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Exxon Mobil: Schlimmstes EU Lobbying

Ein Konzern der sein Geld vor allem mit dem schwarzen Gold verdient, hat logischerweise kein Interesse an einer fairen öffentlichen Debatte zum Klimaschutz. Exxon Mobil stemmt sich denn auch mit all seinen fast unerschöpflichen Mitteln gegen eine solche Diskussion. Zum Beispiel mit massivem Lobbying im EU Hauptquartier in Brüssel. Dafür hat der Ölkonzern nun den “Worst EU Lobbying Award 2006″ erhalten:

Der Ölkonzern wurde damit für sein beharrliches Bemühen ausgezeichnet, eine sinnvolle und faire öffentliche und auch politische Debatte zum Klimaschutz, im Sinne eigener Geschäftsinteressen zu verhindern. Obwohl bereits lange im Fokus der Kritik, setzte Exxon Mobil unbeirrt seine zweifelhafte Praxis fort, Lobbygruppen und Denkfabriken finanziell zu fördern, die der internationalen Klimaschutzpolitik nach Kräften Steine in den Weg legen. Damit hat sich das Unternehmen den beschämenden Preis redlich verdient.

(Quelle)

Es würde mich nicht wundern, wenn auch die hier im Forum vertretenen “Klimabeschwichtiger” und “Problemkleinredner” jeweils ende Monat einen Check von Exxon oder Shell erhalten. Firmen mit dermassen grossen finanziellen Mitteln können wohl auch einige Forumtrolle anstellen. Wäre nicht die erste Firma die das macht.

Dieser Artikel wurde von Sandro am Freitag, 15. Dezember 2006 in der Rubrik International und zu den Stichwörtern , , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

6 Kommentare zum Artikel “Exxon Mobil: Schlimmstes EU Lobbying”

  1. Dreckfilter am 15. Dezember 2006 um 17:49

    Nicht unerwartet, aber ich hoffe doch, dass die EU-Parlamentarier dadurch eigentlich eher in ihren eigenen Auffassungen bestärkt werden. Genau dazu führt nämlich übermässiges Lobbying: Verhärtung der Fronten auf der Gegenseite. Somit ist das nur kontraproduktiv und qualifiziert sich zum Glück selbst. Aber evtl. sollte man das den Oelkonzernen (welche von jedem Preisanstieg natürlich auch mitprofitieren) nicht auch noch auf die Nase binden, indem man ihnen dafür einen Preis in die Hände drückt…

  2. ninatest am 15. Dezember 2006 um 20:20

    Exxon setzt eben alles auf die Karte Öl. eine richtige amerikanische Dampfwalze. Investments in Alternativenergien tätigt dieser Konzern im Gegensatz zu BP, Shell, Chevron, TOTAL und ENI nicht. Eine sehr riskante Strategie in Hinblick auf Peak Oil in meinen Augen.

  3. Land(m)ei(er) am 15. Dezember 2006 um 23:27

    Lustiger Gedanke: für hier veröffentlichte Zeilen von Exxon oder Shell ein Honorar zu erhalten.
    Aber sowohl Exxon wie Shell sind zu clever, um solche nichtsnutzigen Ausgabenposten zu erlauben.

    Das Klima ändert sich trotz “Klimabeschwichtigern” und “Problemkleinrednern” unverändert weiter.

    Aber:
    Es ändert sich auch trotz aller “Weltuntergangs-” und “CO2-Überdosis-Szenarien” unverändert weiter.

    Frei nach dem Motto: Der Hund bellt und die Karawane zieht weiter.

  4. Gedankenbörsen-Blog » :::300 Tote durch Armeewaffen::: am 16. Dezember 2006 um 22:45

    [...] Ignoranz im Alltag [...]

  5. derVerstellvertreter am 17. Dezember 2006 um 08:57

    Es muss ja nicht ein Check der Ölmultis sein, hier genügt schon ein derber Schleck der Partei.

  6. UB50 am 18. Dezember 2006 um 22:30

    Wer etwas englisch kann …
    sollte sich folgenden Film zum Thema ansehen :

    http://video.google.com/videoplay?docid=522784499045867811

    Länge ca. 40 min.

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