Hier Werben?

Die Lohngleichheit, nach 10 Jahren noch immer in weiter Ferne

Die Lohngleichheit zwischen Mann und Frau ist ein altes und dennoch aktuelles Thema. Seit nunmehr 10 Jahren ist das Gleichstellungsgesetz in kraft. Doch noch immer warten wir auf die effektive gleichberechtigung beim Lohn.

Durchschnittlich verdienen Frauen auch im Jahr 2006 noch rund 20% weniger als ein Mann in derselben Position.

Die History sieht wiefolgt aus:

  • Die Schweiz führte das Frauenstimmrecht 1971 ein, als eines der letzten Länder.
  • 1991 führten die Frauen einen nationalen Streiktag durch, um der Forderung nach gleichen Löhnen Nachdruck zu verleihen.
  • 1996 trat das Gesetz über die Lohngleichheit in Kraft.
  • 2006 verdienen Frauen immer noch 20% weniger als Männer, auf Kaderstufe sogar 30% weniger.

Sogar beim Bund und den Kantonen verdienen Frauen zwischen 10 und 20% weniger als ihre männlichen Kollegen.

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) fordert, dass in spätestens 10 Jahren absolute Lohngleichheit herrschen soll. Recht so! Nichts ist entwürdigerend als für dieselbe Arbeit weniger Geld zu bekommen.

Natürlich benötigt eine solche Reform Zeit, aber dass nach 10 Jahren noch immer praktisch nichts geschehen ist, ist eine nackte Katastrophe. Offenbar ist auch die neue Generation von Managern gleich gestrickt wie die Patriarchen aus früheren Zeiten.

Quelle: swissinfo

Weiterführende Links:
Das Gleichstellungsgesetz
Plattform mit Gleichstellungs-Urteilen

Dieser Artikel wurde von pipo am Donnerstag, 15. Juni 2006 in der Rubrik Gesellschaft und zu den Stichwörtern , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

6 Kommentare zum Artikel “Die Lohngleichheit, nach 10 Jahren noch immer in weiter Ferne”

  1. mess-anger am 15. Juni 2006 um 11:51

    Ein Problem ist bestimmt, dass man in der Schweiz nie so genau weiss was der Andere verdient. Hinzu kommt, dass sich viele einfach nicht trauen, sich zu melden oder sich mit billigen “Ausreden” zufrieden geben.
    Der Gang vor ein Gericht ist zum Teil nicht lohnenswert, da man höchstens den zuwenig erhaltenen Lohn einfordern kann. Strafzahlungen zur Abschreckung gibt es soweit ich weiss in CH nicht.
    Ein Unternehmen kann aber seinerseits die Angestellte zur Abschreckung entlassen, wenn sie klagt. Dann muss man 3 Monate Gehalt nachzahlen, das war’s. Ein Recht auf Wiedereinstellung gibt’s in der Schweiz leider auch nicht.
    Die Aussagen der SKS passen hier ins Bild: http://www.baz.ch/news/index.cfm?startpage=2&ObjectID=CC539943-1422-0CEF-709A502D1346C526&keyID=02FAED07-AC4E-423C-90C2AC226F4B680D&thispage=1
    Es gibt in der Schweiz in Wirtschaftsbereichen keine ordentlichen Strafzahlungen. Soweit ich weiss haben wir in der Schweiz erst seit wenigen Jahren ein richtiges Kartellgesetz (kennt sich hier jemand aus?).
    In der Schweiz dauert halt immer alles ein bisschen länger. Zumindest auf der gesetzlichen Ebene.

  2. blindcoder am 15. Juni 2006 um 11:58

    Loehne und Gehaelter sind immer vom Verhandlungsgeschick des Arbeitnehmers abhaengig.
    Von mir und meinen sechs weiteren Kollegen arbeitet keiner zu den gleichen Bedingungen, doch alle machen wir die gleiche Arbeit.
    Isofern halte ich ein Gesetz, dass zur Zahlung des selben Lohns oder Gehalts verpflichtet, fuer sinnfrei. Eine Mindestgrenze ist dann was anderes.

  3. fragenspeck am 15. Juni 2006 um 12:33

    Man kann die Behauptung “Durchschnittlich verdienen Frauen auch im Jahr 2006 noch rund 20% weniger als ein Mann in derselben Position” so oft wiederholen wie man will. Sie stimmt nicht.

    Swissinfo ist keine Quelle, weil da über den Aktionstag berichtet, aber auch nicht auf eine seriöse diesbez. Untersuchung verwiesen wird. Klar warum: es gibt keine…

  4. erdnanu am 15. Juni 2006 um 14:08

    Bei uns verdienen 90% der Frauen auch wesentlich weniger als Männer in gleichwertigen Positionen.

    Trotzdem liegt hier keine Diskriminierung vor. Die Lohnunterschiede sind wirtschaftlich begründet und machen Sinn. Die 90% Frauen mit weniger Lohn haben andere Lebenswege. Sie arbeiten Teilzeit, sie hatten einige Jahre Familienzeit, sie sind Zuverdiener und der Job steht für sie weniger im Mittelpunkt etc.

    Die 10% Frauen mit gleichem Lohn sind entweder Einsteigerinnnen oder sie verhalten sich männerspezifisch (setzen zu 100% auf Job und Karriere).

    Am bestehenden Lohngefüge lässt sich nur dann etwas ändern, wenn man staatlich kontrollierte Löhne in der Privatwirtschaft will. Als Hintergedanken wird dies wohl von den Gewerkschaften und von SP/Grünen angestrebt. Mehrheitsfähig ist dies aber zum Glück nicht.

  5. TahcaUshte am 16. Juni 2006 um 14:10

    Woher wollen die das wissen? Ich verdiene ja auch nicht gleich viel wie mein Arbeitskollege im gleichen Job und gleichen Alter.

  6. echnaton am 27. September 2007 um 14:46

    Es gibt keine systematische Lohndiskriminierung von Frauen. Wenn das auch tausendmal wiederholt wird, so bleibt es trotzdem falsch.

Kommentar verfassen

Sie müssen eingeloggt sein um Artikel zu kommentieren.

Werbung

Twitter Beiträge

Ähnliche Artikel

Facebook

Rubriken

Stichwörter

Das Politik Forum ist CO2 neutral

Neuste Kommentare

Archiv