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Gummischlange als Energielieferant

Seeschlangen aus Gummi könnten helfen die nicht versiegende Energiequelle Ozeanwellen nutzbar zu machen. Nicht nur Emmissionsfrei sondern dank günstiger Produktionskosten auch zu konkurrenzfähigen Preisen.

Gezeitenkraftwerke sind ja nicht ganz neu. Diese nutzen die Lageenergie des wechselnden Wasserspiegels des Meeres. Gebaut werden sie in Staudamm-Bauweise. Das erste Kraftwerk dieser Art wurde bereits 1961 in Frankreich bei Saint-Malo erbaut.

Neu hingegen sind die Seeschlangen aus Gummi. Diese nutzen nicht die Gezeiten, sondern die viel willkürlichere Kraft des Seeganges.

Das Prinzip:
Der Schlauch, bzw. die “Schlange” ist rund 200 Meter lang hat einen Durchmesser von 7 Meter. Der Seegang produziert kräftige Strömungen innerhalb des mit Meerwasser gefüllten Schlauches. Trifft nun eine Meereswelle auf das Vorderende des Schlauchs, löst sie darin eine Druckwelle aus, ähnlich einer menschlichen Arterie. Die Gummihülle ist so ausgelegt, dass die Druckwelle im Schlauch minimal schneller ist als die Meereswelle, von der sie ausgelöst wurde und auch weiterhin aussen am Schlauch entlang läuft. Daher surft die innere Druckwelle sozusagen auf äusseren Meereswelle und kann ihr auf dem langen Weg zum Schauchende immer mehr Energie entziehen und treibt damit eine am Schlauchende sitzende Turbine an.

Die Forscher gehen davon aus, dass ein solcher Wandler eine elektrische Leistung von einem Megawatt abgeben kann. Und das praktisch wartungsfrei und sehr kostengünstig.

Freischwebend am Meeresboden verankert können sich die Gummischlangen immer der aktuellen Strömung nach ausrichten. Momentan testen die Forscher Grössen von 0.5 Meter Durchmesser, bald soll ein 1:3 Modell folgen. Ziel ist es, in ca. fünf Jahren eine Testanlage in Nominalgrösse vor der britischen Küste zu installieren.

Quellen:
Anaconda
Sustainable Energy Research Group, University of Southampton
Scienceticker

Dieser Artikel wurde von pipo am Dienstag, 8. Juli 2008 in der Rubrik Energie und zu den Stichwörtern , , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

5 Kommentare zum Artikel “Gummischlange als Energielieferant”

  1. gumbyman am 8. Juli 2008 um 21:55

    Ich geb’s zu – mein erster Gedanke war: “wieder so eine Spinnerei!” Beim Durchlesen dann wurde mir rasch klar, dass dies vielleicht die kostengünstigste, “minimalinvasive” Art ist, die erheblichen Mengen an Energie zu nutzen, welche in den Meereswellen enthalten ist.

    Hoffentlich kriegen sie Kosten, Zuverlässigkeit und Akzeptanz hin, das wäre ein weiteres Mosaiksteinchen auf dem Weg zur nachhaltigen Energieversorgung, und das ist gut so!

    g.

  2. globi1 am 8. Juli 2008 um 23:04

    Hier ist ein ähnliches Prinzip – allerdings mit einer Stahlhülle:

    http://www.pelamiswave.com/

  3. Anton am 17. Juli 2008 um 22:02

    Hoooo???? Kein Oerlikon-Lobbying heute? Huiuiui!!!!

  4. Schweizer am 8. August 2008 um 17:41

    Für die alles glauben.
    Hier ist noch so ein Hochintelligenter der einen Generator erfunden hat welcher Strom ohne Ende produziert, dies 100% ohne Schadstoffe.

    http://www.lutec.com.au/

  5. gumbyman am 8. August 2008 um 19:40

    seeehr interessant…overunity…sophisticated investors…hab auch noch einen der das Perpetuum Mobile neu erfunden hat: http://www.anointingadvantage.com/ aber versuch denen das mal zu erklären – hopeless…

    ABER: Das mit der Gummischlange und den Stahlrohren kann *wirklich* funktionieren, ist nur eine Frage der Kosten und der Zuverlässigkeit/Dauerhaftigkeit.

    g.

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