Die Autofahrer müssen radikal umdenken
An der ETH Zürich arbeitet Maschinenbau-Professor Lino Guzzella an der Mobilitätsrevolution. Die heutigen, technologisch veralteten, Dreckschwarten könnten dereinst durch fast schon “saubere” Fahrzeuge ersetzt werden. Was die heutigen Automobilhersteller “Forschung” nennen, ist dem ETH Professor ein müdes Lächeln wert:
Für Guzzella [..] gibts zwei Wege, die Autos sparsamer zu machen: den evolutionären und den revolutionären. Beim evolutionären Vorgehen wird in mühsamer Knochenarbeit über Jahrzehnte an Details gefeilt. «In zehn Jahren sind die Autos noch nicht viel anders», sagt Guzzella. Sie sind ein bisschen aerodynamischer, die Motoren noch ein weniger sparsamer, die Batterien besser, und der Durchschnittsverbrauch sinkt vielleicht von 7-8 auf 5-6 Liter. [..] Guzzellas Augen beginnen zu funkeln, wenn er von der revolutionären Methode spricht. Diese ist simpel und logisch, aber sie wird das Autofahren brutal umkrempeln. Das Gewicht des Fahrzeugs wird die zentrale Grösse. «Ein tonnenschweres Fahrzeug zu beschleunigen und abzubremsen, braucht viel zu viel Energie», sagt Guzzella. Die Fahrzeuge der Zukunft müssen also leicht sein.
Und genau hier liegt der Hund begraben. Es gibt ja schon heute leichtere und sparsamere Autos. Aber wenn die Automobilen “Modetrends” in Richtung Traktoren/SUV/Offroader gehen, wird die Forschung an den sparsamen Autos wertlos. Und diese Autos werden ja oft wegen dem Scheinargument der Sicherheit gekauft. Auch hier hat Guzzella einen revolutionären Ansatz:
«Das Auto der Zukunft darf keine Unfälle mehr haben», sagt Guzzella und bringt einen überzeugenden Vergleich. «Auch ein Flugzeug ist ein extremer Leichtbau und nicht so gebaut, dass die Passagiere einen Absturz aus 10 000 Metern überleben – es darf einfach nicht abstürzen.» Guzzellas Logik geht weiter: An Unfällen sind meistens die Fahrer schuld, ganz selten die Technik. Also muss der Fahrer abgekoppelt werden, und zuverlässige Elektronik muss dem fehleranfälligen Autolenker möglichst viel Arbeit und Verantwortung abnehmen.
Richtig, denn wenn man die Statistik der Verkehrstoten anschaut muss man ehrlicherweise eingestehen, dass das Projekt “Eigenverantwortliche Autofahrer” gescheitert ist und dringend einer elektronischen Weiterentwicklung bedarf. Wie bei der Luftfahrt, welches Flugzeug fliegt heute noch ohne Autopilot? Wo bleibt diese Entwicklung in der Automobilbranche?
Damit ist konsequenterweise auch das Ende der Raser und damit auch der Verkehrsbussen (!!) inbegriffen:
«Technisch ist das alles möglich», sagt Guzzella, «der grosse Widerstand liegt in den Köpfen der Menschen.» Denn mit dem sparsamen Auto der Zukunft kann man nicht mehr mit quietschenden Reifen durch die Kurve schleudern, über Pässe räubern und nach Herzenslust sinnlos beschleunigen. Autofahren ist nicht mehr sportlicher Spass, wie es heute viele empfinden, sondern vom Computer optimierte, ökonomische und sichere Fortbewegung. Diese neue Fahrkultur hat übrigens bereits begonnen. Blockierende oder durchdrehende Reifen sind dank ABS und EPS kaum mehr möglich.
Wir können uns den Sportlichen Spass auf Kosten der Allgemeinheit einfach nicht mehr leisten. Höchste Zeit dass Visionäre wie Guzzella den ihnen Zustehenden Einfluss kriegen und in den Köpfen der AutofahrerInnen diese, dringend nötige, Revolution einzug hält!
Natürlich werden sich die automobilen Kleingeister, die vereinigte Petrobranche und sowieso die Klimaleugner mit Händen und Füssen gegen derartig umfassende Änderungen wehren. Doch ich glaube, dass schlussendlich die Vernunft siegt. Für denn Fall dass dies wider erwarten nicht so ist, werden wir ja sowieso über kurz oder lang dazu gezwungen:
Klar ist: Das 1-Liter-Auto ist viel weniger bequem, geräumig und sportlich als die heutigen Modelle. Und vor allem ist es nicht ausgelegt, um einmal pro Jahr mit der ganzen Familie in die Skiferien zu fahren. Trotzdem ist Guzzella überzeugt, dass das 1-Liter-Auto irgendwann kommen wird. Dann nämlich, wenn die Autodichte in China und Indien nur annähernd so gross wird wie in Europa und Amerika. Und wenn die Luft noch schlechter ist und das Benzin noch teurer wird.
Viva la Revolucion!
Quelle: Tagesanzeiger 15.11.2006 (n. online)

Ich gehöre zu den ersten die sich ein Auto kaufen würden das sich “selbstständig” von a nach b bewegt. (Man kann ja dann immernoch ein richtiges Auto aus den 60gern haben, für Freizeit und Hobby)
Das Problem ist nur das die Hersteller nicht die Verantwortung für einen allfälligen Unfall übernehmen möchten, mit den geltenden Gesetzen ist der Mensch nach wie vor Verantwortlich für die Fahrt, das heisst nichts mit Besoffen nach Hause fahren lassen, der hinter dem Steuer muss immer fahrtüchtig sein.
Was nützt mir dann so ein Auto? Die fahrzeit wird tot langweilig da ich nüchtern nichtstuend hinter dem Steuer sitze und darauf warte das dass System versagt (was dann villeicht alle 500’000km 1 mal passiert)
Das Ziehl ist erst erreicht wenn sich Hersteller, Bund und Kantone (Betreiber der Strasssen) soweit einigen konnten das auch ein 10 Jähriges Kind selber mit so einem Fahrzeug fahren darf, oder eben hald auch Besoffene.
Das werden aber Grüne verhindern, oder wenigstens versuchen, den gegen so ein Mobilitätssystem hat der öv keine Chance.
Erst wenn all das geklärt ist macht so ein System auch wirklich sinn.
Das Tollste daran, ein Fahrzeug das laut Hersteller keine Unfälle baut, braucht auch keine Versicherung.
PS: Ein weiterer Vorteil ist wenn man keinen Parkplatz findet kann man sein Auto währendessen proforma rumfahren lassen
Ich fahre bereits ein schnittiges Elektromobil, das mit mir nur gerade 300 kg wiegt. Energieverbrauch ist zehnmal kleiner als bei einem Auto. Energiekosten pro Kilometer: 1 Rappen. Funfaktor auf der nach oben geschlossenen Funskala von 1-10: 9
Kann ich nur empfehlen.
Es ist eine Schande dass ein hochbezahlter ETH Professor derartigen populärwissenschaftlichen Mist rauslässt ohne eine technische Lösung anzubieten. Das meiste davon ist Trivial und jeder hätte wohl gerne ein Auto welches (auf Wunsch!) selbstständig fährt. Das Problem ist die technische Realisierung der “Visionen”, und dafür ist ein ETH-Professor eigentlich bezahlt.
Der Vergleich zwischen der Luftfahrt und den Strassenverkehr hinkt doch sehr. Das Verkehrsaufkommen ist massiv höher als die Bewegungen im Luftverkehr, weiter kann ja jeder Autofahren (auch die grössten Vollidioten kriegen einen Führerschein wie man täglich in der Zeitung liest), im Luftverkehr handelt es sich jedoch immer um profesionelle und gut ausgebildete Transportmittel-Führer. Und ein unfallfreies Auto ist doch wohl auch sinn, man kann die Natur nie exakt auf ein Modell abbilden, Unsicherheiten sind immer vorhanden (Lernt man übrigens in Prof. Guzzellas Vorlesung ‘Control Systems I’).
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Wie bei der Luftfahrt, welches Flugzeug fliegt heute noch ohne Autopilot?
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jedes nicht linienflug-flugzeug?
du machst es dir in deiner “argumentation” mal wieder sehr einfach.
vergleich die flieger mit dem zug, ansonsten vergleichst du äpfel mit holzkohle…
@fragenspeck: hatte des öfteren am morgen so ein twike auf der strecke maur-dübendorf vor mir. die dinger sind ja mal sowas von einem verkehrshindernis. sie fahren nur 45 und überholen kann man sie trotzdem nicht da sie breiter wie ein roller/rad sind.
sie mögen zwar spass machen aber zu berufszeiten ausserhalb einer stadt einfach nur nervtötend und gefährlich
Ich kann beim besten Willen nichts revolutionäres entdecken, was dieser professore mit Hilfe unserer Steuergelder “erforscht” hat.
Die Idee der ultraleichten Fahrzeuge hat doch schon Frederik Vester jahrelang zu promoten versucht… mit mässigem Erfolg.
Diese “revolutionäre” Idee ist eher ein typisches Beispiel, wie hunderte von Mio. Steuergeldern für nutzlose Forschung ausgegeben werden.
Ob diese “revolutionäre” Idee jemals einen payback bringt, also vermarktet werden kann, ist diesen Sandkasten Professoren eh egal. Hauptsache, man macht regelmässig wieder mal eine Pressemitteilung auf dass die Forschungsgelder weiter fliessen.
“Autofahrer müssen radikal umdenken”
Ha, ha, ha, da verlangt ihr bereits zu viel. Ein “denkender” Autofahrer, hab gut abgelacht!
Sandro ist völlig aus dem häuschen wegen… was eigentlich?
“Was die heutigen Automobilhersteller “Forschung” nennen, ist dem ETH Professor ein müdes Lächeln wert”
Oha!! nämlich:
- es ist möglich ein 1-liter auto zu bauen (ja, sicher, nimm halt alles gewicht raus)
- autos fahren vermehrt computergestützt.
ABS und EPS als beispiele sind von denen entwickelt worden, die ihm ein “müdes lächlen” abringen. er aber hat die lösung: “Kommunikation der Autos untereinander und mit den Verkehrssignalen, Bordcomputer, Sensoren, Steuerhilfen, vorprogrammierte Strassenprofile.”
Revolutionär, oder? Oder man informiert sich zum beispiel bei mercedes was die so machen:
- Vorausschauendes Notbremssystem für Nutzfahrzeuge
-Kreuzungs-Assistenzsystem (beobachtet die Fahrumgebung, erkennt Verkehrszeichen sowie Querverkehr)
- Spurhalteassistent: unterstützt den Fahrer vor dem unfreiwilligen Verlassen der Spur
- TransVision: hochauflösendes Radar macht selbst die Fahrumgebung vor dem vorausfahrenden Fahrzeug sichtbar
- Car2Car-Kommunikation: unmittelbar von Fahrzeug zu Fahrzeug übertragene Verkehrsinformationen ermöglichen vorausschauendes Fahren und hilft so, Kollisionen an Kreuzungen zu verhindern
- Aktiver Spurassistent und Kurvenassistent für LKW
Da bleibt nicht viel revolution, während unser professor müde lächelt hat die autoindustrie hellwach schon begonnen.
was die idee vom autonomen fahren anbelangt kann man zum beispiel hier lesen, wie der stand 2003 war
http://www.uni-koblenz.de/~agrt/lehre/ss2003/seminar/thomas_bernd.pdf
@gumbyman:
doch doch, ich meine ein twike, es hatte auch einen 45km/h kleber am “heck”. gibt in dem fall wahrscheinlich verschiedene versionen.
solange die dinger 80km/h fahren können ist es mir egal, aber wenn so ein ding mit 45km/h im stossverkehr vor sich hin tuckelt… das braucht echt nerven und verleitet zu unüberlegten überholmanöver…
Noch nie Raumschiff Enterprise gesehen? Die Transportmöglichkeit der Zukunft heisst ganz klar “beamen” (wäre wirklich das tollste)!
Nein, im Ernst, das Eliminieren von Masse und Volumen im Automobilbau ist in Zukunft sehr wichtig. Dies wird aber wohl dazu führen, dass viele Menschen, welche auf Autos angewiesen sind, mehrere davon benötigen (ein kleines für den Arbeitsweg und eines für die ganze Familie beispielsweise). Doch das schafft auch wieder Arbeitsplätze. Angesichts der fortschreitenden Technologie bei Elektromotoren gehe ich übrigens davon aus, dass bei entsprechender Entwicklung von Batterien Fahrzeuge mit grösserer Leistungsfähigkeit als mit Verbrennungsmotoren (insbesondere hinsichtlich Elastizität) in zehn bis zwanzig Jahren zur Verfügung stehen werden. Die leistungsfähigen Lexus-Hybrid zeichnen diesen Weg bereits vor.
Es gibt hier tatsächlich ein paar Nörgler, die einige aus dem Zusammenhang gerissene Antworten aus dem Tagi-Interwiew für die “Forschungsergebnisse” von Prof. Guzella halten.
Geht doch bitte zuerst auf die Internetseite seines Instituts um zu sehen was der Mann und sein Team tatsächlich forschen und leisten. Ich war jedenfalls recht überrascht:
IMRT
@sense2
ist nur bei alten Fahrzeugen ein Problem, wenn die Batterie langsam lahmt. Das Twike ist nicht breiter als ein grosser Töff.
@gumbyman: Das ist aber geil!
Autopilot für Autos? Weil in Flugzeugen isses schon gang und gäbe.
Informier dich doch bitte mal was ein Autopilot in einem Flugzeug kann und was ein Autopilot in einem Auto können müsste.
Zur Info. Ein Autopilot in einem Flugzeug kann ein Flugzeug mehr oder weniger nur auf Kurs halten. Unter Mithilfe eines Leitstrals kann er sogar ein Flugzeug landen (Leitstralsysteme gibts eigendlich nur auf grösseren Flughafen da sehr aufwendig).
Und ein Flugzeugautopilot hat doch sehr viel mehr Bewegungsspielraum als er es z.B. in einem Auto hätte. 1 Meter zu früh eingespurt ist der Fahrradfahrer tot. Beim Flugzeug merkt man sowas garnicht wenn der n meter früher landet oder etwas mehr links aufkommt.
Auf der Strasse gibts ausserdem sehr sehr viel mehr unplanmässige Zwischenfälle als in der Luft. Da muss man nämlich nur mit Flugzeugen rechnen. Nicht mit Fussgängern, fahrradfahrern, kinder die einem in die Bahn springen usw.
Vondemher ist Autofahren sehr viel schwieriger als Fliegen (hab übrigens die PPL).
Beim Fliegen kann man sich auch als Pilot öfter mal stark entspannen, wohingegen man beim Autofahren immer auf alles mögliche gefasst sein muss.
mfG René
mfG René
Man sieht es in den Autofreien Kurorten, es funktionniert bestens.
Also mit so einem Elektroauto könnt ich mich anfreunden.
[urlhttp://video.google.de/videoplay?docid=3624337653720181416&q=race+electric]Spurter[/URL]
Nur die Reichweite müsste hoch genug werden.
mfG René
so gehts
[url=http://video.google.de/videoplay?docid=3624337653720181416&q=race+electric]Elektroauto[/url]
Na gut, der vergleich hinkt natürlich sehr, man kann schlecht einen prototyp-go-kart mit einem serienauto vergleichen.
Die aussage ist trotzdem interessant, man denkt sich “wenn das geht, müsste es doch auch serienwagen geben!”
Ja wo sind sie denn? Ausser dem Tesla hab ich bisher noch nichts brauchbares gefunden. Und auf der tesla-homepage noch immer keinen preis. Würde mich interessieren, ob man sowas in der Schweiz fahren darf?
… wenn schon alle beim Filmliposten sind ……. hier:
http://www.sonyclassics.com/whokilledtheelectriccar/
Danke für die infos.
Naja, Tesla ist dann halt schon ein bitzeli teuer, war ja auch zu befürchten.
Dem X1 will ich mit “go-kart” nicht unrecht tun, aber im vergleich zum ferrari hat der noch nicht einmal ein dach, statt ledersitzen hartschalen, keine airbags, kein kofferraum, kein navi, kein radio, noch nicht einmal türen…
Gespannt bin ich trotzdem, was als “zivile” varianten auf uns zukommt
Woher soll eigentlich die ganze Energie kommen für die Elektromobile?
Die meisten hier wollen kein AKW, und appellieren an die Mitmenschen Strom zu sparen um ein weiteres Kraftwerk zu verhindern. Mit e- mobilen steigt der Energiebedarf massiv an, vor allem da ja beim Laden mehr Strom benötigt wird als gespeichert werden kann. nach dem Laden benötigen sie immer noch einen kleinen Strom, ähnlich sich in Standby befindlichen TV.
Wo sollen eurer Meinung nach welches Kraftwerke gebaut werden das genug Energie erzeugt?
Vor alle wen man sich mal vorstellt das 90% der Menschen zwischen 16 und 19 Uhr nachhause kommen und ihre Fahrzeuge dann an die Steckdosen nehmen.
Ich sehe da nur ein weiteres AKW.
Vor allem werden die E-Mobile in Zukunft mehr “Hunger” nach Energie haben, sobald man mehr Energie an Bord Speichern kann werden auch Stärkere Motoren verbaut. Gerade an der Kapazität der Batterien (und somit der Reichweite) steht oder fällt der Erfolg eines E-Mobils.
: ) adelante karakorum-highway trucks : )
http://teonanacatl.blog.de/?tag=Pakistan
Diversity ! ….
@chevy
Ein EL braucht zehnmal weniger Energie pro Kilometer als ein Kleinwagen. Sogar wenn man zu Hause die Energie mit einem Benzingenerator herstellen würde, wäre das besser. Dein Einwand ist also vorgeschoben.
@feusl: Das ist Quatsch.
Ein Benzinmotor zuhause hat sicher keinen Besseren Wirkungsgrad als einer der im Auto eingebaut ist.
Also wärs völliger Blödsinn den Wirkungsgrad noch weiter zu verschlechtern indem man zuhause mit einem Benzinmotor die Batterien läd und damit nochmehr Energie in Wärme umwandelt.
mfG René
Dazu muss man folgendes Wissen: ein 5-Plätzer E-Mobil mit 1200 kg braucht etwa 12kWh auf 100km, das enspricht 43MJ oder etwas mehr als 1 Liter Benzin (!) Die Rechnung ist insofern unfair, als das Benzin ja zuerst einmal mit einem Wirkungsgrad von vielleicht 35% in mechanische Energie umgewandelt werden muss. Unter Berücksichtigung aller Verluste sind wir in so einer Konfiguration (kleiner Benzinmotor lädt Onboard-Batterie von EV) bei 4-5 Liter / 100km, ähnlich einem Prius.
Und jetzt kommt das grosse Aha-Erlebnis: diesen hitverdächtigen Verbrauch steigert man *NICHT* wesentlich durch sehr starke Elektromotoren (z.B. 200kW bzw. über 250PS), weil gute Elektromotoren auch im Niedrigstlastbereich einen guten Wirkungsgrad haben – ganz im Gegensatz zu Verbrennungsmotoren, deren Wirkungsgrad eigentlich nur bei Volllast gut ist, und bei Teil- bis Niedriglast auf schlecht bis miserabel absinkt.
D.h.: ein elektrisch angetriebenes Fahrzeug kann zugleich sehr dynamisch und sehr sparsam sein – ein Benzin-/Diesel-Auto nicht.
Das heisst z.B. auch, wenn (rein hypothetisch) alle Autos elektrisch angetrieben wären, könnten wir z.B. die Hälfte des bisherigen Benzins/Diesels in Grosskraftwerken (sauber und effizient) verbrennen um den zusätzlich benötigten Strom herzustellen – womit nicht gesagt sein soll, dass nicht bessere Varianten gesucht werden sollen
@Chevy
Die Batterien werden natürlich sinnvollerweise über Nacht geladen (günstiger, gleichmässigere Netzlast -> Rundsteuersignal)
@feusl @René
Der Benzingenerator zu Hause hat (elektrisch) natürlich keinen besseren Wirkungsgrad als im Auto. Verglichen mit einem überdimensionierten und oft im Teillastbereich oder gar Leerlauf drehenden Benziner mit Getriebe (und das ist die Regel bei modernen, leistungsstarken Autos) hat er aber natürlich sehr wohl einen besseren Wirkungsgrad. *Und* wenn man zuhause mit der Abwärme das Haus heizt / Warmwasser erzeugt, dann hat man den Sprit natürlich viel besser genutzt (bzw. Heizöl eingespart).
g.
Ich würde diese Entwicklung begrüssen, ich finde das eine gute Lösung, nur darf sie nie und nimmer erzwungen werden. Ich werde mir jedoch nie ein solches Auto anschaffen, weil ich zu viel Technick (Computer und so Zeugs) einfach ablehne. Ich will machen was ich will, was nicht bedeutet, dass ich rasen will aber ich will die Möglichkeit dazu haben.
Also ist die logische Folgerung doch dass ich mir nie einen neuen modernen Wagen kaufen werde.
Jedoch jeder der ein solches Auto besitzen möche hat meine Annerkennung. Wie gesagt nur erzwingen soll man das nicht!
Besonders im PKW-Bereich wurde die Umstellung von Benzinmotoren auf Erdgas- oder Flüssiggasmotoren verschlafen. Man kann es auch deutlicher sagen: Es gab knallharte Wirtschaftsinteressen, die diese umweltgerechte Umstellung nicht wollten. Geschäft geht halt vor Umweltschutz.