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Die Jugend ist das nächste SVP-Wahlkampfopfer

Die SVP hat sehr gern sogenannte “Randgruppen” als Wahlkampfopfer. Dies hat gleich mehrere Vorteile. Erstens haben IV-Rentner und Asylsuchende keine Lobby, schon gar nicht in Bern, können sich also nur schlecht gegen den pauschalen Missbrauchsvorwurf wehren. Zweitens lassen sich viele Vorurteile ganz einfach auf sie übertragen. Drittens kann der Stammtischpöbler wunderbar über sie fluchen und sie pauschal be- oder verurteilen, insbesondere wenn er keine näheren Bekannten in diesem “Milieu” hat.

Die neusten Opfer sind “gewalttätige ausländische Jugendliche”. Mit einer Volksinitiative verlangen die braunen, deren Ausschaffung. Am liebsten grad noch inklusive deren Familie, was der Wiedereinführung der Sippenhaft gleich käme. Tönt super. Auch ich mag keine Vergewaltiger, oder brutale Schläger. Nur ist mir völlig Wurst, ob die einen Migrationshintergrund haben oder nicht. Ich mag auch die Schweizer nicht, welche Probleme mit Gewalt lösen. Es käme mir auch nicht in den Sinn nur gegen “dunkelhaarige gewalttätige Jugendliche” oder “Blauäugige gewalttätige Jugendliche” zu sein. Und hier kommen wieder die berühmt-berüchtigten SVP-Statistiken ins Spiel. Anhand der SVP Statistiken, welche wie immer nur mit Vorsicht zu geniessen sind, da gerne manipuliert, sind die Jugendlichen mit Migrationshintergrund fast für alle Gewaltdelikte verantwortlich.Semi Kuthluca hat die SVP Zahlen in diesem Blogartikel etwas auseinandergenommen.

Diese Instrumentalisierung der Jugendlichen für den Wahlkampf wird denn auch von verschiedenen Seiten hart kritisiert:

Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) beklagt die Instrumentalisierung des Themas durch Parteien für den Wahlkampf. Sie fordert die Parteispitzen auf, die Relationen zu wahren. 98 Prozent der Kinder und Jugendlichen würden nämlich nie delinquent. Repression und tieferes Strafalter griffen zu kurz.
Kinder und Jugendliche würden einmal mehr «gesamthaft als Problemfaktor» dargestellt, anstatt die Potenziale für die konstruktive Entwicklung der Gesellschaft zu betonen.

(Quelle: Tagi)

Am aktuellen Beispiel des Sohnes des St. Galler Anwalts und SVP-Spitzenpolitikers Karl Güntzel sieht man auch, dass es bei weitem nicht nur ausländische Jugendliche sind, welche kriminell werden. Was sind hier die Lösungen der SVP? Aha, es gibt keine. Hier lässt sich nicht zündeln, kein Schmutz werfen, also passt das nicht zum SVP Wahlkampf.

Auch die Woz hat einen interessanten Artikel über “Staatsfeind Jugend“.

Dieser Artikel wurde von Sandro am Freitag, 13. Juli 2007 in der Rubrik Politik und zu den Stichwörtern , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

18 Kommentare zum Artikel “Die Jugend ist das nächste SVP-Wahlkampfopfer”

  1. rafael am 14. Juli 2007 um 13:19

    Die Polarisierung der SVP bringt schlussendlich niemandem etwas. Mit Polemik lassen sich keine Probleme lösen, auch mit Statistiken lassen sich keine robleme lösen. Die werden besser nicht gedruckt, denn dann wäre das andere grosse Wahlkampfthema weniger verheerend (Die Umwelt). Ich weiss nicht ob die Politiker Statistiken manipulieren. Schlussendlich spielt es ja auch keine Rolle, denn die Auslegung einer solchen ist schon das Problem. Wie im Text zu Recht erwähnt werden verhältnissmässig wenige Jugendliche delinquent. Die Sozialsysteme und weiteren Sparidiotien der SVP in diesem Bereich verhindern eine vernünftige Integration der Jugendlichen “Problemfälle”. Zudem sind die Eltern vermutlich beide Arbeitstätig, weil sie sonst zu wenig Geld für die Aufrechterhaltung der Familie hätten.

  2. quadour1 am 14. Juli 2007 um 20:58

    Bla Bla bla…, Rafael.

    Die SVP löst keine Probleme…
    Und ihr Sozis und Grünen? Wann beginnt Ihr mal Probleme zu lösen? Ihr seid doch nur politisch korrekt und wischt die Scheisse unter den Tisch.

  3. rlarsson am 15. Juli 2007 um 09:46

    @rafael
    Das ist völliger Chutzemischt, den du da verbreitest. Zum neuen existenzsichernden Grundbedarf nach Sozi Manier gehört neuerdings auch der 5er Schlitten mit 19-Zoll Felgen in der Garage und zwei Mal Urlaub mit der Family in der Heimat (mit dem Flugzeug selbstverständlich). Deshalb muss Mami ja auch ackern gehen und der Staat soll die Kinderlein hüten, gell?

    Und wenn Mami und Papi spät abends abgerackert nach Hause kommen und die Kinder nerven, dann dürfen die Playstations und xbox‘s natürlich auch nicht fehlen. Hausaufgaben und Erziehungsarbeit? Das war früher einmal. Zur Entlastung der Eltern gibt es heute ja die Playstation, mit Spielen zum Aggressionsabbau.

  4. sudsy am 15. Juli 2007 um 11:44

    rafael es gibt kein jugendproblem da es ja fast keine jugendlichen gibt , freie jugendliche sowieso nicht , die jugendlichen
    in der schweiz sind zu bedauern , weil die alten meistens so stur sind , dass niemand
    von denen etwas von der welt versteht .

    Die Jugend ist das Beste an der Schweiz aber sowieso ……….

  5. rlarsson am 16. Juli 2007 um 09:26

    Nachdem die Situation unter der inkompetenten politischen Führung und Verantwortung der Linksparteien (ich meine damit in erster Linie die SP) zu eskalieren scheint, kommt der grosse Meinungsumbruch. Jahrelang versuchte vor allem gerade die SP die unfähigen Eltern noch zu schützen. es wurde im Akkord therapiert. Nun will man fehlbare Eltern härter anfassen. Richtig so! Nur die Einsicht ist spät! Egal von wo sie stammen, sie müssen für das Verhalten ihrer Kinder verantwortlich gemacht werden, nicht die Lehrer, die „baden“ ja nur das aus was ihnen die unfähigen Eltern eingebrockt haben.

  6. Pirelli am 16. Juli 2007 um 10:45

    98 Prozent der Jugendlichen werden nie delinquent. Das SVP-Thema ist also keines.
    Dummdreiste Panikmache auf dem Buckel der nächsten Minderheit.

    Vielleicht sollte die SVP endlich einmal zu konstruktiver Politik finden, als immer neue Sündenböcke auszumachen, die von der Schwäche der eigenen Positionen ablenken.

    Die SVP betreibt keine Politik, sondern billige Propaganda und Polemik.
    Und dass ihr so bereitwillig darauf hineinfällt, spricht Bände.

  7. Sandro am 16. Juli 2007 um 12:42

    Nachdem die Situation unter der inkompetenten politischen Führung und Verantwortung der Linksparteien

    Kannst Du mir das bitte erklären? Wo hat die SP die “politische Führung” oder gar die “Verantwortung”? Im Parlament? Im Bundesrat? Hab ich was verpasst? Herzig Larsson, wie einfach dich die SVP einlullen kann…

  8. rlarsson am 16. Juli 2007 um 12:43

    @Pirelli
    Dass du jedes Mal laut aufschreist wenn du das Wort SVP hörst, das spricht auch Bände. Aber da stehen dir andere ja in nichts nach. Des Volkes Ansicht nach ist halt vieles wahr, was die SVP an das Tageslicht bringt. Ich weiss, dass strammen Genossinnen und Genossen, und auch dir, die Wahrheit jeweils nicht gut bekommt.

    Ich würde, wenn ich dich wäre, das Versagen der SP-Politik nicht immer schönreden und den Sommer geniessen.

  9. Pirelli am 16. Juli 2007 um 13:37

    lars, ich muss mich Sandro anschliessen. Wir haben seit je eine satte bürgerliche Mehrheit. Sämtliche Beschlüsse und Gesetze werden also nur gutgeheissen, wenn sie dieser bürgerlichen Mehrheit passen.

    Bitt erkläre mir (für einmal detailliert und verständlich), wo du unter diesen Umständen das Versagen der SP ausmachst.
    Und dann, weshalb du dem Thema so viel Gewicht zu geben bereit bist, obwohl es nur einen derart verschwindend kleinen Teil der Jugendlichen betrifft.

  10. rlarsson am 16. Juli 2007 um 15:49

    Sag mal Pirelli, hast du Tomaten vor den Augen? Das Thema ist in aller Leute Munde. Nur bei dir und Sandro scheint es noch nicht angekommen zu sein.

    Der Streit um den Richtungswandel den Ch. Galladé neulich entbrannt hat, der zeigt eindeutig, dass die SP-Politik gearde in diesem Thema total versagt hat. Offensichtlicher könnte es nicht sein. Klar, für dich zu wenig offensichtlich genug. Kein Wunder, wegen den Tomaten, du weisst schon :-)

  11. Sandro am 16. Juli 2007 um 16:24

    Larsson, DU bist es der Tomaten auf en Augen hat.
    Ich hab dir eine ganz einfache Frage gestellt:

    Du, rlarsson, hast geschrieben:

    Nachdem die Situation unter der inkompetenten politischen Führung und Verantwortung der Linksparteien (ich meine damit in erster Linie die SP) zu eskalieren scheint

    Das hätte ich gerne belegt. Wo genau hatte die “inkompetente politische Führung der Linksparteien die Verantwortung, welche zur eskalierenden Situation beigetragen hat?

    Dass ihr SVP-itseckler vom 12 Punkte Programm Jositsch und Challandé nur grad einen einzigen Punkt herauspickt, sagt mehr über euch und euresgleichen aus als über das Programm der oben genannten SP Politiker.

    Ach ja, im SVP Denkmuster gibts nur eine einzige Lösung pro Problem. Ich hab ganz vergessen, dass die Welt ein Schwarzweissfilm ist.

  12. bluefox am 16. Juli 2007 um 18:37

    sandro, es hiess “unter der inkompetenten politischen Führung und Verantwortung der Linksparteien” nicht der SP alleine.
    Hans-Jürg Fehr, chef der SP, ist sehr wohl der meinung, dass die mehrheit des parlaments links ist:
    “Wir wollen die SVP-FDP-Mehrheit im Bundesrat brechen, weil sie nicht repräsentativ ist für das Parlament”

    Die SP hat eine relativ weiche politik betrieben was ausländer und kriminalität unter ausländischen jugentlichen betrifft, das wird momentan eher kritisiert. Das volk wünscht sich eine etwas härtere gangart, was von der SVP schon länger gefordert wurde, und jetzt von der SP unter dem druck der wahlen teilweise plötzlich ebenfalls mitgetragen wird.
    Die strategien dazu sind verschieden, steht doch in einem parteiprogramm:
    “Wir können die Gleichbehandlung der Ausländer in unserem Lande nur verwirklichen, wenn wir gleichzeitig eine zurückhaltende Einwanderungspolitik betreiben und die Zahl der Ausländer bei uns beschränken.”

  13. Pirelli am 16. Juli 2007 um 20:23

    lars, das sind meine Fragen.
    Wir diskutieren weiter, wenn du meiner Bitte um Erklärung nachgekommen ist.

    Solang du das nicht kannst, werde ich den Eindruck nicht los, dass wir nicht auf demselben Planeten leben.
    Bitte erkläre mir (für einmal detailliert und verständlich), wo du unter diesen Umständen das Versagen der SP ausmachst.
    Und dann, weshalb du dem Thema so viel Gewicht zu geben bereit bist, obwohl es nur einen derart verschwindend kleinen Teil der Jugendlichen betrifft.

    Erklärung, bitte.

    Bluefox, Fehr sagt nicht, dass die Mehrheit des Parlaments links ist. Er sagt, sie sei nicht so weit rechts wie die SVP und vor allem denke sie nicht so eindimensional. Viele ParlamentarierInnen haben noch ein Gewissen, weisch.

    Die SVP setzt ihre Themen mit einer Schamlosigkeit und mit derartigem Freistil bei der Auslegung der Fakten, dass es einen tschuderet. Und sie hat einen Bundesrat, der sich bereitwillig als Propagandamaschine instrumentalisieren lässt. Es ist also kein Wunder, dass über diese Themen gesprochen wird.
    Aber auch Paris Hilton ist “in aller Munde”. Hat sie deswegen irgendeine Relevanz?

  14. rlarsson am 17. Juli 2007 um 08:05

    @Sandro
    Guter Junge! Du weisst gerade einmal, dass es 12 Punkte sind, das ist dann aber auch schon alles. Was bluefox schreibt, das muss ich nicht wiederholen, und die Zeitungen lesen um dich zu informieren, das kannst du ja sicher auch selbst. Die verfehlte SP-Politik (Bundesfinanzen, Asyl- und Ausländerbereich, Krankenversicherung, Sozialwerke etc.) der 90er Jahre fand bei schlafenden Mittepolitikern der FDP und CVP leider immer wieder das notwendige Gehör, die SP musste vor allem beim Thema Asyl- und Ausländerpolitik den Siebenschläfern der politischen Mitte nur ein wenig auf die Tränendrüse drücken und der Blick sorgte prompt für die notwendigen Schlagzeilen. So wurden halt auch die Probleme nicht gelöst und auf die lange Bank geschoben. Leider mit negativen Auswirkungen auf die Gesellschaft, die uns hier ja allen bekannt sind.

    Weil dich Schweizer Politgeschichte nicht interessiert, dennoch kurz noch dies. Das Wachstum der SVP wurde im zuvor erwähnten Kontext erst möglich, sie wuchs gegen Ende der 90er Jahre und in den letzten Jahren zu dem was sie heute ist. Zuvor war sie Statist und politisch viel ihr Stimmenanteil kaum ins Gewicht. Schon anfangs der 90er Jahre kamen die Auswüchse in der largen Asyl- und Ausländerpolitik zum Vorschein und das Volk verlangte nach hartem politischem Durchgreifen. Die SP verweigerte sich gänzlich sich des Themas anzunehmen. Die Fensterbänkler und Schönwetterpolitiker in Bern hatten dann halt per sofort ein Problem, die SVP.

    Ich weiss, dass du der SVP keinen Erfolg gönnst. Die Zeiten haben sich halt aber ziemlich schnell geändert.

  15. Pirelli am 17. Juli 2007 um 13:02

    Aus dem Tagi:
    Der junge Mann war mit seiner Freundin unterwegs, als er von den drei Burschen angegangen und zur Herausgabe von Geld aufgefordert wurde. Als sich das Opfer weigerte, schlugen die ihm die Täter heftig auf ein Auge. Die Jugendlichen konnten auf Grund der Beschreibung des Opfers ausfindig gemacht werden. Sie sind geständig; es handelt sich um Schweizer.
    http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/zuerich/772756.html

  16. Rico am 17. Juli 2007 um 16:27

    Wow, Pirelli, als sooo gross empfindest Du die Ausnahme, dass es sich bei den Tätern um Schweizer handelte, dass Du es extra hier berichten musst.

  17. Pirelli am 17. Juli 2007 um 18:39

    So kann man das auch sehen, gell, Rico. Zum Glück weiss ich ja, dass du das nicht ernst meinst. Sonst müsste ich noch an deinen kognitiven Fähigkeiten zweifeln. ;)

  18. >driv3r> am 17. Juli 2007 um 21:48

    “Wow, Pirelli, als sooo gross empfindest Du die Ausnahme, dass es sich bei den Tätern um Schweizer handelte, dass Du es extra hier berichten musst.”

    Vielleicht handelt es sich auch um “Papier-Schweizer”; ich finde, man sollte das Einbürgerungsdatum jeweils gleich mitangeben ;)

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