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Die Kredit-Tricks der Credit Suisse

Wenn sie sich schon gefragt haben, wie das angesehene Bankhaus “Credit Suisse” auf so traumhafte Reingewinne, wie z.B. die CHF 919 000 000.– im zweiten Quartal 2005, kommt, haben wir heute eine mögliche Antwort für Sie. Die Kleinkreditabteilung schreibt in regelmässigen Abständen bestehende Kleinkreditnehmer an und versucht Sie für eine weitere Verschuldung zu gewinnen. Damit der Kunde dabei auch einen Anreiz hat, der Bank seine sauer verdienten Fränkli abzudrücken, lockt Sie mit einem fast schon zynischen Wettbewerb. Der Text mit dem Der Wettbewerb angekündigt wird, möchten Wir ihnen nicht vorenthalten:

Glück hat viele Gesichter. So zum Beispiel die Erfüllung lang gehegter Wünsche oder die Möglichkeit, bei einem ehemaligen Angebot sofort zuzugreifen. Nehmen Sie Ihr Glück jetzt selbst in die Hand und erhöhen Sie Ihren Privatkredit bei der Credit Suisse. Dabei können Sie ganz nebenbei einen der 10 Traumpreise gewinnen.

Ganz nebenbei stecken Sie dann auch ganz tief in der Finanzmisere, aber das ist den Managern der CS offenbar nicht so wichtig. Klar, hauptsache die Kasse stimmt, ob die Zahl der Zahlungsbefehle steigt, junge Menschen in den Ruin getrieben werden, das ist nicht das Problem der Banker…

Links zum Thema:

  • Schnelles Geld hat seinen Preis Autos und Ferien locken: Wer auf Pump konsumiert, kämpft oft jahrelang mit Schulden. Das Konsumkreditgesetz bietet zu wenig Schutz.
  • Die Pleite Jugend Das Auto ist geleast, der Fernseher auf Pump angeschafft, und das Handy verschlingt Unsummen: Jeder dritte Schweizer unter 25 ist verschuldet.
Dieser Artikel wurde von Sandro am Donnerstag, 1. September 2005 in der Rubrik Wirtschaft und zu den Stichwörtern , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

16 Kommentare zum Artikel “Die Kredit-Tricks der Credit Suisse”

  1. Ruthenium am 1. September 2005 um 15:13

    Finde auch, dass das eine extrem ungute Entwicklung ist. Vor allem junge Leute mit relativ niedrigem Einkommen lassen sich von den Lockungen der Konsumwelt verführen und stürzen sich – ohne die Folgen abzusehen – für eigentlich unnötige Güter (Neuwagen, elekronische Geräte, usw.) in die Schuldenfalle. Leasing ist heute hip, obwohl nur die wenigsten abschätzen können, worauf sie sich eigentlich einlassen. Die Kreditunternehmen (wie auch die grossen Banken, s. Beispiel) ködern mit unverschämten Angeboten und assoziieren das Abhängigkeitsverhältnis mit erfüllbaren materiellen Träumen, Bildern von Geldbündeln und weiteren psychologischen Lockmitteln. Der eigentliche Sinn des Kreditdarlehens zur Investition in sich später auszahlende Betriebe u.Ä. geht immer mehr zu Gunsten banalen Konsums verloren. Welcher (meist noch in der Ausbildung stehende) 20jährige braucht wirklich einen teuren Neuwagen, der ihn danach jahrelang finanziell bindet? Und oft ist in solchen Fällen das Auto schon Schrott, bevor es ganz abbezahlt ist. Und ähnlich siehts mit anderen Darlehen aus..

  2. willybombe am 1. September 2005 um 22:14

    Ja ja, dann ist also die Credit Suisse der Grund allen Übels! Jetzt weiss ich endlich woran das liegt. Die sollten einfach alle deren Mitarbeiter ins Gefängnis stecken, die sind ja alle fundamentale Materialisten. Reine Profitgier!

    Nein also ehrlich. Ist es jetzt Sache der Bank Verantwortung für das eigene Leben zü übernehmen? Früher war es ja noch bei den Lehrern. Und noch früher war es bei jedem einzelnen Menschen und so sollte es doch auch heute noch sein.

    (Damit das noch klar ist: Ich will damit hier nicht die Geschäftspolitik der Credit Suisse gutheissen)

  3. Ruthenium am 2. September 2005 um 09:36

    Das hat doch niemand behauptet. Die Credit Suisse an sich und insbesondere ihre Mitarbeiter sind sicher nicht “der Grund allen Übels”. Das ist hier nur ein gutes Beispiel für einen allgemeinen Trend.
    Es ist nicht Sache der Bank, für ihre Schuldner Verantwortung zu übernehmen, aber wie erklären Sie sich dann, dass immer mehr (v.a. Jugendliche) verschuldet sind? Es herrscht einfach eine Verschwender- und Konsummentalität, die aber ganz klar von solchen Angeboten (wie oben im Text) genährt wird.. die Leute werden richtig in den Kredit hineigelockt. Wer solche “unmoralischen Angebote” macht, kann die Schuld nicht völlig von sich weisen. Oder würden Sie z.B. einen Drogendealer als unschuldig bezeichnen, nur weil er sagt, die Leute müssen selber wissen ob sie bei ihm was kaufen und konsumieren?

  4. Shaggy am 2. September 2005 um 14:24

    Also Jugendliche eröffnen nicht ohne weiteres einen Kredit. Da stecken andere Probleme, wie der ganze Jamba-Schrott, das neuste Handy und die neusten Markenklamotten dahinter.

    Natürlich, es ist ausser Frage das diese Art unter jedem Niveau ist. Aber das ist trotzdem nicht der Grund für die Verschuldung der Jugendlichen.

  5. abraham am 3. September 2005 um 03:55

    ich glaube das köderangebot mit den 10 traumpreisen ist nicht wirklich die ursache, und ich finde so ein angebot moralisch auch nicht falsch.

    jeder muss mit seinem geld selber umgehen können, und das wird man von einem 20-jährigen ja wohl noch erwarten können. leider scheint das aber nicht mehr der fall zu sein.

    es sind nicht die banken, die die jugendliche in den ruin treiben, es sind die jugendlichen selber.

    nebenbei nehmen die wenigsten einen kleinkredit auf. vielmehr verschulden sich die leute durch autoleasing, überhöhte handyrechnung die sie dann nicht bezahlen können und mangelnde planung (z.b. jeden monat den kompletten lohn aufgebraucht, was dann, wenn die steuerrechnung in der höhe von einem monatslohn kommt?)

    jugendliche müssten den wert des geldes wieder kennen lernen. aber das geht nur durch erziehung und ein kleines bisschen restintelligenz.

    (nebenbei bemerkt: ich bin 21)

  6. Präsident SORGIM am 3. September 2005 um 09:48

    Ein kontroverses Thema: wie weit dürfen Unternehmen gehen, um zu manipulieren und Abhängigkeit zu fördern. Als liberal denkender Mensch, bin ich der Meinung, es liegt in der Kompetenz des Unternehmens darüber zu entscheiden. Schätzungen zufolge gehören gegen 60% der CS der Allgemeinheit, SORGIM verlangt von den BesitzerInnen der CS, Verantwortung für ihr Kapital zu übernehmen, wenn wir alle in der Mehrheit wollen, dass die Jugendlichen manipuliert und in die Abhängigkeit getrieben werden, soll es so sein! Wie’s geht: http://www.sorgim.ch

  7. fidex am 3. September 2005 um 12:55

    Es ist mittlerweile als Kleinsparer sowieso fragwürdig, ob man überhaupt noch etwas mit einer Bank zu tun haben will. So muss man bei 72.– Kontoführungsgebühr und 1% Zins bereits 7200.– auf der hohen Kante haben, um überhaupt auf 0 zu kommen. Dummerweise ist da noch die Jahresteuerung von ca. 1%.
    Wenn ich mein Geld selber in Produkte zum Wiederverkauf investiere, mache ich bis zu 100% und das pro Geschäft, nicht pro Jahr.

  8. Chevy am 22. September 2005 um 09:37

    Woher sollen die jugentlichen denn heute lernen wie man mit Geld umgeht?
    Der Staat giebt mehr geld aus als er hat, schulden werden einfach von jahr zu jahr mehr, kassen werden immer mehr ins Defizit gefahren und dennoch werden immer mehr leistungen ausbezahlt.
    Es werden sogar noch leistungen bezahlt aus kassen die schon tief im minus sind, anstatt einzugestehen das es so nicht weitergeht und die Finanzierung ändert oder die leistungen kürtzt.
    Wenn es nichteinmal die heutigen Politiker hinbringen mit dem geld zu haushalten, wie soll es denn die kommende generation können? vor allem von wem sollen sie lernen?
    Und dann diese Begriffe wie “Schuldenfalle” ???wenn ich mir einen Privatjet kaufe bin ich dann in einer Schuldenfalle gelandet? konnte ja nicht wissen das das sooo teuer wird mit den nebenkosten.
    Eine Schuldenfalle giebt es nicht! Nur die Unendliche Dummheit sich dinge zu kaufen die mann sich nicht leisten kann. Solche leute gehören bevormundet zum schutze der Sozialkassen, und den vormund sollen sie dann auch selbst bezahlen.
    Ps: Ich habe noch nie einen Azahlungs, Leasing, Kreditvertrag oder sowas am laufen gehabt, und habe dadurch erst Geld um mir was zu kaufen.

  9. Georg Meier am 22. September 2005 um 17:26

    leider wird auch bei wichtigen Dingen gespart wie bei der Bildung:
    Es gibt Leute, die wissen nicht einmal mehr wie man ‘gibt’ schreibt. And das sind nicht einmal Ausländer sondern waschechte Schweizer…

  10. Chevy am 23. September 2005 um 08:41

    @ Georg Meier:

    Danke das du auf meine Rechtschreibung achtest, es ist aber nicht eine Folge des Sparens. Eher ist es damit verbunden das sich meine ehmalige Lehrerin Dummerweise auf Erzierisches und Mündliches deutsch konzentrierte und versuchte Spannungen zwischen den verschiedenen Gruppen abzubauen anstelle den Lehrplan einfach durchzuziehen. Geld um den Lehrplan einzuhalten war Genug vorhanden, nur setzte die Lehrerin die Prioritäten falsch.

  11. Pete am 23. September 2005 um 08:56

    @Georg Meier:
    Wenn Jemand “gibt” mit “ie” schreibt, so hängt das nicht unbedingt mit “Sparmassnahmen im Bildungssektor” zusammen.
    Sondern evtl. mit der “Durchmischung” der Klasse? Oder mit der Unfähigkeit der Lehrpersonen?
    Dr. Georg Meier, es ist sehr schwach von Dir, Leute anzugreifen, welche die deutsche Sprache nicht so gut beherrschen wie Sie!

  12. Präsident SORGIM am 23. September 2005 um 09:04

    @Pete: Und wenn wir grad dabei sind, “Dir” wird klein geschrieben ;-) Aber im Ernst, findet ihr es nicht etwas übertrieben, von der CS auf die Bildungspolitik zu schliessen?

  13. Chevy am 23. September 2005 um 09:26

    @ Pete
    Mit Durchmischung hat das absolut nichts zu tun. Die Einteilung in die Klassen wurden anscheinend nach dem Lottoprinzip und nicht nach dem können der Schüler gemacht.
    Wenn schon ein AVO-Schulsystem vorhanden war, wieso nutzten die Lehrer es nicht? (Bei einem AVO-System gibt es in jedem Pflichtfach 3 Einteilungen, einfach – Normal – Hoch.) Wie kann man jemand im normalen Niveau einteilen wenn er ganz klar ins einfache gehört? Der Schüler ist überfordert und bremst den restlichen teil der Klasse. Das hilft niemandem.
    Noch eine Frage, stammst Du aus den vereinigten Staaten?

  14. Chevy am 23. September 2005 um 09:32

    @ Präsident SORGIM

    Ja, hast vollkommen Recht. Aber heutzutage gibt es immer mehr Leute die mit Nebensächlichkeiten vom eigentlichen Thema und Problem ablenken wollen.

  15. Pete am 23. September 2005 um 09:36

    @Chevy: Wegen dem Namen meinst Du wohl? – Nein, bin Schweizer!
    Mit dem AVO-Schulsystem gebe ich Dir recht. Das hat seine Tücken! Aber es ist ja auch noch relativ neu, vielleicht wird’s noch besser!

  16. Chevy am 23. September 2005 um 09:55

    @ Pete

    Nein nicht wegen dem Namen, sondern deine Kritikweise.
    Du Kritisierst Georg Meier weil er sich „falsch“ verhalten hat, gleichzeitig machst du das sinnverwandt indem du ihn als schwach bezeichnest. Das ganz klar die Masche der usa, das an andern zu kritisieren was man selbst auch macht.

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