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Englische Werbung wird nicht verstanden

“Always a smile” anstatt “immer ein Lächeln, “Postpac priority” anstatt “A-Post”, Hauptsache es ist Englisch. Ob der durchschnittliche Konsument das versteht, ist dem kreativen Geist aus der Werbeabteilung egal. Er muss den neuen Namen (Brand) seinem Vorgesetzten verkaufen können, und für den tönt offenbar alles Englische besser (oder moderner? oder dynamischer? Dabei würden die kreativen Namenfinder lieber ihr Zielpublikum anstatt ihren Vorgesetzten befragen. Dann gäbe es nämlich deutlich weniger unverständliche englische Leitsprüche oder Produktnamen welche im schlimmsten Fall nicht nur “nicht verstanden” sondern sogar “falsch verstanden” werden. Der Beobachter hat die Probe aufs Exempel gemacht und 700 Konsumenten über die Bedeutung englischer Werbung befragt:

So viele Schweizer wissen nicht, was folgende Werbesprüche bedeuten:

  • Fidelity: ‘Choose wisely’ 80%
  • Intel: ‘Dual-core. Do more. 77%
  • Kent: ‘Distinct by design / true: impression” 76%
  • Julius Bär: ‘Committed to excellence’ 74%
  • Cablecom: ‘Touch your worlds 56%
  • Sony: ”Colour like.no.other ” 51%
  • Hyundai: ‘Drive your way’ 47%
  • Adidas: ‘Impossible is nothing’ 46%
  • Schweiz Tourismus: ‘Switzerland. Get natural. ‘ 45%
  • Sunrise: ‘Always a smile’ 38%

Quelle: Beobachter

Ähnliche Werte sind auch schon bei Befragungen in Deutschland gemessen worden. Auch wenn es die hippen Werbe-Gurus nicht glauben, sprechen sehr wenige Leute gut englisch. Sehr viele dagegen sprechen “etwas” englisch. Und genau die interpretieren fremdsprachige Werbesprüche dann sogar verkehrt:

Dumm ist bloss, wenn das Publikum das Gegenteil von dem versteht, was eigentlich gemeint ist: «Colour like.no.other» (wörtlich: «Farbe wie keine andere»), mit dem Sony einen LCD-Fernseher bewirbt, wurde von den Befragten unter anderem mit «Farbe ist was anderes» übersetzt.

Quelle: Beobachter

Also lieber Werber, hör auf deine Kunden und texte deine Produktnamen und Werbesprüche in der Sprache die alle verstehen…

Dieser Artikel wurde von Sandro am Donnerstag, 10. Mai 2007 in der Rubrik Wirtschaft und zu den Stichwörtern , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

8 Kommentare zum Artikel “Englische Werbung wird nicht verstanden”

  1. Pirelli am 10. Mai 2007 um 14:23

    Ich schliesse mich diesem Standpunkt absolut an.
    In meinem Berufsalltag habe ich oft mit Werbung zu tun – ganz schlimm ists, wenn die Texter selbst kein Englisch können …

  2. thomas.me am 10. Mai 2007 um 14:43

    Werbung funktioniert nicht so. Was zählt ist die Aufmerksamkeit, die eine Anzeige bekommt, nicht ob sie verstanden wird.

    Worauf willst du hinaus? Soll Werbung besser verständlich sein, damit man ihr noch mehr Aufmerksamkeit schenkt? Sollte sich jemand, der sich den “Konsumentenschutz” auf die Fahnen geschrieben hat, nicht dafür einsetzen, dass es möglichst wenig, unauffällige und wirkungslose Werbung gibt?

  3. Sandro am 10. Mai 2007 um 14:44

    Thomas, es geht nicht primär um Werbung. Mehr um Produktnamen, Claims (wie heisst das auf deutsch? ‘Leitspruch’?) etc…

  4. quadour1 am 10. Mai 2007 um 21:29

    Die meisten von diesen Werber Figuren plappern doch alles nach, was in big USA gemacht wird.

    Von der Sprache selbst haben die wenigsten eine Ahnung. Ich hoffe nur, dass dieser verfluchte USA Link endlich sterben wird.

  5. gumbyman am 11. Mai 2007 um 00:36

    Da gibt’s noch weitere lustige Beispiele: die gute alte Toni Molkerei, welche sich mit Säntis unter dem unsäglichen Namen “Swiss Dairy Food” vereinigte, ist ja mittlerweile liquidiert worden.

    Konnte sich unter “Toni” oder “Säntis” noch jeder was vorstellen, wussten viele mit dem Begriff “Dairy” nichts anzufangen, andere wiederum verwechselten es mit “Diary” und fragten sich was Joghurt mit Tagebüchern zu tun hat ;-)

    Ob die SDF jetzt wegen ihres dämlichen Namens unterging bleibe mal dahingestellt, aber ein Ruhmesblatt war dieser sicher nicht.

    g.

  6. sudsy am 11. Mai 2007 um 10:11

    ihr strebt also an ,die vielsprachigkeit aus eurem medialen envireonment zu verdrängen ?

    die user die CEO’s in globalen unternehmen sind
    werden sich sicher mit euch zusammensetzen und
    es genau nach euren wünschen gestalten , wieso
    habt ihr das nicht einfach getan ,

    ich hoffe einfach , solange die worte noch ab und zu english im raum oder regal stehen ,
    versuchen sie einmal im agarwal einzukaufen
    sie haben dann noch hindu arabisch englisch
    es gibt immer viel zu lesen , mit viel lesen
    viel verstehen .

    und

    you = DU ….same sound , similiar oder
    zumdiest ähnlich
    tube = röhre , röhre kucken , tele =? vision
    schauen , fernseh = weit schauen

    youtube= Broadcast yourself , mach dein eigenes fernseh also

    Buenas Dias , Companeros

    Choose Wisely = aussuchen
    Dual Core = Do More , switch

    its neokonservativ tongue may be give some
    inspiration on

    may be
    http://myspace.com/gimmamusic

  7. sudsy am 11. Mai 2007 um 10:18

    Howdy McRowdy Live

    http://myspace.com/gimmasmusic

    :D

  8. Massnahmen gegen die „Wurstkiste“ | Till Erdmenger – Business Photographie / Blog am 26. August 2011 um 08:49

    [...] beim Spiegel, über die Endmark-AG-Studie bei Channelpartner, die schweizerische Variante bei Ignoranz.ch oder Christin Bartholmai´s ausführlicher Artikel inklusive Videos und Literaturtipps. Auch ich [...]

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