Bonus / Malus auf den Kaufpreis ist m.E. nur bedingt sinnvoll, weil er zwar beim Kauf hilft, aber eben beim Betrieb nicht mehr gross gefühlt wird und damit auch nur noch einen schwachen Lenkungseffekt entfaltet. Ausserdem muss er sehr fein abgestuft werden, sonst werden zu Recht Leute sauer sein wegen der Ungerechtigkeit.
g.
@ pipo
Du wirst noch etwas warten müssen auf den Verriss, denn ich halte beide Punkte für sinnvoll.
Die Fr. 3’000 interessieren die Kundschaft von Luxus-SUV überhaupt nicht, sondern animieren fast noch zum prahlen (Motto: schaut her, trotz staatlicher Auflagen kann ich mir so eine Kiste leisten). Gleichwohl ein Schritt in die richtige Richtung.
Zum zweiten: kilometerabhängige Strassenverkehrsabgaben sind schon längst überfällig. Das Problem dabei ist leider, dass für diejenigen, die wenig fahren, die Ersparnis durch die exorbitant hohen Verwaltungskosten wieder weggefressen werden. Ich habe mir schon überlegt, ob ein Stufentarif das Problem lösen könnte (man löst beispielsweise eine Abgabe für 2’500 km Schritte, kann bei Bedarf nachkaufen, überprüft würde das ganze bei den Fahrzeugprüfungen und den übrlichen Polizeikontrollen). Eine effektive Abrechnung nach Laufleistung ist nach Ansicht der Mitarbeiter von Strassenverkehrsämtern (welche darüber zufolge der Sicherung ihrer Arbeitsplätze kaum unglücklich wären) nur unter sehr hohen Kosten realisierbar. Jedes Fahrzeug würde ein Erfassungsgerät mit Datenübermittlung benötigen. Die Daten müssten dann auch wieder alle administriert werden. Zusätzlich wäre entsprechender Missbrauch zu bekämpfen etc.
@ gumbyman
Nein, die Strassenverkehrsgebühren sind, wie übrigens bereits meine Vorredner festhalten, Fixkosten. Ich halte es für unfair, diese unabhängig der Laufleistung zu berechnen. Von den anderen Kassen, in die das Geld fliesst ganz zu schweigen. Zudem wäre dabei ein verhältnismässiger und nachvollziehbarer Lenkungseffekt enthalten, was die Akzeptanz in der Bevölkerung erhöhen würde und nicht direkt nach staatlicher Abzockerei und Willkür stinkt…
Das Problem, dass heute jene “bestraft” werden, welche das Auto sparsam einsetzen, wäre doch ganz einfach anzugehen:
1. Die Motorfahrzeugsteuern werden auf ein einheitliches administratives Minimum reduziert (100.- im Jahr oder so).
2. Alles übrige wird über den Treibstoff bezahlt, der dann signifikant mehr kosten müsste als heute.
So würden die Km-Kosten nicht so stark sinken, je mehr man herumfährt, ebenso würde dank hohem Treibstoffpreis der Anreiz steigen, ein sparsames Auto zu kaufen.
Der Verwaltungsaufwand für eine solche Lösung wäre minim.
@bluefox
“es gibt ja leute die ein grosses auto fahren müssen” -> zähl mal auf, wer tatsächlich ein grosses Auto fahren muss!
@ Andreas
Dann können wir die Motorfahrzeugsteuern gleich ganz abschaffen, für Fr. 100.– rentieren sich Mahnungswesen etc. nicht mehr. Dann müsste aber ein Teil des “Benzinzolls” wieder an die Kantone zurückfliessen, und die Zweckbindung (darum geht es ja im Klartext, denn dort kommt richtig “Kohle” rein) gewahrt bleiben. Dort einen Schlüssel zu finden ist wohl etwa gleich schwierig wie das Suchen nach der berühmten Nadel im Heuhaufen…
@Dreckfilter
bei Fahrrädern, oder Bagadellen sind die Bussen auch unter 100.-, dennoch werden sie erfolgeich eingezogen.
Es ist sehrwohl möglich beträge kleiner 100.– Rentabel einzunehmen, ich sehe da kein Problem.
@pipo
Wie willst Du bei PW’s die gefahrenen Kilometer abrechnen? Am eigenen PW darf man sogar den Kilometerstand legal verändern, man muss es in einmem allfälligen Weiterverkauf dem Käufer einfach mitteilen. (Wenn ich nur schon an die Probleme denke die ich hatte die richtigen Teile zu bekommen um ein Navigatsionsystem in ein Auto der 80ger einzubauen, und da gieng es auch ums Tachosignal)
@ Chevy
Bussen unter Fr. 100.– kosten im Inkasso mehr, als sie selber bringen. Zudem werden dort erhebliche Beträge abgeschrieben. Von den nicht kostendeckenden Verfahrenskosten bei richterlicher Überprüfung etc. wollen wir gar nicht reden. Es lassen sich schon längst nicht mehr alle Fahrer einfach zu Zahlungen verpflichten; kommt hinzu, dass es je länger desto mehr aufgrund der Differenzen zwischen Halter und Fahrern zu zahlungsunfähigen Missetätern kommt. Das ist in gewissen Gesellschaftsschichten eine beliebte Masche, um der Bussenerhältlichkeit nachhaltig entgegenzuwirken. Busseninkasso lässt sich nicht mit normalem Inkasso vergleichen; wohl am ehesten noch mit Steuerinkasso.
Bei der Motorfahrzeugsteuer kommt aber auch noch der übrige Aufwand hinzu. Da ich ein Anhänger eines “schlanken” Staates bin, könnte man dann auch diese Bürokratie gleich sparen. Wer einen Versicherungsnachweis vorlegt und sich als Halter verantwortlich erklärt, erhält ein Kontrollschild. Wäre doch einfacher, oder?
Ich schliesse mich Dreckfilters Vorschlägen an. Es stellt sich dabei aber die Frage, wie man die Fahrleistung misst (neue Geräte samt gesetzlicher Grundlage müssen her – bei dieser Gelegenheit könnte man aber auch gleich den überfälligen Unfalldatenschreiber integrieren) und wie man die Benachteiligung derjenigen verhindert, die tatsächlich auf das Auto angewiesen sind.
(Lustig: Das entsprechende Posting von Dreckfilter und meines könnten für einmal auch je den anderen Absender tragen.)
@ Pirelli
.
Ja, das habe ich auch gedacht
Der Unfalldatenschreiber alias aus dem Militär (schwere Motorwagen) längst bekanntes Restwegaufzeichnungsgerät wäre auf alle Fälle zu integrieren. Aber schlüssig bin ich nicht, was das Ei des Kolumbus ist (Spritpreisverdoppelung oder Km-Gebühr). Beides hat Vor- und Nachteile. Jetzt wären die Profis gefragt…
Wozu Fahrleistungsmesser? Das bringt nur wieder einen Riesenaufwand, neue Umgehungs- und Betrugsmöglichkeiten, dadurch noch mehr Kontrollaufwand, etc.
Wenn man denn etwas steuern will, so macht man das am besten über den Benzinpreis, das ist unkompliziert und fair. (Wer wenig und sparsam fährt zahlt wenig, wer viel fährt und verbraucht, zahlt viel.)
Habe mal etwas gerechnet: Etwa 45 Rappen Preisaufschlag pro Liter Benzin würden die Strassenverkehrsgebühren, welche bis dato erhoben wurden, bereits abdecken…
@Dreckfilter: Was meinst Du mit “Strassenverkehrsgebühren”? Die kantonalen Motorfahrzeugsteuern? oder noch weitere Abgaben? Vignette?
@ driver
Grundsätzlich die kantonalen Motorfahrzeuggebühren. Die Vignette hätte aber wohl auch noch Platz (ist sowieso nur eine Schikanierei, jedes Jahr diesen Kleber runterzuholen; der Zeitaufwand für das Ablösen bedeutet wertmässig fast gleich viel, wie die Vignette kostet. Drauflassen ist auch kein Thema, da ich Autos bis zum Auseinanderbrechen fahre und sonst der Iglu-Effekt entstehen würde kraft staatlicher Kleber). Ich finde, für Motorfahrzeuge mit CH-Schild sollte die Vignette in den Strassenverkehrsgebühren der Zukunft enthalten sein. Wenn neue Regelung, dann richtig.
Ich bin überzeugt, dass selbst bei Kostenneutralität (keine Mehreinnahmen im Verhältnis zu bisherigen Gebühren) umweltbewusster (bzw. verbrauchsbewusster) gehandelt würde. Die Motorfahrzeugsteuer bezahlt man einmal pro Jahr und denkt nicht weiter darüber nach, an der Zapfsäule würde man sich bei jeder Betankung daran erinnern müssen. Zudem bin ich in der heutigen Zeit absolut kein Anhänger der hubraumabhängigen Besteuerung mehr.
Das Problem bei einer Umlagerung der Strassenverkehrsgebühren auf den Spritpreis ist, dass dies im Ausland nicht so gehandhabt wird. Es wird zu Betankungsfahrten in grenznahen Zonen kommen, zumindest solange im Ausland der Preis (aus was für Gründen auch immer) günstiger bleibt (was derzeit ja nicht der Fall ist)…
Echt bizarr, wie in diesem Thread mal wieder argumentiert wird.
Hurra !!! – Endlich wieder mal eine neue Lenkungsabgabe, neue Steuern, neue Regulierungen ! Ja suuuuper sowas ! – Klar, genau dass was die bereits überreglementierte Schweiz noch braucht…
Von mir aus gesehen, gehört auch die 4% Automobilsteuer abgeschafft. Die Automobile sollten mit 7.6% MwSt. besteuert werden, wie alle andern Waren auch. Wieso soll auf Autos eine Spezialsteuer von 4% erhoben werden ??? – Wie wär’s mit einer Fahrradsteuer oder Computersteuer, doof nicht ??? Also weg mit der MIV diskriminierenden Importsteuer !
Des weiteren tendiere ich dazu Lenkungsabgaben (Strafsteuern) generell abzulehnen. Wozu braucht es überhaupt “Lenkungsabgaben” wie die Automobilsteuer ? – Warscheinlich weil der MIV gegenüber dem ÖV schlicht “zu attraktiv” ist. Von mir aus gesehen sollte man nicht den MIV mit irgendwelchen Steuern und Regulierungen unattraktiver machen, sondern den ÖV attraktiver !
“Von mir aus gesehen sollte man nicht den MIV mit irgendwelchen Steuern und Regulierungen unattraktiver machen, sondern den ÖV attraktiver!”
all das geld, das administration, kontrolle, schwellen, roadpricing, polizei, fahrtschreiber, signalisation, messungen, anwälte, formulare wasimmer verschlingt ist verlorenes geld.
Man könnte damit direkt etwas nützliches machen. Eine neue tramlinie bauen zum beispiel. Dann lässt man das auto nämlich auch wirklich stehen.
@bluefox
“all das geld, das administration, kontrolle, schwellen, roadpricing, polizei, fahrtschreiber, signalisation, messungen, anwälte, formulare wasimmer verschlingt ist verlorenes geld.”
Daher plädiere ich ja dafür, das ganze über die Treibstoffpreise reinzuholen, dann wäre der administrative Aufwand minim.
Andreas sagte:
“Daher plädiere ich ja dafür, das ganze über die Treibstoffpreise reinzuholen, dann wäre der administrative Aufwand minim.”
Genau. KISS. Ganz einfach, effektiv, transparent, gerecht. Machen andere Länder auch.
Aber Politiker wollen eben immer etwas *Zusätzliches” einführen, daran hängt ihr Selbstwertgefühl.
Richtig. Sag’ ich doch schon lange. Statt neue komplizierte Amtsschimmel-Pilze einzuführen, sämtliche Gebühren auf den Spritpreis schlagen.
Denn damit kostet nicht das “haben” sondern das “beanspruchen” bzw. “belasten” (von Strassen, Lebensraum, Luft usw.) Und da diese Belastung ungefähr proportional zum Benzinverbrauch ist (Grösse/Gewicht/Leistung), ist damit die Verursachergerechtigkeit ausreichend gegeben, und die Effizienz ein Vielfaches höher als mit komplizierten Abrechnungsverfahren.
In Deutschland, Italien und Frankreich ist der Sprit etwa 10-20 Euro-Cents teurer als in der Schweiz, nur Österreich liegt etwa gleichauf.
Wenn der Sprit also z.B. 20 Euro-Cents (=32 Rp.) teurer wird, ist noch nicht mit wesentlichem Benzintourismus zu rechnen, somit null Problemo.
g.
@gumbyman
jaja, und weiterhin alternative Autos (z. B. Ethanol) aktiv Bloken/verunmöglichen (Bund) und sich somit durchs Benzin mehreinnahmen in Milliardenhöhe sichern.(Oder Richtig viel Kohle von denen Abkassieren die sich eine Einzeabnheme leisten)
Zuerst sollten die Bestimmungen für E85 Fahrzeuge massiv gelockert werden. Vielleicht könnte der Bund auch aktiv Alternative Tankstellen fördern oder betreiben (Man denke an das Tankstellennetz des Bundes)
Chevy, deine Lieblingspartei wäre dann die erste, die von nicht berechtigter Einmischung in die Privatwirtschäft blökt.
Ich würde das übers Benzin reglen.
Was seid Ihr doch eine Bande von missgünstigen Neidlingen auf Autobesitzer, die nicht Einheitsbrei fahren. Diese Fahrzeuge haben allenfalls etwas mehr Durst als die fahrbaren Untersätze von Bünzli, Kleti und Pleti. Durch den höheren Verbrauch zahlen die Besitzer etwas aussergewöhnlicherer Fahrzeuge als die Rumpelkiste von Otto Normalverbraucher schon jetzt mehr als genug Mineralölsteuern.
Würde noch fehlen, die ohnehin schon zu teuren Abzocker-Spritpreise anzuheben.
Die anvisierte Spezialsteuer ist eine Erfindung der Neidhammel und Habenichtse. Die sollen zuerst einmal vor der eigenen Türe wischen und schauen, dass sie die notwendigen Bazzeli für den ordnungsgemässen Unterhalt ihrer Klapperkiste zusammenkratzen können.
Walti, ich weiss zwar nicht ganz genau, was du mit “Neidlingen auf Autobesitzer” sagen willst, da ich Autobesitzer in der Regel nicht betrete.
Aber mit Neid hat meine Einstellung ganz sicher nichts zu tun, sondern vielmehr mit dem Unverständnis für den Umstand, dass einige sich herausnehmen, so viel mehr Ressourcen zu verschleudern und Dreck zu produzieren als andere.
Du würdest dich besser mal informieren darüber, wo die Probleme bei der Energieversorgung und im gesundheits- und Umweltschutz liegen, bevor du deinen dummdreisten, auf Unwissen basierenden Egoismus weiter versprühst.
Und was die “teuren Abzocker-Spritpreise” angeht – wir haben reihum mit Abstand das billigste Benzin. Die Deutschen zahlen locker über 30 Rappen mehr, obwohl sie weniger verdienen. Zu Spitzenzeiten betrug der Unterschied sogar 50 Rappen. Da ist also durchaus noch Spatzig.
Drum hör mit der erbärmlichen Jammerei auf.
[...] Der ordnungspolitische Ansatz fragt aber grundsätzlicher “de quoi s’agit il” eigentlich, und da tauchen dann rasch Fragen auf. Der Bundesrat hat nämlich aus guten – und hier sinnvollerweise nicht wiederholten – Gründen eine solche Lenkungssteuer bereits einmal abgelehnt (Medienmitteilung vom 23.11.05). Dem Bund fehlt schlicht ein wirksames Instrument um den Kauf eines Autos betreffend Benzinverbrauch zu beeinflussen, respektive die modischen “Anreize” zu setzen. Da wären die Kantone, welche Motorfahrzeugsteuern erheben am deutlich entscheidenderen Hebel. Das Drehen und Schrauben am Zollsatz von 4 Prozent dürfte vor allem eines bringen: Mehraufwand bei allen Beteiligten und mehr Verwaltung. Wie toll dass man das trotzdem findet, zeigt das kurze Gedächtnis im BFE: 14 Monate nach dem Nein aus dem Bundesratszimmer mit der gleichen Idee wieder kommen – und dann gerade in der Öffentlichkeit – braucht Mut, oder Arroganz. Und ja, der Jubel jener die nicht so genau hinschauen ist wieder einmal gross. Der ordnungspolitische Hoffnungsschimmer ist bei genauerem Hinsehen eine Fata morgana. Schade eigentlich. (Foto: justinnash @ flickr.com) [...]
@Chevy
Nee, da bin ich für einmal Deiner Meinung: E85 und Ähnliches dürfte ruhig mit einem Zückerchen belohnt werden, so wie heute z.B. das Erdgas (ist billiger als Benzin pro gefahrenen Kilometer). Ebenso Hybride, E-Fahrzeuge usw.
Und die Zulassung “vernünftiger” (sprich anderswo von seriösen Stellen für gut befundener) Spezialfahrzeuge und Umbauten sollte *viel* einfacher und günstiger werden.
Trotzdem gehören die Abgaben auf den Treibstoff und nicht aufs Fahrzeug, wegen der Verursachergerechtigkeit.
g.
Solange unsere Politiker von uns Ihren Sprit bezahlt bekommen…wird sich auch nichts ändern!
Traurig ist, dass mit grosser Wahrscheinlichkeit in letzter Konsequenz zu unserer energie-verschwenderischen Lebensweise und zur daraus resultierenden Klimaerwärmung und den irreparablen Schäden in unserer Umwelt wieder die weniger wohlhabenden Menschen auf dieser Erde dafür bezahlen müssen: uns dies vermutlich über Ernährung, vermutlich schon bald. Es fängt ja schon an, dass die reicheren Länder (z.B. USA) überlebenswichtige Ressourcen (z.B. Mais) für den Individualverkehr verheizen, anstatt die Tortilla-Herstellung zu unterstützen.
Mexiko in der Tortilla-Krise
[...] “Der Wettbewerb zwischen Autos und Menschen um Mais wird den Preis wohl in ungeahnte Höhen treiben”, schreibt Brown. Da die US-Ernte weltweit für 40 Prozent der Maisproduktion und 70 Prozent der Exporte sorge, würde ein Rückgang der US-Exporte die Weltwirtschaft erschüttern.
Mexiko kann hoffen, dass die amerikanischen Bauern die Produktion erhöhen. Der viertgrösste Maisproduzent sollte aber auch seine eigene Produktion schleunigst steigern. Dazu müsste das Land laut dem Ökonomen Villagómez allerdings den lange vor ausländischer Konkurrenz geschützten Maisanbau modernisieren. Im Durchschnitt erwirtschaften Mexikos Maisbauern nur 2.8 Tonnen je Hektare, verglichen mit 8.2 Tonnen je Hektare in den USA. Kurzfristig ist eine Produktionssteigerung jedoch nicht zu erreichen. [Quelle: NZZ am Sonntag, 21.01.07]
aus: http://www.adaktion.ch
Die NZZ doppelt kräftig nach – und sogar die FDP begrüsst höhere Steuern für skrupellose Verschwendung:
http://www.nzz.ch/2007/01/28/il/articleEV5LZ.html
@MRudolf
Da hast Du wohl leider recht. Wenn nicht nur unsere Mastrinder das Getreide wegfressen, sondern auch noch unsere Sprit-Hersteller Mais und Getreide auf dem Weltmarkt aufkaufen, dann wird’s wahrhaft düster für die (noch nicht) Hungernden.
Deshalb bin ich auch der Meinung dass zuerst das Sparpotential ausgeschöpft werden muss, statt einfach alte Treibstoffe durch neue zu ersetzen. Und für diesen Zweck ist halt ein hoher Spritpreis das Nonplusultra, wirkt besser als gutgemeinte Appelle und Vorschriften
g.
Das Bonussystem bei einer erfüllten Bedingung scheint Schule zu machen. Neu wird ein Teil der Hundesteuer erlassen, wenn man eine Hundeprüfung ablegt:
http://tagi.ch/dyn/news/schweiz/713630.html
Frage mich, was ich tun kann, um die Einkommenssteuer zu reduzieren …
@Pirelli
Hätte ich nicht von Dir gedacht das Du Steuern Sparen willst, deine Politischen vorschläge gehören oft zu der Teuren sorte. Was Du vorderst solltest Du zumindest auch bereit sein Zahlen zu wollen.
Chevy, ich bin durchaus bereit zu zahlen, allerdings empfinde ich meine Belastung im Vergleich zu den Vermögenden als zu hoch.
Ich bin auf eigene Rechnung auch im kulturellen und im Bildungsbereich tätig, für diese Dienste an der Gesellschaft lege ich drauf. Wenn nun das eigentlich selbstverständliche Ablegen einer Hundeprüfung derart honoriert wird (genauso wie der eigentlich selbstverständliche Verzicht auf Benzingurgeln), dann finde ich durchaus, dass auch meine Leistungen in der Steuerrechnung entsprechenden Niederschlag finden sollten.
Sprich: Mehr als die paar Tausend Franken würde es unter dem Strich wohl bringen, wenn hochqualifizierte Naturalleistungen auch anerkannt würden. Könnte ich sie meinem üblichen Ansatz gemäss verrechnen, wäre der Ertrag ungefähr fünfmal so hoch wie meine Steuerrechnung.
Ansonsten war der mit den Einkommenssteuern eher ein gefälliger Spruch. Schön, dass ausgerechnet du von der “Wir bluten den Staat aus, judihui, damit wir sagen können, er taugt nix”-Partei darauf so ansprichst.