Klimaerwärmung: uns schmelzen die Gletscher davon

Untrügliche Beweise dafür, dass es sich beim Stichwort Klimaerwärmung nicht um eine “Umweltextremisten-Hysterie” handelt, wie unsere Verkehrsverfechter im Forum gerne behaupten: Der Schweiz schmelzen die Gletscher davon, dies in dramatischem Tempo!
Die Glaziologische Kommission der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz teilt in ihrem Communique mit, dass die Messungen vom vergangenen Herbst dramatische Erkenntnisse ans Tageslicht bringen:
Die Auswertung an 91 Gletschern präsentiert ein ähnliches Bild wie in den vorangegangenen Jahren: die Mehrheit der Gletscher hat in der abgelaufenen Beobachtungsperiode weiter an Länge eingebüsst. Während sich 84 zurückzogen, veränderten 7 ihre Zungenposition nicht. Damit bestätigen die diesjährigen Messresultate den Trend der letzten Jahre: den anhaltenden Gletscherschwund.
Der Verlauf des Rückzuges kann man am Beispiel des Walliser Mont Fort Gletschers nachvollziehen. Bisher über 800Meter ist der Gletscher zurückgegangen! In der Frankfurter Zeitung vom 25.Januar (Artikel nicht online) kann man nachlesen, dass die globale Klimaerwärmung mitschuldig am Rückgang der Gletscher ist:
Schmelzen die Hochgebirgsgletscher als Folge der Klimaerwärmung künftig noch schneller als ohnehin schon beobachtet und vielfach vermutet? Zu diesem Ergebnis kommen zumindest Sarah Raper vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven und ihr Kollege Roger Braithwhaite von der Universität in Manchester in einem Artikel, der in der Zeitschrift “Nature” (Bd. 439, S. 311) erschienen ist.
Auch die grossen Rückversicherer beginnen, die Klimaerwärmung als globale Bedrohung zu betrachten und greifen daher zu Massnahmen:
Durch die Erderwärmung steige die Zahl der Naturkatastrophen – und “das bleibt natürlich nicht ohne Folgen für unser Versicherungsgeschäft”. Aus Sicht der Assekuranz erhöht der Klimawandel das Risiko von Sachschäden um jährlich zwei bis vier Prozent, schätzt die britische Allianz-Tochter Cornhill. In der Industriesparte sind bereits heute fast 40 Prozent aller Police-gedeckten Schäden auf Naturkatastrophen zurückzuführen, meist Sturm oder Hochwasser.
(Quelle: Frankfurter Rundschau vom 12.Dezember 2005, Artikel nicht online)
Auch in der Rheinischen Post vom 26.November 2005 (Artikel nicht online) kann man im Artikel “Das Eis schmilzt ” nachlesen, dass das Schmelzen unserer Gletscher direkt mit der Klimaerwärmung zu tun hat:
Glaziologin Andrea Fischer von der Universität Innsbruck betont. „Das Abschmelzen hat seine Ursache alleine im wärmeren Klima
Liebe Autofahrer und sonstigen Klimaerwärmer. Denken Sie daran, mit jedem Druck auf das Gaspedal helfen Sie aktiv mit, die schönen Schweizer Hochgebirgsgletscher zu schmelzen. Wieso machen wir es nicht wie die Schweden:
Schweden will sich innerhalb der nächsten 14 Jahre vollkommen vom Öl “entwöhnen” – ohne diesen Verzicht mit einer neuen Generation von Kernkraftwerken zu kompensieren.
(Quelle: Telepolis)

Da bin ich gespannt, wie die Schweden das machen wollen.
Jedenfalls gibts da schon einige Hundert “Holzgaser” (Auto fährt mit Holzgas) und viele “Pöler” (Pflanzenölbetrieb) bei Saugdiesel.
Die Rohstoffe Holz und Rapsöl wachsen zwar nach, sind aber leider auch nicht unbedenklich (Feinstaub, Geruchsbildung allgemein etc.)
Jedenfalls ein mutiger Entschluss der Schweden!
Der Entscheid Schwedens wird sicher auch Signalwirkung haben.
90% der Gesamtmenge an Schnee und Eis weltweit sind in der Antarktis zu einem gewaltigen Schneehaufen aufgetürmt !
äh, und jetzt, APG, was ändert das am Problem?
Das war nur eine Feststellung. Auch ich kann nicht alle Probleme der Welt lösen…..
schade, dachte schon…
übrigens: auch grosse schneehaufen können schmelzen…