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Grünrutsch in Basel

Anstatt dem erwarteten Rechtsrutsch, ist es bei der Parlamentswahl im Basler grossen Rat zu einem regelrechten Grünrutsch gekommen. Die Grünen sind trotz reduziertem Parlament zur drittstärksten Kraft nach SP und SVP geworden. Daneben haben die Grünliberalen auf Anhieb Fraktionsstärke erreicht. Das sind gute Neuigkeiten für Umweltanliegen in der Region Basel.

Trotz der Leichten Zunahme von Wählerprozenten bei der SVP, ist deren Exekutivkandidat unter “ferner liefen” aufgeführt. Auch in Basel haben die Hardliner der SVP in Exekutivwahlen offenbar sehr schwer, eine Mehrheit zu finden. Selberschuld würd ich sagen. So ist das halt mit dem Volkswillen… ;-)

Dieser Artikel wurde von Sandro am Montag, 15. September 2008 in der Rubrik Schweiz und zu den Stichwörtern , , , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

10 Kommentare zum Artikel “Grünrutsch in Basel”

  1. seabream am 15. September 2008 um 10:33

    Kaum ist unser Sandro im Kantonsrat (schön) redet er auch wie ein Politiker. Von Grünrutsch kann man zwar tatsächlich sprechen, allerdings nur, weil die bürgerliche GLP massiv zugelegt hat. Die Grünen haben im Grossen Rat verloren. Wenn man von einem Wahlsieg insgesamt sprechen kann, dass von der SP in Bezug auf die Regierungsratswahlen. Da haben die Bürgerlichen auch keinen Gegenkandidaten gestellt, da man offenbar mit der Arbeit der SP Kandidaten zufrieden war. Die SVP hat zugelegt im Grossen Rat, was nicht unbedingt zu erwarten war. In der Exekutive ohnehin nicht. Basel ist nicht Schaffhausen. Auf jeden Fall hat die SVP ihren Trend seit Dezember 2007 fortgesetzt und keine Wahl verloren, sondern nur gewonnen. Ob Basel nun diesbezüglich eine Referenz ist sei dahingestellt. Zusammenfassend kann man sagen, in Basel bleibt alles beim alten.

  2. driver am 15. September 2008 um 12:06

    Wenn man mal die Sitzverteilung im alten und neuen Parlament vergleicht, hat sich zwar eine Verschiebung in Richtung Grün aber auch eine nach rechts ergeben (letzteres schreibt der Sandro natürlich nicht…). Die Gewinner sind ganz klar die neue GLP (die verständlicherweise einem Bedürfnis entspricht) und die SVP, verloren haben vor allem die SP und in etwas geringerem Masse die FDP. Netto haben SP und Linksgrün zusammen nur noch 45% der Sitze, vorher waren es 47.7%. :-) (Die DSP kann ich politisch nicht einordnen, allerdings hat sich deren Anteil ohnehin nicht verändert.)

  3. Mark Balsiger am 15. September 2008 um 12:49

    @ driver

    Die Demokratisch-Soziale Partei (DSP) hat gem. bazonline 1,4 Prozent verloren. Sie entstand vor einigen Jahren als Abspaltung der SP und positioniert sich mitte-links. Ihr Verlust dürfte teilweise mit dem Erfolg der Grünliberalen zusammenhängen.

  4. rlarsson am 15. September 2008 um 13:09

    Typisch, die Wahrnehmung von unseren Linken. Wobei die GLP mitnichten so klar links einzuordnen ist, wie Sandro wohl meint. Als GRÜN gibt sich heute sowieso jede Partei. Aus CO2 Schleudern werden heute mit ein paar PR-Tricks umweltfreundliche Autos. Für alles andere und zur Beruhigung schlechten Gewissens gibt es ja schliesslich den Ablasshandel.

    Links-Grün im Grossen Rat: 45 Prozent (-2.7 Prozent). Das Volk limitierte den Einfluss von Links-Grün z.G. den Bürgerlichen und der SVP. Das Sünneli der SVP ist also noch lange nicht erloschen :-)

  5. gumbyman am 16. September 2008 um 02:27

    @lars
    “Das Sünneli der SVP ist also noch lange nicht erloschen” das kommt noch, ist ein sogenannt nacheilender Indikator ;-)

    Die Grünen haben ganz klar gewonnen, und bilden mit den Linken eine komfortable Mehrheit – und das ist gut so :)

    g.

  6. AFC am 16. September 2008 um 04:14

    Die GLP ist eine Mittepartei, im Umweltbereich aber zu 90% links, deswegen schrieb er Grünrutsch und nicht Linkrutsch.

  7. seabream am 17. September 2008 um 15:18

    @Gumbyman

    Was schwafelst du eigentlich ständig für Blödsinn bei deinen Wahlanalysen. Die NZZ fasst die Trends (das sind amtliche Resultate und nicht Wunschvorstellungen) wie folgt zusammen:

    Die SVP legt bei kantonalen Wahlen zu, und die Grünliberalen setzen sich im urbanen Raum eindrücklich in Szene. Die SP verliert stetig an Rückhalt, während die Bilanz der Grünen eher positiv ist. Die FDP verbleibt im Sinkflug, für die CVP gibt es vereinzelt Lichtblicke.

    se. Angesichts verlorener Volksabstimmungen (Einbürgerungsinitiative), wachsender Uneinigkeit in Kernthemen (Personenfreizügigkeit) und geräuschvoller Parteiabspaltungen (BDP) wurde der SVP in jüngerer Zeit verschiedentlich ein Formtief attestiert. Die Wähler scheint dies bis jetzt indes wenig zu kümmern: Bei kantonalen Wahlen heisst die Gewinnerin nach wie vor flächendeckend SVP. In der laufenden Legislatur vermochte die Volkspartei in St. Gallen zuzulegen, wo sie ihren Wähleranteil um 4,8 Prozentpunkte ausbaute, ferner im Thurgau (+3,8 ) und in Schwyz (+7,7 Punkte). Auch im Majorzkanton Uri verstärkte die SVP ihre Präsenz im Landrat von 9 auf 17 Mandate – und nun legte sie am vergangenen Wochenende auch in Basel-Stadt um 2 Prozentpunkte zu (von 12 auf 14 Prozent).

    Konklusion:
    Die SVP legt permanent, nachhaltig und definitiv zu. Die nächste Show kommt nun in Schaffhausen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Es geht immer so weiter, Gumbyman, immer weiter…….

  8. gumbyman am 17. September 2008 um 23:56

    Nein seabream die SVP legt nicht mehr wirklich zu, vor allem nicht nachhaltig. Denn irgendwann (bzw. sehr bald) ist der rechte Rand abgegrast und die vernünftigen Kräfte verlassen dafür das dümpelnde Schiff – und mit ihnen mit einer gewissen Verzögerung auch die entsprechenden Wähler. Sachpolitisch marginalisiert sie sich bereits selber, da braucht es kein weiteres Zutun. Die Zeit arbeitet für uns ;-)

    Hingegen ist der Grünrutsch wirklich eindrücklich – auch hier wieder eine gewisse Verzögerung: bis sich die Umweltanliegen *wirklich* in der Wählerschaft verankert hatten, und bis sich gemässigte Kräfte dieser Anliegen prioritär angenommen haben, dauerte es halt seine Zeit (GLP). Aber es geschah.

  9. seabream am 23. September 2008 um 18:54

    @Gumbyman
    “Nein seabream die SVP legt nicht mehr wirklich zu, vor allem nicht nachhaltig. Denn irgendwann (bzw. sehr bald) ist der rechte Rand abgegrast ”

    Völlig falsch. Die SVP legt genau DORT am meisten zu, wo die FDP und CVP noch stark sind. Desshalb sind diese ja im Sinkflug. Die vernünftigen Kräfte wandern zur SVP, weil sie sich nicht mehr belügen lassen. Oder anders: Der Spreu wird vom Weizen getrennt. Bürgerlich ODER Links ist die Schlüsselfrage.

  10. kyri am 6. Oktober 2008 um 11:50

    @seabream
    Die Grünen haben im Grossen Rat verloren.

    Der Thread hier ist zwar schon ziemlich verstaubt. Aber dennoch: Das ist natürlich kreuzfalsch. Die Grünen haben in allen vier Wahlkreisen zugelegt:
    Grossbasel Ost: von 9.9 auf 12.1%
    Grossbasel West: von 12.3 auf 14.9%
    Kleinbasel: von 13.5 auf 15.8%
    Riehen: von 6.8 auf 7.2%.

    Das gibt neu einen kantonalen Wähleranteil von 13.8% (2004: 11.5%). Im verkleinerten Rat haben die Grünen neu 13 von 100 Sitzen. 2004 waren’s 16 von 130 Sitzen.

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