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Faire Produktionsbedingungen interessieren den Welternährer #1, Nestlé überhaupt nicht!

Nestlé ernährt die Welt, das ist ja kein Geheimnis. Jüngst gab der grösste Nahrungsmittelhersteller der Welt seine Rekordergebnisse bekannt. Satte 91’075’000’000 Franken Umsatz gepaart mit stolzen 8’000’000’000 Reingewinn. Doch wie steht es mit den Produktionsbedingungen? Wie arbeiten die insgesamt 511 Hersteller-Betriebe auf der ganzen Welt?

Zwei Gymnasiasten nahmen sich dieser Problematik an und forden faire und nachhaltige Produktionsstätten. Ist das zuviel verlangt vom grössten Lebensmittelkonzern der Welt? Wir finden nein! Max Havelaar machts vor – und Nestlé nicht nach!

Um ihrem Begehren entsprechenden Nachdruck zu verleihen, sammelten die Gymnasiasten Sandra und Severin zusammen 4’000 Unterschriften von Nestlé-Konsumenten. Das lässt den Multi Nestlé aber kalt und weigert sich die Unterschriften öffentlich entgegenzunehmen. Die schnöde Aussage des Firmensprechers: “Schicken Sie sie doch per Post!” Die beiden Gymeler sind zurecht empört, so klingt diese Reaktion doch ziemlich eindeutig nach “In der Schublade verschwinden lassen.”

Doch die Beiden lassen sich nicht kleinkriegen und ziehen ihr Vorhaben weiter, “…bis der Konzern einlenkt“, meinen Sandra und Severin. So musste sich Nestlé bereits in England dem öffentlichen Druck beugen.

Wir denken, der grösste Lebensmittelhersteller der Welt trägt gezwungenermassen eine Verantwortung gegenüber der Bevölkerung auf dem ganzen Globus. Sowohl ggü. jenen, die die Nahrung konsumieren – in Form von einer Deklarationspflicht, sowie in Form von menschenwürdigen Arbeitsbedingungen ggü. jenen, die sie Herstellen.

Nescafair!

Quelleb: Blick, Nescafair

Dieser Artikel wurde von pipo am Montag, 27. Februar 2006 in der Rubrik Wirtschaft und zu den Stichwörtern , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

8 Kommentare zum Artikel “Faire Produktionsbedingungen interessieren den Welternährer #1, Nestlé überhaupt nicht!”

  1. felixkohl am 28. Februar 2006 um 02:35

    Dann sollen die jungen Idealisten Lektion zwei lernen. Topmanager reagieren auf Geld. Angebot und Nachfrage. Also: Kauft keine Produkte von N., beginnend mit Néscafe über Süsswaren bis Wasser…Sich informieren, was alles zum Konzern gehört und los gehts.
    Alternativen gibts zumindest in der CH genug.
    Mach ich auch so wenn mir was nicht passt.

  2. AlphaPapaGolf am 28. Februar 2006 um 09:10

    Nestlé gehört bei den Studienabgängern in der Schweiz und im Ausland zu den beliebtesten Arbeitgebern.

  3. Georg Meier am 28. Februar 2006 um 10:52

    Keine Sorge: Wir können ja mal eine Liste von Nestle Produkten erstellen:
    Neuerding stark auf dem Schweizer Markt präsent;
    San Pellegrino

  4. Chevy am 28. Februar 2006 um 11:04

    Von denen die ich kenne und bei Nestlé Arbeiten sind beide zufrieden.
    Abgesehen davon gibt es in der Schweiz keine schlechten Arbeitsplätze, es gibt nur Leute die auf ihre Rechte verzichten oder nicht wissen das der OR kein Türstopper ist.

  5. Georg Meier am 28. Februar 2006 um 11:08

    Ja, diese Fabrikarbeiter (strukturelle Sklaverei) nehmen ihre Interessen einfach zu wenig wahr… Chevy, gute Idee, wir starten bald eine Sammelklage und stärken die Gewerkschaften, damit die Arbeiter endlich mehr Zeit haben das OR zu lesen.

  6. fehldruck am 28. Februar 2006 um 15:21

    Der Film zum Thema “We feed the World” läuft zur Zeit in unseren Kinos. Unbedingte Reingehempfehlung!

  7. fehldruck am 28. Februar 2006 um 15:24

    Der Film zum Thema (“We feed the World” von Erwin Wagenhofer) läuft zur Zeit in unseren Kinos. Hauptakteure sind vor allem Pioneer und Nestlé. Unbedingte Reingehempfehlung!

  8. Rudolf am 6. März 2006 um 10:03

    Wäre da nicht der Konsument, gäbe es keine Nestle.
    Naturnahe Ernährung trägt keinen Nestlestempel!(
    Rudolf

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