Die Riesen im Musikbusiness verschlafen jeglichen technischen Fortschritt, bezahlt wird der Schlaf von den ehrlichen Konsumenten
Unlängst ist bekannt, dass Konzerne wie BMG/Ariola, Sony, EMI etc. und an vorderster Front die IFPI ihre Rechtsabteilung darauf trimmen, Downloadern das Handwerk zu legen. Mit Vorliebe gehen Sie dabei gegen Minderjährige vor.
Statt aber endlich das eigene Versagen einzgestehen und innovative Lösungen zu suchen, versucht die Musikindustrie durch die Hintertür abzukassieren und zwar mehrfach:
Vor einem Jahr schockte die SUISA damit, pro MP3-Player (1GB) 120Franken Urheberrechtsgebüren zu verlangen, was eine Verdoppelung des Preises z.B von einem iPod-Shuffle zur Folge hätte. Konkret wurde der Ansatz jetzt auf 20 Franken/GB festgelegt, also kriegen die ihr Geld.
Die Hersteller der Geräte finden das gar nicht gut und auch die Stiftung für Konsumentenschutz zeigt sich besorgt, denn der Konsument bezahlt insgesamt mindestens dreimal Urheberrechtsgebüren für einen Song, den er legal beziehen möchte:
1. In den 1.50 Franken, die ein Song im iTunes Music Store kostet, sind bereits Abgaben für die Privatkopie auf eine unbegrenzte Anzahl iPods enthalten.
2. Für den CD-Rohling, auf den ich nach dem Download die Musik zweck Sicherung vor HD-Tod kopiere.
3. Für meinen iPod, auf den ich meine Musik kopiere, um sie im Zug hören zu können.
Des Weiteren werden bereits neue Wege gesucht, noch mehr Geld abzuzweigen, z.B bereits beim Kauf eines CD-Brenners oder für den ganzen PC.
Aus der Sicht eines Musikschaffenden, wünsche ich mir eigenlich andere Massnahmen, denn das hier ist eine Symptombekämpfung, die wieder nur die grössten Player im Musikbusiness unterstützt. Die Schweizer Musikszene (nicht zu verwechseln mit der Musikbranche) profitiert in keinster Weise. Für Konzerte gibt’s noch immer wenig Geld, Subventionen und Unterstützung bekommt man in der Schweiz nur mit eisernen Durchhaltewillen und erst noch von privater Seite.
Zum Vergleich, in Schweden ist die Musik eines der wichtigsten Export-Produkte. Die Musik-Szene, also die gesamte Kultur und Sub-Kultur wird massiv vom Staat unterstützt, dieses Geld fliesst natürlich wieder zurück, dank internationalen Erfolgen. Schweizer Musiker hingegen stehen auf verlorenem Posten und fristen ein düsteres Dasein in dunklen Kellern und Übungsräumen. Von den saftigen Gebüren, welche die Konzerne einstreichen sieht man wenig.
Quelle: Sunflyer

Schön dass wir hier einmal einer Meinung sind