E-Government führt zu einer effizienteren Verwaltung
Wow, jetzt wirds dicke! Echt der Glatte Wahnsinn, in Bern hat man folgendes festgestellt:
So sollen dank der Nutzung von Mitteln der Informations- und Kommunikationstechnik über alle föderalen Stufen hinweg Synergien genutzt und die Kommunikation verbessert werden.
Wirklich? Nein, wer hätte das gedacht? Darauf wär ich jetzt wirklich nicht gekommen. Dann grad noch über “alle föderalen Stufen”. Das ist ja schlicht unglaublich? Wer wäre schon drauf gekommen, dass 26 komplett verschiedene Kantonswebseiten, tausende von technisch 100% unterschiedlichen Gemeindehomepages, die alle in einem anderen Design gehalten, mit unterschiedlicher Technik betrieben und völlig verschieden in Navigation und Angebot sind, nicht dem Bedürfnis der Bevölkerung entsprechen?
Bundesrat Merz zeigte am Beispiel der geplanten Vereinfachung der Mehrwertsteuer eindrücklich auf, dass die Kombination von e-Government-Instrumenten mit der Vereinfachung von Prozessen zu einer wesentlichen administrativen Entlastung führen kann.
Wow, auch hier: Ohne dieses Wahnsinnsbeispiel hätt ich das jetzt nicht geglaubt. Aber so, muss man es ja fast glauben.
Die Kommission ist überzeugt, dass e-Government mittelfristig zu einem besseren Zugang der Bevölkerung und der Wirtschaft zur Verwaltung und somit zu einem Effizienzgewinn führen wird.
Sagen wir es mal so, wäre diese Meldung im Jahr 1998 gekommen, hätte ich gestaunt. Doch da sie im Jahr 2007 kommt muss ich mich ernsthaft fragen, ob unsere Institutionen nicht einer dringenden und generellen Reform unterzogen werden müssen. Zehn Jahre zu verplempern um solche Aussagen zu veröffentlichen, die für jeden durchschnittlich intelligenten IT-Anwender sonnenklar sind, da frag ich mich schon was die in Bern den ganzen Tag machen. Wobei, unser Justizminister mag ja diese modernen Geräte auch nicht. Wie heissen die nochmals? Ah ja genau, Kompjutr…

Ich glaube die Franzosen würden sagen: “toujours un metro en retard”
Effizienz tönt ja immer gut, aber Datensicherheit und Datenschutz sind die Problemfelder dabei. Das ist wohl auch der Grund, warum nicht bereits 1998 davon gesprochen wurde (heute gibt es da technisch deutlich bessere Möglichkeiten). Ich bin aber auch heute noch kein Fan des “gläsernen Bürgers”. Wie ging das früher nochmals zu Zeiten der P21 und der Fichenaffäre? Wollen wir wirklich zurück in jene Zeiten?
Sandro regt sich über unwichtige Dinge auf. E-Government ist E-Terror vom Staat, sonst nichts. Ist mir völlig egal, ob die nun “einheitlich” auftreten oder beliebig zusammengewürfelt. Ist sowieso nur staatliche Scheisse.
Alles Staatliche ist zum Vornherein unsympathisch und unnütz.