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Gift im Gemüse der Migros

Stopp Gift im Essen

Die Migros schneidet in einem internationalen Gemüse-Test von Greenpeace Einkaufsnetz extrem schlecht ab. Greenpeace hat in diesem Test über sechshundert Gemüseproben von verschiedenen Detailisten analysiert und auf Rückstände von Gift überprüft. Im abschliessenden Ranking steht der einzige getestete Schweizer Detaillist an drittletzter Stelle. Dahinter kommen nur noch die Billigdiscounter Lidl und Metro. 28% der Proben aus der Migros waren “stark belastet”, achzehn Prozent überschritten gar die gesetzliche (EU?) Höchstmenge. In den sechzig Proben Gemüse aus der Migros wurde ein durchschnittlicher Pestizidgehalt von 0.43mg/Kg festgestellt.

Am wenigsten pestizidfreie Frischware fanden wir bei Tengelmann und Metro sowie Tegut und der Schweizer Migros.

Resultate des Greenpeace Pestizid Tests

Mit Abstand am besten abgeschnitten hat Bio Gemüse:

Bei Bioware wurden in einer Großuntersuchung aus Baden-Württemberg im Schnitt nur 0,002 bis 0,007 Milligramm Pestizide pro Kilogramm gefunden. Die Stuttgarter fanden dagegen 0,4 bis 0,5 mg Pestizide pro Kilo in konventionell angebauter Ware -also bis zu 250 Mal mehr Pestizide in der nicht-ökologischen Ware (Ökomonitoring Baden-Württemberg 2004).

Aufgrund dieser erschreckenden Zahlen unterstützen wir die Forderungen von Greenpeace im Bezug auf Gift im Essen:

  • Lebensmittel, die frei von Pestizidrückständen sind.
  • Essen ohne Pestizide aus dem Supermarkt: Die Handelsketten müssen kurzfristig garantieren, dass sie Ware ohne Pestizid-Höchstmengenüberschreitungen oder Mehrfachrückstände verkaufen. Das verkaufte Obst und Gemüse soll frei von Pestizidrückständen sein.
  • Ein umfassendes Pestizidreduktionsprogramm des Bundes und der Länder mit dem der Pestizideinsatz in Deutschland bis 2010 um 50 Prozent gesenkt wird.
  • Verbesserte Überwachung der verkauften Lebensmittel und der Pestizidanwender.
  • Der Verkauf von Lebensmitteln, die zu hoch mit Pestiziden belastet sind und der Einsatz illegaler Pestizide muss durch die Bundesländer wirksam unterbunden werden.
  • Umgehender Zulassungsentzug für besonders gefährliche Pestizide und solche, die häufig in Lebensmitteln nachgewiesen werden durch die Bundesbehörden und die EU-Kommission.
  • Mittelfristig Vorsorgehöchstmengen von maximal 0,01 mg/kg für Einzelwirkstoffe und 0,03 als Summenhöchstmenge.
  • Kurzfristig die Verschärfung der Höchstmengen, so dass Mehrfachbelastungen und ARfD-Überschreitungen bei Kindern berücksichtigt werden.
  • Ein Verbraucherinformationsgesetz, so dass die zuständigen Behörden die Namen von Herstellern und Vermarktern beanstandeter Lebensmittel öffentlich benennen.

(Gefunden via Matthias Probst)

Dieser Artikel wurde von Sandro am Donnerstag, 1. Dezember 2005 in der Rubrik Wirtschaft und zu den Stichwörtern , , , , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

12 Kommentare zum Artikel “Gift im Gemüse der Migros”

  1. Thomas’ place on the net » Blog Archive » Weg ist der Appetitt am 1. Dezember 2005 um 17:56

    [...] Esst Früchte und Gemüse! So sagt man jedenfalls wenns um gesunde Ernährung geht. Und seit dem Fleischskandalen in Deutschland sind wir doch froh das wir noch was gesundes haben. Jedenfalls waren wir das. Bis Greenpeace kam und unser Traum platzen liess: Im Gemüse des Detailhandels hats teilweise extrem viel Gift, teilweise sogar verbotene Pestizide. Da in den Nachrichten nur deutsche Discounter erwähnt wurden konnte man als Schweizer aufatmen. Nur: Wie man auf ignoranz.ch nachlesen kann, ist der drittschlechteste Händler die schweizer Migros 28% der Proben aus der Migros waren “stark belastet”, achzehn Prozent überschritten gar die gesetzliche (EU?) Höchstmenge. In den sechzig Proben Gemüse aus der Migros wurde ein durchschnittlicher Pestizidgehalt von 0.43mg/Kg festgestellt. Guten Appetitt! [...]

  2. Präsident SORGIM am 2. Dezember 2005 um 07:28

    Das müsste nicht sein! Ich hoffe Greenpeace und Ignoranz unterstützen die SORGIM Wahlvorschläge, die ca. ab Februar 2006 online erhältlich sind!

  3. erdnanu am 2. Dezember 2005 um 10:10

    Was ist SORGIM? Eine neue Partei oder eine Selbsthilfegruppe?

    Ich brauche eigentlich keine Wahlvorschläge, sondern gesundes Essen. Mein Biogemüse ist hoffentlich besser als die Migros-Ware.

    Eine Stellungnahme von der Migros oder vertiefte Tests innerhalb der Schweiz (Saldo, Beobachter, Kassensturz, Kantonschemicker etc.) würden mich aber schon noch interessieren. Bei greenpeace stört mich etwas, dass sie einerseits den Test machen und andererseits ihre politischen Fundi-Ziele verfolgen. Deshalb möchte ich auch noch einen umfassenderen Test eines Unabhängigen.

  4. Sozial am 2. Dezember 2005 um 11:31

    Ich werde jetzt meinen Kindern ab sofort jegliches Gemüse streichen. Fleisch ist ja schon gestrichen (BSE, Hühnergrippe, Hormone, …).

    Jetzt gibt´s nur noch Schokolade!

  5. Sandro am 2. Dezember 2005 um 12:01

    @Sozial

    Wenn du den Text nochmals liest, wirst du sehen, dass es ausreicht auf Biogemüse zu wechseln… Aber vielleicht willst du das garnicht sehen.

  6. Präsident SORGIM am 2. Dezember 2005 um 15:46

    @erdnanu “Was ist SORGIM?” Lies rückwärts! Schau selber http://www.sorgim.ch

  7. CAK am 2. Dezember 2005 um 18:23

    Im Bio-Gemüse haben wir dafür Fäkalbakterien. Am sichersten wäre wohl gentechnisch verändertes Gemüse, das keinerlei Pestizide mehr benötigt.

    Das grösste Rätsel bleibt für mich sowieso, wieso wir trotz unserem immer ungesünderen Leben immer älter werden…

  8. Georg Meier am 3. Dezember 2005 um 00:37

    Das mit dem Alter betrifft ja jene Generation, die noch eine relativ naturnahe Kindheit und Jugend hatte – bei gleichzeitg massiv sinkender Kindersterblichkeit und allgemein besserer gesundheitlicher Versorgung.
    Wir leben zwar länger, aber weniger gesund – bestes Beispiel ist die sinkende Spermienanzahl.
    Ähnlich, wie die Anzahl gebildeter; wir haben mehr Leute mit guter Bildung, aber sie sind so spezialisiert, dass sie unfähig sind grundlegende Zusammenhänge zu verstehen.

  9. CAK am 3. Dezember 2005 um 02:03

    Die Säuglingssterblichkeit geht ja weiterhin zurück, was auf eine gesündere Ernährung der schwangeren Frauen schliessen lässt.

    Auch punkto Lebenserwartung sprechen die Statistiken eine eindeutige Sprache: Alle Alterskategorien sind an der höheren Lebenserwartung beteiligt, in allen Kategorien ist die Sterbeziffer rückläufig, etc.

  10. abraham am 3. Dezember 2005 um 13:49

    mmh ist das jetzt neu dass die aktuellsten beiträge unten sind?
    das verwirrt mich extrem!

  11. abraham am 3. Dezember 2005 um 21:32

    hä jetzt sind die neusten kommentare wieder zuoberst. sandro was tust du? :)

  12. erdnanu am 4. Dezember 2005 um 14:19

    Das war wohl ein Hacker der Migros, der die Kommentare umgestellt hat :-) (gäu Sandro).

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