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Grosstudie: Zigaretten schädlicher als Joints

Den Ergebnissen einer neuen Studie zufolge ist der Konsum von Zigaretten gefährlicher als derjenige von Marijuana. Der Konsum von Zigaretten steigert die Gefahr an Krebs zu erkranken deutlich:

Die Studie machte deutlich, dass sich die Zahl der Krebsfälle mit dem größeren Zigarettenkonsum erhöhte.

Die gross angelegte Studie fand übrigens nicht im liberalen Holland statt, sondern in den erzkonservativen Vereinigten Staaten. Untersucht wurden über 2000 Probanden, die Hälfte davon gesunde, 611 Lungenkrebspatienten und 601 Patienten mit Krebserkrankungen im Kopf- und Halsraum. Die Ergebnisse sind insofern erstaunlich, dass den Marijuanakonsumenten bisher aus verschiedenen Gründen ein grösseres Risiko prophezeit wurde:

Der Rauch von Marihuana enthält einige sehr bekannte Karzinogene. Die Rauchinhaltsstoffe enthalten 50 Prozent mehr chemische Stoffe, von denen man weiß, dass sie Lungenkrebs verursachen. Ein einzelner Joint enthält vier Mal so viel Teer als eine reine Tabakzigarette – dennoch schneidet in einer großen Studie an mehr als 2.000 Probanden Marihuana deutlich besser ab, als herkömmliche Tabak-Zigaretten.

Eine andere Studie kommt zum weiteren erstaunlichen Schluss, dass der verteufelte Haschisch-Inhaltsstoff THC Krebszellen zerstöre, also sogar eine heilende Wirkung hat:

Englische Wissenschaftler haben entdeckt, dass der Cannabis-Stoff Tetrahydrocannabinol (THC) Krebszellen zerstört. [..] Bisher war bereits bekannt, dass Cannabis-Stoffe als Schmerzmittel oder Appetit-Stimulans eingesetzt werden können und Übelkeit lindern. Das Potenzial als Tumor-Killer wurde jedoch erst in der letzten Zeit entdeckt. Die Forscher aus London fanden heraus, dass THC besonders auf Leukämiezellen effektiv einwirkt, die sich bei Blutkrebs im Knochenmark ausbreiten und dort die lebenswichtige Blutbildung stören.

Fazit: Das Verbot von Cannabisprodukten und die Kriminalisierung der Konsumenten ist rein politisch und lässt sich weder mit Fakten noch mit gesundem Menschenverstand begründen. Wer heute noch gegen eine Liberalisierung, respektive Legalisierung von Hanfprodukten einsteht, steckt meiner Meinung nach mit den Profiteuren und Händlern unter einer Decke! Wer möchte schon ein, vor allem durch das bestehende Verbot, extrem lukratives und erst noch steuerfreies Geschäft aufgeben oder mit anderen Teilen? Höchste Eisenbahn für eine Legalisierung!

Dieser Artikel wurde von Sandro am Donnerstag, 8. Juni 2006 in der Rubrik Gesellschaft und zu den Stichwörtern , , , , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

13 Kommentare zum Artikel “Grosstudie: Zigaretten schädlicher als Joints”

  1. Pete am 8. Juni 2006 um 12:15

    Kann ich kaum glauben.
    Was rauchen denn die für Öfen? Bio-Joints?

    Ich habe ja an so manchem Joint während meiner Gymizeit gezogen. Meine Leistungen wurden immer schlechter und meine Motivation auch. Zum Glück kam ich davon weg.

    Rauchen macht die Gesundheit kaputt. Joints noch mehr (zumindest bei mir)

  2. Süchu am 8. Juni 2006 um 12:42

    Regelmässiges und häuffiges Jointrauchen macht absolut Gleichgültig, hab ich schon die Erfahrung gemacht… Für Leistungsabfall kann’s auch andere Gründe haben, die mit dem Jointrauchen kommen (zB soziales Umfeld, in dem man diese raucht ect)
    Ich bin immer mehr für eine legalisierung, ich denk, man könnte so den Konsum wirklich besser unter Kontrolle haben. Und es geht nicht an, etwas zu kriminalisieren, das in breiten Massen praktiziert wird und nicht wirklich drittpersonen schadet, noch dem Staate (oder sich sonst wie negativ auswirkt). ansonsten kann man das Rauche auch gleich verbieten… und morgen den Alkohol.. und übermorgen das Auto… ect

  3. fragenspeck am 8. Juni 2006 um 13:33

    Leider ist die Anzahl Probanden zu klein, um von einer Grosstudie zu sprechen. der Standardfehler bei Vergleichsgruppen von ca. 600 Probanden liegt bei +/- 5 Prozent (bei Werten um 50 Prozent).

  4. mess-anger am 8. Juni 2006 um 14:24

    Ich bin weder Raucher noch Kiffer und zwar weil ich bei beiden Dingen keinen Reiz sehe. Was ist so toll daran, mir Rauch in die Lunge zu ziehen? Das kann gar nicht gesund sein.
    Leider ist das Argument, “Zigaretten sind schlimmer” kein besonders gutes.

    1. Vater Staat ist inzwischen selbst ein Zigi-Suchthaufen… wegen der Steuereinnahmen. Das Geld ist schon verplant. Würde man also Zigaretten verbieten hätte man ein grosses finanzielles Problem. Dazu auch noch der Schmuggel…

    2. Da MJ nicht gesund, sondern weniger schädlich ist, spricht das nicht für eine Legalisierung. Es heisst lediglich “wenn wir vor 50 Jahren schon alles über Zigaretten gewusst hätten was wir heute wissen, wäre rauchen heute verboten”.

    Argumente für die Legalisierung sind z. B. “Verbote funktionieren nicht” (siehe Prohibition).
    Eigentlich müsste man sämtliche Drogen legalisieren, da jeder die Freiheit habe sollte sich selbst zu zerstören. Das Problem mit Rauchen, Kiffen und anderen Drogen ist allerdings, dass Unbeteiligte mit hineingezogen werden (Passivrauch, herumliegende Spritzen). Sobald dies erfüllt ist, müssten Staat, Polizei, Gerichte etc. einschreiten. In seinem privaten Bereich kann jeder machen was er will.
    Somit bin ich für die Legalisierung von MJ, aber auch für ein Rauchverbot (und Kiffverbot) in öffentlichen Räumen.

    P.S. Ich finde den Ausdruck “Kriminalisierung der Konsumenten” etwas unpassend. Jeder der kifft tut das, weil er es will. Das Verbot ist bekannt. Wer also trotzdem kifft, kriminalisiert sich selber.

  5. Süchu am 8. Juni 2006 um 19:10

    @driver:
    “Dies wäre ein völlig falsches Signal an die Jugend.”
    Haha, machste Witze? Was denkste, warum die meisten Jugentliche kiffen? Weils verboten ist.

  6. Georg Meier am 8. Juni 2006 um 21:11

    Einmal mehr ist bewiesen, dass der Einsatz von Cannabis zu medizinischen Zwecken durchaus sinnvoll ist und dass nichts gegen eine eigentliche Legalisierung spricht; wie bei allen Medikamenten und Heilmitteln, wird es gewisse Hanfpräparate nur auf Rezept geben.

  7. _driv3r_ am 9. Juni 2006 um 18:15

    Dünkt mich auch etwas weit hergeholt, der Kifferei noch derartige positive gesundheitliche Aspekte zuzuschreiben. Die Kiffer, die ich kenne (in einem Fall kannte), waren jedenfalls herumwandelnde Zombies mit verätztem Hirn, und alles andere als gesund.

  8. palplus am 10. Juni 2006 um 02:55

    Ich stelle mir gerade vor, wie diese ganzen hirnlosen Zombis, wenigstens die, die noch nicht zu faul oder zu dumm sind, zum Sozialamt schleichen. Aber mal ernst: Es ist ja allgemein bekannt, dass Cannabiskonsum gleichgültig macht, denn was sagt der Kiffer: “Legal, Illegal, …….egal”. Dieses neoliberale Weichei in Amerika – Friedman glaub – kifft doch sicher auch, sonst würde der doch nicht die Legalisierung und Besteuerung von Marijuana fordern, und behaupten, damit könne man Geld sparen. In Amerika spinnen die ja sowieso. Medical Marijuana. So ein Schwachsinn. Sagt wenigstens die FDA. In Kanada übrigens auch. Haben die doch ein Marihuana-Medikament gegen Spastiken bei MS zugelassen. Wirklich lustig. Dafür liefern sie vielleicht den Emery, diesen Marijuanasamenverkäufer, an die Amis aus. Oder auch nicht. Mal schauen. So, jetzt muss ich aber unsere Nati finanzieren. Prost, Köbi. Werd’ ich jetzt Assistenztrainer? Na, jedenfalls besoffen.

  9. AlphaPapaGolf am 10. Juni 2006 um 14:13

    Schorsch, bist du Kiffer?

  10. Renade am 13. Juni 2006 um 11:29

    Ich als nicht Kiffer und nicht Raucher freue mich trotz alledem immer wieder über wissenschaftlich durchgeführte Studien und deren Resultate.
    Mein Schluss aus all diesen Studien wäre, dass es tendenziell eher Gesund ist Cannabis zu essen. Zigaretten sollte man wohl ganz lassen. Schade dass es solche Studien in Deutschland aufgrund nicht mit konservativen deutschen Innenpolitik nicht einal ansatzweise durchführen kann. Aber zum glück haben wir ja ein Hochtechnologie Land als Nachbar :-)

  11. Georg Meier am 14. Juni 2006 um 17:31

    Ich kiffe nicht und halte auch das Genusskiffen für fragwürdig.

    Dem Einsatz des kostengünstigen Heilmittels Cannbis sollte jedoch nichts im Wege stehen, sicher aber nicht in Ofen-form, sondern als Tee oder in sonstiger medizinisch sinnvollen Form. In der Krebstherapie und in vielen schulmedizinischen Bereichen, selbst im republikanischen Californien wird Cannabis erfolgreich eingesetzt.

    Dagegen sollte dem Missbrauch mit mehr Prävention begegnet werden. Die grassierende Tablettensucht sollte ebenso thematisiert werden wie das Rauschtrinken, Nikotinsucht oder eben auch Cannabismissbrauch…

    Stark THC-haltiges Cannabis soll nur per ärztliches Rezept erhältlich sein.

  12. Nebenkläger_II am 17. Juli 2006 um 17:44

    In Amerika wird Hanf überwiegend pur geraucht, hier ist es jedoch genau umgekehrt. Die Aussage “Zigaretten schädlicher als Joints” ist somit für Schweizer Kiffer nicht gültig.

    Die Legalisierung von Hanf führt zu einem Anstieg der Nachfrage für Tabak, wenn dieser zuvor nicht gänzlich aus dem Verkehr gezogen wird.

    Mehr Prävention? Das könnt ihr gleich wieder löschen, denn die erfolgreichsten Werbekampagnen für Alkohol und Tabak sind zweifelsfrei immer noch jene, die unter dem Deckmantel der so genannten “Prävention” geführt werden.

    Verbote funktionieren sehr wohl! Eine Redewendung aus dem Katholizismus besagt denn auch, dass es 3 Möglichkeiten gibt, etwas (jemanden) zu erledigen.

    1. Man tut es selbst

    2. Man bezahlt jemanden dafür

    3. Oder man verbietet es seinen Kindern

    Das Deutsche Reinheitsgebot von 1516, das nicht zufällig aus der Hochzeit der Hexenverfolgung stammt, ist nicht nur die erste lebensmittelrechtliche Verordnung, sondern auch das erste Drogengesetz westlicher Machart. Unsere modernen Drogengesetze sind allesamt christliche Attacken gegen die heidnischen Heilkräuter unserer Vorfahren, wie z.B. Hanf, Bilsenkraut, Opium, Zauberpilze usw. Die einzigen Drogen, die die christliche Drogenpolitik und -gesetzgebung gestattet, sind die schädlichsten unter den bekannten, nämlich Alkohol und Tabak.

  13. Hanfsamen am 20. Oktober 2007 um 13:46

    Ja habe einen verwandten in Californien, dort kann man sich tatsächlich bei einer medizinischen Anstalt döschenweise sein Cannabis holen, allerdings habe ich am lebendigen Beispiel gesehen wie es doch wieder in die “falschen” Hände geraten ist, solche Systeme sind also auch fragwürdig, denn welcher Leukämiepatient mcöhte schlussendlich dann in eine “Fixstube” für Kiffer gehen?

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