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Mäuse wurden krank von Gentechnik-Erbsen, Versuch abgebrochen

Bei einem Gentechnik-Versuch in Australien sind bei Mäusen schwere Lungenkrankheiten aufgetreten. Dies nach dem Verzehr von Genetisch veränderten Erbsen. Ein manipuliertes Protein hat offenbar Lungenkrankheiten bei den Mäusen ausgelöst. Die Forscher des Forschungsinstituts CSIRO haben das Experiment daraufhin abgebrochen. Einer der Forscher im Tagi-Artikel:

Nach Auffassung von Higgins könnte die Reaktion der Mäuse «auf das Protein etwas widerspiegeln, was auch bei Menschen passieren könnte».

Offenbar sind die Forscher erstaunt über die Reaktion:

“We asked why there was a reaction to the GM peas and not beans, which also have the alpha-amylase inhibitor, and which humans have been eating for many years without evidence of an immune response,” JCSMR’s Professor Foster says.

(Mitteilung des Instituts)

Einer der es eigentlich wissen müsste, ein Forscher auf diesem Gebiet “fragt sich” wie sowas passieren kann. Offenbar ist die Forschung noch nicht besonders Weit und auf die Freisetzung von manipulierten Pflanzen sollte in der Schweiz deshalb vorderhand noch verzichtet werden.

Mehr dazu:

Dieser Artikel wurde von Sandro am Samstag, 19. November 2005 in der Rubrik Allgemein und zu den Stichwörtern , , , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

16 Kommentare zum Artikel “Mäuse wurden krank von Gentechnik-Erbsen, Versuch abgebrochen”

  1. bhota70 am 21. November 2005 um 09:21
  2. careless am 21. November 2005 um 09:25

    ich kenne niemanden, der gentechnisch veränderte lebensmittel essen will. alle die ich kenne sind mit den erhältlichen lebensmitteln vollends zufrieden. wer steckt denn dahinter und will uns zwingen, solche lebensmittel zu konsumieren…?

  3. Mister IGS am 21. November 2005 um 09:41

    Die Industrie will solche Nahrungsmittel vertreiben. Bei gesunderen, stärkeren Pflanzen entsteht weniger Abfall. Mehr Profit, Geld, usw… Das sind die Ziele.

  4. vollmi am 21. November 2005 um 09:48

    Nur, wenn niemand die Lebensmittel dann kauft. Bleibt der Gewinn aus und die Industrie springt von dem Zug schnell wieder ab. Wieso der Staat sich da einmischen muss geht mir nicht ganz auf.
    Es wird ja keiner gewzungen Gen Lebensmittel zu kaufen, andere wird es weiterhin geben.

    Achja auch für natürlich gezüchtete Pflanzen, gibt es begründete Risiken. Auch da gibt es genügend Allergieerscheinungen.

    mfG René

  5. Sandro am 21. November 2005 um 10:00


    Es wird ja keiner gewzungen Gen Lebensmittel zu kaufen, andere wird es weiterhin geben.

    Kannst du mir das bitte für die nächsten 50 Jahre schriftlich Garantieren?

    Nein, kannst du nicht, weil das einfach eine wilde Vermutung, gemischt mit Hoffnung und Vertrauen ist.

  6. bhota70 am 21. November 2005 um 10:05

    Nahrungsmittel? Die Industrie vertreibt keine Nahrungsmittel. Die Arbeit bleibt beim Bauern. Nur muss dieser zukünftig für jede Aussaat Lizenzgebühren an die Biotech-Multis abliefern und darf sein Saatgut unter Androhung hoher Konventionalstrafen auch nicht mehr aus der Ernte des Vorjahres ziehen, wie es heute gemeinhin praktiziert wird. Lizenzgebühren zahlen muss auch derjenige, dessen konventioneller oder biologischer Anbau durch Gentech-Pflanzen kontaminiert wird.

    Zusätzlich zu den Lizenzen werden Einnahmen generiert durch den Verkauf der einzig wirksamen Agrochemikalien. Denn so funktioniert die Sache mit den angeblich so gesunden und pflegeleichten Pflanzen: Sie sind so manipuliert, dass sie resistent gegen ein bestimmtes, sogenanntes “Round-up”-Pestizid sind. Dieses braucht dann nur noch grosszügig über den Feldern ausgebreitet zu werden und – schwupp – alles, was das neben dem Gendreck-Mais oder -Raps noch so wächst, wird radikal und gnadenlos weggeputzt und der Bauer braucht nur noch die Ernte einzubringen. Weniger Chemie kommt nicht zum Einsatz, nein, im Gegenteil.

    Und eine dritte Einnahmequelle wird im Zusammenhang mit “Pharmapflanzen” gewittert… Da werden Medikamente (z.B. zur Empfängnisverhütung, AIDS-Medikamente oder Hormontherapien) oder Impfstoffe in Pflanzen wie Raps herangezüchtet, welche dann nur noch abgeerntet werden müssen, womit sich die Industrie teure Fertigungsanlagen zu sparen verspricht. Viel Vergnügen, wenn solches Erbgut in benachbartes Saatgut oder in andere, artverwandte Pflanzen gelangt.

    Aber natürlich werden solche Sauereien vorzugsweise in der dritten Welt durchgeführt, da die hiesigen Vorschriften viel zu streng sind. Und *zynismusein* damit ganz nebenbei Entwicklungshilfe geleistet, haben die Leute dort doch mit AIDS und Bevölkerungsexplosion zu kämpfen *zynismusaus*.

    Und was profitieren wir davon? Ähm tja, also, hmmm… Nachdem einmal Gentech-Lebensmittel angebaut sind, haben wir in unserem kleinen Land die Qual der Wahl nicht mehr, da allen Beteuerungen der Industrie und der von ihnen finanzierten Studien zum Trotz eine Koexistenz zwischen Gentech- und anderer Landwirtschaft schlicht und ergreifend nicht möglich ist. Bereits kann in ganz Kanada keine Hektare gentechfreier Raps mehr angebaut werden und in den USA sind 75% des Saatgutes durch genveränderte Organismen verunreinigt.

    Ein anderes Goodie ist, dass sich die kleinräumige Schweizer Landwirtschaft nicht mehr als Nischenplayer mit naturbelassenen, das Vertrauen der Konsumenten verdienenden Produkten positionieren muss, sondern sich im globalisierten Markt mit den grössflächigen, hoch mechanisierten Anbaunationen wie USA, Brasilien und Frankreich messen und so sang- und klanglos untergehen kann.

  7. bhota70 am 21. November 2005 um 10:11

    @Vollmi/René: Nur geschehen solche natürlichen Mutationen normalerweise langsam und süfferli und mit minimalen Abweichungen von Generation und Generation und “missgebildete” Gene unterliegen normalerweise bei der nächsten Generation ihrer “gesunden” Konkurrenz.

    Bei Genmanipulation durch den Menschen verhält es sich etwas anders: Da wird durch die Zauberlehrlinge der Biotech-Industrie mit der grossen Kelle angerührt. Schliesslich ist ja alles erprobt und völlig unbedenklich und man ist sich seiner Sache sicher, so sicher, wie man es sich schon war, als man Asbest oder Contergan in den Verkehr gebracht hat oder mit dem Tiermehl Kühe mit den sterblichen Überresten ihrer Artgenossen fütterte.

  8. vollmi am 21. November 2005 um 10:30

    Sandro, natürlich kann ich dir das für die nächsten 50 Jahre garantieren. Wer will mich daran hindern in meinem Garten meine eigenen unveränderten Salatköpfe zu züchten?
    Genetisch veränderte Pflanzen dürften sich eher nicht von selbst verbreiten, da die Genetiker das wohl auch genetisch unterbinden werden, sonnst könnte ja jeder mit ihren Genpflanzen weiterzüchten ohne weiterhin dafür zu bezahlen.

    bhota, nunja das eine Pflanze für den Menschen schädlich ist, heisst nicht das sie missgebildet ist.
    Und so eine Pflanze muss auch in der Natur nicht zwangsweise aussterben.

    mfG René

  9. bhota70 am 21. November 2005 um 10:46

    @vollmi:

    Genetisch veränderte Pflanzen dürften sich eher nicht von selbst verbreiten, da die Genetiker das wohl auch genetisch unterbinden werden, sonnst könnte ja jeder mit ihren Genpflanzen weiterzüchten ohne weiterhin dafür zu bezahlen.

    Denkste… Auch wer ungewollt zu Gendreck-Pflänzchen kommt, muss brennen, wie es der Fall von Percy Schmeiser zeigt. Und sag mir nicht, dass sei nur in Kanada so. Monsanto ist ein multinationaler Konzern und wir leben in einer Welt mit überall (naja, fast überall) gültigen Abkommen zum geistigen “Eigentum”.

  10. erdnanu am 21. November 2005 um 15:07

    Monsanto ist mir auch nicht besonders sympathisch. Ist aber wohl kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken und ein 5-jähriges Denkverbot zu erzwingen.

    Lieber führend bleiben in der Pflanzenforschung. Das strengste Gentechnik-Geseetz haben wir ja schon, dies sollte genügen.

  11. bhota70 am 21. November 2005 um 16:12

    Es geht ja nicht um ein Denkverbot. Im Gegenteil: Die fünf Jahre sollen benützt werden, um seriös die Risiken dieser Technologie untersuchen zu können. Da Gentechnologie und somit die Ergebnisse dieser Forschung ohnehin weltweit angewendet werden, ist für mich das Argument, mit einem Ja zur Gentechfrei-Initiative würde die Forschung behindert, nicht stichhaltig.

    Ob Forschung hier stattfindet, hängt vor allem von der Attraktivität des Denkplatzes Schweiz und diese wiederum von derjenigen unseres Standortes ab. Bei Letzterer geht es um Stichworte wie die Güte der Grundausbildung, Personenfreizügigkeit, aber auch immaterielle Aspekte wie eine lebenswerte Umwelt.

    Habe etwas Mühe mit dem Vorwurf, die Befürworter der Gentechfrei-Initiative steckten den Kopf in den Sand. Im Gegenteil haben sie sich aktiv mit der nicht einfachen Materie befasst und stellen ihre Schlüsse der Öffentlichkeit auch zur Verfügung (siehe Links in meinem ersten Beitrag).

    Nun muss sich das Volk nur noch informieren lassen wollen und sich dann seine eigene Meinung bilden. Es wäre zu wünschen, dass dabei nicht einfach das Lager mit den grösseren Geldmitteln und den gewiefteren PR-Leuten gewinnt.

  12. erdnanu am 21. November 2005 um 17:45

    @bhota
    “Es geht ja nicht um ein Denkverbot. Im Gegenteil: Die fünf Jahre sollen benützt werden, um seriös die Risiken dieser Technologie untersuchen zu können. Da Gentechnologie und somit die Ergebnisse dieser Forschung ohnehin weltweit angewendet werden, ist für mich das Argument, mit einem Ja zur Gentechfrei-Initiative würde die Forschung behindert, nicht stichhaltig.”

    Nein, es ist ein Denkverbot.
    Welcher junge Forscher geht schon in diesen Bereich, wenn ein Moratorium kommt, obwohl wir schon das weltweit strengste Gentechnik-Gesetz haben?

    Schau dir mal die Befürworter der Initiative an. Die wollen eine Biolandwirtschaft und nie und nimmer eine evtl. zukünftige Landwirtschaft, die auch genveränderte Organismen zulässt.

    Die Initiative ist ein Etikettenschweindel!

  13. bhota70 am 21. November 2005 um 18:04

    Welcher junge Forscher geht schon in diesen Bereich, wenn ein Moratorium kommt, obwohl wir schon das weltweit strengste Gentechnik-Gesetz haben?

    Es gibt genug zu forschen… Zum Beispiel auch, wie man gewissen Schädlingen und Krankheiten ohne den Einsatz von Chemie und Gentechnik beikommen kann.

    Schau dir mal die Befürworter der Initiative an. Die wollen eine Biolandwirtschaft und nie und nimmer eine evtl. zukünftige Landwirtschaft, die auch genveränderte Organismen zulässt.

    BH schaut in den Spiegel und realisiert, dass erdnanu beinahe recht hat… :-) Beinahe, weil ich sehr wohl für eine Landwirtschaft mit Zukunft bin, einfach eine andere, als Du sie Dir vorstellst…

  14. erdnanu am 21. November 2005 um 22:09

    @bhota70:
    “Es gibt genug zu forschen… Zum Beispiel auch, wie man gewissen Schädlingen und Krankheiten ohne den Einsatz von Chemie und Gentech”

    Ja, dieser Teil der Forschung würde vom Moratorium profitieren. Aber die Schweiz ist neben der Biolandwirtschaft auch in der Pflanzenforschung Weltspitze, und in diesem Bereich ist bei einem Ja zum Moratorium das Signal sehr schlecht

  15. Georg Meier am 21. November 2005 um 22:22

    Alles wird gut… ; die langfristigen schäden bei neu eingesetzen stoffen sind bisher immer zu wenig erforscht und geprüft worden. Anfängliche bedenken gegen Asbest wurden mundtot gemacht, nur damit ein halbes Jahrhundert später unzählige Menschen an Asbestose leiden. Die Gentechnik hat schon zahlreiche Probleme bereitet, nur wird das alles bereits unter den Teppich gekehrt und als rückwärtsgerichtete, unfortschrittliche Propaganda niedergemacht. Dabei würde eine umfassende, ehrliche Risikoabklärung nur Vertrauen schaffen, warum wehren sich die Genforscher schon jetzt gegen vertrauensbildende Massnahmen?
    Wohl weil sie keine Risiko-Versicherungsprämien zahlen wollen.

  16. erdnanu am 22. November 2005 um 10:52

    @Georg Meier:
    Die Gentechnologie ist risikobehaftet. Es muss vermehrt und gut kontrolliert geforscht werden. Diese Forschung habe ich lieber in der Schweiz als nur im Ausland. Deshalb ist das Moratorium und das Denkverbot für die Schweiz schlecht.

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