Ein prächtiger Abstimmungssonntag
Ein wirklich schöner Abstimmungssonntag, bei dem ich fast überall mit der Mehrheit gestimmt habe:
- Die Erweiterung der Personenfreizügigkeit, resp. der Bilaterale Weg wurde vom Souverän erneut deutlich bestätigt.
- Die Mehrheitsverhältnisse im Zürcher Stadtrat bleiben beim alten, Corinne Mauch mit Glanzresultat in den Stadtrat gewählt. Die SVP hat in der Regierung der Stadt Zürich zum Glück weiterhin nicht den Hauch einer Chance.
- Neuer Statthalter in Zürich ist ein Linker
- Riesenüberraschung. Tina Turner und Theo Müller müssen jetzt genau wie alle anderen ihre Steuererklärung ausfüllen und Steuern bezahlen, die asoziale Pauschalbesteuerung ist abgeschafft.
- Die Teilprivatisierung des Patumbah-Parks wurde abgelehnt
Jetzt freue ich mich übers kollektive Wundenlecken, Schönreden und die “Päckli”-Heulerei der Verlierer in den Fernsehbeiträgen. Aber keine Angst, liebe SVPler und Konsorten, ihr müsst euren Plakaten nicht allzuviel glauben…

Die Zürcher haben heute wohl ein klassisches Eigengoal geschossen. Zusätzlich zu den kommenden Steuerausfällen aufgrund der Wirtschaftskrise werden auch noch die Einnahmen aus der Pauschalbesteuerung entfallen. Dass in der Stadt Zürich weiterhin der ökosozialistische Filz regieren wird, ist zwar bedauerlich, war aber aufgrund des Fehlens valabler Gegenkandidaten zu Frau Mauch abzusehen.
Hallo Sandro,
wie wird wohl jeder Mensch in einer ausweglosen Situation abstimmen? Doch wohl so, wie es die Mehrheit getan hat.
Was bleibt von den Zusagen der Politiker aus Bern, bezüglich “.. über jede Erweiterung wird separat abgestimmt…? Nur ein “Päckli” ….
Ausserdem wundere ich mich, das keinem der Räte in Bern aufgefallen ist, das mit dem “Päckli” ein eherner eidgenössischer, gesetzlich verankterter Grundwert, der von Treu und Glauben, nichts mehr gilt. Wer kann darin eine “getreue” also korrekte Geschäftsbesorgung durch die Räte in Bern erkennen?
Mit dieser Päckli-Politik sind wir bereits in einer Art Diktatur angekommen.
Keinem Juristen, ob Politiker in Bern oder Richter in der Schweiz wäre es in den Sinn gekommen, dass dieses “Päckli” eigentlich einen Verstoss gegen §181 STGB darstellen könnte – und daraufhin aktiv geworden wäre, wie es denn Pflicht bei einem Offizial-Delikt ist. (Zumindest eine entsprechende Prüfung wäre angebracht gewesen.)
Du merkst Deinen Nasenring bereits nicht mehr, an dem Du und Deinesgleichen mit dem EU-Strick gegängelt und vorgeführt werden – Meine Grossmutter selig pflegte bei solchen Dummheiten zu sagen: Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber…
Soviel zum “Prachtssonntag”
easy
Ich bin zwar kein Zürcher, doch ich frage mich ernsthaft, wie ihr in Zukunft die ökosozialistische Welle weiter reiten wollt, wenn ihr nun Turner, Müller und Co. und somit Steuereinnahmen vetreibt? Kommt weiter dazu, dass die Grossbanken auf dem Finanzplatz Zürich die nächsten Jahre kaum mehr Steuererträge generieren werden.
Lieber Sandro, deine Beweihräucherung in Ehren. Aber könnte es vielleicht sein, dass ihr Sozialisten in Zürich in Sachen Geld ausgeben nun ein wenig unten durch müsst? Die SVP hat euch ja immer schon davor gewarnt, nicht über eure Verhältnisse zu leben. Wir gucken nun alle sehr gespannt nach Zürich. In diesem Sinn wird das gestrige Resultat sicher als Prachtssonntag gewertet werden können. Kommt nur darauf an, durch welche Brille man sieht
Die Einnahmen der asozialen Turner, Müller und Co liegen irgendwo im Promillebereich und sind wahrlich nicht relevant für den Finanzhaushalt. Von dem her war das nicht ein Schritt richtung Bankrott…
Wahrlich ein prächtiger Abstimmungssontag! Schön wie nun ausgerechnet unsere Bauerntölpel Partei sich nicht ab der Päckli Bescherung freuen kann. Macht mir doch den Gefallen: Reicht doch eine Volksinitiative gegen die Personenfreizügikeit mit Rumänien Bulgarien ein, dann gibts ne 80/20 Klatsche hintendrein.
Was mir ein wenig sorgen bereitet ist, dass die SP schon wieder die EU Mitgliedschaft in erwägung zieht wie heute auf der Homepage zu lesen ist:
“Die SP Schweiz ist darum der Ansicht, dass die Vollmitgliedschaft in der EU erneut thematisiert werden muss.”
Naja, dies hat ebenfalls keine chance vor Stimmvolk. Können wirs jetzt nicht mal beim bilateralen Weg belassen?
Frage an Sandro: Zahlen die UBS und die CS nicht auch in Zürich ihre Steuern?
“Die Einnahmen der asozialen Turner, Müller und Co liegen irgendwo im Promillebereich und sind wahrlich nicht relevant für den Finanzhaushalt. Von dem her war das nicht ein Schritt richtung Bankrott…”
Hmm, und wenn die ganz reichen nicht mehr am Zürichberg logieren? Könnte es dann sein, dass ihnen auch andere (normale Steuerzahler) ins Exil (z.B. ennet dem See) folgen werden? Und wenn dann die Prominenz gelichtet ist, wer bleibt dann noch um die gestiegenen Steuern zu bezahlen? Die linken Stammwähler?
“Und wenn dann die Prominenz gelichtet ist, wer bleibt dann noch um die gestiegenen Steuern zu bezahlen? Die linken Stammwähler?”
Die linken Stammwähler können sich ob dem plötzlichen Überangebot an schönen Wohnraum über nie da gewesene günstige Mieten und Kaufpreise für Wohnraum freuen, die die eventuell gestiegenen Steuern um ein vielfaches wettmachen – und das monatlich.
Gepaart mit einer Strassenmaut für Auswärtige, die Arbeitsplätze sind ja immer noch in der City, kann das Konzept nur aufgehen.