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Eigenverantwortung funktioniert nicht: Treibstoffverbrauch muss vorgeschrieben werden

Immer wenn dir Rufe nach Regulierung respektive gesetzlich geregelten Grenzwerten laut werden (insbesondere beim Thema Umweltschutz) ist dieselbe Leier zu hören. Man müsse auf die Eigenverantwortung setzen, Gesetze würden nichts nützen. Die Branchen würden sich selber regulieren. Und was ist das Resultat? Genau gar nichts passiert. Aktuellstes Beispiel: Benzinverbrauch von Neuwagen:

Der durchschnittliche Treibstoffverbrauch neuer Autos ist 2005 um zwei Prozent auf 7,67 Liter pro 100 Kilometer gesunken. Das zwischen Uvek und Auto-Schweiz vereinbarte Zwischenziel von 7,15 Liter wurde jedoch verfehlt.

Gemäss Bundesamt für Energie (BfE) ist der Hauptgrund, dass das Zwischenziel eines Verbrauchs von 7,15 Liter pro 100 Kilometer im Jahr 2005 nicht erreicht wurde, der Trend zu schwereren Fahrzeugen. Das zunehmende Fahrzeuggewicht fresse die Effizienzgewinne wieder weg.

Dies notabene trotz massiv gestiegenem Benzinpreis! Soll mir noch jemand mit “Eigenverantwortung” kommen! Dieses Wort müsste schleunigst zum Unwort des Jahres gewählt werden. Im Bereich Umweltschutz gibts offenbar nur die Wirksame Massnahme: Gesetze und deren schärfste Kontrollen:

Bis 2008 soll so ein Wert von 6,4 Liter pro 100 Kilometer erreicht werden. Dieses Ziel lässt sich laut BfE ohne zusätzliche Massnahmen nicht erreichen. Der Bundesrat soll laut BfE bereits in den nächsten Tagen über eine Revision der Energieverordnung entscheiden. Sie soll die Hürde für schwere Fahrzeuge erhöhen, in eine gute Effizienzkategorie eingeteilt zu werden. Zusätzlich prüft der Bund derzeit die Option einer proportionalen Mehrverbrauchsabgabe für Neufahrzeuge.

Na also, es geht doch. Wieso nicht gleich so?

Dieser Artikel wurde von Sandro am Mittwoch, 7. Juni 2006 in der Rubrik Allgemein und zu den Stichwörtern , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

37 Kommentare zum Artikel “Eigenverantwortung funktioniert nicht: Treibstoffverbrauch muss vorgeschrieben werden”

  1. Dreckfilter am 7. Juni 2006 um 13:40

    Neue Fahrzeuge sind nicht nur schwerer, weil sie grösser sind, wie dies der Artikel vermuten lässt. Vielmehr wiegt die neue Sicherheitstechnik (unzählige Airbags, Aufprallschutz, elektronische Assistenten etc.), auf welche viele Neuwagenkäufer enorm wert legen, sehr viel. Auch auf dem Occasionsmarkt sind Fahrzeuge ohne vollständige Sicherheitsinfrastruktur kaum gefragt. Diese Sicherheitsinfrastruktur wird jedoch indirekt durch die “Vision Zero” aus dem Departement Leuenberger gefördert. Hier kollidieren somit zu einem Grossteil Sicherheits- (nicht nur vermeintliche, wie dies teilweise bei den Offroader-Nutzern der Fall ist!) mit Umweltinteressen. Doch wer will schon auf Sicherheit verzichten?

  2. erdnanu am 7. Juni 2006 um 14:37

    Der Fussgänger wird zum Verzicht auf Sicherheit gezwungen. Bei ihm lassen sich Airbags, Kuhfänger etc. nur schwer einbauen.

    In unseren Städten sollte ein Lebensraum geschaffen werden, der auch dem Fussgänger, Velofahrer und ÖV-Benutzer attraktive Verkehrswerge und Sicherheit bietet.

    Wir müssen Strukturen schaffen, damit nicht nur der Agglomerationsbewohner mit seinem Off-Roader bequem in die City donnern kann. Vielmehr muss es finanziell und punkto Sicherheit attraktiv sein, mit ÖV, mit dem Velo oder mit dem leichten Hybrid-Fahrzeug zur Fahrzeug zu kommen. Von diesem Ziel sind wir aber noch einiges entfernt. Der wirtschaftliche Anreiz für den unbedachten Off-Roader-Kauf und -Gebrauch sind viel zu gross.

  3. mess-anger am 7. Juni 2006 um 15:24

    Wer sich einen Off-Roader kauft tut das wohl um zu zeigen, dass er es sich leisten kann.
    Früher waren’s Pelze, teure Kleider oder einfach die neueste Stereoanlage/Fernseher/Computer.
    So hat jede Gesellschaft ihre Luxusgüter, die die “Reichen” von den “Armen” unterscheidet. Eigentlich müsste man Offroader gan ganz billig machen… oder schafft einen neuen Trend: ein Luxus-ÖV? oder Luxus-Stromspargeräte?

  4. chriss am 7. Juni 2006 um 16:38

    Lange hats nicht gedauert zum neuen Autohasser Thread. Und die schlimmsten sind wieder die SUV. Ist ein Porsche 4×4 auch ein Offroader?

    Aber der Reihe nach.

    Zitat: “Der Fussgänger wird zum Verzicht auf Sicherheit gezwungen. Bei ihm lassen sich Airbags, Kuhfänger etc. nur schwer einbauen.”

    a.)Über Kuhfänger und deren Nutzen (auch wenn sie sogenannte weiche Kuhfänger sind) sollte mal eine Studie gemacht werden.
    b.)Abgesehen davon das das tatsächlich eine Idee wäre einen Fußgängerairbag zu entwickeln und zu vermarkten, niemand zwingt einen Fußgänger Fußgänger zu sein. Jeder der will kann ein Auto haben oder mit ÖV fahren. Autofahrer die aus dem Auto steigen sind übrigens dann auch Fußgänger. In Städten bieten sich Fußgängerzonen an, aber da jaulen dann wieder die Velofahrer auf.

    Wird man bei der neuen Regelung die Anzahl der Sitzplätze auch mitberechnen? Es könnte sonst passieren das der Mercedes Schlampenschlepper günstiger wird als ein 5 sitziger Familienwagen. Ach, dann wär der Smart auch nicht mehr so toll, verflixt aber auch!

    Man kanns drehen wie man will, es trifft immer den (unteren)Mittelstand.

  5. Matthias K. am 7. Juni 2006 um 16:46

    Kein Velofahrer jault auf, wenn es neue Fussgängerzonen gibt. Fussgängerzonen werden eher auf Kosten des Auto-Raums geschaffen. Und bis jetzt kenne ich keine Stadt, welche so etwas wie “zuviel” Fussgängerzonen hat.

    Mir als Velofahrer sind Fussgängerzonen sicher viel lieber als Porsche4x4-und-andere-SUVs-Zonen.

  6. erdnanu am 7. Juni 2006 um 17:47

    @Chriss:

    Nein, ein Autohasser oder SUV-Hasser bin ich nicht. Auch wenn man sich für Fussgänger und Velofahrer einsetzt, muss man noch nicht gleich ein grüner Fundi sein. Am besten liest du meinen Beitrag noch einmal in Ruhe und ohne Schnellschüsse durch (ddss)

  7. Süchu am 7. Juni 2006 um 18:43

    Hm, Aufschrei der Autofanatiker?

    Die Sitzplätze in einem Auto spielen in meinen Augen Null rolle, es fahren eh immer bloss nur Einzelpersonen (und sehr selten Fahrgemeinschaften) rum, man braucht bloss mal den Verkehr beobachten…

    @mess-anger: Das Problem ist nicht so einfach. Vielfach geht auch ein “Sicherheitsgedanken” einher, nicht umbedingt das profilieren.

    Zudem kann man die ÖV nicht einfach ohne weiteres mit den PV vergleichen; die Karten wären immer ungleich verteilt. Die ÖV haben Verkehrstechnisch gesehen eine ganz andere “Struktur” als die PV( da zähl ich jetzt mal auch Velo dazu). Die PV gehen direkt von Punkt A nach Punkt B (optimalerweise) D.H, man nimmt das Auto oder Velo, das vor dem Haus steht fährt bis zum Arbeitsplatz und deponiert dieses dort. Die ÖV hingegen bilden ein territoriales Netzwerk, welches aus sogenannten Schaltpunkten besteht. D.h: wer damit zur Arbeit oder sonst wo hin geht, muss zuerst zu einem solchen Interface (C) gehen, wo ihn dann das ÖV zu einem weitern Punkt bringt (D) ect, bis man schliesslich am Arbeitsplatz (bzw beim nächstgelegenen Interface) ankommt.
    Es ist so einfacher, sich mit der PV zu deplacieren als mit den ÖV. Und das kann der ÖV nicht einfach so wett machen. Bzw, der ÖV müsste in anderen Bereichen (Preis, Konfort ect.) diesen “Nachteil” wettmachen (Was unter anderem teilweise schon gemacht wird, jedoch ists noch immer nicht ausgeglichen).

    Ich finde es immer schade, wenn man irgendwas verbieten muss. Aber andererseits, wenn ich so gewisse Einträge in diesem Blog und Forum lese, sehe ich auch ein, warum man es muss. Ich mein, Klimawandel ist nicht das einzige argument um nicht jeden Monat 500 und mehr Liter Benzin zu verbraten… (Da kann ich eigentlich bloss sagen: hoffentlich steigt der Liter auf 10Franken :p)

    Frage: Kann man die Autoherschteller denn nicht einfach Verpflichten, nur noch autos mit niederen Verbrauch herzustellen, bzw zu importieren?

    Gruz Süchu
    PS: @Dreckfilter: Du hast die ganze Elektronik vergessen, die es ja auch noch neu drin hat ect. Andererseits gibts ja auch immer leichtere widerstandsfähige Materialien, da sollte man eigentlich schon was ausgleichen können…
    Ausser vielleicht, der “Mostverbraucht” gehört hier neuerdings auch (wie zB in den USA) zum Prestige…

  8. chriss am 7. Juni 2006 um 18:56

    @erdnanu: Ich habe mit Autohasser nicht dich gemeint. Der Thread ist neu, die “Fundis” kommen schon noch.

    Ich bin auch kein Autolobbyist, fahre auch Rad (mit Anhang im Anhänger) und per Pedes wurde ich auch schon angetroffen! ÖV vermeide ich, da zu unflexibel und meist zu unpünktlich und trotzdem teuer.
    Aber immer nur auf autofahrende Zeitgenossen zu hauen (Steuern, Abgaben, Verbote) ist etwas Phantasielos.
    Wem nützt es wenn Neuzulassungen mit Mehrverbrauch steuerlich benachteiligt werden, wenn´s die größten Stinker nicht schert (weil genug Moos oder Auto auf Firma laufend) und auch mit einem kleinen Auto viele sinnlose Kilometer gefahren werden können?

  9. erdnanu am 7. Juni 2006 um 20:03

    @Chriss:

    Dein Motto lautet also: Augen zu, weiterfahren und nichts tun. Das überzeugt micht nicht. Statt Fahrverbote (geht gegenüber Ausländern wohl ohnehin nicht) sollten wir dringend die Attraktivität für Fussgänger (Flanierzonen, Fussgängerzonen, sichere Trottoirs), für Radfahrer (deutsche Städte sind zum Teil velofreundlicher), für den ÖV (in der Schweiz sind wir bereits sehr gut), für Mobility, für Hybridfahrzeuge etc. steigern.

  10. erdnanu am 7. Juni 2006 um 20:10

    @Süchu:

    “Frage: Kann man die Autoherschteller denn nicht einfach Verpflichten, nur noch autos mit niederen Verbrauch herzustellen, bzw zu importieren?”

    Kein Problem. Du machst eine Einfuhrsteuer auf den Dreckschleudern und zahlst die gleichen Beiträge staatsquotenneutral an die umweltfreundlichen Autos. Dann kaufe ich bereits morgen ein Hybridfahrzeug.

  11. chriss am 7. Juni 2006 um 20:57

    Nein, Augen zu ist nicht meine Lösung. Ich gestehe: Ich habe noch gar keine Lösung. Ich bin nur dagegen immer mit der Steuerkeule draufloszuschlagen. Glaubt ihr tatsächlich das es der Cayenne/Jeep Cherokee/BMW X5 Klientel irgendetwas juckt wenn ihr die Steuern sogar verdoppelt? Betroffen sind diejenigen die am Land wohnen, deren Straßen nicht 3 spurig und im Winter 24 Stunden schneefrei gehalten werden. Die aber sind vernachlässigbar, weil bei mir ist ja vor der Tür die Straßenbahn.
    Oder machen wir eine Ausnahmeregelung für “Landbewohner mit nachgewiesenem Bedarf”, blöd nur das der Kerl mit dem Cayenne seinen Zweitwohnsitz in den Bergen hat.
    Hybrid: Ist ja toll, die Werte sind aber nicht sooo überwältigend. Von meinen bisherigen Autos (Kadett, Vectra, Corsa) hat auch keiner mehr als 5,5 Liter verbraucht.

    Zitat: Du machst eine Einfuhrsteuer auf den Dreckschleudern und zahlst die gleichen Beiträge staatsquotenneutral an die umweltfreundlichen Autos. Dann kaufe ich bereits morgen ein Hybridfahrzeug.
    Staatsquotenneutral, gibts das denn? Ich meine in dieser Welt?

    Und zum wiederholten Mal: Was nutzts dann der Umwelt/dem Fußgänger/Allen wenn das gefördert Hybridauto SINNLOS in der Gegend rumfährt?

  12. quadour am 7. Juni 2006 um 21:53

    Warum denn so verdammt kompliziert? Die Schweiz hat in Europa die billigsten Benzinpreise (Stichwort Benzintourismus). Das mindeste, was wir tun könnten, ist der Preis für Benzin an das EU Niveau angleichen. Würde erst noch fette Steuereinnahmen generieren.

    Warum macht kein grüner Parlamentarier den Vorstoss, den Benzinzoll zu erhöhen??? Ist das so eine heilige Kuh?

  13. bluefox am 8. Juni 2006 um 01:05

    lieber quadour
    ich weiss nicht, wieviele grüne schon gefordert haben, orgendwelche benzinsteuern zu erheben/erhöhen. eigentlich ist das erheben von neuen abgaben/zöllen/gebühren sogar das lieblingsthema der grünen, wie du sicher bemerkt hast auch immer wieder in diesem forum.
    lustigerweise ist die wirkung all dieser klima/umwelt/wasimmer-rappen gerade selber bezweifelt worden. ignoranz-zitat weiter oben:
    “Dies notabene trotz massiv gestiegenem Benzinpreis! Soll mir noch jemand mit “Eigenverantwortung” kommen!”

    also einerseits jammern, dass trotz massiv gestiegenem benzinpreis keine änderung des verhaltens stattfindet, und andererseits gleich neue steuern fordern. das alte grüne destruktive lied halt.

    man “verbietet” einfach alles “böse”, so einfach ist das. steuern auf zigaretten, benzin, abfall, alkohol… you name it.

  14. sense2 am 8. Juni 2006 um 09:06

    >Die Schweiz hat in Europa die billigsten Benzinpreise (Stichwort Benzintourismus).

    wenn denn das bloss stimmen würde

  15. unclej am 8. Juni 2006 um 10:48

    SÜCHU: die 600 Liter Benzin “verbrate” ich nicht einfach aus Freude am tanken. Schon mal darüber nachgedacht, dass es Leute gibt, die ihr Auto beruflich brauchen. Ich kurve ständig zwischen Basel, Zürich, Solothurn und Chur herum, zudem fahre ich viel nach Rotterdam und Hamburg; Alles geschäftlich, versteht sich. Und glaubst du etwa ich würde mir dies mit so einem Scheiss-Zuckerwassermotor-Kleinwagen antun; Ich bin doch nicht lebensmüde und ausserdem lege ich einen gewissen Wert auf Fahrkomfort, welcher mir bestimmt kein Billig-Auto bieten kann. Ausserdem ist es mir sowas von scheissegal wie teuer der Most noch wird, denn schliesslich kann ich den grössten Teil meiner Autospesen von der Steuer abziehen! Äääätsch…

    Und CHRISS bringt es auf den Punkt: Mein Auto ist auf eine Firma eingelöst – deswegen bezahle ich ja meine Bussen auch nicht (erwähnt in der Bussendiskussion vor ein paar Tagen). Und die Grünen schneiden sich mit ihren Kack-Ideen nur ins eigene Fleisch. Stimmt sie wollen immer alles besteuern und deren Werbung verbieten. Aber vielen ist es egal wohin Ihr Geld für Steuern, Abgaben, etc. fliesst. In meinem Beispiel ist es ganz eifach: Je teurer für mich das Autofahren wird, desto weniger Steuern bezahle ich. Das gleicht sich also etwa aus.

  16. Babylon am 8. Juni 2006 um 11:19

    @ unclej

    Sorry, aber das ist ein Statement, das einzig dazu dient, deine egozentrische, gleichgültige und unglaublich kurzsichtige Einstellung darzustellen. Ich hoffe du gefällst dir wenigstens selber so.

  17. Richard am 8. Juni 2006 um 11:40

    @Forenmaster: eine Demokratie muss wohl auch Leute und deren Meinungen ertragen könnnen, die sich mit ihren Statements und ihrem gehässigen, primitiven Jargon auf unterstem Niveau bewegen.

    Trotzdem: ich bin der Meinung, man sollte Beiträge dieser Leute löschen. Wer Ausdrücke wie “Kack.. und Scheiss…” verwendet ist vielleicht im Koprophilie-Forum besser aufgehoben ;-)

  18. unclej am 8. Juni 2006 um 11:51

    Ja BABYLON, ich gefalle mir so. Das hat aber nichts damit zu tun, dass du mein Statement offenbar nicht so ganz verstanden hast. Ich schlage vor du liest mal von Anfang an alle Kommentare durch.

    PS: Was meinst du eigentlich zum Thema? Ausser dass dir meine Einstellung nicht gefällt!?

  19. Süchu am 8. Juni 2006 um 11:59

    @unclej:
    Auch ich kurve recht anständig (beruflich wie privat) in der CH rum… ich tu das jedoch nicht mit irgend welchen Autos, sondern mit dem öffentlichen Verkehrsmittel… Der Konfort, den ich da hab (zB in einem Zug) hab ich in einem Auto nie…
    Und für kurze Strecken hab ich das Velo…

    Ich find, der Staat sollte in erster Linie nur noch bei Ausgaben für ÖV Steuerabzüge erlauben, zufrieden unclej? :p

    Ansonsten: wenn die Ideen alle immer so kacke sind, bring doch mal ein paar passendere? Wir warten alle gespannt darauf.

    @Richard: find ich jetzt nicht so schlimm, man darf das nicht so ernst nehmen (immerhin schaden sie mit solchen Aussagen bei mir nur an ihrer eigenen Glaubwürdigkeit… bis zur Lächerlichkeit…). Ansonsten finde ich Zensur ziemlich doof und öffnet immer eine Türe zur Willkür…

    @Chriss: Ich hab allgemein auch noch keine Lösung, aber wenigstens hab ich Prinzipien, was mich selbst betrifft ;)
    Ich denk, wenn alle sich etwas zurück schrauben würden, wärs schon bald nicht mehr der Rede wert… aber da sind wir ja wieder beim Thema Selbstverantwortung, und das hat ja angeblich nicht funktioniert… (warum wohl…)
    Steuerkeule trifft in der Regel immer die Falschen, das stimmt schon.

  20. unclej am 8. Juni 2006 um 12:03

    Genau RICHARD, leider bist du – als hochentwickeltes zivilisiertes Wesen – gezwungen auch solche “primitiven” Kommentare zu ertragen. Ohne Leute wie mich (die eine etwas andere Einstellung zu Themen wie Umweltschutz, Offroader, Steuern, etc. haben) wäre dieses Forum doch langweilig und ihr hättet gar nichts zu diskutieren. Das ist nämlich genau der Grund, weshalb ich hier bin. Weisst du, auch “primitive” Menschen möchten mal ihre Meinung sagen :)

  21. Sandro am 8. Juni 2006 um 12:04

    Wir sind hier nicht im SVP Blog, deshalb wird auch nix zensiert. Wer mit fäkalwörtern um sich werfen muss disqualifiziert sich ja selber. Ich schreite nur bei direkten/persönlichen Beleidigungen ein. Dazu habe ich übrigens wie im Forum ein Trollwald in petto, werde den, wenn nötig, auch aktivieren…

  22. Pete am 8. Juni 2006 um 12:19

    >Die Schweiz hat in Europa die billigsten Benzinpreise (Stichwort Benzintourismus).

    Das hat was.
    War am Montag in Polen Tanken, sogar dort bezahlt man 1.07 Euro pro Liter, also rund CHF 1.69.

    In Relation zur Kaufkraft ist Benzin in der Schweiz wirklich am preiswertesten.

  23. bluefox am 9. Juni 2006 um 01:21

    offenbar will man sich weiterhin beklagen dass eigenverantwortung nicht funktioniert, und im fröhlichen wiederspruch dazu weiterhin höhere steuern fordern.

    wenn ich das also recht verstehe, hat holland (teuerster benzinpreis 05) also die probleme im griff, kaum einer fährt mehr auto dort, die wohnwagen sind verschrottet? deren grüne sind zufrieden und haben aufgehört forderungen zu stellen? oder polen ist sehr sauber geworden, da der sprit dort teurer ist?

  24. _driv3r_ am 9. Juni 2006 um 18:21

    Also ich gehe mit dem Autor insofern einig, dass diese Energieeffizienzetikette (eine Erfindung vom Staat) völlig sinnlos ist. Was ist die Aussagekraft einer Etikette, auf welcher ein Luxusmostschlucker besser wegkommt als ein sparsames Normalfahrzeug?

    Dabei wäre es ganz einfach: auf jedes Auto, das zum Verkauf steht, einen Kleber anbringen, wo der absolute Verbrauch in Litern pro 100KM draufsteht. Das wäre transparent und würde dem Kunden helfen, die variablen Kosten des Fahrzeugs besser einzuschätzen.

    Neue Steuern sind jedoch genauso bescheuert wie die Etikette: Autofahrer zahlen über Benzinsteuern und Motorfahrzeugsteuern schon mehr als genug in die Staatskasse, irgendwann muss Schluss sein!

  25. felixkohl am 10. Juni 2006 um 02:25

    @Sandro

    Gute Strategie.

    @Unclej

    “Je teurer für mich das Autofahren wird, desto weniger Steuern bezahle ich. Das gleicht sich also etwa aus.”

    :-) Hast in der Mathe nicht wirklich aufgepasst. Macht nix. Die arabischen Scheichs freuts.

  26. quadour am 10. Juni 2006 um 21:09

    Warum merkt das hier keiner? Die Benzinpreise müssen rauf. Nur dann kümmerts die Leute wie oft sie fahren und warum. Statistiken zeigen doch, dass aufgrund der aktuell “hohen” Benzinpreise der Verkauf von Benzin nicht mal 1% abgenommen hat. Das heisst doch ganz einfach, dass “Energie” noch immer viel zu billig ist. Der Preis von Benzin in der CH ist ja sogar um die 40 Rp. billiger als in D und rund einen Franken billiger als in England.

  27. bluefox am 10. Juni 2006 um 22:58
  28. vollmi am 11. Juni 2006 um 08:56

    @Quadur Zitat:”Warum merkt das hier keiner? Die Benzinpreise müssen rauf. Nur dann kümmerts die Leute wie oft sie fahren und warum.”

    Warum bringst du diese Verteuerung nicht einfach zur Abstimmung? Da wir eine Direkte Demokratie haben sollte die Mehrheit entscheiden.

    Oder willst du die Direkte Demokratie abschaffen und einfach vorschreiben was zu geschehen hat?

    mfG René

  29. Georg Meier am 11. Juni 2006 um 14:58

    Zur Reduktion der Verschwendung von Treibstoff muss der Verkaufspreis auf jenes kritische Niveau angehoben werden, dass tatsächlich der Verbrauch sinkt.
    Zur Veringerung des Schadstoffausstosses hilft Punkt 1 ein bisschen, doch konsequenterweise ist die Durchsetzung des Verbotes der Verbrennung von Benzin und Diesel auf offener Strasse analog zum Verbot der Gewässerverunreinigung am effektivsten.

  30. quadour am 11. Juni 2006 um 22:58

    Ich meine, einen Preis von Fr. 3.– an der Zapfseule würde den Verbrauch nachhaltig senken. Zudem wäre das AHV Problem auch gelöst aufgrund der höheren Steuereinnahmen.

    Mit einem Preis von 3 Fr. würden sich wahrscheinlich auch so dekadente und verwöhnte Leute wie Vollmi und Bluebox 2 mal überlegen, ob sie wirklich das Auto benutzen sollen.

    Es geht nur über den Preis. Solange der Durchschnittsbünzli trotz Preissteigerungen weiterfährt, solange ist der Preis zu tief. Got it??

  31. bluefox am 12. Juni 2006 um 00:24

    georg, du hast natürlich recht, wenn man das “verbrennen von benzin” in der schweiz verbietet sind alle probleme gelöst.
    jedenfalls die autos würden keine schadstoffe mehr abgeben. und es ist auch alles so einfach! das das land zusammenbrechen würde.. ist doch egal.
    quadour hat auch recht. wenn der bünzli kein auto mehr fährt, hach wie schön. soll die alleinerziehende mutter doch aufhören zu arbeiten, weil sie nicht mehr zur arbeit kann. hauptsache ospel kann es sich noch leisten.

    ich glaube ihr habt ein bisschen den bezug zur realität verloren. die probleme die entstehen würden nehmt ihr einfach nicht wahr. ihr denkt nur noch eindimensional, man nennt dies fanatismus.

    da ist sogar die grüne partei noch realistischer:
    “Natürlich wäre es für die Umwelt sinnvoll, den Benzinpreis um mehrere Franken zu erhöhen. Ein solcher Vorschlag ist aber heute chancenlos, weil er die Bedürfnisse (auch die sozialen) einer Mehrheit in diesem Land ausblendet.”

  32. _driv3r_ am 12. Juni 2006 um 00:26

    “Ich meine, einen Preis von Fr. 3.– an der Zapfseule würde den Verbrauch nachhaltig senken. Zudem wäre das AHV Problem auch gelöst aufgrund der höheren Steuereinnahmen.

    Ich würde nicht sagen dass dies irgendein Problem lösen würde. Der Verbrauch dürfte nur marginal sinken, da Benzin ein Gut darstellt, welches ziemlich Preisunelastisch zu sein scheint. Da aber nicht anzunehmen ist, dass mit einer Benzinpreiserhöhung plötzlich alle zu Grossverdienern werden (in wirtschaftsdeutsch: die individuelle Budgetbeschränkung bleibt unverändert), spart der Bürger schlicht und einfach an anderen Orten. Dies wiederum schadet vor allem der Konsumwirtschaft, und man würde sich somit ins eigene Fleisch schneiden; ein solcher Wirtschaftskiller wäre gerade jetzt, wo das Wachstum langsam anzieht, verheerend.

  33. Georg Meier am 12. Juni 2006 um 01:36

    bluefox: bitte korrekt zitieren! Es muss heissen “verbrennen von benzin und diesel auf offener Strasse”.
    Wer einen Heizofen mit Öl betreibt, muss die Abgase schliesslich auch über einen Kamin abführen. Für Fussgänger und Velofahrer sind die konzentrierten Abgase die direkt auf Trottoirhöhe emitiert werden höchst schädlich.

    Die Verbreitung von Abgase auf öffentlichem Raum und die damit erzwungene Inhalation dieses gesundheitsschädigenden Reizgas-Cocktails ist vergleichbar mit dem Passiv-Rauchen.

  34. bluefox am 12. Juni 2006 um 02:04

    Georg: aber gern.
    wenn du das “verbrennen von benzin und diesel auf offener Strasse” allen ernstes verbieten willst, erkläre ich dich offiziell zu einem weltfremden, irrationalen öko-fanatiker. dass das land zusammenbrechen würde hast du ja grosszügigerweise übersehen, hauptsache richtig zitiert. du hast definitiv die realität aus den augen verloren.

  35. vollmi am 12. Juni 2006 um 10:32

    zitat Quadour: “Es geht nur über den Preis. Solange der Durchschnittsbünzli trotz Preissteigerungen weiterfährt, solange ist der Preis zu tief. Got it??”

    Dann starte eine Petition. Ich bin sicher du wirst eine Mehrheit Finden die dich unterstützt. Und wenn nicht Pech. In einer Demokratie entscheidet nunmal die Mehrheit.

    mfG René

  36. Georg Meier am 12. Juni 2006 um 11:57

    Man kann ja durchaus darüber diskutieren: Das muss ja nicht von einem auf den anderen Tag geschehen.
    Der technische Fortschritt mit den Hybridmotoren es erlaubt es emissionsfrei zu fahren. Vorerst innerorts oder zumindest in Gegenden mit regem Fussgängeraufkommen und in dicht bebautem städtisch geprägtem Raum. Man kann zum Beispiel bei emissionsfreie Fahrzeuge belohnen und auf das Road-Pricing verzichten. Bei all den Neuwägen und flexiblen Finanzierungsmodellen mit 50% geleasten Autos auf den Strassen ist offenbar genug Kapital vorhanden das sinnvollweise in fortschrittlichere Mobilität investieren kann ohne, dass die Wirtschaft bachab geht. Statt mit Miliarden den Verkehr auszubauen täte man besser die Mittel für die Verträglichkeit des bestehenden Verkehrsaufkommens mittels fortschrittlichen Technologien einzusetzen.

  37. chriss am 14. Juni 2006 um 23:25

    Diese ominösen Hybridautos fahren genauso “Emissionsfrei” wie ein gewisses Braunkohlekraftwerk, dem wir uns hier schon gewidmet haben.
    Der Hybrid kann eine Zeit lang mit E-Betrieb fahren, danach müssen die Batterien wieder mit “Super 95″ aufgeladen werden. Es wird also nur die Lokalität des Schadstoffausstosses verlagert. Für die magere Ersparnis von ca 1Liter/100km muß man sich (noch) nicht auf dieses Experiment einlassen. Leider wird meiner Meinung nach noch zu viel Potential für hohe Beschleunigungswerte vergeudet.
    Die Japaner sind jedoch sehr ambitioniert und werden sicher noch Steuerungssysteme implementieren, die der Kunde an seine eigenen Fahrgewohnheiten anpassen kann und damit die Effizienz weiter steigern wird können.

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