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Die SVP mobbt ihren eigenen Regierungsratssitz

Nach der Ohrfeige für Toni Bortoluzzi am 27. Februar, hat das Stimmvolk des Kantons Zürich heute auch dem zweiten SVP Parteisoldat, Bruno Heinzelmann, eine überdeutliche Abfuhr erteilt und so den CVP Kandidaten Hans Hollenstein in den Zürcher Regierungsrat gewählt. Damit haben die die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger gezeigt, dass sie genug haben vom frechen, rassistischen und menschenverachtenden Stil der SVP. Sogar in Kloten, dem Ort mit Heimvorteil für Heinzelmann, wurde er von Hans Hollenstein um längen geschlagen. Auch die millonenteure Kampagne mit 11’000 Plakaten und unzähligen Inseraten konnten aus dem Nobody keinen Regierungsrat “kaufen”. Mit gut einem Drittel aller abgegebenen Stimmen hat die SVP bloss die eigene Wählerschaft erreicht. Stimmbürger aus anderen Parteien sind auf den Etikettenschwindel der SVP zum Glück nicht reingefallen. So blöd wie die SVP dachte/hoffte, ist das Stimmvolk nicht!

Mit dem Ergebnis dieser Wahl hat die Parteileitung der Zürcher SVP nun definitif ihren eigenen Regierungsratssitz aus dem Amt gemobbt und diesen damit völlig unnötig und freiwillig der CVP überlassen. Natürlich wird diese Tatsache von Parteipräsident Peter Good höchstwahrscheinlich den Ausländern, Behinderten oder der FDP in die Schuhe geschoben. Denn Selbstkritik war ja noch nie eine Stärke der SVP…

Die widerholte Diffamierung des Regierungsrats Christian Huber, sowie anhaltende absurde Vorwürfe, unter anderem er sei dumm, faul und unfähig, haben bei diesem im September 2004 zum Rücktritt geführt. In seinem Rücktrittsschreiben bezeichnet dieser die Vorwürfe der eigenen Parteileitung sowie die wiederholten offenen Mobbing-Attacken seitens der kantonalen SVP Parteileitung als Gründe für seinen Rücktritt.

Die FDP in der Verliererkoalition

Diese schwere Niederlage der SVP dürfte auch die FDP in eine Krise werfen. Mit dem Blankoscheck an die SVP hat sie gezeigt, dass sie nicht an einer integren Persönlichkeit im Regierungsrat, sondern bloss an Arschkriecherei interessiert ist. Doris Fiala sollte die Partei besser auf einen eigenständigen Kurs bringen, anstatt immerzu im Schatten der SVP das Spargebet zu zelebrieren und jeden dahergelaufenen Nobody zu unterstützen.

Dieser Artikel wurde von Sandro am Sonntag, 10. April 2005 in der Rubrik Politik und zu den Stichwörtern , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

10 Kommentare zum Artikel “Die SVP mobbt ihren eigenen Regierungsratssitz”

  1. lukas am 11. April 2005 um 16:10

    ich denke, es ist VIEL zu früh, um zu sagen, mit der SVP gehe es berg ab! heute gewann die svp gleich 17 sitze im kantonsparlament neuenburg!
    soviel zu diesem thema!

  2. lukas am 11. April 2005 um 16:12

    ach und die fdp hat die svp nicht unterstützt! das hast du richtig gesagt, doch im 2. teil des textes sprichst du davon, dass die fdp in einer krise sei, unter anderem, weil sie die svp unterstützt hat! also es wirkt nicht gerade glaubwürdig, wenn man sich dauernd wiederspricht!

  3. Kuno am 11. April 2005 um 16:54
  4. AlphaPapaGolf am 11. April 2005 um 18:06

    Mit der SVP gehts nicht abwärts, es wurde lediglich ein Regierungsratskandidat nicht gewählt. Würde man die Nichtwahl eines Regierungsratskandidaten zum Massstab nehmen, wären die Grünen inexistent. Deren Kandidaten wurden bis heute und werden auch in Zukunft garantiert in keine Exekutive gewählt. Die würden dort zuviel Schaden anrichten.
    Übrigens ist Bruno Heinzelmann kein typischer SVP Hardliner…..

  5. Sandro am 12. April 2005 um 14:39

    @Lukas:

    1. Die Wähler der FDP haben die schmuddel-Partei nicht unterstütz, dies obwohl ihnen die Parteileitung um Doris Fiala dies "vorgeschrieben" hat. Das ist Tatsache und nicht ein Widerspruch…

    2. Meinen Informationen zufolge hat die Linke in Neuenburg einen Erdrutschsieg eingefahren. Wie die Stimmen nun bei den Rechten verteilt sind interessiert zum Glück niemand. (Ob FDP oder SVP kommt ja auch nicht wirklich draufan…)

  6. Hual am 12. April 2005 um 15:13

    Ich denke die meissten kenn Herr Hubers Schreiben, wo er seinen Rücktritt bekantgibt. (http://www.christian-huber.com/ref_20040927_rck.htm…)

    Wen es interessiert was dazu auf der offiziellen SVP Homepage steht,sehe hier was Christoph Mörgeli dazu schreibt. (http://www.svp.ch)

    Ich kann es fast nicht glauben, jetzt tritt Herr Huber in allem Anstand zurück, steht noch zu seiner Partei, und die schiessen ihn von hinten in den Rücken….
    einfach schier unglaublich!!! und alles was Herr huber die letzten 31 Jahre geleistet hat, oder auch nur schon die letzten 5 Jahre in der ZH Regierung ist von einem Moment auf den anderen nix wert!! Ja spätestens nach der offiziellen Reaktion seiner Partei wird wenigstens ein SVP'ler wissen was passiert, wenn man nicht 100% das selbe predigt wie seine Partei….. und das blüht ALLEN SVP'ler früher oder später… sobald sie eben …. aber das gehört wieder in ein anderes Thema

    SVP lebe hoch, den wer hoch sitzt der fliegt umso tiefer….

    ja und Herr Huber war bestimmt einer der intelligentesten und brauchbarsten SVP'ler aus ZH.

  7. lukas am 12. April 2005 um 20:35

    @ sandro
    es stimmt, die linken haben einen erdrutschsieg bei den wahlen im kanton ne eingefahren. die svp, welche zum ersten mal antrat, eroberte gleich 17 sitze, während die fdp und die liberalen je 10 sitze verloren haben! die fdp ist die partei, mit der es abwärts geht! und auch doris leuthard, wird die cvp nicht retten können! hollenstein wurde durch die linken gewählt, die cvp konnte da nicht viel dazu beitragen!

  8. Sandro am 13. April 2005 um 14:15

    [7] Jaja, Lukas, das hast du schön abgeguckt. Immer brav auf die Verlierer eindreschen. Immer schöne mit den Fingern auf die Andern zeigen und bloss nie Selbstkritik üben. Das hat der Blocher schön vorgemacht wie das geht. Politische Gegner immer schön verhönen und auslachen. psst, falls es dir noch niemand gesagt hat: GENAU DAS MACHT DIE SVP POLITIKER FÜR ALLE ANDEREN PARTEIEN UNWÄHLBAR. Sie spielen immer auf den Mann anstatt auf die Sache. (Shit, jetzt hab ichs ihnen gesagt…)

  9. theglobalchinese am 16. Mai 2005 um 22:54

    Die SVP hat keine Zukunft mehr, genausowenig wie die Apartheitspartei in Südafrika, welche sich übrigens aufgelöst hat, noch irgendwelche Chancen gehabt hätte. Die SVP ist die Partei des Einmauerns, der Wirtschaftszerstörug und der Zerstörung von hunderttausenden von Arbeitsplätzen in der Schweiz. Wer die SVP allen Ernstes unterstützt, hat entweder einen tieferen IQ als George W. Bush oder versteht weder von Wirtschaft, noch von Politik etwas.
    Mit Sandra geh ich einig, dass die SVP jetzt ihre eigenen Reihen abschiesst, was sie wohl ähnlich tut wie etwa der Präsident von Usbekistan!

  10. AlphaPapaGolf am 17. Mai 2005 um 11:52

    Also die SVP hat weiterhin sehr gute Chancen ihre Kandidaten in die Parlamente und Regierungen zu bringen. Ich schätze sie wird ihren Wähleranteil so zwischen 25 % – 30 % einpendeln können. Damit wird sie von den vier grossen Parteien (SVP, FDP, CVP, SP) die wählerstärkste Partei sein und bleiben.
    Die SVP vertritt eine Wähleschaft, die sich positiv zu der Schweiz und den schweizerischen Werten und Traditionen stellt.
    Den anderen Parteien kann man attestieren, dass sie mit der Schweiz als Heimat abgeschlossen haben, und diese widerstandslos im Mixer der Multi-Kulti-Bewegung verwursteln wollen. Als Vorkämpfer dieses Ausverkaufs der Schweiz und typische Exemplare abgeschlaffter heimatmüdigkeit sind zu identifizieren (nur als Beispiel, Calmy-Rey, Deiss, Leuthard, Notter, Pelli) etc etc).
    Zum Schluss noch : SCHENGEN-DUBLIN : NEIN !

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