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Felsstürze Gurtnellen und Eiger: Nur der Anfang?

Die Gletscher ziehen sich, aufgrund der zunehmenden Klimaerwärmung, immer weiter zurück. Auch die Permafrostgrenze steigt immer höher. Dies wiederum führt zu instabileren Bergen, was ja in den letzten Tagen bei zahlreichen Fellstürzen und dem noch pendenten am Eiger, beobachtet werden konnte. Folgendes aus dem Interview der Berner Zeitung vom 01.07.2006 mit dem Geologen Michael Bründl:

Die steigende Permafrostgrenze kann an exponierten Lagen zu mehr Steinschlag führen.

Auch der Salzburger Landesgeologe Gerald Valentin sieht im Auftauen des Permafrost Gründe für vermehrten Steinschlag:

Als Ursache der Felsstürze sieht Landesgeologe Gerald Valentin den Anstieg der Perma-frostgrenze durch die Klimaerwärmung. “Früher war das Kar vereist. Das gab Stabilität.”

Müssen wir also in Zukunft immer mehr Täler in unseren Bergen wegen Felssturzgefahren “meiden”? Oder können wir die weitere Erwärmung noch stoppen? Einsicht wäre dazu der erste Schritt, doch der fehlt bei vielen “Schuldigen” der Klimaerwärmung weitgehend…

Mehr Informationen zum Thema Klimaerwärmung und Erdrutsche in der Schweiz gibt es im Dossier von Greenpeace (PDF, 1MB) oder bei klimainfo.ch.

Dieser Artikel wurde von Sandro am Freitag, 7. Juli 2006 in der Rubrik Umwelt und zu den Stichwörtern , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

7 Kommentare zum Artikel “Felsstürze Gurtnellen und Eiger: Nur der Anfang?”

  1. Sandro am 7. Juli 2006 um 12:07

    Auch am Susten “räblets”…

  2. Chevy am 7. Juli 2006 um 12:28

    Irgendwann sind alle Felsen unten und der Gotthard Basistunell ist eine von aussen sichtbahre Röhre die dann als lärmschutzwand ihren dienst tut ;-)

  3. Andreas am 7. Juli 2006 um 12:37

    Im Falle des Eiger ist der Hauptgrund wohl woanders zu suchen, hat aber auch mit Klimaerwärmung zu tun: Der Rückzug des Gletschers liess auch den durch das Eis auf die Bergflanke ausgeübten Druck wegfallen.

    Klar ist, dass Erosion in den Bergen schon immer stattgefunden hat. Es ist aber durchaus möglich, dass dieser Prozess durch den Klimawandel massiv beschleunigt wird. Neben Gletscher- und Permafrostverlust tragen auch Extremniederschläge dazu bei (z.B. Erdrutsche im Voralpengebiet).

  4. sense2 am 7. Juli 2006 um 21:46

    könnte, wäre, möglicherweise…

  5. Pirelli am 8. Juli 2006 um 11:12

    Genau, sense: könnte, wäre …

    Grund genug, sich endlich ernsthaft mit all den Warnungen von allen Seiten her zu beschäftigen.

    Aber nein. Manche legen lieber die Scheuklappen an, damit sie auf dem Weg zum Landi nicht abgelenkt werden.

  6. AlphaPapaGolf am 8. Juli 2006 um 11:52

    Der Felssturz von Goldau fand VOR der Klimaerwärmung statt.
    Was die Natur aufgeschichtet hat (Berge), macht sie auch wieder Flach (Erosion, Bergstürze).
    Merke : Die Welt befindet sich im steten Wandel und ist vom Erdkern bis ins fernste Weltall immer in Bewegung.
    Den Harmoniebestrebungen der Grünen zum Trotz verändert sich die Welt ständig. Wir müssen damit leben.
    Auf einen kurzen Zeitraum betrachtet, ist allerdings die veränderung annähernd Null.
    Beruhigend….nicht?

  7. Matthias K. am 9. Juli 2006 um 01:15

    @AlphaPapaGolf:

    Recht hast Du! Nur im letzten Satz ist Dir (wieder mal) eine kleine Ungenauigkeit unterlaufen: Du hast nämlich nicht gesagt, was Du mit “kurzem Zeitraum” meinst. Falls Du damit eine Menschengeneration meinst, dann muss ich Dir leider widersprechen: Die Veränderungen sind nicht nahe an null, sondern beunruhigend gross. Wenn Du aber vom durchschnittlichen Zeithorizont eines Politikers sprichst, kann ich Dir leider nur beipflichten…

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