Du hast Einfluss auf den Klimawandel
Unter dem Motto „Runterdrehen. Ausschalten. Recyceln. Zu Fuß gehen“ hat die Europäischen Kommission eine Webseite zum Thema Klimawandel lanciert. Der Schwerpunkt: Bereits geringfügige Änderungen unseres Alltagsverhaltens können zur Vermeidung von Treibhausgasemissionen beitragen, ohne unsere Lebensqualität zu beeinträchtigen. Sogar Geld lässt sich damit sparen. Im Rahmen der Kampagne „Du hast Einfluss auf den Klimawandel“ hat die EU-Kommission jetzt auch Unterrichtsmaterialien zusammengestellt und auf der Kampagnenhomepage veröffentlicht. Zum Beispiel mit Flash-Filmen wird einfach verständlich deutlich gemacht, wo man selbst ganz einfach Energie sparen und damit den Klimawandel selber beeinflussen kann.
Gefunden bei oekonews.at

Wow, schön (und sicher auch teuer und auf dem Buckel steuerzahlender Bürger finanziert)!
Da jeder von uns nur schon Körperwärme abgibt, wird der Einfluss auf den Klimawandel wohl von niemandem bestritten werden; die Frage ist nur, welche “Sünden” Ursache der gegenwärtigen Entwicklungen sind. Wohl eher diejenigen vor rund 60 Jahren als diese von heute (welche Emissionen zumindest europaweit geringer sein dürften als diejenigen vor etwas mehr als 60 Jahren…).
Kompetentes Statement, mollbotz.
Du verwechselst – passend zu deinem Nick – einmal mehr Luftverschmutzung und Treibhausgase.
Recht hast du allerdings darin, dass, war wir heute spüren, auf vor 15 bis 30 Jahren emittierte Gase zurückgeht.
Es wurden noch nie so viele Treibhausgase emittiert wie heute, die Auswirkungen werden in den nächsten Jahrzehnten verheerend sein. Zeit für die Notbremse!
Und wer immer noch an den anthropogenen Ursachen zweifelt, möge sich hier umtun:
http://www.mpg.de/
@ Pirelli
Sorry, aber wo spreche ich von Luftverschmutzung oder Treibhausgasen? Ich dachte vielmehr an die massiv ineffizienteren Energiequellen und den technisch bedingt verschwenderischen Verbrauch von Energie jeglicher Herkunft in jenen Zeiten…
Zeit für die Bremse (nicht Notbremse!) ist es schon lange, doch darf man sich selbst bei Befolgung aller erwähnter Massnahmen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die parallel dazu verlaufende Energieverbrauchszunahme sämtliche Einsparungen locker aushebeln wird, wenn nicht hier in Europa, so unausweichlicherweise auf weltweiter Ebene durch die boomenden südostasiatischen Staaten. Aber immerhin wird die teure Kampagne einen Tropfen auf einen heissen Stein zur Folge haben…
@Pirelli hat folgendes geschrieben!!!!
(war wir heute spüren)
Tja , Super Deutsch!!!
@KevinNein, Pirelli hat doch tatsächlich ein “r” anstatt einem “s” geschrieben. Ein inkorrekter Plural von “Tor”, willkürlich und komisch gesetzte Leerschläge und ein gross geschriebenes Adjektiv, das geht ja alles noch, aber dieser Flüchtigkeitsfehler!
“Laß fremde Art doch gelten,/ selbst dann, wenn sie dich quält!/ Gar oft ist, was wir schelten,/ grad was uns selber fehlt.“Wilhelm Kuhnert
@Dreckfilter”auf dem Buckel steuerzahlender Bürger finanziert”
Hältst du es denn für verwerflich, dass Steuergelder dafür eingesetzt werden, etwas gegen den Treibhausgas-Ausstoss zu tun?
In der Kommentarvorschau wird das -Tag ja noch richtig interpretiert, aber nach dem Absenden…
br-Tag
@ Scherzgüetzi
Nein, ich halte die Finanzierung solcher Kampagnen mit Steuergeldern nicht grundsätzlich für verwerflich. Was ich dabei jedoch häufig feststelle, ist, dass sehr viel Geld ausgegeben wird (Top-Werbeagenturen etc.) im Verhältnis zu voraussichhtlichen Wirkung. Dies scheint mir vorliegend erfüllt angesichts des erkennnbaren Aufwandes (insbesondere auch der EU-Bürokratie im Hintergrund), weshalb ich mit meiner Aussage dieses Missverhältnis anprangern will. Dies ist aber nicht nur bei Oeko-Kampagnen ein Problem, sondern eigentlich generell bei öffentlich-rechtlichen Vergaben. Ich begreife beispielsweise nicht, warum derselbe Bürostuhl, wenn er für die öffentliche Verwaltung beschafft wird, 173% des normalen Listenpreises kostet, auf welchen man als Privatkäufer nochmals gut und gerne 20% Rabatt erhält.
Jetzt, wo der Ölpreis wieder etwas gefallen ist, habe ich vernommen, dass der Verkauf von SUV in den USA und der EU wieder 15% zugenommen hat (gilt für September). Der Wohlstand im Westen ist derart gross und wird immer grösser, dass auch ein eigentlich hoher Preis von 60$/barrel die Leute nicht abhält, wieder mit der grossen Kelle anzurühren.
@Quadour
Kannst du mir bitte deine quelle für die je 15% gesteigerten verkäufe in USA und EU nennen? Merci!
bluefox:
Hier ein paar Zahlen zu den Verkäufen ’06 von Hybrids, SUV’s, Trucks und anderen Fahrzeugtypen
http://www.greencarcongress.com/2006/10/us_sales_of_hyb.html
http://pressrepublicanautos.carsite.com/index.cfm?page=24&articleId=127
http://www.ibtimes.com/articles/20060928/auto-suv-sales.htm
stützt in der Tendenz Quadour’s Aussage, dass die Benzinsäufer gleich wieder eher gekauft werden, sobald der Most billiger wird, und die sparsamen Typen dafür weniger. Aber ich bin da zuversichtlich, bei der langfristigen Entwicklung von Angebot und Nachfrage beim Erdöl wird der Preis relativ bald neue Rekorde erzielen und dann sieht’s wieder ganz anders aus.
http://www.greencarcongress.com/2006/10/light_truck_sal.html
Vielen dank für die zahlen.
Unter uns gesagt, da steht nicht “dass der Verkauf von SUV in den USA und der EU wieder 15% zugenommen hat”, sondern dass im september in USA 5.4% mehr “light-duty trucks and SUVs” verkauft wurden als im vorjahr.
Und dies könnte hier begründet sein: “Insgesamt legte der Fahrzeugabsatz in den USA im September im Vergleich zu einem schwachen Vorjahresmonat um 1,9% auf 1,35 Mio Stück zu. Im Vorjahr war das Geschäft vom Hurrikan Katrina beeinträchtigt worden.” (Barbara Millner, Dow Jones Newswires)
Ohne jetzt auf zahlen herumreiten zu wollen, hat mich jedoch etwas anderes besorgt.
“Sales of hybrids in the US in September dipped from the prior month, with a total of 23,301 units sold. That represents an increase of 21.5% from September 2005 but a decrease of 11% from August 2006.”
Einerseits ist erfreulich zu sehen, dass sich die zahl der verkauften Hybrids in USA seit januar04 bis heute vervierfacht hat, andererseits scheint es tatsächlich einen relativ kurzfristigen einfluss des benzinpreises auf die art der verkauften Autos zu geben.
bluefox, das mit dem kurzfristigen Einfluss des Ölpreises seh’ ich leider auch so – andererseits, die OPEC beginnt jetzt schon bei 60$/Fass die Förderung zu kürzen; langfristig arbeitet der Benzinpreis für Hybrids und effiziente Autos
qumbyman:
Ich bin absolut deiner Meinung, dass der Ölpreis nach der jetzigen Verschnaufpause (Einbruch von ca. 20%) wieder anziehen wird. Höchstwahrscheinlich wird der Preis Höhen erreichen, welche uns selbst erstaunen wird. Solange keine neuen grossen Ölfelder gefunden werden und der Verbrauch steigt ist die Sache klar. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass sich das Öl seit dem Tief 1999 (10$/Fass) bis jetzt mehr als versechsfacht hat.
Hauptgründe für höheren Ölpreis:
- Seit 1978 (Alaska und Nordsee) ist kein grösseres Ölfeld mehr gefunden worden.
Die bestehenden “super giants” wie Ghawar in Saudi Arabien sind alt und seit mehr als 50 Jahrenn online.
- Der Output folgender Ölfelder ist rückläufig (zw. 5% und 18%): Nordsee, Mexiko (Canterell), Alaska (und USA allg. seit 1972), Australien, Indonesien (wurde vom Exporteur zum Importeur).
- Der Verbrauch steigt weiter: Die Zeiten, als der Westen alleine das Öl verbrauchte sind passé. Länder wie Indien (Benzinverbrauch plus 12% per Juli 2006) und China (1,3 Milliarden Leute)mit ihren Wachstumsraten zw. 9% und 10% haben einen gigantischen Energiehunger.
Sehr interessante Website zu den Themen Klimaerwärmung, Peak Oil, Umweltschutz i.a. mit TÄGLICHEN UPDATES zu diesen Themen aus aller Welt: http://www.energybulletin.net
Es wird doch sowieso alles Öl verbrannt werden, das rentabel gefördert werden kann. Wenn der Preis steigt, steigen zunächst auch die förderbaren Reserven, bis dann wirklich alles weg ist.
Der zu erwartende und von der Atmosphäre zu verarbeitende CO2-Ausstoss ist also konstant. Die Frage ist nur, über welchen Zeitraum wir den Ausstoss verteilen wollen.
Vielleicht wäre es sinnvoller, das Erdöl so schnell wie möglich aufzubrauchen und so der Atmosphäre einen heftigen, aber vergleichsweise kurzen CO2-Schock zu verpassen. Die langfristigen klimatischen Folgen wären vielleicht weniger drastisch als bei einer kontinuierlichen Erwärmung über Jahrzehnte hinweg.
Zwei Links für alle Verschwöhrunstheoretiker in Sachen Treibhauseffekt und Klimawandel.
Wie er so schön schreibt: “Yup, global warming is a just a crazy, new theory.”
http://blog.modernmechanix.com/2006/03/21/growing-blanket-of-carbon-dioxide-raises-earths-temperature/
http://blog.modernmechanix.com/2006/07/07/carbon-dioxide-causes-global-warming-1932/
@bünzli: ich frage mich was diese zwei Atikelchen aus den jahren ’32 und ’52 mit Verschwörungstheorien zu tun haben. (???)
Zum Treibhauseffekt: natürlich finden sich im Netz immer irgendwelche “Wissenschafter”, die mit Studien den hausgemachten Treibhauseffekt in Abrede stellen, genauso wie es Leute gibt, die “beweisen” dass die Mondlandung ein Fake war und GWBush ein Ausserirdischer ist…
Aber: wenn 100 Studien zum Schluss kommen, dass der globale Temperaturanstieg vom Menschen verursacht wird, und 3 Studien behaupten alles nur Panikmache, Verschwörung – wem glaubst du dann ??
Äh, was sagen die Artikel anderes, als dass bereits 1932 und 1953 gewarnt wurde? Sie stellen den Klimawandel gar nicht in Abrede, sondern machen im Gegenteil darauf aufmerksam!
Und es sei an dieser Stelle noch einmal darauf hingewiesen, dass fast alle unsere technologischen Erungenschaften auf Erdölderivaten basieren. Wie wollt ihr Kunststoff herstellen, wenn ihr alles Öl sinnlos verbrannt habt? Öl ist als Ressource viel zu wertvoll, um einfach mit lausigem Wirkungsgrad verpufft zu werden!
@ Richard
Ich habe den menschgemachten Klimawandel nie in Abrede gestellt!
Hingegen weren die Aussagen von driver und Konsorten, die immer behaupten das Thema sie nur eine Modeströmung, Lükenfüller für die Zeitungen um ein sommerloch zu füllen und nicht belegte Panikmache von linken Gutmenschenpolitikern um mit der Angst in Volch ein paar Stimmen zuz machen, (drivers Verschwörunstheorie eben) wiederlegt.
“Yup, global warming is a just a crazy, new theory.” also, ist von ihm und mir ironisch gemeint.
@bünzli: alles klar
zu den Meinungen von Driver und Quador1 etc. Diese Leute sind auch mit harten Fakten kaum mehr von ihren – meiner Meinung nach falschen Ansichten abzubringen.
Alles klar. Da sieht man wieder, wie man von den Autisten geprügelt wird, sobald man zu mahnen versucht: Man bezieht dann alles (Verschwörungstheorie etc.) auf sich.
Danke für die Artikel.
Dass in den 50ern gewarnt wurde, wusste ich. Dass es bereits in den 30ern Thema war, nicht.
sag mal pirelli, was hast du seit kurzem gegen autisten? ist das letzte bisschen verstand aus deinem kopf entschwunden?
Ich erklärs gern noch mal: Der Begriff “Autist”, wie ich ihn verwende, ist ein geschicktes Wortspiel. Es setzt sich zusammen aus der volksmündlichen Verwendung des Begriffs für einen Menschen, der sich von der Realität abkapselt, und dem Zusammenzug des Worts “AUTomobilIST”. der Begriff ist statthaft, weil ihr an eurer egoistischen Bequemlichkeit und “Freiheit” festhaltet, obwohl die negativen Auswirkungen des motorisierten Verkehrs nicht zu leugnen sind. Ihr verschliesst euch vor der Realität, ihr Autisten.
Notbremse (2000) – Movie…
Notbremse is a Short Movie of 2000 made in Germany. Director: Philipp WohllebenCast: Charles Bacon, Mario Bacon, Stephan Böhm, Stephan Ehritt, Till Franzen, Mirco Imeri, Kathrin Kühnel, Roland Lang, Margit Laue, Erik Neubauer…