Die grosse Liste der Asyl- und Ausländergesetz – Gegner (aktualisiert 11.08.06)
Die im Folgenden aufgelisteten Personen und Organisationen unterstützen das Referendum vom 24.09.2006 gegen die Verschärfungen im Asylgesetz und im Ausländergesetz (Liste wird laufend ergänzt):
Parteien / Komitees:
- 700 Schweizer Kulturschaffende gegen das neue Asylgesetz
- Bürgerliches Komitee gegen das Asylgesetz (Artikel bei swissinfo.org)
- Komitee «2 mal Nein zum Asyl- und Ausländergesetz»
- Ostschweizer Komitee für Menschenrechte
- Referendumskomitee AuG und AsylG
- Grüne Partei Schweiz
- Sozialdemokratische Partei Schweiz
- JungsozialistInnen der Schweiz
- CVP Genf
- CVP Waadt
- FDP Genf
PolitikerInnen / Prominente:
- Ruth Dreifuss, Alt-Bundesrätin
- Dr. Markus Rauh, ehem. Swisscom-Verwaltungsratspräsident
- Rosmarie Zapfl (CVP-Nationalrätin)
- Dick Marty, FDP-Ständerat und Europaratabgeordneter
- Herr Dr. Rolf Bloch, Unternehmer, Jurist
- Herr François Couchepin, Alt-Bundeskanzler
- Herr Jean-Pierre Hocké, ehemal. Hochkommissar für Flüchtlinge der Vereinten Nationen
- Herr Claude Ruey, Nationalrat, liberale Partei
- Frau Rosmarie Zapfl, Nationalrätin
- …und viele mehr, siehe diese Liste
Mehrheit des ST. Galler Regierungsrates
Organisationen:
- National:
- Amnesty International
- Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG, Quelle)
- Verband Schweizerischer Jüdischer Fürsorgen (VSJF, Quelle)
- Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter
- Association des Centre sociaux protestants CSP
- Autorinnen und Autoren der Schweiz (AdS)
- Avenir Social (Professionelle Soziale Arbeit Schweiz)
- Bund schweizerischer jüdischer Frauenorganisationen BSJF
- Caritas Schweiz
- Christlicher Friedensdienst cfd
- Comedia
- Demokratische Juristinnen und Juristen Schweiz DJS
- Evangelischer Frauenbund der Schweiz EFS
- Fondation Terre des Hommes
- Forum für die Integration der Migrantinnen und Migranten FIMM
- Gesellschaft für bedrohte Völker
- Hilfswerk der evangelischen Kirchen Schweiz HEKS
- Justitia et Pax, Stabskommission der Schweizer Bischofskonferenz
- Kinderschutz Schweiz
- Menschenrechte Schweiz MERS
- Organisation mondiale contre la torture
- Plattform der liberalen Juden der Schweiz PLJS
- Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände SAJV
- Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH
- Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe SKOS
- Schweizerische Stiftung des Internationalen Sozialdienstes (SSI)
- Schweizerischer Friedensrat
- Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB
- Schweizerischer Katholischer Frauenbund SKF
- Schweizerisches Arbeiterhilfswerk SAH
- Solidarité sans frontières Sosf
- Sozialinstitut der katholischen ArbeitnehmerInnenbewegung Schweiz
- terre des hommes Schweiz / Suisse
- Travail Suisse
- UNIA
- Verband Schweizerischer Jüdischer Fürsorgen
- Womens International League for Peace and Freedom WILPF – Schweizer Sektion
- Regional:
- Asylbrücke Zug
- augenauf Basel
- Comité contre l’exclusion et la xénophobie, Genève
- Coordination asile Genève
- Freiplatzaktion Zürich
- IGA Solothurn – SOS Racisme
- Kirchliche Kontaktstellen für Flüchtlingsfragen, Kt. Bern
- Verein Netzwerk-Asyl Aargau
- Interkonfessionelle Konferenz der Landeskirchen in den Kantonen Bern, Jura und Solothurn

Irgendwie kommts mir vor, als wäre hier jemand ein grosser Freund von Listen aller Art, frei nach dem Motto “umso mehr, desto besser bzw. schlechter”.
Warum übrigens erinnert mich obige Liste an den Spruch “Quantität vor Qualität”?
Für diese Gutmenschen habe ich nur ein lächeln übrig.
Und von der Kirche habe ich langsam die Schnautze voll. Die sollen sich lieber mal um die CHRISTEN kümmmern.
Naja, wenn ich so die Liste durchgehe, fällt mir auf, dass es viele Organisationen drin hat, die tagtäglich auch mit Asylanten zu tun haben… Ich denk, die werden schon gute Gründe haben, warum sie gegen dieses Gesetzt sind.
“Und das schleckt keine Geis weg” (Auch keine “Gutmensch” verteufelungen und Kirchenzurechtweisungen :p )
@driver:
total einverstanden, es gibt so Leute, die immer Listen aufstellen müssen, ist manchmal ganz schön nervig, manchmal aber auch sehr interessant; nicht nur, wer genau die Liste aufstellt, sonderns auch, wer sich dann gegen den Karren gefahren fühlt.
Und Quantität vor Qualität: Quantität: Neues Asylgesetz (Vortäuschung von falscher Effizienz) und Qualität, was diese Organisationen und wer sonst noch auf der Liste ist, fordern, nämlich all denen helfen, welche wirklich hilfe benötigen…
Das ist klar das diese Vereine dagegen sind, mann nimmt ihnen mit dem neuen Gesetz ja “Kundschaft” weg und auch die Leute die bei diesen Organisationen Arbeiten Arbeiten nicht alle Ehrenamtlich, somit sind auch die dabei die einfach ihren Arbeitsplatz sichern wollen.
Ich gehe davon aus das dass neue Asylgesetz angenommen wird, ich werde dafür stimmen.
“Das ist klar das diese Vereine dagegen sind, mann nimmt ihnen mit dem neuen Gesetz ja “Kundschaft” weg und auch die Leute die bei diesen Organisationen Arbeiten Arbeiten nicht alle Ehrenamtlich, somit sind auch die dabei die einfach ihren Arbeitsplatz sichern wollen.”
Nein, NEIN! Man kann einer humanitären Organisation keine Kundschaft weg nehmen! (Bzw, sie wäre nicht sauer desswegen…)Diese Organisationen sind mit Ärzten (oder der Feuerwehr oder…) zu vergleichen: je besser sie ihren Job machen, desto weniger “Kundschaft” haben sie. Warum sie’s aber also nicht fahrlässig schlecht machen, oder dafür sorgen, dass es den Leuten schlechter geht, kommt aus ihrer Überzeugung, der Menschheit einen unschätzbaren Dienst zu bringen. In dieser Hinsicht muss es einfach ohnmächtig sein, wenn solche Gesetzte durchgebracht werden wollen. Ich kann ihre Moilisation gegen dieses sehr gut verstehen.
Oder um es anders zu sagen: Wenn Du recht hätest, Chevy, wär die oben stehende Liste eine für das neue Asylgesetzt.
Ich hoffe, es wird abgelehnt; ich werde dagegen stimmen.
Gruz süchu
@Süchu
Das ist dein Gutmenschglauben.
Ich unterstelle dem Personal nicht das sie schlecht Arbeiten, aber würden sie das Asylgesetz annehmen und daraufhin kommen sagen wir mal noch 50% der Asylsuchenden (es kommen nachher sicher nicht mehr Asylsuchende als jetzt) in die Schweiz braucht es auf diesen Büros logischerweise auch weniger Personal!
Fazit:
Würden die Mitarbeiter von diesen Büros für das neue Asylgesetz stimmen würden sie sich selber Wegrationalisieren.
Das selbe gillt für Aerzte und Spitäler, wenn es weniger kranke und zu Pflegende gäbe was glaubst Du wohl würde passieren, ruck zuck würden Spitäler wieder zusammengelegt und Betten gestrichen werden. Ist ja auch logisch das wenn der Aufwand sinkt auch die Anzahl der damit Beschäftigten abnimmt.
Du hättest absolut recht, wenn nicht:
1. eine humanitäre Organisation, eine humanitäre Organisation wäre, d.h, eben nicht eine Firma! Sie würden sich widersprechen, wenn sie gegen das Wohl der Menschen (hier der Asylanten) stimmen würden. Da liegt der Punkt, und DAS HAT NICHTS MIT GUTMENSCHGLAUBEN ZU TUN! (oder vertritts Du etwa den Bösmenschglauben?)
2. die Erfolgsrate von 50%… mach dir keine Illusionen. Eine Verschärfung der Asylgesetzte bringen in dieser Hinsicht nix, bloss nur noch mehr Ärger mit Illegalität und Kriminalität. (Siehe USA…)
In dieser Hinsicht bist doch Du eher derjenige, der dem Gutmenschglauben der SVP auf den Leim gegeangen bist, meinste nicht?
“Das selbe gillt für Aerzte und Spitäler, wenn es weniger kranke und zu Pflegende gäbe was glaubst Du wohl würde passieren, ruck zuck würden Spitäler wieder zusammengelegt und Betten gestrichen werden. Ist ja auch logisch das wenn der Aufwand sinkt auch die Anzahl der damit Beschäftigten abnimmt. ”
Ja, aber widerlegt meine Aussage nicht.
Abgesehen davon wären die Ärzte die ersten, die gegen ein Gesetzt auf die Barikade gehen würden, das nicht “mehr Leute heilt” sondern bloss die Situation verschlechtert… Immerhin arbeiten sie in dieser Branche und haben da auch einen anderen Sichtwinkel, als es zB ein Politiker in der Regierung haben kann (der nebenbei noch X- andere politische Gründe haben kann). Dann gibt es noch Leute und Branchen, wo der Hauptgrund der Tätigkeit nicht der Erhalt des eigenen Arbeitsplatzes ist…
PS: ach ja, was die Festangestellten in den humanitären Organisationen betrifft:
In der Regel werden nicht diese abgebaut, wenn sie weniger zu tun haben. Es sind eben nicht Firmen, ich wiederhol es gerne nochmals.
[...] Süchu: Du hättest absolut recht, wenn nicht: 1. eine humanitäre Organisation, eine humanitäre… [...]
Ich finde Chevy hat es ganz gut auf den Punkt gebracht. Es hat sich heute im Zuge der staatlichen Vergoldung von sogenannt Bedürftigen eine ganze Industrie von “Hilfswerken” und Progagandaorganisationen entwickelt, welche alle direkt oder indirekt vom staatlichen Geldsegen in diesem Bereich leben. Es ist also durchaus im Sinne dieser Gruppierungen, dass es auch weiterhin viele Asylanten und andere Sozialfälle gibt, denn sonst verlieren sie ihre Daseinsberechtigung (und den Geldregen). Schliesslich beziehen die meisten dieser Leute einen sehr anständigen Lohn für ihre Tätigkeit (ich sage nichts gegen Leute, die sich wirklich ehrenamtlich einsetzen dafür, anderen zu helfen, aber das dürfte eine verschwindende Minderheit sein) und möchten vermutlich nicht, dass sich das ändert.
Die Liste ist doch lächerlich.
Da könnte man Tom Cruise, Lars Ulrich und Steven Spielberg eine Petition gegen Filesharing unterschreiben lassen.
@Beat:
Die Genfer FDP-Mitglder gehören (grossmehrheitlich) auch zu den Gutmenschen:
siehe hier
Hast Du für Die auch nur ein Lächeln übrig? Die Entscheidung war übrigens überdeutlich: 73 zu 11 bei 10 Enthaltungen.
Eigentlich bemerkenswert, dass die FDP sich ausgerechnet dort an ihre liberalen Grundsätze erinnert, wo sie auf das Wort in ihrer Eigenwerbung verzichtet. Vielleicht hat’s ja einen Grund, dass sie sich in der Westschweiz weiterhin lieber “Les Radicaux” nennen.
Marty und Zapfl gehören jedem Komitee an das gegen die Interessen der Schweiz ins Felde zieht.
In Oesterreich heissen solche Leute “adabeis”.
(Tauchen an jeder Hundsverlochete auf und stecken die Nase willig in die Kameras, fat wie eine schulsselige Miss-Schweiz-Kandidatin)
@driver:
Ich behaupte jetzt mal, die wenigsten von denen erhalten direkt Geld vom Staat. Viele dieser Hilfswerke sind sogenannte NGO’s: d.h: Nicht Staatliche Organisationen. Und viele von diesen (wie zB AI) sind in diesem Punkt sehr sensibel und würden nicht einfach so Geld von einem Staat nehmen. Weiterhin beschränken sich die wenigsten dieser Organisationen alleine auf die CH-Asylanten…
Aber in einem Punkt haste Recht: Es gibt ihrer sehr viele. …Aber nicht ganz zu unrecht. Ich weiss nicht wie du denken kannst, nur weils dir gut geht, gehts allen gut und es gebe keine Bedürftigen. Ich finde es auch sehr stark, wie du allen Festangestellten einer Hilfsorganisation blosse Eigennützigkeit vorwirfst, nur weil sie dir nicht in den Kram passen…
Was die Zahl der Festangestellten in diesen Organisationen betrifft, so wariiert das stark. Ich kenn welche, da basiert das Prinzip einfach darauf, dass sie diejengen finaziel “unterstützen” die sich mit Haut und Haaren für die Sache einsetzten (und somit keine Zeit für ne Berufliche Tätigkeit nebenbei haben). Die setzten sich aber nicht mit Haut und Haaren zum Erhalt ihres Arbeitsplatztes ein! Also hört endlich mal auf mit euren doofen Bösmenschmärchen!
Und was der Anteil in diesen Organisationen an Ehrenamtlichen und Freiwilligen betrifft, so ist dieser wohl in jeder gigantisch(!) denn ohne diese könnten die meisten gar nicht agieren!
Gruz michu
“Es hat sich heute im Zuge der staatlichen Vergoldung von sogenannt Bedürftigen eine ganze Industrie von “Hilfswerken” und Progagandaorganisationen entwickelt, welche alle direkt oder indirekt vom staatlichen Geldsegen in diesem Bereich leben.”
Wer so etwas schreibt, kennt offensichtlich die reale Situation von Asylsuchenden nicht im Geringsten. Von “Vergoldung” von Bedürftigen zu sprechen, ist einfach absurd – auch Asylsuchende in den Asylunterkünften, die noch nicht vom Sozialhilfestopp betroffen sind, leben unter sehr kargen Bedingungen.
Das Märchen von der riesigen Asylindustrie, in der viele Personen angeblich aus finanziellem Eigeninteresse gegen die Verschärfung von Asyl- und Ausländergesetzen sind, geht so sehr an der Realität vorbei, dass sich die Personen, die es immer wieder in den Mund nehmen, ernsthaft überlegen soll, ob sie zu einem Thema, von dem sie überhaupt nichts verstehen, nicht besser schweigen sollten.
Der einzige Bereich im Zusammenhang mit dem Asylrecht, wo relativ viele Personen regulär angestellt sind, ist das Bundesamt für Flüchtlinge und andere Behörden – deren Mitglieder tun sich nicht gerade als militante Aktivisten gegen das revidierte Ausländergesetz hervor.
Als ich Student war, übersetzte ich eine Zeit lang für die Beratung von Asylsuchenden bei der an der Empfangsstelle in Basel – natürlich ohne Bezahlung. Dort sah ich die tatsächlichen Verhältnisse, es war erstaunlich, mit wie wenigen Stellenprozenten doch relativ viel gemacht werden konnte. Das ist nur möglich, weil viele der Angestellten mehr arbeiten als das, wofür sie bezahlt sind, und viel unbezahlte Arbeit geleistet wird. Denen, die gerne billige Sprüche klopfen, rate ich, sich die reale Situation anzuschauen – von einem staatlichen Geldsegen oder -regen ist dort weit und breit nichts zu sehen.
Ausserdem ist keineswegs klar, dass es für die Personen, die Asylsuchende beraten, weniger zu tun gäbe, wenn die extremen Blocher-Gesetze angenommen würden. Auch schon der Sozialhilfestopp hat zu einem grösseren Aufwand geführt, und der Ausschluss von Personen ohne Pass vom regulären Asylverfahren (damit gibt man den Regierungen der Verfolgerstaaten, welche die Pässe ausstellen oder verweigern, die Entscheidung über das Asyl in die Hand), würde dazu führen, dass in kürzester Zeit (die Frist beträgt in diesem Fall nur 5 Tage) mehr Rekurse gemacht werden müssen.
Dass viele Menschen, die mit Asylsuchenden zu tun haben, gegen das unmenschliche Asyl- und Ausländergesetz (mit den verschärften Zwangsmassnahmen) sind, hat nichts mit finanziellem Eigeninteresse zu tun, sondern geht darauf zurück, dass diese Personen im Unterschied zu xenophoben Stammtischpolterern die reale Situation von Asylsuchenden kennen.
[i]Dass viele Menschen, die mit Asylsuchenden zu tun haben, gegen das unmenschliche Asyl- und Ausländergesetz (mit den verschärften Zwangsmassnahmen) sind, hat nichts mit finanziellem Eigeninteresse zu tun, sondern geht darauf zurück, dass diese Personen im Unterschied zu xenophoben Stammtischpolterern die reale Situation von Asylsuchenden kennen.[/i]
Danke für diesen Satz.
[...] Kalter Wind bläst den Befürwortern des unmenschlichen neuen Asylgesetzes entgegen. Neben hier aufgelisteten Gegnern des neuen Asylgesetzes und des neuen Ausländergesetzes, hat sich nun rund um den ehemaligen Swisscom Verwaltungsratspräsident Dr. Markus Rauh, auch ein bürgerliches Komitee gebildet. An der diesbezüglichen Medienkonferenz haben sich die folgenden “bürgerlichen” Persönlichkeiten gegen die neuen Gesetze ausgesprochen: [...]
Kleine Frage an die Autoren des Blogs,
habt ihr, im zuge einer ausgeglichenen Berichterstattung, auch eine Liste erstellt welche aufzeigt wer von der poltitisch Linken Seite nicht ganz sauber ist? Wär doch mehr als Fair, oder?
Wenn die Linken kein Dreck am Stecken haben dann umso besser, wenn doch dann wäre hier objektiv darüber berichtet….