Hier Werben?

Feige: Blocher drückt sich um Asylgesetz-Podium

Mit vielen faulen Ausreden, fast schon erpresserischen Spezialbedingungen und (trotz allem) anschliessenden Absagen drückt sich unser Justizminister um eine öffentliche Debatte zu den menschenfeindlichen neuen Gesetzen (Asylgesetz und Ausländergesetz), über welche das Schweizer Volk im Herbst abstimmt. Er traut sich weder in die Arena gegen Ex-Bundesrätin Ruth Dreifuss, noch an ein, schon länger geplantes Podium der CVP Chur:

Die Organisatoren der lokalen CVP hatten etlichen Sonderwünschen des Bundesrats entsprochen: Der Moderator wurde nach Christoph Blochers Willen bestimmt; die für das nachfolgende Podium gesetzte Bündner SVP-Präsidentin Barbara Janom wurde auf Blochers Wunsch ausgeladen und durch CVP-Ständerat Theo Maissen ersetzt; das vorgesehene Nachtessen mit Lokalprominenz sagte Blocher ab er komme um 19.55 Uhr, nicht früher, nicht später. Als alles war, wie der Magistrat es wünschte, sagte dieser schriftlich zu, per E-Mail, am 22. März. Anfang Mai kam dann die niederschmetternde Nachricht aus Bern: Blocher widerrief seine Zusage.

(Quelle: Sonntagszeitung)

Auch für die Arena wollte Blocher die Spielregeln seinen Bedürfnissen anpassen. Doch das Schweizer Fernsehen liess sich nicht von Blocher erpressen. Offenbar fürchtet sich Bundesrat Christoph Blocher zu sehr vor einer peinlichen “Niederlage” in einer öffentlichen Debatte…

Via anti-svp.ch.vu

Dieser Artikel wurde von Sandro am Sonntag, 18. Juni 2006 in der Rubrik Allgemein und zu den Stichwörtern , , , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

9 Kommentare zum Artikel “Feige: Blocher drückt sich um Asylgesetz-Podium”

  1. RonaldCH am 18. Juni 2006 um 15:15

    @Sandro
    Du alter Blocher Hasser!

    “Offenbar fürchtet sich Bundesrat Christoph Blocher zu sehr vor einer peinlichen “Niederlage” in einer öffentlichen Debatte…”

    So ein Quatsch! Wenn einer Niederlagen einstecken kann, ist es Blocher. Auch ich würde mich langsam dem unwürdigen Kesseltreiben entgegensetzen, dem er permanent aus allen Richtungen ausgesetzt ist, – und dies seit Jahren. Ich bin überzeugt, er hatte Gründe, warum er die Einladung retourniert hat, – sicher aber nicht, weil er Angst haben musste wegen Niederlagen. Er weiss sehr wohl, wie er die Vorlage begründen muss und ich bin überzeugt, diesmal lassen sich die Schweizer weder von den Grünen, noch von den Roten und auch nicht von den Sozialingenieuren übertölpeln.
    R.

  2. fassdaube am 18. Juni 2006 um 16:22

    Sicher es es politisch nicht unbedingt geschickt, zuerst Bedingungen für eine Teilnahem zu nennen, um anschliessend doch abzusagen.

    Auf der anderen Seite kann ja jederzeit auch gut ohne Bundesrat Blocher über dieses Thema diskutiert werden.

  3. Pirelli am 18. Juni 2006 um 17:45

    Ich gehe mit Sandro und der Sonntagspresse einig: Blocher scheut die Konfrontation mit Dreyfuss. Stark ist er nur im Albsigüetli, vor seinen eigenen Leuten. Und auch die langweilen sich bei den endlosen, sich stets wiederholenden Reden, wie ich selbst schon zweimal habe feststellen dürfen.

  4. Beat am 18. Juni 2006 um 18:22

    Eigentlich könnten antisvp + ignoranz.ch fusionieren.

    Dreifuss wird nur noch fetter. Blocher fürchtet sich doch nicht vor dieser realitätsfremden …

  5. bundesbehörde am 18. Juni 2006 um 20:58

    @ beat, würde dir so passen, nur noch eine seite anschauen zu müssen um seriös, objektiv und umfassend informiert zu sein! ;-)

  6. Süchu am 19. Juni 2006 um 09:36

    @fassdaube:
    “Auf der anderen Seite kann ja jederzeit auch gut ohne Bundesrat Blocher über dieses Thema diskutiert werden.”

    Natürlich, aber es wäre auch mal interessant, wenn sich der Herr Justizminister denn mal selber ausdrücken würde, was er denn so toll an seiner Asylgesetztänderung findet. Und zwar nicht als Propagandarede im Albisguetli sondern in einer Disskusion, wo auch noch andere Standpunkte und Sichtweisen vertreten wären…

    Und, ach ja

    @RonaldCH:
    Die SVP haste noch auf deiner Liste vergessen, die ja auch immer wieder versucht “die Schweizer” zu übertölpeln…

    Und noch was:
    “Auch ich würde mich langsam dem unwürdigen Kesseltreiben entgegensetzen, dem er permanent aus allen Richtungen ausgesetzt ist”

    Hehe, der Arme… Aber, sag mal, wer hat denn damit angefangen? Ich mein, das erstaunt mich nicht. voilà quoi!

    Gruz Süchu

  7. Pirelli am 19. Juni 2006 um 09:54

    “Dreifuss wird nur noch fetter.”

    Na, das nenn ich mal ein hochstehendes Argument!

  8. Forum Politik » Dossier “Nein zum Asylgesetz, Nein zum Ausländergesetz” am 17. Juli 2006 um 16:42

    [...] Feige: Blocher drückt sich um Asylgesetz-Podium [...]

  9. FEW things am 27. August 2006 um 12:21

    27. Juni 2006 – Bern – Erst nach zweimaligem Wechsel des Hörsaals hat an der Universität Bern eine Veranstaltung mit Bundesrat Christoph Blocher über politische Kommunikation stattfinden können. Blocher sagte vor der vollbesetzten Aula der Uni, [b]die Augen seien beim Gespräch wichtiger als der Mund. Sich auch in der harten Auseinandersetzung in die Augen blicken zu können, sei für ihn von grosser Bedeutung.[/b] Das gelte auch dann, wenn er es mit abgewiesenen Asylsuchenden zu tun habe.

    25. August 2006 – Christoph Blocher nimmt nicht an der Abstimmungs-«Arena» im Schweizer Fernsehen teil. [b]Der Justizminister hält das neue Konzept der Sendung für Bundesräte ungeeignet.[/b] Das neue Konzept der Sendung mit nur vier Diskussionsteilnehmern werde nach Ansicht Blochers der Rolle eines Bundesrats nicht gerecht.

    Beim neuen “Arena”-Konzept stehen sich je zwei Kontrahenten nahe gegenüber, so dass sie sich beim Reden in die Augen schauen können. Interessant, dass Bundesrat Blocher, für den es bei harten Auseinandersetzungen von grosser Bedeutung ist, in die Augen blicken zu können, nun plötzlich ein “Arena”-Konzept, welches exakt seinen Bedürfnissen entgegenkommt, “der Rolle eines Bundesrats nicht gerecht wird”…

    Kann es sein, dass es hier exakt darum ging, dass sich Bundesrat Christopf Blocher von den zwei vorgesehenen starken und blitzgescheiten Kontrahenten (Alt-Bundesrätin Ruth Dreyfuss, Präsidentin Komitee «2 x Nein», und Jürg Krummenacher, Direktor Caritas Schweiz) [b]nicht hinter die Fassade in die Unehrlichkeit seiner Augen blicken lassen wollte[/b]?

    FEW things

Kommentar verfassen

Sie müssen eingeloggt sein um Artikel zu kommentieren.

Twitter Beiträge

Ähnliche Artikel

Rubriken

Stichwörter

20min Abstimmung AKW Asylgesetz Atomkraft Blocher Bundesrat Christoph Blocher CO2 Diskriminierung Energie Extremismus FDP Feinstaub Geländewagen Gleichschaltung Greenpeace Initiative Kantonsrat Klima Klimaerwärmung Klimawandel Nationalrat Offroader Ozon Personenfreizügigkeit Polizei Referendum Regierungsrat Schengen Schlamassel Schweiz Service Public Sparwut SUV SVP Ueli Maurer Ulrich Schlüer Umwelt Verkehr Vorsicht Kunde Wahlen Wahlkampf Zürich Zivilcourage

Das Politik Forum ist CO2 neutral

Neuste Kommentare

Archiv

Diskutiert im Forum

Werbung