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Genug vom rechten Stil: Peter Püntener verlässt die FDP Fraktion

Peter Püntener, Gemeinderat der Stadt Zürich hat letzten Mittwoch verkündet, dass er die FDP Fraktion per sofort verlässt. Er politisiert jedoch weiter im Zürcher Gemeinderat, auch als partei- und fraktionsloser. Als Grund hat der Mittepolitiker dem Tagi gegenüber folgendes verlauten lassen:

Der offensichtliche Rechtsrutsch in der FDP-Fraktion des Gemeinderats Zürich und die damit verbundene unerträgliche Machtausübung seitens der Fraktionsspitze veranlassen mich, diesen Schritt konsequent zu gehen

(Quelle: Tagi 11.05.2006)

Einen Tag später berichtet der Tagesanzeiger, Püntener überlege sich den Beitritt zur Grünliberalen Partei:

Bis jetzt habe ich bewusst noch keine Kontakte zu anderen Mitteparteien gesucht. Aber ich könnte mir gut vorstellen, bei den Grünliberalen mitzumachen.

Ein konsequenter und mutiger Schritt von Püntener. Ist doch die Zürcher FDP je länger je mehr der Juniorpartner der SVP Fraktion. Da ist natürlich kein Platz mehr für Mittepolitiker. Schade eigentlich. (Via Matthias Probst)

Dieser Artikel wurde von Sandro am Dienstag, 16. Mai 2006 in der Rubrik Politik und zu den Stichwörtern , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

5 Kommentare zum Artikel “Genug vom rechten Stil: Peter Püntener verlässt die FDP Fraktion”

  1. AlphaPapaGolf am 16. Mai 2006 um 17:55

    Es heisst ja nicht : Wer einmal in einer Partei ist, muss dabei bleiben.
    Viele haben gewechselt.
    Auch Fischer, der ex-Poch trägt eine anderes Hemd.Wie so viele andere auch. C’est la vie.

  2. Georg Meier am 16. Mai 2006 um 20:28

    Die FDP und SVP haben faktisch sowieso schon längstens fusioniert, wobei die SVP das Ruder übernommen hat. Es macht auch nicht länger Sinn irgendwelche haarspalterischen Unterschiede der Parteien herauszustreichen; Fiala und Leutenegger könnten genausogut in der SVP politisieren; die liberale Basis der FDP ist ein längst verflossener Mythos. Die Privatisierungspolitik der FDP dient nur einem Zweck; hochprofitable staatlich beglaubigte Private-Monopole einzurichten und um möglichst allen Supporter-Clubmitgliedern ein Ämtli zuschanzen zu können.

  3. Thomas am 21. Oktober 2006 um 20:24

    In einem Interview der Oktober-Ausgabe der Schwulenzeitung «Cruiser» äussert sich Püntener noch ein wenig deutlicher. Es ging nicht nur um den Rechtsrutsch. Der FDP-Mann fand sich nicht mehr am richtigen Platz. «Ich bekam in der Fraktion als Schwuler diskriminierenden Druck zu spüren.» Gemäss seiner Aussage sind an der Fraktionsspitze drei von fünf Leuten klerikal stark beeinflusst. «Die Leute sind einfach sehr konservativ geprägt und passen für mich nicht zum Bild einer liberalen Partei.» Peter Püntener wurde das Gefühl nicht mehr los, dass drei bis vier Fraktionsmitglieder schon mal gegen ihn waren, einfach weil er schwul ist. (Und dass er schwul ist, war seit jeher allen klar; seit jeher heisst, seit dem Jahre 2000, als er als Präsident der Eurogames auf dem Zürcher Polit-Parkett eine öffentliche Person war.) Ein weiterer Teil war gegen ihn, weil er in ihren rechten Augen zu liberal politisierte.

    Quelle: http://www.cruiser.ch/archiv/200610/politik1.htm

  4. Bialystock am 19. Januar 2007 um 14:20

    @Sandro

    Offenbar hat der gute alte Peter nun “die Nase voll” von der Politik und dürfte sich wohl bald von den Grünliberalen verabschieden. Natürlich gilt auch für ihn die Unschuldsvermutung. Aber sollten sich die Anschuldigungen bestätigen, dann wären wohl ziemlich genau 100% der Gemeinderäte der liberalen Grünen kriminell. Höchste Zeit also für einen seperat geführten Index der kriminellen Grünen.

    Vielen Dank auch.

  5. Pirelli am 19. Januar 2007 um 17:07

    Bialy, typischer Spin: Es sind nicht “liberale Grüne”, sondern Grün-Liberale. Merksch öppis?

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