Hanfinitiative: Schluss mit Behauptungen und Unwahrheiten
Hier bei in.f.a.m gibt es einige Antworten und Richtigstellungen auf oft gehörte Behauptungen und Unwahrheiten der Gegnerschaft der Pro-Jugendschutz Initiative. Zum Beispiel:
„Wir haben mit Tabak und Alkohol genug Probleme – wir brauchen kein 3. Übel namens Hanf!“
Es geht nicht darum, ein „3. Übel“ anzuschaffen, der Hanf ist ja längst da. Ein Übel ist es deswegen, weil sich die Gründe für das Hanfverbot von 1951 und 1961 längst als falsch, resp. masslos übertrieben erwiesen haben. Es geht schlicht darum, eine Unverhältnismässigkeit zu berichtigen. Wie soll ein Gesetz ernst genommen werden, das eine Substanz verbietet, die nachweislich nicht gefährlicher ist als Alkohol oder Tabak?
oder
„Die Hanf-Initiative macht die Schweiz zum Mekka der Hanf-Touristen!“
Nein. Im Gegensatz zur halbherzigen Situation in Holland will die Hanfinitiative hier einen klaren Riegel vorschieben. Die Meinung der Initianten ist klar, dass der im Handel erhältliche Hanf nur an in der Schweiz wohnhafte Personen abgegeben werden sollte. Sowohl der „normale“ Hanf in den Hanfläden als auch der Medizinalhanf aus der Apotheke dürfen nicht ohne Identitätskontrolle verkauft werden. Auch die Einführung eines Chipkartensystems ist denkbar und gehört geprüft.
Die Gegner sollten lieber bei den Fakten und der Wahrheit bleiben. Die Lügen sind enttarnt…

Felix Gutzwiller ist ja für das neue Betäubungsmittelgesetz und damit für die Methadonabgabe auf Kosten der Allgemeinheit. Er ist ebenfalls für ein möglichst weitreichendes Rauchverbot – Weshlab wohl?
Nun er ist gemäss seiner Biographie auf http://www.parlament.ch Verwaltungsrat der Fa. Siegfried AG in Zofingen – Ein pharmachemisches Unternehmen, welches mit Methadon handelt – Und auch mit Nikotin für Nikotinersatzprodukte…
…Wen wundert also seine Haltung?
Gutzwiller ist/war auch Präventionsmediziner. Er hat gesehen, dass mit Konsumverbot kaum einer vom Konsum abgehaltet wird, wenigstens Dritte (Passivraucher) werden nicht zusätzlich belastet.
Bie der Interessenbindungen der FDP ist es schon fragwürdig, ob sie das volkswirtschaftliche Gemeinwohl noch im Blick haben.
FDP zu wählen ist, wie wenn man den eigenen Chef wählt.
SVP zu wählen ist, wie wenn man den Aktionär des Mitbewerbers wählt.
SP zu wählen ist, wie wenn man den RAV-Verwalter wählt.
Aber jemandem etwas zu verbieten, was einem schadet wenn man es selber machen würde, ist eine ziemlich feige Eigenverantwortung.
Gutzwiler hat im Parlament noch einen Gegevoranschlag zur Hanfinitiative gebracht, ist damit aber gescheitert. Seine Haltung ist widerspruchslos. Der Unterschied zwischen Eigen- und Fremdgefährdung ist allerdings schwer zu vermitteln. Mich würde ja eher interessieren, aus welchen Quellen die Gegner ihre perfide Kampagne speisen.
Da ist noch ein lesenwerter Artikel:
http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/schweizer-stimmen-ueber-kiffen-ab/
Viel sinnvoller wäre eine Initiative die das Verbot von Alkoholika fordert. Wenn schon Verbote, dann sollen die auch konsequent durchgezogen werden müssen.