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Heroin ist wirksamer als Methadon

Mit einer Studie, an der über tausend Drogenabhängige aus sieben deutschen Städten teilgenommen haben, konnte nun erstmals wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass die Abgabe von Heroin wirksamer ist als diejenige des Ersatzstoffes Methadon. Auch die Befürchtung, dass die Abgabe von Heroin nicht Abstinenzorientiert sei, hat sich als falsch herausgestellt:

Nur wer wirklich extrem von der Verelendung betroffen war, hatte überhaupt eine Chance, in das Programm aufgenommen zu werden und so dreimal täglich seine legale Dosis Heroin zu bekommen. [..] Patienten konnten sich mehr oder weniger Heroin wünschen. [..] Was sich herausgestellt hat, ist, dass nicht die Befürchtung eingetreten ist, dass die Patienten immer mehr nehmen, ganz im Gegenteil gab es eine langsame Abwärtstendenz, in der Durchschnittsdosis. [..] Für 19 der 50 Bonner Studienteilnehmer gehören Nebenwirkungen des Heroins nun der Vergangenheit an. Sie haben ihr Heroin soweit herunterdosiert, dass sie inzwischen vollständig abstinent sind oder zumindest auf dem Weg dorthin. [..] Herausgestellt hat sich, dass nach rund einem Jahr die mit Heroin behandelten Patienten sich deutlich besser stabilisiert haben als die mit Methadon behandelten. Rund 60 Prozent der mit Heroin behandelten haben sich sowohl körperlich, psychisch als auch in Bezug auf ihren Drogenkonsum deutlich verbessert.

(Quelle: Deutschlandfunk)

Erinnern wir uns doch mal daran, wer genau sich gegen Fixerstuben, Heroinabgabe und alle weiteren Massnahmen der progressiven Zürcher Drogenbekämpfung gewehrt hat… Natürlich die unverbesserliche SVP. Gienge es nach ihr, hätten wir in Zürich wohl immernoch einen offenen Drogenkrieg mit offenen Wunden und versifften Junkies wo man hinschaut! Gut hat die SVP nichts zu melden hier in der Stadt!

Dieser Artikel wurde von Sandro am Samstag, 12. August 2006 in der Rubrik Gesellschaft und zu den Stichwörtern , , , , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

7 Kommentare zum Artikel “Heroin ist wirksamer als Methadon”

  1. UTOPIDA am 12. August 2006 um 13:06

    Um es vorweg zu nehmen, ich spreche hier gewissermassenaus aus Erfahrung. Methadonabgaben sind immer noch besser als nichts. Das Heroin welches in Zürich kontrolliert abgegeben wird erfreut sich bei vielen nicht besonders grosser Beliebtheit, die sagen es sei eben nicht dasselbe wie das welches von der Gasse stammt. Es wurde sogar gemunkelt es sei kein wirkliches Heroin sondern bloss ein weiteres Derivat, nun, behauptet wird natürlich viel! Methadon kann aber auch schon viel helfen,den Nebenkonsum zu verringern oder ganz zu verdrängen, wenn zumteil auch übertrieben grosse Mengen abgegeben werden, was dann natürlich viele ausnutzen um sich ein kleines Nebeneinkommen zu verschaffen!!!

  2. Nebenkläger_II am 12. August 2006 um 16:23

    “..wenn zum Teil übertrieben grosse Mengen abgegeben werden,..”

    Verwundert mich nicht. Sind nicht viele an einer überdosis “gestorben” worden?

  3. Dreckfilter am 14. August 2006 um 08:01

    Ausser dass eine neue Studie angefertigt wurde, wo ist die Neuigkeit der Meldung? War es der erste empirische Versuch? Dass Heroin wirksamer ist als Methadon weiss jeder Arzt und jede mit psychotropen Stoffen vertraute Person.

    Mit Repression wird nur das organisierte Verbrechen am Leben erhalten. Man könnte bereits zum Schluss gelangen, dass gewisse Parteien bewusst die Repression befürworten, damit auf der anderen Seite auch wieder auf andere Zielgruppen, welche man damit klischeemässig einfach in Verbindung bringt, eingedroschen werden kann.

    Das Hauptrisiko bei der Heroinabgabe unter Aufsicht besteht darin, dass der Stoff statt konsumiert in den Handel gebracht wird, was nicht Sinn und Zweck einer unterstützenden Drogenabgabe bei Schwerstsüchtigen entsprechen würde.

  4. Aelpler am 26. Oktober 2006 um 01:00

    @ Mitglieder des “Konsumvereins” Zürich

    Ich glaube das ihr es schafft in Zürich
    zu sein ohne das Heroin.
    Die Versuchung ist einfach zu gross das “H” sein zulassen und es zu vergessen.

    Jetzt neu in Zürich: oben ohne “H”!!

  5. Aelpler am 26. Oktober 2006 um 19:29

    @ Utopida

    Ihr seid alle kontrollierte Leibeigene!

  6. Winfried Sobottka am 18. November 2008 um 22:15

    Die Repression hat, wie auch im Falle von Cannabis, einen Grund, der nicht öffentlich diskutiert wird. Unsere zivilisationsgesellschaften bauen auf Irrtümern, die man als Pfeiler der Macht bezeichnen kann. Zum Beispiel auf sexuellen: Naturvölker und auch die Wetsgermanen vor ca. 2.000 Jahren leb(t)en in ERFÜLLENDEN monogamen Ehen, der soziale Zusammenhalt von Gemeinschaft war unglaublich stark.

    Solche starken sozialen Gemeinschaften lassen keine Machtkonzentrationen in den Händen weniger zu – deshalb stand am Anfang einer jeden “Hochzivilisation” eine Zerschlagung des Soziallebens, beginnend mit einem massiven Angriff auf die Ehen: Es wurde dem Volke eine Hälfte der biologischen Hochzeit ausgetrieben, so dass es zu wahrer gegenseitiger Liebe in den Ehen nicht mehr kommen konnte.

    Damit war die kleinste sozial autarke Basiszelle einer gesunden Gesellschaft,. die Ehe, im Grunde nach dem Prinzip “Divide etr Impera” zerschlagen worden.

    Das wird nicht einmal hinterfragt – aufgrund ursprünglich durch terror aufgebauter und dann sozial verbter Schamgefühle.

    Wir leben in vielen Irrtümern, die wir wal Wahrheiten annehmen. Dazu sind wir unterschwellig manipuliert und werden es auch laufend. Ein Deutscher, der nie mit der Justiz zu tun hat, aber zeitung liest und TV sieht, ist überzeugt, er lebte in einem Rechtsstaat, z.B.

    Wenn jemand aber unter Heroin oder Cannabis steht, dann lösen sich vorübergehend eingeprägte Denkschranken – und es kann zu “Aha!” Effekten kommen, die von den Herrschenden unerwünscht sind.

    In der BRD werden Rekruten, bei denen bei der Musterung Spuren von Cannabis im Blut/Urin gefunden wurden, nicht an der Waffe ausgebildet.

    Das ist es, was die Hardliner fürchten: Der “Aha!”-Effekt dieser Drogen aufgrund der vorübergehenden Lösung von Denkzwängen. Kommt jemand unter Cannabis/Heroi zu “Aha!”- Effekten, so erinnert er sich nach dem Rausch daran und erhält sich diesen “Aha!”-Effekt.

  7. silvi am 19. November 2008 um 00:20

    Heroin wirksamer als Methadon– ja !!
    Fragt sich nur für oder gegen was? Für die Sucht und gegen die Freiheit!
    Leute wenn ich jeden Tag meinen Kick serviert bekomme hab ich keinen Grund noch die Motivation aufzuhören .
    Therapie = Entzug= Entwöhnung und plötzlich hat man noch Freude am clean sein.

    Mit Methadon kann man sich entwöhnen und es ist geil clean zu sein!!

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