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Feinstaubwerte wieder viel zu hoch, Autoindustrie schläft

Erneut sind die Feinstaubwerte in der ganzen Schweiz massiv erhöht. Teilweise über dem Doppelten der zulässigen Grenzwerte. Besonders die Anwohner von vielbefahrenen Strassen in Städten oder Verkehrsdrehscheiben krigegen den Staub am eigenen Leib zu spüren. Wer nun denkt, das Problem sein erkannt und die Automobilindustrie ergreife in eigener Verantwortung Massnahmen um die Bevölkerung vor diesem Dreck zu schützen liegt falsch. Den Autodealern gehen die Feinstaubwerte offenbar am Arsch vorbei. Anders kann ich mir nicht erklären, dass immernoch 40% der verkauften Neuwagen mit Dieselantrieb keinen Filter aufweisen. Eigenverantwortung ist ein leeres Wort, mit dem die Lobbyisten dieser riesigen Industrie Vorschriften des Staates erfolgreich verhindern. Aber wie man sieht muss der Staat hier eingreifen und sein Volk vor dem Dreck des Verkehrs schützen. Und zwar subito!

Dieser Artikel wurde von Sandro am Samstag, 18. März 2006 in der Rubrik Umwelt und zu den Stichwörtern , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

8 Kommentare zum Artikel “Feinstaubwerte wieder viel zu hoch, Autoindustrie schläft”

  1. sense2 am 18. März 2006 um 18:24

    >Den Autodealern gehen die Feinstaubwerte offenbar am Arsch vorbei.

    ich glaub eher den Autokäufern gehen die Feinstaubwerte “am Arsch vorbei”

    Die Filter gibts, man muss sie halt bezahlen.
    die 40% sind übrigens in Deutschland.

  2. quadour am 18. März 2006 um 21:17

    Dass 40% der Dieselfahrzeuge keinen Filter aufweisen, ist nicht der Fehler der Autoindustrie, sondern unserer Regierung, genauer gesagt: Unser ach so fortschrittlicher SP BR Leuenberger hat das total verschlafen. Russfilter werden schon längst angeboten. Die Franzosen z.B. seit 2 Jahren ohne Aufpreis.

  3. Georg Meier am 19. März 2006 um 23:34

    Der schwarze Peter liegt genau beim Parlament, genauer noch bei der Allianz von SVP und FDP.

  4. Pirelli am 21. März 2006 um 13:03

    Heute im Tagi gelesen: Wer den neuen Mercedes ML (über 5 Meter langes SUV) ohne Partikelfilter kauft, wird mit fast 1000 Franken Preisnachlass belohnt. So viel zur viel gerühmten Freiwilligkeit der Autoindustrie.

  5. Pete am 21. März 2006 um 13:14

    @Pirelli

    Ich verstehe nicht, worüber Du Dich aufregst.
    Für mich ist es logisch, dass die Kosten für den Dieselpartikelfilter nicht von DaimlerChrysler getragen werden, sondern vom Kunden.

    Das Angebot (des Filters) ist ja da, es liegt am Kunden es zu nutzen oder auch nicht.

  6. Sandro am 21. März 2006 um 13:56


    Für mich ist es logisch, dass die Kosten für den Dieselpartikelfilter nicht von DaimlerChrysler getragen werden, sondern vom Kunden.

    Pete, ich glaube, du hast es nicht verstanden. Es geht nicht um einen Aufpreis für Partikelfilter, sondern um die “Belohnung” für diejenigen, welche keinen Filter wählen, obwohl er eigentlich Serienmässig eingebaut ist… Das ist Scheinheilig, zu verkünden, Partikelfilter seien serienmässig eingebaut, wenn sie dann für eine Belohnung wieder ausgebaut werden.

  7. AlphaPapaGolf am 21. März 2006 um 14:13

    Meine E-Mail Korrespondenz mit dem Importeur meines Liebelingswagens zeigt, dass er KEINEN Partikelfilter einbauen will.
    Für diese Brüder brauchts auch den Druck des Gesetzes um endlich etwas zu bewegen. Ich finde es skandalös wie diese arroganten Brüder in klimatisierten Büros hocken und die neuesten Technologien verschlafen….(wobei ein Partikelfilter nichts high-tech ist)

  8. Pirelli am 21. März 2006 um 14:32

    Der TCS sagt immer wieder, dass es kein Gesetz für Partikelfilter braucht. Eben weil innert Jahresfrist alle Dieselmodelle mit Filter angeboten werden sollen. Er hält dabei ein eintscheidendes Wort zurück: “auch”.
    Die Diesler sollen auch mit Filter erhältlich sein. Es entspricht offenbar dem Bedürfnis der Industrie (und wird deshalb von deren Sprachrohr TCS auch so geäussert), dass der Filter aufpreispflichtiges Zubehör bleiben soll.
    Nur: Wir sind uns alle einig, dass Feinstaub ein Problem ist und Partikelfilter (neben dem DeNox-Kat) deshalb eigentlich selbstverständlich sein sollten.
    Ich kapiere nun wirklich niht, weshalb sich die Hersteller (und ihre Lobby) immer noch so dagegen wehren. Es erinnert stark an den Widerstand gegen den Benzin-Kat in den 80ern.
    Ich kapiere deshalb auch nicht, weshalb sich einige hier darauf versteifen, nur den Kunden und die Politik in die Pflicht zu nehmen, anstatt das selbstverständliche Vorhandensein von Filter und DeNox-Kat bei den Herstellern einzufordern.

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