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Echte Christen diskriminieren keine Randgruppen, ja zum Partnerschaftsgesetz

Echte Christen dürfen zwar die SVP nicht wählen. Mit ihr zusammen gegen Rechte für Randgruppen hetzen ist jedoch für die Christen im Komitee gegen das Partnerschaftsgesetz kein Problem. Beispielsweise Ruedi Äschbacher (EVP) zeigt hier, dass er nach den Kiffern bereits die nächste Randgruppe gefunden hat, die es zu bekämpfen gilt. Mit uralten und längst widerlegten Behauptungen (Das Partnerschaftsgesetz verleitet ja angeblich Jugendliche zur “schädlichen” Homosexualität…) blasen die Christen und ihre rechtsaussen-Verbündeten ins selbe Horn. Auch vor offensichtlichen Widersprüchen, ja fast schon Lügen, schreckt das Komitee nicht zurück. So wird behauptet, der Homosexuelle Lebensstil beinhalte hohe Gesundheitsrisiken. Dass dies zwar statistisch gesehen nicht ganz unwahr, gilt jedoch kaum für Homosexuelle welche in einer Festen Beziehung leben und sich registrieren/verheiraten wollen. Diese offensichtlichen Tatsachen werden absichtlich ausgeblendet. Und weil es extrem wenig Argumente für ein Nein zu dieser Vorlage gibt, wird in guter alter SVP-Manier noch etwas “Angst” verbreitet. Obwohl das Gesetz Vorlage den Paaren ausdrücklich keine Kinder erlaubt, streut man dem Wähler mit unsinnigen Behauptungen Sand in die Augen. In die Stil(los)-Schulung sind die pseudo-Christen wohl bei der SVP gegangen. Wie hiess es nochmals in der Bibel? Liebe deinen nächsten wie dich selbst. Wer das Wort der Bibel ernst nimmt, stimmt ja zum Partnerschaftsgesetz! (Alle anderen vernünftigen Menschen natürlich auch…)

Dieser Artikel wurde von Sandro am Freitag, 27. Mai 2005 in der Rubrik Schweiz und zu den Stichwörtern , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

28 Kommentare zum Artikel “Echte Christen diskriminieren keine Randgruppen, ja zum Partnerschaftsgesetz”

  1. lukas am 27. Mai 2005 um 13:17

    Es sind nicht alle Rechten gegen das Partnerschaftsgesetz!
    Die JSVP BE sagt JA dazu!

  2. Matthias am 27. Mai 2005 um 15:04

    Aber nur, weil Fuchs sich als bisexuell bezeichnet.

  3. AlphaPapaGolf am 28. Mai 2005 um 15:15

    Das zukünftige Szenario
    Juni 2005 > Ja zum Partnerschaftsgesetz
    Oktober 2005 > Zwei Schwule heiraten
    September 2008 > ja zum neuen Adoptivgesetz
    Februar 2009 > Die beiden Schwulen adoptieren einen fünfjährigen Knaben…..

  4. Esther Brunner am 29. Mai 2005 um 19:49

    @ Sandro: «Randgruppen» ist ein SVP-Begriff, der dazu dient, Gruppen von Menschen mit vom «Normalen» abweichenden Lebensweisen an den Rand zu drängen. Besser die Dinge so benennen, wie sie sind, und statt dessen von «an den Rand gedrängten Gruppen» sprechen.

    Im Übrigen bin ich dafür, der Randgruppe, die das Partnerschaftsgesetz bekämpft, nicht allzu viel Beachtung zu schenken ;-) .

  5. Thomas am 2. Juni 2005 um 20:53

    @ APG: Das Partnerschaftsgesetz (PartG) ist ein eigener Zivilstand. Daher werden im Oktober 2005 deine Schwulen nicht “heiraten”, sondern sich “registrieren” lassen. Ansonsten habe ich gegen dein Szenario bis 2009 nichts auszusetzen – warum nicht? Am 5. Juni wird aber ausdrücklich nicht über die Gleichstellung von Lesben und Schwulen im Adoptivrecht abgestimmt.

    Ergänzung zur Parteienlandschaft: Nicht nur die Kantonalsektion Bern der JSVP sagt “JA” zum PartG, sondern auch die Sektionen Aargau, Graubünden, Schaffhausen und Thurgau. Bei der Vaterpartei haben die Sektionen Bern, Graubünden, Schaffhausen und Zug die JA-Parole herausgegeben. Bei den Gegnern der Vorlage handelt es sich eindeutig um eine fundamentalistisch-christliche Minderheit, und bei Fundamentalisten stehen vernünftige Argumente bekanntlich nicht hoch im Kurs.

  6. Esther am 3. Juni 2005 um 01:19

    Kleine Ergänzung zu Thomas: Mit dem Partnerschaftsgesetz werden schwule und lesbische Paare weder “heiraten” noch “sich registrieren lassen”, sondern “sich eintragen lassen”. Im Kanton Zürich gibt es derzeit eine “registrierte Partnerschaft”. Dieser Ausdruck ist aber unglücklich, da es bis in die 70er-Jahre ein Homosexuellen-Register gab, das ganz andere Ziele verfolgte: die Kriminalisierung der sexuellen Ausrichtung.

  7. Thomas am 4. Juni 2005 um 01:02

    Danke, Esther! Du hast recht, der neue Zivilstand heisst “eingetragene Partnerschaft”.

    @ APG: Da du anderswo deklariert hast, zum Partnerschaftsgesetz “Nein” stimmen zu wollen, lese ich aus deinem obigen Kommentar heraus, dass in deiner Wahrnehmung Homosexuelle auch noch pädophil veranlagt sind. Sollte dies wirklich deine Meinung sein, dann ist das unterstes Niveau – aber bei einem christlichen Fundamentalisten kann man wohl nichts anderes erwarten!

  8. AlphaPapaGolf am 4. Juni 2005 um 13:59

    Ja Thomas, aus Beiträgen kann man immer alles herauslesen was man will. Das kommt ganz auf die Einstellung des Lesers an.

  9. Thomas am 4. Juni 2005 um 21:28

    Ja Papa, so könnte man sich ungeschoren aus der Affäre ziehen. “Interpretation ist Einstellungssache” – dieses Spielchen ist mir leider zu beliebig. Wie soll ich denn dein Szenario sonst interpretieren, wenn nicht als mahnender Fingerzeig? Du hättest keinen Kommentar hinein hineingepostet ohne irgendeine Absicht dahinter. Und wenn du diese Absicht nicht selbst klären willst, dann versuche ich sie eben explizit zu machen.

    Bei (vielen) rechtskonservativen Politikern gilt auch nicht zuerst einmal die Unschuldsvermutung (“in dubio pro reo”), sondern die Beschuldigung und der Verdacht, sprich: die Angst. Die Kampagne der Gegnerschaft des PartG gründet ausschliesslich auf solchen Verdachtsmomenten. Ich würde deshalb gerne über deine Ängste sprechen. Vielleicht kann ich dich beruhigen oder auf ein entsprechendes Therapie-Angebot hinweisen.

    Also: Wie begründest du konkret deine Ablehnung des PartG?

  10. mischa am 24. September 2005 um 08:33

    Echte Christen …..?????
    1.Mose 1,27: Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und cschuf sie als Mann und Weib. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch…
    _Gott hat seine meinung nicht geändert:
    Hebr 13,8 : Jesus Christus gestern und heute und DERSELBE auch in Ewigkeit.
    ..liebe deinen nächsten ist nicht im bezug auf sex gemeint

  11. Narrenkönig am 24. September 2005 um 12:48

    Du hast nicht irgendwie das Gefühl, auf ein mittlerweile etwas veraltetes Thema zu posten?
    Weisst du, das PartG ist eben schon angenommen worden, und das vor einiger Zeit…

  12. mischa am 24. September 2005 um 18:00

    ….ich weiss, ich wollte es trotzdem noch eintragen das wird ja nachträglich auch noch gelesen.

  13. Thomas am 24. September 2005 um 20:01

    Oh! Da versucht ein fundamentalistischer Christ (also ein unechter Christ) Aufmerksamkeit zu erheischen. Das ist ein Fall für mich. Zuerst verkündige ich eine frohe Botschaft: Homophobie ist therapierbar! Interessenten für eine Therapie dürfen sich an mich wenden. ;-)

    @mischa: Du zitierst Bibelstellen und lieferst gleich eine Interpretation dazu: Das “Liebe” in “Liebe deinen Nächsten” ist deiner Lesart gemäss also nicht in bezug auf “Sex” gemeint. So weit, so einverstanden. Aber was hat dein Kommentar nun mit dem Partnerschaftsgesetz zu tun, und was soll aus deinen Zitaten logisch folgen?

  14. mischa am 30. September 2005 um 08:24

    Hi, Das “Liebe” in “Liebe deinen Nächsten”
    habe ich nur auf den Titeltext geantwortet (3 letzte Zeile), gut veilleicht hat der das ja nicht ernst gemeint.

  15. Thomas am 26. Oktober 2005 um 20:28

    Und wie interpretierst du in “und cschuf sie als Mann und Weib” hinein, dass sich nur Mann und Frau gegenseitig begehren dürfen? Zudem ist das “Seid fruchtbar und mehret euch!” zu den beiden gesprochen, woraus sich nicht eine Fortpflanzungspflicht (“du sollst”) für alle ableiten lässt.

    Die drittletzte Zeile im Kommentar oben kann ich dir folgendermassen erläutern: Wer Sätze wie “Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.” ernst nimmt, der sagt Ja zu Rechten und Pflichten von homosexuellen Paaren aus Respekt vor Andersfühlenden, während ein Nein der Verachtung von homosexuellen Menschen gleichkommt.

  16. mischa am 27. Oktober 2005 um 14:33

    Als Mann und Weib das ist zu beiden gesprochen, das denke ich auch, das mit dem mehren muss jeder selber wissen.

    Natürlich nehme ich den Satz „…deinen Nächsten“ ernst, ich bin nicht besser als jene, aber Homosexualität (was aus inneren Verletzungen kommen kann, Eltern sich eine Tochter gewünscht haben z.b.) ist sicher nicht nach Gottes wille und wenn ich meinen Nächsten liebe will ich das er das auch erkennen kann und heil werden kann. Wenn der mir egal wäre dann würde ich sagen: ja, ist schon gut was du machst usw…

  17. Thomas am 27. Oktober 2005 um 20:26

    Moment! Du musst hier die Sachlage nicht verdrehen: Homophobie ist heilbar – sie resultiert nämlich aus unbewusster Angst und Unsicherheit in der eigenen Identität. Ich kann dir daher aus Nächstenliebe einen guten Psychiater empfehlen. Du bist mir nämlich nicht egal, denn Homophobie spricht aus einem moralisch verdorbenen Herzen, und der Herr möchte, dass du reinen Herzens vor ihn trittst. Also bete und tu etwas dagegen, ehe es zu spät ist!

  18. mischa am 27. Oktober 2005 um 21:33

    Du kannst kannst die Bibel natürlich so umdrehen wie es gerade in die Gesellschaft passt in 10 Jahre drehst Du sie vielleicht wieder anders herum. Gott liebt alle Menschen aber ich glaube nicht das Gott sich der Gesellschaft anpassen muss/wird.
    Wir haben uns ja von Gott werbewegt und nicht er von uns.

  19. mischa am 27. Oktober 2005 um 21:34

    Du kannst kannst die Bibel natürlich so umdrehen wie es gerade in die Gesellschaft passt in 10 Jahre drehst Du sie vielleicht wieder anders herum. Gott liebt alle Menschen aber ich glaube nicht das Gott sich der Gesellschaft anpassen muss/wird.
    Wir haben uns ja von Gott werbewegt und nicht er von uns.

  20. Georg Meier am 27. Oktober 2005 um 23:58

    Die entscheidende Phase der sexuellen Prägung ist schwer rückgängig zu machen. Von da an sollte man grundsätzlich Toleranz walten lassen.
    Hauptsache sie werden glücklich, was aber meistens schwierig ist…
    Biologische Entwicklungen und Realitäten sollte man akzeptieren, als neutestamentarischer Christ.
    Solltest Du Probleme mit Deiner sexuellen Identität haben kannst Du dich ja an eine Selbsthilfe gruppe wenden…
    Am ehesten hilft viel Sport, da dann im normalfall der normale Hormonfluss aktiviert wird.

  21. mischa am 28. Oktober 2005 um 10:10

    die Gesellschaft fordert Toeranz in jedem bereich, davon ist meiner meinung nach nicht alles gut. Hauptsache sie werden glücklich kann ich nicht mit Dir teilen, Gott kann auch solchte tiefliegende innere Verletzuungen heilen …wenn der wille + Glaube da ist. Das stimmt mit dem Sport danke das mache ich schon lange.

  22. wacht_auf! am 28. Oktober 2005 um 11:47

    dank an herrn meier er hat es auf den punkt gebracht!

  23. sense am 28. Oktober 2005 um 12:15

    wtf? haben sich jetzt auch noch steinzeitkatholiken hier hin verirrt?

  24. Thomas am 29. Oktober 2005 um 14:35

    Die Gesellschaft fordert Toleranz? Es gibt im Staat verschiedene Interessengruppen, die einen glauben an Gott, die anderen an etwas anderes (an die Natur, an Geld oder was-weiss-ich). Und der Gottesbegriff variiert von Glaubensgemeinschaft zu Glaubensgemeinschaft. Von Einheitlichkeit kann hier keine Rede sein. Ich persönlich halte den Atheismus für eine moralische Position, die Verantwortung nicht an ein imaginäres (ideologisches) Konstrukt delegiert, sondern den Menschen auf sich selbst verweist. Die Abstimmung vom 5.Juni hat ja gezeigt, dass ca. 40% der Stimmbevölkerung nichts von Toleranz bzw. nichts von Akzeptanz von Homosexuellen wissen wollen. Hier gibt es noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten, z.B. an den Schulen.

    Was Herrn Meier betrifft: Wieso projizieren Sie ihr eigenes Unglück auf andere Menschen (um es etwas provokativ zu formulieren)? Was heisst denn überhaupt Glücklich-Sein? Ist das quantitativ erfassbar? Die Homosexuellen, die ich kenne, sind nicht mehr und nicht weniger glücklich als der Durchschnitt, soweit ich das ermessen kann. Ich nehme eher die Heterosexuellen als Personen mit Fassade wahr, aber das liegt wohl an meinem subjektiven Blickwinkel, und ich habe gelernt davon zu abstrahieren. In diesem Sinne wünsche ich euch viel Spass beim Lernen! ;-)

  25. mischa am 31. Oktober 2005 um 12:30

    vielleicht hat das etwas mit steinzeitkatholiken zu tun weis nicht.
    Aber ev. bist Du nicht ganz auf dem aktuellen stand aber das hat es schon vor 2000 jahren gegeben. Nicht erst seit es von einigen als richtig angesehen wird.

  26. mischa am 31. Oktober 2005 um 12:46

    es gibt verschiedene Interessengruppen und der Gottesbegriff variiert wo auch zum
    teil das Wort Gottes der gesellschaft angepasst wird, da hast Du recht aber ich denke nicht
    das es so funktioniert mit Gott, und wir seine übernatürlichen ziechen und wunder, segnungen in den
    Gemeinden sehnen werden, solange wir nicht diese bedingungen erfüllen.

  27. Ruthenium am 31. Oktober 2005 um 13:45

    Jeesus, scheint ja ein heisses Thema zu sein.. ich frag mich einfach, warum man Homosexuelle nicht einfach akzeptieren kann und den Leuten “die Freude” lassen kann, wenn sie glücklich damit sind? Und falls sich zwei als Paar gefunden haben und dies auch rechtlich untermauert wissen möchten (Spitalbesuchsrecht usw.) dann sollen sie’s doch tun! Wo ist denn bitte der Widerspruch zur (christlichen) Religion? Das ist doch lächerlich! Ich versteh überhaupt nicht woher diese Abneigung kommt.. ich bin selber 100% hetero, und mir ist es doch absolut wurscht ob jemand schwul/lesbisch ist, und ich bin sicher, jeder möglichen Gottheit auch.

    Und deshalb sollen die Leute auch gleiche Rechte haben wie heterosexuelle Paare. Mit Kinderaufziehen ist es dann vielleicht wieder eine etwas schwierigere Sache, aber das steht hier ja auch nicht zur Diskussion.

  28. Thomas am 1. November 2005 um 02:47

    Das «Wort Gottes» wurde ja bereits angepasst, als es aus dem Hebräischen übersetzt wurde. Falls du die Bibel auf Deutsch liest, kannst du sie gar nicht wörtlich verstehen. Christliche Fundamentalisten machen aber im Prinzip dasselbe, was sie anderen vorwerfen: Sie treffen eine willkürliche Annahme (das Wort Gottes ist so, wie ich es lese und verstehe), ohne sich dessen bewusst zu sein, dass jede Lesart bereits eine persönliche Auslegung ist. Wenn es in der Bergpredigt heisst: «Und wenn dich deine rechte Hand zur Sünde verführt, dann hau sie ab und wirf sie weg!», ist das etwa wörtlich zu nehmen? Zudem wissen wir auch nicht, ob nicht letztlich diejenigen, die an Allah oder an Krishna glauben, der Wahrheit näher sind als orthodoxe Christen. Es ist auch falsch zu sagen: «ich denke nicht das es so funktioniert mit Gott» – denn der Glaube hat nichts mit rationalem Denken zu tun…

    Ich möchte hier doch noch anmerken, dass Glück kein gutes Kriterium ist – so könnte man z.B. Glückspillen oder andere Drogen für alle fordern. Es geht vielmehr darum, dass in einem Rechtsstaat, sich das Individuum so entfalten können darf mit allem, was es von Natur aus mitbringt (also z.B. die sexuelle Orientierung), solange es niemanden (einschliesslich sich selber) damit schädigt. Homosexuelle schädigen niemanden. Hingegen diejenigen kirchlichen Kreise, welche die sexuelle Orientierung «heilen» möchten, schädigen die betreffende Person, unabhängig davon, ob sie selbst die «Therapie» will oder nicht.
    Bei Kant heisst es etwa: «Handle so, dass du die Menschheit sowohl in deiner Person, als auch in der Person eines jeden anderen jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchest.» Ein Homosexueller, der sich «therapieren» lassen will, missbraucht sich selbst als Mittel zum (religiösen) Zweck, denn durch eine «therapeutische» Gehirnwäsche zerstört er seine Identität und lebt schliesslich wie ein Zombie als charakterlose Hülle weiter. Personen, welche die «Therapie» von Homosexuellen fordern, fordern Böses, nämlich sexuellen Missbrauch und Nötigung.

    Ich verstehe aber, woher die Abneigung gegenüber Homosexuellen (v.a. gegenüber Schwulen) kommt. Mann stellt sich vor, was diese in ihren privaten vier Wänden machen und wie es wäre, wenn mann selbst dies tun würde. Dabei entsteht beim Heterosexuellen ein Ekelgefühl (das der Homosexuelle genauso empfindet, wenn er sich vorstellt, was Heteros miteinander tun). Der Homophobe ist nun so stark auf dieses Ekelgefühl vor dieser Variante der Sexualität fixiert, dass er nicht mehr abstrahieren kann und bspw. den Homosexuellen nur noch als «sexgeiles Tier» wahrnimmt (so wie man Juden zu «geldgeilen Säcken» degradiert), statt in ihm einen Menschen mit vielen anderen Interessen zu sehen. Deshalb muss Homophobie geächtet werden – dem Homophoben sei aber dringendst zu einer Therapie geraten!

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