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Grosser Zwischenfall im Kernkraftwerk Leibstadt

Ein “klitzekleiner” Zwischenfall im Kernkraftwerk Leibstadt, hat die Betreiber dazu gezwungen, den Reaktor für die nächsten vier Wochen runterzufahren. Anders als bei anderen Meldungen dieser Art, fehlt diesmal in allen Nachrichten der Hinweis, dass keine Gefahr für Mensch und Natur bestünde… Offensichtlich ist selbst den Betreibern des KKW noch gar nicht klar was überhaupt kapputt ist: “Am kommenden Wochenende wird der Generator ganz geöffnet und der Rotor gezogen sein. Dann erst kann die Schadensstelle genau inspiziert werden. Der definitive Reparaturplan wird so­mit zu Beginn der nächsten Woche erstellt. Fest steht im Moment, dass die Ak­tion bis Ende April 2005 dauert.” Aha, sie wissen also nicht was genau defekt ist, sie wissen jedoch bereits exakt, wielange die Reparatur dauert… Das soll mir bitte mal jemand erklären. Ausserdem stellt sich die Frage ob die Bürgerlichen Politiker mit ihrem ungebremsten Kernkraft-Optimismus im dritten Jahrtausend nach Christus nicht doch auf das “falsche Pferd” setzen. Oder weiss jemand der bürgerlichen beispielsweise wo der Angelaufene Atommüll zu vergraben ist, oder mit welchen finanziellen Mitteln man die bestehenden KKW’s zu entsorgen gedenkt? Wenn diese Fragen geklärt sind und bis dann ein Ereignis wie in Tschernobyl nicht in die Schweiz heimgesucht hat, könnte man sich die Fragen eventuell nochmals stellen.

Dieser Artikel wurde von Sandro am Donnerstag, 31. März 2005 in der Rubrik Energie und zu den Stichwörtern , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

7 Kommentare zum Artikel “Grosser Zwischenfall im Kernkraftwerk Leibstadt”

  1. gebsn am 31. März 2005 um 12:25

    Dazu fällt mir auch das Problem ein, wie man die Menschen, die sich noch in 10'000 Jahren mit unseren Nuklearabfällen rumschlagen müssen, vor selbigen warnt. Laut einem sehr interessanten NZZ-Artikel wird dafür die Schaffung einer Priesterkaste vorgeschlagen (kein Witz).

  2. AlphaPapaGolf am 31. März 2005 um 13:32

    Für alle technisch unbegabten : Der Generator ist ein Stromerzeuger und in jedem Kraftwerk vorhanden, sei es ein hydraulisches Kraftwerk (Flusskraftwerk, oder dgl.) thermisches Kraftwerk (mit Öl oder Erdgas oder Kohle beheizt, in CH nicht vorhanden, oder ein Kernkraftwerk.
    Der Generator ist im nicht nuklearen Teil des Kraftwerkes eingebaut. Wenn ein Schaden am Generator entsteht, muss natürlich auch der Reaktor heruntergefahren werden.
    Ihr müsst euch also nicht in die Hosen machen wegen einer kleinen Reparatur.

  3. pipo am 31. März 2005 um 14:20

    Also zum Thema Energiepolitik:

    All jene, die in der jetzigen Situation der Welt noch auf Fossile Brennstoffe oder herkömmliche Kernenrgie setzen, werden früher oder später auflaufen, bzw. Hinfallen (->USA). Die Fossilen Brennstoffe reichen lediglich noch bis ins fortgeschrittene 21. Jahrhundert. Mehr liegt einfach nicht drin. Was die Kernkraftwerke betrifft, werden wir unseren Erben so oder so noch tausende Tonnen hochradioaktiver Abfälle hinterlassen. Also jeder Tag, den wir früher damit aufhören ist ein gewonnener Tag und belastet unsere Zukunft weniger.
    So und nun zur Kernaussage:

    Die Zukunft gehört ganz klar der Kernfusion (im Idealfall sogar die kalte Kernfusion). Natürlich gehört da noch einiges erforscht, aber ich bin der Meinung, dass die Menschheit gerade zu verpflichtet ist, hier in den nächsten Jahren einen Durchbruch zu erlangen. Denn nur diese Art von Energiegewinnung löst sämtliche Energie, wie auch Umweltprobleme.

  4. PolitBlog www.ignoranz.ch » KKW Leibstadt schonwieder offline am 2. September 2005 um 16:23

    [...] Also die haben keine Ahnung was das Problem ist, “aber sicher nichts schlimmes”… Wenn es nicht so ernst wäre, würde ich über so einen Spruch lachen. Dem Kernkraftwerk wurde die Bewilligung zum Wiederaufnehmen des Betriebs nach dem Schaden im März ja nur unter der Auflage erteilt, die Betriebsvorschriften künftig besser einzuhalten. Ist nur zu hoffen, dass Mister Burns keine Angestellten wie Homer Simpson hat. Ansonsten könnten die bereits verteilten Jodtabletten irgendwann doch noch zum Einsatz kommen… Abgelegt unter: Ökoterror Tags: AKW, KKW, Zwischenfall, Leibstadt, Reaktor — Sandro @ 16:21 [...]

  5. Chevy am 14. Dezember 2005 um 10:50

    @sandro
    Zitat:
    Aha, sie wissen also nicht was genau defekt ist, sie wissen jedoch bereits exakt, wielange die Reparatur dauert… Das soll mir bitte mal jemand erklären.

    Ich erkläre es Dir:

    Wenn ich weiss das die komplizierteste Reparatur am Generator 20 Wochen dauert, dann kann ich jeder zeit sagen das die Reparatur 5 Monate dauert, ohne den Fehler zu kennen, ist man dann früher fertig interessiert es eh niemanden mehr. Abgesehen davon hat man so keinen stress.

    Und vergraben wird es bei Benken oder im Ausland, soblad diese Querolanten mal ruhe geben. Ich kenne nur leute die über Atomstrom und dessen folgen motzen, aber niemand der ohne Atomstrom zuhause lebt bzw seine zu 100% unabhängige Stromversorgung hat. Solange die leute den Atomstrom nutzen wird er auch hergestellt werden und solange gibt es den radioktiven Abfall.
    Es steht jedem frei sein Dach mir Solarzellen zu bedecken und die Erdwärme zu nutzen. Ich gehe mal davon aus das nicht die hälfte der Atomdemonstranten eine dieser möglichkeiten Nutzt.
    Jedem sein BHKW!

    Sandro, was für Strom verbrauchst Du?

  6. abraham am 14. Dezember 2005 um 18:46

    wir können auch unsere kraftwerke abschalten, und atomstrom von frankreich kaufen. die haben strom nämlich im überfluss. aber ob die französische akw in punkto sicherheit besser sind…

  7. Forum Politik » Dossier Kernkraft am 12. März 2007 um 13:04

    [...] 31.03.2005: Grosser Zwischenfall im Kernkraftwerk Leibstadt [...]

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