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Greenwashing: plötzlich ist sogar BMW grün…

Plötzlich ist es chic und in, grün zu sein. Da will natürlich auch der Automobil-Produzent BMW nicht daneben stehen und schmückt sich deswegen schon mal mit einem neu kreierten Label “clean energy”. Dies ist meiner Meinung nach eher zum heulen denn zum lachen. Doch BMW ist nicht die einzige Firma, welche versucht, sich grün zu waschen (neudeutsch “greenwashing”). Ein neues Blog von Greenpeace Deutschland hat sich nun ganz den Grünwaschern verschrieben und deckt gnadenlos auf. Beispiele:

Die Grünwascher sollen wissen, dass sie nicht unentdeckt bleiben… Gut so!

Dieser Artikel wurde von Sandro am Dienstag, 12. Februar 2008 in der Rubrik Verkehr und zu den Stichwörtern , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

14 Kommentare zum Artikel “Greenwashing: plötzlich ist sogar BMW grün…”

  1. Begrenzungsfaktor am 12. Februar 2008 um 22:02

    Eine seltsame Tendenz, da stimme dir voll und ganz zu. Noch vor zwei drei Jahren waren im Migros und Coop die Bio-Labels total “in“, heute sucht man fast alle dieser Produkte vergeblich (mit Ausnahme in den ganz großen Zentren). Dafür findet man nun überall Produkte mit CO2-Labels. Den Labelsalat kann ich ohnehin nicht mehr ernst nehmen. Da kaufen besonders Umwelt- und Sozial-Bewusste nur noch Bananen mit “Fairtrade“ Label. Im Regal daneben liegt der Salat, der von polnischen Landarbeitern auf Schweizer Feldern, für 1400 Fr. Monatslohn gepflückt wird – also von Fairtrade oder Fairness keine Spur, dafür gibt’s dann evtl. ein CO2-Label, weil man den Salat nicht wie die Bananen tausende von Kilometern einfliegen muss…Der Brüller der Woche: Ein Schild an einem großkalibrigen Offroader (Vogel’s Offroads) mit der Aufschrift “CO2-Effeizient“, Ja aber sicher nur im Vergleich mit einem Flugzeugträger!

  2. bluefox am 13. Februar 2008 um 01:04

    Wieder einmal super recherchiert!
    Wenn man die “aktuelle studie” ansieht vergleicht sie autos mit modelljahr 05 mit denen von 06.

    BMW, die schlimmen umweltkiller.
    Daimler hatte den CO2-ausstoss um 2.8% gesteigert, VW um 0.9%, nur BMW hat den ausstoss innert jahresfrist um 2.5% gesenkt, die schlimmen! Und leichter wurden die fahrzeuge auch noch! “PSA and BMW, the only European manufacturers that
    managed to cut weight”. Jesses nei. Aber es kommt noch dicker: jetzt erdreisten sie sich auch noch, 100 Wasserstoff-fahrzeuge herzustellen! So gehts natürlich nicht. Bin ich froh, der “lügendetektor” hat’s entlarvt.

    Ironie beiseite:
    BMW als marke hat natürlich einen grösseren co2 ausstoss, weil sie im luxussegment tätig sind. Aber man könnte ja mal ähnliche modelle vergleichen?

    Ein Peugeot 308mit 150ps braucht 7.1liter und stösst 167g co2 aus
    Ein 3er BMW mit 170ps braucht 6.1 liter und stösst 146g co2 aus

  3. krokodil am 13. Februar 2008 um 01:48

    “”Noch vor zwei drei Jahren waren im Migros und Coop die Bio-Labels total “in“, heute sucht man fast alle dieser Produkte vergeblich (mit Ausnahme in den ganz großen Zentren).”" Darum sage ich schon lange – Grossverteiler boykottieren. Konsequent nur noch in kleine Läden oder an den Markt oder direkt vom Bio-Bauer (am günstigsten und saisonal). Alles andere bringt nix.

  4. bluefox am 13. Februar 2008 um 02:09

    Jaja, krokodil. Guckst du hier: http://www.coop.ch/naturaplan/bio_produkte/default-de.htm
    1490 Bio-produkte. Ich hab keine probleme bio zu kaufen. Kauf dich ma eine brille…

  5. krokodil am 13. Februar 2008 um 03:46

    @bluefox – Hör auf mit deinen Feigenblättern zu wedeln.
    Apropos: Autofahren ist nun einmal das Gegenteil von ökologischer Mobilität. Damit musst Du Dich abfinden. FussgängerInnen, VelofahrerInnen haben einfach eine viel bessere Energiebilanz. Umsatteln ist angesagt: Spätestens wenn sich herausstellt, dass trotz Krieg gegen erdölreiche Länder oder besser gesagt wegem dem Krieg das Öl nicht billiger wird.

  6. bluefox am 13. Februar 2008 um 12:48

    kroki, deine binsenwahrheit wissen wir alle, nur was hat das mit dem thema zu tun? Oder ist “auto=böse” eine art reflexantwort wenn einem nichts anderes einfällt, aber man trotzdem was sagen will?

  7. Sandro am 13. Februar 2008 um 12:59

    Bluefox, ein Auto ist nunmal extrem ineffizient (2Tonnen bewegen um 80Kilo zu transportieren) da fällts nicht ins gewicht ob ein BMW jetzt etwas weniger braucht. Hier ein sich selbst verliehenes “Ökolabel” anzukleben ist nichts als Greenwashing… Und um das gehts eigentlich im Artikel.

  8. Chevy am 13. Februar 2008 um 13:35

    @Sandro

    Bei der tatsächlichen Auslastung der S-Bahn sind es bedeutend mehr als 2T pro 80kg mensch, und die S-Bahn steht noch gut da!

  9. bluefox am 13. Februar 2008 um 14:43

    Sandro, ich weiss, dass es unefizient ist, mit einem 2tonnen-auto 80 kilo zu transportieren. Jeder weiss das.
    Worum es geht ist, dass man ausgerechnet einen hersteller speziell beschuldigt hat, der in seiner SPARTE und im vergleich zu anderen einer der effizientesten ist. Darum geht es, und nicht um grundsatzfragen. Das Ökolabel wird ausschliesslich für wasserstoffautos dieses herstellers verwendet, etwas das andere hersteller noch gar nicht fahrtauglich haben. Mich beschleicht der verdacht, dass ein hersteller alles unternehmen könnte und es wäre nicht recht. Am schluss kommt einfach ein undifferenziertes “auto=blöd” raus.

  10. Nazgul am 14. Februar 2008 um 18:15

    Ich finde “greenwashing” recht albern – Anbiederung an Öko-Freaks. => Uääh – grusel, grusel! Halt eine Reaktion der Marketingabteilungen auf die grassierende Klimahysterie.
    Von mir aus gesehen würden die besser die zugrundeliegende Klimahysterie argumentativ bekämpfen – dann wäre die Klimadebatte schnell Schnee von gestern – wie das Waldsterben.

  11. Babylon am 14. Februar 2008 um 18:24

    @ Nazgul

    Na, dann fang doch du mal an mit “argumentativ bekämpfen”!

  12. driver am 14. Februar 2008 um 22:39

    “Mich beschleicht der verdacht, dass ein hersteller alles unternehmen könnte und es wäre nicht recht. Am schluss kommt einfach ein undifferenziertes “auto=blöd” raus.”

    @bluefox: Die Grünen werden den Individualverkehr auch dann noch bekämpfen, wenn alle Autos emissionsfrei fahren und die benötigte Energie ebenfalls emissionsfrei von der Sonne kommt. Denn es geht den Grünen nicht bloss um die Umwelt sondern vor allem um die Ideologie, welche die Grünen zu einem guten Teil von den Kommunisten übernommen haben.
    Deshalb ist es in diesen Kreisen halt nicht gern gesehen, dass der eine sich ein grosses Auto, der andere nur ein kleines und der dritte sich gar keines leisten kann. Drum propagieren die Grünen auch auf Teufel komm raus den öffentlichen Kollektivverkehr, damit alle Leute möglichst “gleich” sind.

  13. krokodil am 15. Februar 2008 um 01:35

    Das Problem des MIV ist kein ideologisches, sondern ein praktisches. Die Effizienz nimmt exponentiell ab, sobald sich ein Kapazitätsengpass ergibt. Die Umweltverträglichkeit, insbesondere Schadstoff- und Lärmemissionen. Zudem wegen dem hohen Tempo, die räumliche Inkompabilität mit anderen Mobiltätsformen und die damit nur monothematische Nutzbarkeit des öffentlichen Raums zugunsten des MIV und zulasten alternativer Mobilitätsformen und anderer Nutzungen wie Märkte-, Freizeit und sozialer Begegnungsraum. Die Mobilitätsqualität des MIV geht zulasten der Mobilitätsqualität der Fussgänger und Velofahrer und schränkt deren Bewegungsfreiheit ein, gefährdet deren Sicherheit und schadet deren Gesundheit. Die heutigen Rahmenbedingungen führen zu einem einseitigen Ausbau des MIV, widersprechen dem Nachhaltigkeits-Gebot und sollten dringend reformiert werden, damit auch noch nachfolgenden Generationen eine einigermassen menschenfreundliche Lebenswelt erhalten bleibt.

  14. Begrenzungsfaktor am 20. Februar 2008 um 11:42

    @alle
    Und schaut euch mal die Migros-Zeitung an diese Woche. Migros hat 8000t CO2 eingespart und keiner hat es bemerkt! Man musst es schon in Hauseigen Käseblättlein drucken. Das Eigenlob stinkt scheint heute unbekannt zu sein. Ich finde sowieso eigenartig dass die Reduktion von CO2 Emissionen das Megathema zu sein schein. Man will „bewusst“ Auto fahren usw. Sobald ich auf der Autobahn mit 120 fahre, scheine ich der langsamste zu sein. Auf der Überholspur braust ein Riesenbolide nach dem anderen an mir vorbei, stundenlang. Wo sind denn all diese besorgten und „bewussten“ Autofahrer?

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