Ein deutliches NEIN zu neuen Atomkraftwerken
Trotz massivem Gegenwind für Atomtechnik im Allgemeinen und einer sonnenklaren Äusserung des Souveräns in der Stadt Zürich gegen Atomkraft, wollen die Energiekonzerne Axpo und BKW neue Atomkraftwerke bauen:
Die Energieunternehmen Axpo und BKW reichen heute beim Bund die Gesuche für zwei neue Atomkraftwerke ein. Sie sollen die bisherigen Kraftwerke ersetzen. [..] Mit den Neubauten soll gemäss Angaben der Stromversorger sichergestellt werden, dass die Stromversorgung der Schweiz auch nach dem Ende der Betriebsdauer der heutigen KKW Beznau und Mühleberg gewährleistet bleibt.
(Quelle)
Die “Stromversorger” auch bekannt als Atomlobby verbreitet leider viele Unwahrheiten bezüglich der Stromversorgung. Rudolf Rechsteiner hat in diesem Dokument (PDF) einige Irrungen der Atomlobby festgehalten:
Behauptung der Atomlobby: “Photovoltaik liefert höchstens 5,2 Mrd. kWh”
Richtig ist: Photovoltaik wächst von allen Energietechniken weltweit am schnellsten. Bei jährlich 45% Wachstum seit 2001 verdoppeln sich die Neuinstallationen alle 20 Monate. Die Axpo verbreitet in ihrer Studie „Stromperspektiven 2020“ falsche Angaben: Solarzellen könnten in der Schweiz höchstens 9,2 % des Stromverbrauchs decken (5,2 TWh von 57,3 TWh Endverbrauch 2005) Auf dreimal höhere Zahlen kommt die Internationale Energieagentur in Paris. Sie rechnet damit, dass Solarzellen bei 10% System-Wirkungsgrad 34,6% des Schweizer Verbrauchs decken können, und zwar ausschliesslich auf bestehenden Immobilien.
Behauptung der Atomlobby: Atomstrom ist CO2-neutral
Richtig ist: Der Betrieb von Atomkraftwerken erzeugt radioaktive Risiken und Atommüll. Atomenergie war nie eine saubere Energie, auch nicht punkto CO2. Der Bau von Atomkraftwerken verursacht grosse CO2-Emissionen. Und für den Betrieb ist Uran erforderlich. Dieses muss in einer Konzentration von weniger als 1% aus anderen Gesteinen extrahiert werden. Dabei sind schwere Fahrzeuge, Maschinen und Anlagen im Spiel, die mit Benzin und Diesel betrieben werden. CO2-Emissionen entstehen bei Aufarbeitung, Transport und Lagerung von radioaktiven Elementen. Wegen der Strahlung sind Behälter aus hoch veredelten Materialien im Spiel. Würde die Atomenergie weltweit ausgebaut, würde sich die Klimabilanz weiter verschlechtern, weil immer schlechtere Qualitäten an Uranerzen eingesetzt werden müssen. Wird dieselbe Menge Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen – mit Solarzellen, Biomasse oder Windenergie, sind die CO2-Emissionen kleiner, die Bauzeiten kürzer und es entstehen weder radioaktive Risiken noch strahlende Abfälle.
Behauptung der Atomlobby: Stilllegung und Entsorgung sind in den Strompreisen eingerechnet.
Richtig ist: Nach der geltenden Gesetzgebung sind die Langzeitkosten der Atomlager und die Haftung bei Unfällen nicht im Preis für Atomstrom inbegriffen. Hoch-radioaktive Abfälle strahlen eine Million Jahre lang. Gelangen sie in die Biosphäre, werden Mensch und Umwelt verseucht. „Die Verantwortung für eine verschlossene Anlage geht auf den Staat über,“ heisst es im Sachplan geologische Tiefenlager, und zwar schon „gegen das Jahr 2100“.9 Ab dann soll der Staat – also wir alle – für Beobachtung und für die Sanierung der radioaktiven Atommüll-Lager aufkommen. Die Verursacher und ihre Erben sind nicht mehr zahlungspflichtig. Den nachfolgenden Generationen werden Kosten aufgebürdet, ohne dass sie einen Nutzen haben. Dazu kommen weitere ungedeckte Kosten für die Allgemeinheit: die fehlende Haftpflichtversicherung bei Unfällen, Erdbeben oder Terroranschlägen machen die Atomenergie zur am höchsten subventionierten Technik.
Dies und noch viel mehr Unsinn wir in diesem PDF Dokument widerlegt. Weitere Fakten zu den vielen Nachteilen der Atomtechnik finden sich hier bei NWA – Nie wieder Atomkraft.
So ist es auch kein Wunder, dass die partei- und verbandsübergreifende Allianz Stopp Atom auch schon das Referendum gegen neue Atomkraftwerke ergriffen hat. Begründung:
Die Atomenergie sei veraltet und risikoreich und schaffe mehr Probleme als solche zu lösen. Dies zeigten etwa die diesjährigen Störfälle in Frankreich und Slowenien. Das Atommüllproblem sei weltweit noch immer ungelöst. Weil der Brennstoff Uran in der Schweiz fehle, erhöhe die Schweiz durch neue AKW zudem die Abhängigkeit vom Ausland.
Anstatt in eine veraltete Technik, welche Geld und Jobs ins Ausland verlagert, sollten die Investitionen besser in nachhaltige und erneuerbare Energie fliessen. Die Schweiz soll zukunftsträchtige Arbeitsplätze generieren und dabei ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und gleichzeitig ihre Abhängigkeit von ausländischen Rohstoffen reduzieren!

Ich behaupte, wenn wir alle erneuerbare Energieformen (Sonne, Wasser, Wind und Erdwärme) konsequent ausnutzen würden, kämme die sogenannte “Energielücke” nicht. Dann würden wir auch keine Atomkraftwerke benötigen.
Ich habe einmal irgendwo gehört oder gelesen, dass – wenn man bereits in 1 % Fläche der Wüste Solarzellen aufstellen würde, der Strom der gesamten Weltbevölkerung gedeckt wäre.
Die Atomstrombefürworter haben offenbar ein extrem schlechtes Kurzzeitgedächtnis; Ich frage mich, ob Sie sich daran erinnern, was am 28. März 1979 in Harrisburg passiert ist. Oder am 26. April 1986 in Tschernobyl?
Schon nur darum (es gibt noch viele andere Argumente) bin ich gegen neue AKWs.
In China geht fast täglich eine neue Dreckschleuder resp. ein neues Kohlekraftwerk in Betrieb. Der Bestand dieser Kohlekraftwerke produziert jährlich Millionen von Tonnen CO2. Der Handel mit Pseudo-Zertifikaten (Grüne Städte wie Zürich und Bern praktizieren dies heute) wird dabei, und das ist sicher, zum Schwanzbeisser werden. So wird jeder Strom vermeintlich ein bisschen grüner. Grün ist somit lediglich die Farbe des Anstrichs. Wer belogen werden will, der lässt sich auch gerne belügen, zumal er sich danach sehr viel besser fühlt.
Die Realität ist in Zukunft eine völlig andere. Das werden unsere Grünen auch noch lernen müssen, so dann sie nicht zurück in die Steinzeit und mit 45 Jahren von der Welt abtreten wollen. Freuen wir uns deshalb in Zukunft ab den hunderten von Millionen neuer Elektro-, Wasserstoff- und Brennstoffzellenautos auf den Strassen der Welt
Erstens, wir (unsere Firma) betreiben eine 250 kVA Photovoltaikanlage.
Zweitens, denke ich nicht, dass die alternativen Energien, bei einem jährlichen ansteigen des Stromverbrauches mehr als im allerbesten Falle 5% des Strombedarfes decken können.
Drittens; finde ich es eine Schweinerei, dass wir z.B. den Norddeutschen ein Kohlekraftwerk vor die Haustüre stellen, nur um unser Strombedarf zu decken. Nach dem Motto: den Nordlände den Dreck uns die “sauberste” Energie!
Viertens; finde ich es eine Tolle Idee der alternativen Politiker, die vielfach in Verwaltungsräten der öffentlichen Energiewerken sitzen, alernativ bis zu sech Gaskraftwerke bauen zu wollen, wobei jedes 750’000 Tonnen Co2 produziert und dabei in ihren Agenden den Kampf gegen den Co2 Ausstoss zu bekämpfen.
Wir dürfen unsere Eneriepolitik nicht den Politiker und Phantasten überlassen, diese haben uns schon mit der Stromlieberalisierung verarscht! Wir sollten selber aktiv werden und wie unsere Vorväter die als Strompioniere vor über hundert Jahren unsere Elektrizitätsindustrie aufgebaut haben, inovativ und pionierhaft weiterentwickeln.
Gruss Haimax
“Zweitens, denke ich nicht, dass die alternativen Energien, bei einem jährlichen ansteigen des Stromverbrauches mehr als im allerbesten Falle 5% des Strombedarfes decken können.”
Es gibt Länder, die beweisen, dass das mit erneuerbaren Energien durchaus möglich ist: Die wichtigste Energiequelle der Gewerbebetriebe und Privathaushalte in Norwegen stellt die elektrische Energie dar. Diese Energie ist mit 45 bis 55 Øre pro kWh (6 bis 7 ct)(Stand Jan.2007) (im Vergleich zu Deutschland etwa 18,69 ct pro kWh) für den Endverbraucher sehr günstig. Der Grund hierfür liegt in der Art der Energiegewinnung: nahezu der gesamte Strombedarf (zirka 98 %) in Norwegen wird durch heimische Wasserkraftwerke gedeckt . Im gesamten Land existieren weder Atom- noch Kohlekraftwerke. Auch das von Norwegen geförderte Erdöl und Erdgas wird nicht für die Energiegewinnung im eigenen Land eingesetzt.
Die Nutzung der Wasserkraft hat von jeher in Norwegen Tradition und war Grundlage der Industrialisierung des Landes. Auf einfache Wassermühlen, Hammerwerke u. ä. folgten wassergetriebene Generatoren zur Gewinnung elektrischer Energie. Um in der stark zerklüfteten Landschaft Norwegens eine flächendeckende Energieversorgung mit Elektrizität zu schaffen, wurden dezentral kleine und große Wasserkraftwerke errichtet, die ihr näheres Umfeld mit Energie versorgten. Diese kleingliederige Struktur ist noch heute in Norwegen erhalten: es gibt unzählige kleinere und größere, private und öffentliche, lokale und staatliche Energieversorger (Quelle: Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Norwegen#Energieversorgung) Und übrigens: Als Folge der relativ niedrigen Endverbraucherpreise ist der Stromkonsum in Norwegen allgegenwärtig. Der Energieverbrauch liegt weit über dem Durchschnitt der OECD-Länder, der Stromverbrauch ist mit 23.200 kWh pro Kopf gar der höchste weltweit. (Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Norwegen#Energieversorgung)
Tatsächlich erhöhen neue AKWs indirekt den CO2-Ausstoss und beschleunigen den Klimawandel, da sie mit einer Plan- und Bauzeit von bis zu 20 Jahren enorm viel Geld binden, Geld was für wesentlich effektivere Investitionen im Effizienz und erneuerbaren Energiebereich zwangsläufig fehlen.
Was den CO2-Ausstoss betrifft ist es ironischerweise tatsächlich besser, wenn eine bestimmte Geldmenge direkt in Kohlekraftwerke und gleichzeitig in effektive Effizienzmassnahmen investiert wird, anstatt dass die gleiche Geldmenge in neue, teure AKWs verschleudert wird.
http://www.newsweek.com/id/137501
Viele Autobauer scheinen es jetzt ernst zu nehmen mit Elektrautos, oder wenigstens ernster als früher, was zwar nicht viel heisst, aber doch die Chancen erhöht dass es diese irgendwann in grössere Stückzahlen geben wird. Die Autolobby verkauft solche Autos als grün und umweltfreundlich weil der Strom angeblich aus regenerative Quellen kommen sollen.
Bis jetzt reden wir aber nur davon, den Ausstieg aus Kohlekraft und Atomkraft über solche regeneraritve Technologien zu realisieren. Ich bezweifele ob das geht, denn ich denke es wird sehr optimistisch gerechnet. Aber setzten wir mal voraus die Zahlen stimmen tatsächlich und wir können bis sagen wir mal 2020 europaweit alle AKWs und Kohlenschleuder durch Windräder, Photovolatik, Erdwärme und alles andere ersetzen was es so geben soll.
Dann haben wir immer noch nicht angefangen, etwas zu machen für die Elektroautos, die es bis dann wie Sand am Meer geben soll.
Und dann gibt es noch ein finanzierungsproblem. Wenn Autos auf Elektro umstellen, dann entfällt nach und nach der Treibstoffzoll als Finanzierunsquelle für den Strassenbau und Unterhalt. Das mag in erster Linie gar nicht so traurig sein. Aber Einnahmen braucht es dennoch. Und da man nicht zwischen Autostrom und Haushaltsstrom unterschieden kann, müssen entweder die Strompreise für allen massiv steigen damit wir die Strassen finanzieren können (und das ist nicht realistisch), oder müssen wir das Geld woanders holen.
Für mich ist die Lösung Road Pricing. Aber ich denke das Road Pricing ist politisch nicht durchzusetzen. Also wo stehen wir? Wo ist der Plan B? Steuern wir auf eine Katastrophe zu oder gibt es eine weiche Landung?
Glob1: 8. FAKT ist, dass die Schweiz Technologie aber weder ausländische Ramschpapiere, noch versagerhafte Banker, noch Steuerbetrüger, noch Rohstoffe exportieren kann.
Da muss ich dich widersprechen. Für Steurbetrüger gibt es zum Teil gutes Losegeld.
@amogles
Das “Problem” der Elektroautos (“woher kommt der Strom?”) ist übergangsweise relativ einfach zu lösen: wir verbrennen die Hälfte des heute verbrauchten Treibstoffs in thermischen Kraftwerken, und betreiben damit einerseits die E-Auto-Flotte (mit denselben Eckdaten und derselben Gesamt-Transportleistung wie die heutige Verbrenner-Flotte) und heizen andererseits Häuser welche heute mit Ölheizungen befeuert werden.
Fazit: Netto-Verbrauch der E-Autos: weniger als ein Viertel der heutigen Treibstoffe, und da in Grossanlagen prozessiert die ständig auf den neusten Stand nachgerüstet werden, auch mit dem kleinstmöglichen Schadstoff-Ausstoss.
Da braucht’s wirklich keine AKW’s, ist nur eine teure und riskante Sackgasse die am CO2-Problem herzlich wenig ändert und den Fortschritt aufhält.
g.
@gumbyman
Da staunt der Laie ab unserem Energieexperten! Das projektierte Gas-Kombi-Kraftwerk im Kanton Bern stösst (wissenschaftlich berechnet) so viel CO2 in die Luft, wie die ca. 300’000 Autos im Kanton Bern. Den Nutzen des Kraftwerkes zieht primär eine grosse Industrieunternehmung vor Ort (Papierfabrik) und die Agglo nur in beschränktem Ausmass. Mich erstaunt nichts mehr an dir, ich würde dir sogar einen Wandel in Sachen CO2-Politik voll zutrauen. Lustige Konzepte und Fazite präsentierst du da, eine @gumbysche Win-Win-Situation eben, die uns in Zukunft viele grüngefärbte Gas-Kombi-Kraftwerke beschert. S’Kioto-Protokoll scheint jedenfalls für @gumbyman Geschichte zu sein.
http://www.megagas.ch/
@gumbyman
Ich denke ein Elektroato, so lange sich nicht radikal etwas ändert, zum Beispiel durch ultra-Leichtbau, braucht gleich viel Energie (in etwa) wie ein Benziner, Es braucht halt eine gewisse Energie um so ein Gefährt in Gang zu setzten und die Physik ist es egal woher diese Energie kommt.. Beim Bremsen ist das Elektroato leicht im Vorteil weil teilweise elektrisch gebremst werden kann, und diese Energie zwischengespeichert werden kann. Das gibt ein energietechnischer Vorteil von 30% im optimistichstem Fall.
Aber Verluste entstehen in der Übertragung des Stroms und beim Aufladen des Akkus. Das wir plötzlich mit der Hälfte der Energie auskommen bezweifele ich. Es sei denn es gibt tatsächlich eine starke Tendenz Richtung Leichtbauauto und Richtung weniger fahren. In den bis jetztigen Plänen der Autoindustrie erkenne ich aber nichts davon, und in der Politik auch nicht.
Wenn man die grosse Kraftwerke durch kleine ersetz, bis hin zu jeder ein Mikrokraftwerk im Keller, ist das Problem auch nicht gelöst, denn das herankarren von Treibstoff, sei es jetzt mit dem LkW oder über eine Pipeline kostet auch Energie. Und am CO2 Problem löst es auch nichts.
Auch werden die meisten Leute ihre Autos wohl nachts aufladen. Das hört der AKW Lobby natürlich gerne, denn auch wenn man es nicht gerne zugibt sind AKWs und Nachtsrom stark verkoppelt.
amogles,
ein Elektroauto kann nicht nur die Bremsenergie benutzen sondern der Elektromotor ist etwa 5mal effizienter als der Benzinmotor inbesondere deshalb weil der Autobenzinmotor häufig im Teillastbereich betrieben wird, wo der Wirkungsgrad schlecht ist. Verglichen mit dem Wirkungsgrad eines Gas- und Dampfkraftwerks ist der Wirkungsgrad eines Autobenzinmotors im Schnitt gut 3mal kleiner .
Zudem kann ein Elektroauto mit dem Parkplatzdachstrom 30’000km im Jahr zurücklegen. Als Vergleich: Ein Benzinauto braucht demgegenüber ein Zuckerrohrfläche von mindestens 2000m2 um die gleiche Distanz zurücklegen zu können. Zudem muss das Zuckerrohr geerntet und prozessiert werden, was zusätzlich fossile Energie benötigt.
Auch musst Du berücksichtigen, dass ein flexibles Gaskraftwerk zusammen mit Windkraftwerken die CO2 Bilanz wesentlich verbessert. Ein Benzinauto oder eine Ölheizung lässt sich nicht im Verbund mit Windkraftwerken betreiben. Ein AKW lässt sich im Gegensatz zu einem Gaskraftwerk kaum regeln und eignet sich deshalb auch nicht im Verbund mit Windkraftwerken. Ironischerweise muss Frankreich, aus diesem Grund zu Spitzenzeiten Strom von ausländischen Gaskraftwerken importieren, obwohl Frankreich über mehr als genügend AKWs verfügen würde, aber dummerweise können sie ihre AKWs nicht schnell genug anwerfen und wieder abstellen.
Zudem kostet ein AKW mindestens 10mal soviel wie ein Gaskraftwerk. Ausserdem hat ein AKW eine etwa 10 mal längere Bauzeit als ein Gaskraftwerk. Es ist also nicht nur unflexibel, bindet viel Zeit, sondern auch sehr viel Geld. Zeit und Geld welches für wesentlich effektivere, schnellere Massnahmen gebraucht würde.
Allerdings sind flexible, dezentrale (weniger Übertragungsverluste), zuverlässige, schnell gebaute Wärmekraftkopplungsanlagen welche an Fernwärmenetze geschlossen werden wesentlich sinnvoller als Gaskraftwerke. Da sie bestehende Ölheizungen nahezu sofort ersetzen und somit den CO2-Ausstoss unverzüglich reduzieren können.
http://www.iwk.ch/
Die Schweizer Ölheizungen verbrauchen übrigens mindestens so viel Öl wie 3’000’000 Autos. Da staunt selbst der Laie rlarsson.
@lars:
Hast wohl mal wieder das Bedürfnis, dich beliebig zu blamieren, durch völlige Unkenntnis der Fakten. Ich rechne es deshalb für dich mal vor (auch wenn du aus der Verwunderung nicht mehr rauskommst).
Beispiel: Ein Auto mit 1.5t fahre einen Durchschnittszyklus von 100km. Verbrauch am Rad: ca. 15kWh ;
elektrisch ab Steckdose: ca. 20kWh (inkl. Verluste)
ab Benzintank: ca. 8 Liter = 80kWh, davon geht 1/3 über die Abgase weg und 1/3 über den Kühler. Der Rest wird für Antrieb und Nebenverbraucher benutzt.
Kapierst du’s jetzt oder ist’s dir immer noch zu hoch? Meine Modellrechnung stimmt, auch wenn’s nicht in larsis winziges SVP-Universum passt.
@amogles: die Physik lässt sich nie überlisten. Wie globi1 bereits ausgeführt hat, müsstest Du aber den Auto-Benzinmotor massivstens überlisten, wenn er in einem gemischten Lastprofil mit vorwiegend Kleinst-Teillast einen annähernd gleich guten Wirkungsgrad erzielen soll wie ein Grosskraftwerk welches unter kontinuierlicher Volllast optimal wandelt (bis über 50% thermodynamischer Wirkungsgrad, also 50% elektrisch). Für obiges E-Auto müssten also gerade mal 4 Liter Sprit im Kraftwerk verbrannt werden, um die 100km zurückzulegen. Abgesehen davon kann beim Kraftwerk tatsächlich problemlos die Wärme zum Heizen ausgekoppelt werden, was beim Auto nur im tiefen Winter für den Fahrgastraum einigermassen sinnvoll nutzbar ist, ansonsten ist diese völlig nutzlos verloren.
Es bleibt dabei: E-Autos kommen mit deutlich weniger Energie aus und ermöglichen auch, die Primär-Energie wesentlich besser zu nutzen. Siehe oben.
g.
@globi1, mir geht es nicht darum AKWs gegen Gasktraftwerke auszuspielen oder gegen Kohlekraftwerke mit “Carbon capture”. Ich sehe schon ein das überall irgendwelche Vorteile drinstecken. Ich denke aber, es sollte doch das Ziel sein ganz ohne solche Sachen auszukommen, denn sie verbrauchen Rohstoffe und tragen zum CO2 Problem bei (wenn wir Carbon capture nun mal beiseite lassen).
Der guter Wirkungsgrad vieler Kraftwerke lieget auch daran dass sie Zentral gelegen sind und die Rohstoffe kurze Wege zurücklegen müssen. Beim Transport der Rohstoffe entstehen nämlich Kosten als auch Verluste (und auch CO2). Beim Transport von Strom über Leitungen entstehen ebenfalls Verluste und Kosten (und damit CO2) also gibt es ein Optimierunsproblem dass man relativ gut lösen kann um den optimalen Standort festzustellen wo das Kraftwerk hinkommen soll. Somit sind viele Kraftwerke im Umkreis der grossen Städte: beim Massentransport von Kohle oder Gas ist die Bahn bzw die Pipeline effizienter als die Stromleitung, aber bei der Feinverteilung kehrt sich dieses Verhältinis um. Dieser Vortiel ginge verloren wenn wir die Verteilung der Rohstoffe bis hin zu jeder vor der Haustür ausbauen müssten. Natürlich gibt es dafür andere Vortiele, insbesondere bei der Kraft-Wärem Kopplung. Diese kommt aber nur im Winter voll zur Geltung und steht im Sommer nützlos herum, bzw muss in Teillast gefahren werden. Erste Auswüche der konsequenzen erkennt man Beispielsweise in Holland wo Überflüssige Heizwärme aus Kraft-Wärme Kopplungen in Gewächshäuser verteilt wird damit man dort Tropenfrüchte anbauen kann. Ob das wirklich ein sinnvoller nachhaltiger Weg ist mit dem Rohstoff Erdgas umzugehen?
Auch habe ich festgestellt dass zu meine Bemerkungen über Treibstoffzölle noch nemand Stellung genommen hat. Ich sehe darin die ernsthafte Gefahr das das Autofahren massiv billiger werden könnte wenn alle auf Elektroautos umstellen (angenommen Deine Angaban stimmen). Der Auotverkehr richtet weitaus mehr schaden an als bloss die Abgase und ich habe das Gefühl es besteht kein vernünftiges Konzept was man dagegen machen will.
“Trotz massivem Gegenwind für Atomtechnik im Allgemeinen und einer sonnenklaren Äusserung des Souveräns in der Stadt Zürich gegen Atomkraft, wollen die Energiekonzerne Axpo und BKW neue Atomkraftwerke bauen:”
Erstens hat das Schweizer Volk, dies ist verbindlich und nicht das rot-grüne Parteibuch, in einer Volksabstimmung “JA ZUM ATOMSTROM” sich eindeutig und deutlich geäussert. Zweitens ist der Souverän der Stadt Zürich völlig irrelevant ob im Aargau oder in einem anderen Kanton ein AKW gebaut wird. Drittens ist dies die Strategie vom Bundesrat, Ständerat und der Mehrheit des Nationalrates.
Oder verkörpern nun die Grünen bereits die Mehrheit des Volkes und aller Räte?
wahrscheinlich sind die grünen noch nicht in der überzahl aber die anzahl der menschen die für sich und ihre umwelt verantwortung wahr nehmen und sich nicht von der politpropaganda einlullen lassen steigt konstant.
alternative energien werden jahr für jahr preisgünstiger und sind in deutschland beispielsweise bereits jetzt schon zeitweise billiger als atomstrom:
http://www.sonnenseite.com/index.php?pageID=5&article:oid=a5750&template=article_detail.html
vergessen wir auch nicht dass weltweit noch kein einiges endlager für atommüll existiert.
wir haben das problem kreiert, also sollten wir bestrebungen unternehmen es zu minimieren und
nicht zusätzlich zu vergrössern auf kosten unserer nachfahren und der natur.
“Volksabstimmung ”
Spinnt er jetzt ganz oder lügt er nur aus Gewohnheit? Falls damit die beiden Ausstiegs-Initiativen vom Mai 2003 gemeint waren: Das war erstens vor bald sechs Jahren, da sah die Energie-Landschaft noch ganz anders aus. Und zweitens ist ein Nein zum völligen Ausstieg definitiv nicht dasselbe wie ein unbedingtes JA zu Atomstrom.
Und zweitens haben sowohl Zürich (sehr kürzlich) als auch Basel (bereits seit 1979) den klaren Auftrag vom Wahlvolk aus der Kernenergie auszusteigen. So sieht’s aus.
g.
Auch wenn es die Grünen nicht wahrhaben wollen, Atomenergie ist immer noch eine der effizientesten und saubersten Arten der Energiegewinnung. Wir können hier in der Schweiz keinen Dreischluchtenstaudamm bauen. Es wäre auch nicht schön wenn wir die Umwelt mit lauter Windrädern und Solaranlagen verschandeln würden.
@Kommunista:
Ja, richtig – Atomenergie ist sauber. Bis es zu einem GAU (wie z. B der bekannteste – am 26. April 1986 Tschernobyl, oder der Unfall 1979 in Harrisburg; es gibt noch einige mehr; siehe Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Unf%C3%A4llen_in_kerntechnischen_Anlagen.
Die Atomkraft ist eine veraltete und gefährliche Technologie. Das Endlagerungsproblem ist nicht gelöst. Der Neubau von Atomkraftwerken verschlingt horrende Geldsummen, die gescheiter in die Weiterentwicklung von Erneuerbaren Energien und in Massnahmen zur Förderung der Energieeffizienz investiert werden, damit eine nachhaltige und sozialverträgliche Energiezukunft endlich Realität wird.
Unsere Solaranlage auf unserem Dach verschandelt die Natur wohl kaum!