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Den Schülern das Lernen verbieten? Nein!

Dass die Vorlage “Nur eine Fremdsprache an der Primarschule” stumpfsinnig ist, kann man ganz einfach an seinem eigenen Freundeskreis beobachten. Wer kennt nicht mindestens ein Kind, das zwei verschiedensprachige Eltern hat, beide Sprachen fliessend spricht und nach der Einschulung in der Schule noch perfekt deutsch lernt? Eben, das ist für ein Kind kein Problem, im Gegenteil. Die Kindliche Neugierde erschliesst die neue Sprache spielend einfach. Doch genau dies soll nun verboten werden. Das Argument der Schwachen Schüler zieht hier wenig. Wollen wir denn alles Lernen verbieten, und unsere Schulen an den Schwächsten Schülern ausrichten? Ein solches Lernverbot wäre fatal und ist daher abzulehnen. Zu hoffen, dass der Zürcher Souverän dies erkennt und richtig handelt:

Deshalb nächsten Sonntag: “Nein zum Lernverbot!”

Dieser Artikel wurde von Sandro am Dienstag, 21. November 2006 in der Rubrik Gesellschaft und zu den Stichwörtern , , , , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

45 Kommentare zum Artikel “Den Schülern das Lernen verbieten? Nein!”

  1. buchi am 21. November 2006 um 14:08
  2. Rico am 21. November 2006 um 14:31

    Sandro: [i] …und nach der Einschulung in der Schule noch perfekt deutsch lernt? [/i]

    Leider lernt seit vielen Jahren niemand mehr perfekt Deutsch an CH-Schulen.

    (Aber ich bin ebenfalls gegen die Initiative, nur damit wir uns richtig verstehen)

  3. Yoda’s Blog » Blog Archive » Lernen verbieten? am 21. November 2006 um 14:52

    [...] Die Einen wollen den Kindern das Lernen nicht verbieten und die Andern schauen etwas differenzierter und möchten gerne, dass unsere Kinder in erster Linie das Deutsch so erlernen, dass sie es in Wort und Schrift beherrschen. Verbieten will niemand etwas und auch die Volksintitative „Nur eine Fremdsprache an der Primarschule“ verbieten nicht, sondern kanalisiert. Wer weitere Fremdsprachen erlernen will, kann das jederzeit tun. [...]

  4. bluefox am 21. November 2006 um 18:22

    “Wer kennt nicht mindestens ein Kind, das zwei verschiedensprachige Eltern hat, beide Sprachen fliessend spricht und nach der Einschulung in der Schule noch perfekt deutsch lernt?”

    Wenn man also bereits zwei sprachen spricht, kann man an der schule hochdeutsch lernen.
    Und damit willst du uns beweisen, dass man zusätzlich auch noch englisch und französisch lernen kann? Seltsame logik?!

    “Doch genau dies soll nun verboten werden.”

    Ach ja? Eine initiatve gegen das perfekt deutsch lernen? Mist, ich muss den text nochmal durchlesen. Gottseidank wurde ich darauf aufmerksam gemacht…!

  5. hagakure am 21. November 2006 um 18:54

    Ich verstehe das Argument der promovanten der Initative nicht, dass das lernen einer 2. Fremsprache (als Französisch) irgenwie im Gegensatz stehen soll mit dem Lernen der deutschen Sprache (welche ja auch gelernt werden soll).
    Eigentlich geht es im deutsch darum, die Fähigkeit zu erlernen, sich mündlich und schriftlich auszudrücken. Das fängt in der Primarschule mit dem Lesen und Schreiben an.
    Diese Fähigkeit ist nicht primär an die deutsche Sprache gebunden und wird in jedem anderen Sprachunterricht auch gelernt.
    Was vom Argument übrig bleibt ist dann, dass die Zeit nicht mit franz. Vokabeln und Grammatik “verschwendet” werden soll, die man sonst zum erlernen allgemeiner sprachlichen Kompetenz genutzt werden könnte.
    Ich weiss nicht, wie der Stundenplan unserer Primarschüler aussieht (vielleicht kann mich da jemand aufklären), falls aber zu wenig Zeit zum erlernen der Sprachen vorgesehen wäre, müsste man die Debatte um die Gestaltung des Stundenplans weiter fassen als eine Umverteilung der Stunden zwischen den Sprachfächern.

  6. Dr. Desperanto am 21. November 2006 um 20:56

    Sprachen lernt man möglichst früh am besten und am besten möglichst früh. Das weiss jeder respektable Pädagoge. Mit Schweizerdeutsch wachsen die Kinder meist sowieso auf. Im Kindergarten sollte man eigentlich bereits Hochdeutsch fördern, ab der 1. oder 2. Klasse dann die erste Fremdsprache unterrichten. Wenn man früh mit fremden Sprachen konfrontiert wird, fällt einem danach das Erlernen einer 2. Fremdsprache – z.B. ab der 4. Klasse – viel, viel leichter. (Vorausgesetzt natürlich, die Unterrichtsmethode stimmt.) Die Inititive ist ziemlich ignorant.

  7. bluefox am 21. November 2006 um 22:13

    ich bin kein pädagoge, aber ich habe mir mühe vorzustellen, wie ein 12-jähriger fliessend türkisch, deutsch, schweizerdeutsch, englisch und französisch spricht.

    Die ganze abstimmung ist so oder so absolut sinnlos, sowas muss auf bundesebene geregelt werden, sicher nicht kantonal. Die stänige diskussion und dauernde umänderei ist verschwendete zeit und energie, von geld gar nicht zu reden.

    Meine vorstellung wäre übrigens gesammtschweizerisch die regionale sprache und englisch. natürlich mit dem selben lehrmittel und zur selben zeit beginnend.

  8. bluefox am 21. November 2006 um 22:18

    Ach ja, nochwas.
    Das argument “Den Schülern das Lernen verbieten” ist sowas von sinnlos.
    Ansonsten ist jemand dafür, dass man in der primarschule 10 sprachen lernt? was… nein? Ich verbietet also den schülern spanisch, italienisch, türkisch und chinesisch zu lernen? wie könnt ihr nur…!

  9. kyri am 21. November 2006 um 22:19

    Zum Argument aus Yodas Blog Wer weitere Fremdsprachen erlernen will, kann das jederzeit tun.:
    Natürlich kann eine Schule Fremdsprachen als Freifach anbieten. Das ist dann aber nur als Wahlfach für die eher unterforderten Kinder möglich. Französisch anzubieten würde keinen Sinn machen, da in der Oberstufe bei Annahme der Initiative von Null angefangen werden müsste. Und zwei Jährchen Italienisch oder sonstwas würden wohl in der Tat keine nachhaltige Wirkung hinterlassen.

    Der Unterricht an der Oberstufe soll darauf setzen können, dass Schüler auf solides Anfangswissen aufbauen können.

    Auch wenn die Initiative Freifächer nicht verbietet, sie ist eine Verbotsinitiative, da sie es verunmöglicht, dass Französisch kontinuierlich während 5 Jahren unterrichtet wird.

    (Persönlich bin ich der Meinung, dass man Französisch als erste Fremdsprache hätte einführen sollen, da mit einer germanischer Sprache als Grundstock beim ohnehin präsenteren Englisch am Anfang schneller Fortschritte gemacht werden können. In meinem Blog bin ich darauf etwas eingehender eingegangen. Aber darum geht’s bei der Abstimmung nun überhaupt nicht.) Und gleich noch ein “shameless plug”. Wie beim genaueren Hinsehen der Graben zur “Sprachenfrage” quer durch alle Parteien verläuft, habe ich hier zusammengetragen.

  10. kyri am 21. November 2006 um 22:23

    Gleich noch ein Nachtrag: Das Lernverbots-Komitee nimmt gerne noch zusätzliche Mitglieder auf. Am besten gleich online eintragen.

    Andreas

  11. Dr. Desperanto am 21. November 2006 um 22:27

    @bluefox.

    Richtig, weitere kantonale Regelungen sind in Anbetracht des momentanen Bestrebens die Bildung national etwas zu harmonisieren ohnehin sinnlos.

    Dass du dir diese frühe Mehrsprachigkeit nicht vorstellen kannst, liegt vielleicht genau daran – am jetztigen Bildungssystem.

    Zu Englisch. Aufgrund der Allgegenwärtigkeit des Englischen in unserem Alltag (Musik, Kino, Hauptkommunikationssprache mit Frendsprachigen) wäre es klüger, Französisch in der Deutschschweiz stärker oder wenigstens gleich stark zu gewichten als Englisch. Englisch lernt man sowieso einfacher, weil man Allüberall damit in Kontakt kommt.

    Wenn man sich als mehrsprachige Willensnation will, sollte man die Sprache, die über ein Viertel des eigenen Landes (und ein grosser Nachbarstaat) spricht, nicht einfach zur Nebensächlichkeit degradieren.

  12. kyri am 21. November 2006 um 22:36

    @bluefox:
    Meine vorstellung wäre übrigens gesammtschweizerisch die regionale sprache und englisch
    Es wird – leider – langsam Realität, dass Englisch die lingua franca der Schweiz wird. Aber es macht eigentlich keinen Sinn, dass die Schweiz auf das neue europäische Niveau “Muttersprache + englisch” herabsinkt. Mehrsprachigkeit ist eine der wenigen Wettbewerbsvorteile, welche die Schweiz in die Waagschale werfen kann.

    Andreas (in London geboren)

  13. bluefox am 21. November 2006 um 22:56

    Kyri, was für ein wettbewerbsvorteil ist es denn, mehrsprachig zu sein, sprich französisch zu können? ausser in frankreich und vielleicht belgien bringt dir das in Europa genau null nada.

    Geschäftlich ist es ein grösserer vorteil GUT englisch zu könnenen als schlecht und dafür noch ein bitzli franz. Wenn du da nämlich mit swiss-federal-holperenglisch daher kommst kommt das nicht besonders gut an.

    Ich glaube einfach, dass die zeit in der man jetzt Franz lernt besser genutzt werden könnte. Nicht “das lernen verbieten” sondern in der zeit ETWAS ANDERES lernen, darum gehts ja.

    Was die initiative anbelangt, ich weiss immer noch nicht was stimmen, ich glaub ich enthalte mich. der kantönligeist nervt… :-(

  14. kyri am 21. November 2006 um 23:08

    @bluefox:
    Mit Französisch hast Du als Deutschschweizer eine Starthilfe für weitere romanische Sprachen, z.B. spanisch, das international nicht gerade unwichtig ist.

    Und französisch selbst musst Du auch nicht wirklich gänzlich abschreiben, es gibt tatsächlich noch ein paar Länder mehr, wo dies verstanden und – quel horreur! – gar gesprochen wird.

  15. kyri am 21. November 2006 um 23:16

    @bluefox:
    Was die initiative anbelangt, ich weiss immer noch nicht was stimmen
    Hier ist doch mal die SVP-Strategie angesagt: Im Zweifelsfalle NEIN! ;-)

    Und wegen dem Kantönligeist hast Du natürlich recht. Es ist hanebüchen, dass man in der Deutschschweiz nicht nur keine Einigung gefunden hat, welches die erste Fremdsprache sein soll sondern auch den Beginn des Fremdsprachenunterrichts unterschiedlich angesetzt hat.

  16. Aelpler am 21. November 2006 um 23:26

    Ich finde das nur die Amtssprache in der
    Volksschule gelehrt werden sollte!

    Fremdsprachen sollten Privat gelehrt werden!
    Oder nur für die Uni!

    Oder wie wäre es mit Deutsch im Kindergarten!

  17. bliss am 22. November 2006 um 05:33

    Wenn ich Zuercher waere, wuesste ich nicht, was ich stimmen wuerde. Dass aber irgend ein “Lernverbot” ausgesprochen wuerde, ist natuerlich wieder mal sandromaessiger Chabis. Eltern, die der Meinung sind, ihre Kinder koennen problemlos noch mehrere Sprachen lernen, koennen dies auch in Privatschulen tun. Meine Kinder (dereinst…) werden auf jeden Fall mit meiner Frau Chinesisch sprechen, mit mir Deutsch und Englisch. Und falls ich zuwenig Zeit dafuer aufbringen kann, werde ich mich nach einer Privatschule umsehen. Also nix von “Verbot”, persoenlich bin ich fuer Frueh-Englisch/zwei Fremdprachen. Ich weiss aber tatsaechlich nicht, wie Kinder, deren Eltern keine adaequate Unterstuetzung bieten koennen oder wollen, drei Sprachen schaffen. Denn ich gehe davon aus, dass Sprache nur im intesiv-Verfahren gruendlich gelernt wird, wenn also die Umgebung entsprechende Moeglichkeiten bietet. Entweder geschieht dies durch eine hohe Lektionenzahl (wie bei uns im Franzoesisch-Unterricht, Englisch war bereits prekaer) oder eben duch Ueben/Anwenden mit den Eltern und Freunden. Besonders aus dem letzten Punkt ziehe ich gewisse Vorbehalte. Die Lehrerschaft ist ja offenbar ueberfordert, auch Faecher wie Sport order Singen in einer Fremdsprache zu unterrichten (vgl. Zischtigs-Club).

  18. Dreckfilter am 22. November 2006 um 09:18

    @ bliss
    Schön, dass dir das Geld für Privatschulen zur Verfügung steht. Geht glaublich nicht allen in der Schweiz wohnhaften Personen so…

    Dass sich die Kantone der Deutschschweiz nicht auf ein einheitliches Vorgehen einigen können, hat keinen Einfluss auf die Initiative, welche nur den Kanton Zürich betrifft. Da Bildung der einzige “Rohstoff” unseres Landes ist, sollten wir denjenigen Kindern, welche in der Lage sind, mehrere Fremdsprachen gleichzeitig und früh zu lernen, diese Möglichkeit nicht nehmen (was bei Annahme der Initiative passieren würde). Da ein Kind nicht wählen kann, ob es reiche oder ärmere Eltern hat, welche eine Privatschule finanzieren können, sollte die Möglichkeit in der Volksschule gewährleistet sein.

    Fazit: Sandro formuliert wie häufig etwas übertrieben, hat aber in der Sache mal recht ;-) . Somit: NEIN!

  19. bliss am 22. November 2006 um 09:37

    @Dreckfilter: Natuerlich hast du Recht, viele koennen sich keine regulaere Privatschule leisten. Gerade im Sprachbereich existieren aber vielversprechende Alternativen, z.B. Fremdsprachige Krippen/Kindermaedchen oder lose Betreuungsgruppen. (Als Liberaler schoss mir natuerlich zuerst eine nicht-oeffentliche Variante durch den Kopf ;-) )
    Wie gesagt, von mir aus koennte man ohne Probleme zweisprachig schulen, nur klagt mir dann nicht ob denjenigen, die sich ueberfordert fuehlen. Waeren Freifaecher eine Alternative?

  20. kyri am 22. November 2006 um 09:50

    @bliss
    Freifächer und Privatunterricht (in welcher Form auch immer) sind ja schöne und gut.

    Sie helfen aber keinen Deut bei der Lehrplangestaltung. Wenn in der Oberstufe nicht darauf aufgebaut werden kann, dass in der Primarschule alle denselben Fremdsprachenunterricht genossen hatten, muss man bei Null anfangen. Das wäre die fatale Auswirkung dieser Initiative.

  21. Aelpler am 22. November 2006 um 10:56

    Ich finde In die Primarschule gehören nur
    Deutsch und Englisch.
    Also die jeweilige Amtsprache und Englisch
    in der Primarschule dafür mehr Sportarten
    um sich abreagieren zu können (Baseball
    Rubgy für die Jungen Gymnastik Yoga Selbstverteidigung für die Mädchen)
    Auch geschlechtergetrennte Schulklassen
    sollten wieder ein Thema werden.

  22. Dreckfilter am 22. November 2006 um 11:57

    @ Aelpler
    Warum nicht auch gleich noch ethinsch getrennte Schulklassen? Ich habe gedacht, dass zumindest in Mitteleuropa das Mittelalter endlich überwunden sei. Sorry, aber schon die geschlechterspezifische Sportartenaufteilung in deinem Post spricht Bände…

    Zudem fehlt mir irgendwie die Begründung für deine Auffassung. Die Sportangebote in den heutigen Schulen können sich nun wirklich sehen lassen.

  23. Babylon am 22. November 2006 um 12:08

    @ Aelpler

    über die Sprachen kann man streiten, finde deine Vorschläge aber nicht schlecht. Vor allem (wie du sagst) Sport sollte stärker im Lehrplan vorhanden sein.

    Aber warum um alles in der Welt ein rückschritt in geschlechtergetrennte Klassen? Damit die Jugendlichen noch mehr Mühe haben im Umgang mit dem anderen Geschlecht?

  24. Lex am 22. November 2006 um 18:13

    Ich frag mich ernsthaft, wieso man mit einer zweiten Fremdsprache die Fächergewichtung noch mehr auf die Sprachen legen will. Die Wirtschaft jammert ständig, man habe zu wenig Ingenieuere, da Maturanden anscheinend lieber ein lascheres Studium vorziehen. Alle Oberstufenabgänger wollen nur das KV machen und sich ja nicht die Hände schmutzig machen. An den Kantonsschulen gibt es inzwischen auch überproportional viele Spanisch/Italienisch Klassen (ich glaube nicht, dass die Wirtschaft auf möglichst viele Fremdenführer angewiesen ist). Wenn man jetzt auf der Unterstufe noch eine Fremdsprache einführt leistet man solchen Entwicklungen noch mehr Vorschub. Mathematisch-naturwissenschaftliches Denken lässt sich hingegen nicht einfach so schnell schnell irgendwo lernen. Meiner Meinung nach müssten solche Fächer mehr gewichtet werden. Darum hinkt auch das Argument mit der Lernneugierigkeit der Kinder. Die sind nämlich genauso wissensbegierig nach naturwissenschaftlichen Sachverhalten. Wer eine Fremdsprache lernen möchte kann dies sehr wohl tun selber tun. In einem halben Jahr hat man ein Advanced in der Tasche.

  25. hagakure am 22. November 2006 um 18:33

    Von wegen die jeweils 2 Landessprache ist nicht wichtig für jeden einzelnen!
    In jeder Firma, in der ich bisher gearbeitet habe (Dienstlestungsbranche für Unternehmen) – und ich hatte das Vergnügen in beiden wichtigen Sprcahregionen zu arbeiten – war immer die selbe Situation: Viele Leute, die es bedauerten, dass sie die jeweils andere Landessprache nicht beherrschten. Sobald man als mittleres oder kleines Unternehmen überreginal präsent sein möchte, muss man beide Sprachen beherrschen. Und zwar auf der Stufe des einfachen angestellten.
    Bei wirklich grossen Unternehmen (die ich als Kunden habe), die in allen Sprachregionen Filialen haben, passiert die Kommunikation zwischen den Angestellten jewiels 2 Chefetagen weiter oben, mit den entsprechenden Reibungsverlusten. Für die Zusammenarbeit ist das nicht gerade förderlich.
    Englisch als Einheitssprache für alle ist ganz einfach nicht möglich, weil wirkliche Kommunikation ohne gemeinsame Kultur (damit meine ich schon nur Fernsehprogramme oder Zeitungen) schlicht nicht möglich ist.
    Deshalb müssen wir entwerder das Lernen der 2. Landessprache auf der Primarstufe behalten oder die Schweiz als zukunftsloses künstliches Produkt endlich auflösen.

  26. bluefox am 23. November 2006 um 01:45

    Haga wrote:
    “Sobald man als mittleres oder kleines Unternehmen überreginal präsent sein möchte, muss man beide Sprachen beherrschen. Und zwar auf der Stufe des einfachen angestellten.”

    Geh mal frischfröhlich auf die strasse und spreche die gewöhnlichen angestellten in Französisch an. Du wirst dein blaues wunder erleben, wer das “beherrscht”. Dann gehst du nach Lausanne und redest mit dem fussfolk fliessend deutsch. Dann komm zurück und sag das mit dem beherrschen nochmal :-)

    “Von wegen die jeweils 2 Landessprache ist nicht wichtig für jeden einzelnen!”

    Falls die initiative angenommen wird lernen die kids trotzdem französisch! Einfach erst ab 7. Schuljahr. Es geht hier nur um die primarschule, sprich den startzeitpunkt! Die SP hat mit ihrem “lernverbot”-blödsinn ja ganz schön erfolg :-(

    ” 2 Chefetagen weiter oben, mit den entsprechenden Reibungsverlusten. Für die Zusammenarbeit ist das nicht gerade förderlich.”
    Nonsense, wenn alle englisch können hat man einen gemeinsamen nenner. Wenn alle GUT englisch können sogar einen besseren.

    “Deshalb müssen wir entwerder das Lernen der 2. Landessprache auf der Primarstufe behalten oder die Schweiz als zukunftsloses künstliches Produkt endlich auflösen.”
    Sorry, aber das ist jetzt richtig dumm.

  27. Aelpler am 23. November 2006 um 01:55

    @ Babylon

    Dieser rückfall in die Steinzeit via Porno
    graphie im Internet und auf den Handys
    lässt bei mir diese Gedanken aufkommen.
    Wären wir immerhin wieder im Zeitalter
    der Renaissance.
    Mit einer freien Meinungsäusserung hat
    das ja wenig zu tun oder?

  28. Aelpler am 23. November 2006 um 02:12

    @ Dreckfilter

    Ich habe das nur als Thema erwähnt ich
    will niemanden ausgrenzen oder ähnliches.
    Ist auch eine Frage der Sittlichkeit
    allgemein.
    Wir hatten früher gar keine Handys.
    Und keine DVD Videos und so!
    Der Sexladen mit den 50 000 DVDs
    mit nur einem Thema gab es nicht!

  29. Aelpler am 23. November 2006 um 02:25

    @ Bluefox

    Dann soll doch der KMU Betrieb die
    Ausbildung selber Organisieren!
    Wir können froh sein das uns die
    Albaner einigermassen verstehen können.
    Vergiss das Französisch schnell!

  30. hagakure am 23. November 2006 um 13:01

    @Blauerfuchs
    “Geh mal frischfröhlich auf die strasse und spreche die gewöhnlichen angestellten in Französisch an. Du wirst dein blaues wunder erleben, wer das “beherrscht”. Dann gehst du nach Lausanne und redest mit dem fussfolk fliessend deutsch. Dann komm zurück und sag das mit dem beherrschen nochmal.”
    Das sagte ich ja auch. Und gerade das ist das Problem. Inwiefern das verschieben der 2. Landessprache auf das 7. Schuljahr dieses Problem löst ist mir ein wenig unklar. Kannst Du das bitte ausführen…
    “Falls die initiative angenommen wird lernen die kids trotzdem französisch! Einfach erst ab 7. Schuljahr. Es geht hier nur um die primarschule, sprich den startzeitpunkt!”
    Ja, genau, auf die nur 2 Jahre mehr oder weniger kommt es auch nicht an.
    “Die SP hat mit ihrem “lernverbot”-blödsinn ja ganz schön erfolg”
    Na zum Glück ! :-)
    Aber Du hast völlig recht, Verbot ist das falsche Wort, es geht nur darum, den Kindern 2 Jahre von ihrer besten Gelegenheit zu nehmen, die 2 Landessprache akzeptabel zu beherrschen.
    Und mach dir übrigens keine Sorgen, ich denke dass bei der Mehrheit das traumatische Erlebnis des Französischunterrichts genug Tief in den Knochen sitzt, damit sie die Chance ergreifen, dies ihren Kindern zu ersparen.
    “Nonsense, wenn alle englisch können hat man einen gemeinsamen nenner. Wenn alle GUT englisch können sogar einen besseren.”
    Das ist ganz sicher nicht so ! Hast Du das Gefühl, die Kommunikation werde dadurch besser, das beide Gesprächspartner in einer Sprache stottern, die keiner richtig versteht?
    Oder hast Du das Gefühl, dass die Leute englich besser beherrschen werden als die jeweils andere Landessprache jetzt ? Wieso sollten sie das ?
    Miene Zielvorstellung wäre, dass jeder in seiner Sprache (vielleicht etwas langsam und mit einfachen Worten) reden kann, und der andere das versteht. (Nur damit Du mich nicht missverstehst, ich sage nicht dass das jetzt so läuft, ich denke, das ist das Ziel, das die öffentliche Ausbildung haben sollte)
    “Sorry, aber das ist jetzt richtig dumm.”
    Danke fürs Kompliment, aber kannst Du schlauer Fuchs mir vielleicht erklären, was ein Land zusammenhalten soll, in dem es als Zumutung gilt, Schritte zu Unternehmen, damit man seine Mitbürger versteht ?

  31. hagakure am 23. November 2006 um 13:10

    @Aelpler
    Jetzt sind “die Albaner” der Massstab, nach dem der schweizer Primarunterricht gestaltet werden soll ?! Das Fach Deutsch wird ganz einfach in “Deutsch für Ausländer” umfunktioniert !
    Na, wenigstens in Richtung Integration der Ausländer scheint es in der Schweiz richtig vorwärts zu gehen !

  32. bluefox am 23. November 2006 um 21:50

    @hagakure
    Du sagtest, nur wenn alle KMU-mitarbeiter deutsch und französisch beherrschen, könne man überregional präsent sein, sagst aber selber, dass dies nicht der fall ist, womit du dein argument ad absurdum führst, es sei denn, es gäbe keine überregionalen KMU.

    “Inwiefern das verschieben der 2. Landessprache auf das 7. Schuljahr dieses Problem löst ist mir ein wenig unklar.”
    Ich würde französisch reduzieren, weil ich denke, dass man in der zeit andere dinge lehren sollte. unter anderem besser englisch. Was dann wiederum der überregionalen kommunikation zu gute kommt, notabene auch ins Tessin.

    “ich denke dass bei der Mehrheit das traumatische Erlebnis des Französischunterrichts genug Tief in den Knochen sitzt, damit sie die Chance ergreifen, dies ihren Kindern zu ersparen.”
    Und deshalb muss man unbedingt so früh als möglich unter notendruck französisch lehren, hei, da gaht das trauma dann aber weg?!

    “”Wenn alle GUT englisch können sogar einen besseren (gemeinsamen nenner).””
    “Das ist ganz sicher nicht so ! Hast Du das Gefühl, die Kommunikation werde dadurch besser, das beide Gesprächspartner in einer Sprache stottern, die keiner richtig versteht?”
    Bitte? Ich sagte doch, englisch zulasten französisch bevorzugen, warum soll man sich dann nicht richtig verstehen?! wenn es nicht möglich ist EINE sprache gut zu lernen kannst du aber gleich mit deinem modell der 2 sprachen aufhören!

    “Oder hast Du das Gefühl, dass die Leute englich besser beherrschen werden als die jeweils andere Landessprache jetzt? Wieso sollten sie das ?”
    nach 8 jahren englisch und 3 oder 5 jahren franz kann man wohl welche sprache besser?!

    “kannst Du schlauer Fuchs mir vielleicht erklären, was ein Land zusammenhalten soll, in dem es als Zumutung gilt, Schritte zu Unternehmen, damit man seine Mitbürger versteht ?”
    deine aussage war, dass man die “Schweiz als zukunftsloses künstliches Produkt endlich auflösen” müsse, wenn man in der 7. statt 5. klasse mit französisch beginnt. Wenn du das für gescheit hälst, bitte. Ein wunder, dass es die schweiz OHNE fremdsprachen in der primarschule überhaupt so weit gebracht hat!

  33. kyri am 23. November 2006 um 22:08

    @bluefox
    ch sagte doch, englisch zulasten französisch bevorzugen, warum soll man sich dann nicht richtig verstehen?!
    Englisch kriegt ja – zumindest nach Zürcher Modell, und nur das steht am Sonntag an der Urne zur Debatte – bereits drei Jahre Vorsprung.

    In Barcelona kriegen die Schüler übrigens im Alter von 6 Jahren je drei Stunden Spanisch und Englisch pro Woche.

    N.B. Ja, ja, es herrscht dort eine unterschiedliche Ausgangslage mit einer weitgehend echt zweisprachigen Umgebung und der Tatsache, dass katalanisch und spanisch nah verwandt sind [was man dort unten so natürlich nie sagen dürfte...]). Aber die helvetischen InitiativurheberInnen würden wohl auch unter solchen Umständen verhindern wollen, dass man dies den armen Kleinen antut.

  34. bluefox am 23. November 2006 um 22:29

    @kyri
    “In Barcelona kriegen die Schüler übrigens im Alter von 6 Jahren je drei Stunden Spanisch und Englisch pro Woche.”

    Na wunderbar, ich will ja nichts anderes, ist ja fast genau das modell der initiative:
    deutsch ab sechs und englisch ab sieben! war das jetzt ein eigentor oder was ;-)

  35. kyri am 23. November 2006 um 22:39

    @bluefox
    Ähem nein, Unterrichtssprache ist katalanisch. Also zwei Fremdsprachen für die Kleinen.

    Sie gehen dort natürlich auch nicht erst mit 6 zur Schule. Im Gegensatz zu unseren Kindergärtnern dürfen die dort ab 4 Jahren was lernen (altersgerecht verpackt, versteht sich). Weitgehend dieselben Kreise, die uns diese Abstimmung bescheren, rannten übrigens auch gegen die Grundstufe amok.

  36. Nebenkläger_II am 23. November 2006 um 23:00

    Warum den Schülern nicht das Lernen verbieten?! Beim Rauchen klappt die Präventiv-Verbost-Taktik ja auch wunderbar: viele wollen dann erst recht.

  37. Aelpler am 23. November 2006 um 23:09

    @ hagakure

    Ich kannte Italiener die nach 20 Jahren
    noch kein Deutsch konnten.
    Und viele Volksschullehrer können selbst
    nicht richtig Französisch!

  38. hagakure am 24. November 2006 um 17:10

    “Du sagtest, nur wenn alle KMU-mitarbeiter deutsch und französisch beherrschen, könne man überregional präsent sein, sagst aber selber, dass dies nicht der fall ist, womit du dein argument ad absurdum führst, es sei denn, es gäbe keine überregionalen KMU.”

    Der Trend zu überregionalen KMUs im Diestleistungsbereich ist, soweit ich es feststellen konnte, relativ neu (90er) und hängt mit der Verbreitung moderner Kommunikationsmittel zusammen.
    Mein Argument beschränkt sich auf diesen Bereich, den ich am besten kenne. Und ich habe keineswegs behauptet, dass die jetztigen idyllischen Verhältnisse beibehalten werden sollten, sondern dass die jetztigen Verhältnisse nahezu lächerlich sind, und das vernachlässigen des Französischunterrichts sie wirklich nicht verbessern wird. KMUs sind hier speziell betroffen, weil sie es sich nicht leisten können, dieselben Spezialisten für dt. und franz. einzustellen.
    Englisch ist da keine Abhilfe, da ein Unternehmen aus dem Ausland, welches die gleiche Dienstleistung auf franz. erbringt, einen klaren Wettbewerbsvorteil hat.

    Ich würde französisch reduzieren, weil ich denke, dass man in der zeit andere dinge lehren sollte. unter anderem besser englisch. Was dann wiederum der überregionalen kommunikation zu gute kommt, notabene auch ins Tessin.
    Dass Du das Lernen der verschieden Fremdsprachen in Konkurrenz stellst, sehe ich nicht ein. Mann kann GUT Englisch und GUT (besser als jetzt) Französisch lernen, und das gleichzeitig. Un ein wenig Italienisch ab dem 7. Schuljahr würde auch nicht schaden.

    ““ich denke dass bei der Mehrheit das traumatische Erlebnis des Französischunterrichts genug Tief in den Knochen sitzt, damit sie die Chance ergreifen, dies ihren Kindern zu ersparen.” Und deshalb muss man unbedingt so früh als möglich unter notendruck französisch lehren, hei, da gaht das trauma dann aber weg?!”

    Was ich sagen wollte ist, das die meisten, die jetzt abstimmen, dazumals ihren Französischunterricht hassten, und dass das das wichtigste Entscheidungskriterium sein wird, daher bin ich fast überzeugt dass die Vorlage durchkommt.
    Was die Gestaltung des Unterrichts betrifft, so ist sie sicher nicht Ideal; aber wieso hast Du das Gefühl, dass es mit dem Englischen jetzt besser kommt (die Unterrichtsform ist ja die gleiche).

    “Bitte? Ich sagte doch, englisch zulasten französisch bevorzugen, warum soll man sich dann nicht richtig verstehen?! wenn es nicht möglich ist EINE sprache gut zu lernen kannst du aber gleich mit deinem modell der 2 sprachen aufhören!”

    Ich habe genug “mehrsprachige” Gespräche gehabt, in englisch und mehrsprachig (deutsch, englisch, italienisch u.a.) um zu wissen, dass das mehrsprachige Modell definitiv besser funktioniert, auch wenn die Gesprächspartner besser englisch können als die Muttersprache des anderen.

    Wieso das mit dem Englischen als alleinige Fremdsprache nicht funktioniert (in der Annahme dass nicht jeder mehrjährige Auslandsaufenthalte macht und Englisch wirklich gleich gut wie deutsch spricht):
    1. Im Allgemeinen
    - Es ist mühsamer, in einer Sprache zu Reden, die Du nicht täglich praktizierst. Du sagst weniger, verzichtest auf Ergänzungen, die Du in der Fremdsprache nicht ausdrücken kannst.
    - Bei einer Diskussion hast Du plötzlich niemanden mehr im Raum, der die gesprochene Sprache perfekt beherrscht, dann kann auch niemand im Gesprächsfulss korrigierend eingreifen, um offensichtliche sprachliche Missverständnisse zu klären.
    - Gewisse kulturelle Eigenheiten kommen in der Fremsprache eifach nicht rüber. Du kannst einem Westschweizer noch lange auf deutsch oder englisch von Onkel Dagobert erzählen, er wird nicht verstehen von wem Du redest, obwohl er in seiner Kindheit auch Micky Maus gelesen hat. Das Kommunikationsproblem ist also nicht gelöst, auch wenn ihr beide dieselbe Sprache sprecht.
    2. Im Geschäftsleben:
    - Wenn Du einen Kunden in der Westschweiz bedienen möchtest, kann es gut sein, dass seine internen Dokumente nicht auf englisch geschrieben sind. Wird er sie für Dich übersetzen ? Bezahlst Du einen Übersetzer (und lässt ihn das direkt oder indirekt bezahlen) ? Oder wählt er einfach einen Dienstleister, der seine Dokumente versteht ?
    - Was ist z.B. mit regionalen Gesetzestexten, die für Deine Aufgaben relevant sind ? Sollten diese auf englisch verfasst sein ?
    - Wenn mit der Öffentlichkeit gearbeitet werden soll, dann ist es sowieso fertig mit dem englischen !
    3. Im Privatleben
    - Irrelevant, da Zürcher und Westschweizer sowieso nichts miteinader zu tun haben möchten

    “nach 8 jahren englisch und 3 oder 5 jahren franz kann man wohl welche sprache besser?!”
    Du kannst ganz sicher am besten Deutsch ! Das ist die einzige Sprache, in der Du Dich mühelos ausdrücken kannst.
    Dann kannst diejenige der anderen Sprachen, die Du mehr praktiziert hast. Es ist illusorisch anzunehmen, dass Du Englisch auch nach 8-jährigen Unterricht auch nur annähernd fliessend kannst.

    “deine aussage war, dass man die “Schweiz als zukunftsloses
    künstliches Produkt endlich auflösen” müsse, wenn man in der 7. statt 5. klasse mit französisch beginnt. Wenn du das für gescheit hälst, bitte. Ein wunder, dass es die schweiz OHNE fremdsprachen in der primarschule überhaupt so weit gebracht
    hat!”

    Sie hat es auch so weit gebracht ohne englisch in der Primarschule ! Was soll diese Aussage !
    Frage Dich aber ganz im ernst, wieso Du im gleichen Land wie die Westscweizer leben möchtest ! Wären wir Zürcher nicht viel besser dran ohne sie ?

  39. hagakure am 24. November 2006 um 17:16

    Der letzt Beitrag war
    @bluefox
    natürlich :-)

    @Aelpler
    “Ich kannte Italiener die nach 20 Jahren
    noch kein Deutsch konnten.”

    Das scheinen richtig glückliche Menschen gewesen zu sein !
    Spass beiseite, der Deutschunterricht in der Primarschule ist ganz sicher nicht dazu da, fremdsprachigen die Sprache beizubringen !
    “Und viele Volksschullehrer können selbst
    nicht richtig Französisch!”

    Was eine Schande für die Volksschule ist. Man könnte z.B. bessere Lehrer ausbilden (oder solche nehmen, die franz. als Muttersprache haben)

  40. Aelpler am 24. November 2006 um 22:17

    @ hagakure

    Hochdeutsch ist auch nicht die Muttersprache
    von Schweizern.
    Aus meiner Sicht ist Französisch Luxus.

  41. kyri am 26. November 2006 um 18:20

    Na also, hat ja ganz bequem gereicht an der Urne.

    Jetzt sollte man ja eigentlich wieder zur bildungspolitischen Tagesordnung übergehen können. Allerdings steht schon die nächste Narretei in Sachen Primarschullehrplan an – diesmal vom Zürcher Bildungsrat.

    Er hat einen Lehrplanentwurf für das neue Fach “Religion und Kultur präsentiert”. Ziel soll sein, in Glaubensfragen gegenseitige Rücksichtnahme und gegenseitiges Verständnis zu fördern. Soweit so gut – ich will hier mal keine Diskussion anzetteln, ob dies tatsächlich im Unterstufenlehrplan Eingang finden muss.

    Was aber völlig fehlt, ist eine weltliche Sicht. Wenn man in unserer weitgehend säkularisierten Gesellschaft in der Schule eine religiöse Auslegeordnung bietet, soll gefälligst auch vermittelt werden, dass es völlig normal ist, sich dem Religiösen zu entziehen und trotzdem ein anständiger Mensch zu sein, der z.B. moralisch handelt ganz ohne Angst vor einem Fegefeuer und auch nicht aus reiner Gottesgefälligkeit.

    Hat der Bildungsrat vielleicht verpasst, dass wir in unserem Kulturkreis mal eine Aufklärung durchgemacht haben?

    Etwas ausführlicher lasse ich mich dazu hier aus.

  42. Aelpler am 28. November 2006 um 02:46

    Mann muss nur nur unserer Aussenministerin
    beim Deutschsprechen zuhören.
    Oder Couchepin Akzentfrei natürlich.
    “Die Kinder werden es uns Danken.”
    (Bildungsdirektorin Aeppli)
    Fürs Dampfablassen gibts ja Fussballspiele!

  43. Aelpler am 28. November 2006 um 11:24

    @ Bildungsmanagerin Aeppli

    Es sind jetzt 3 Fremdsprachen in der
    Primarschule (Deutsch ist auch eine Fremdsprache comprende)!

  44. Dr. Desperanto am 30. November 2006 um 19:32

    Für Älpler vielleicht mag Deutsch eine Fremdsprache sein…

    Und wenn wir in der Bildungspolitik so weitermachen und die Medien die Verschweizerdeutschisierung noch weiter so vorantreiben, wird es bald für alle Schweizer eine Fremdsprache. Gottseidank können wir die verschiedenen Dialekte gegeneinander ausspielen und werden uns nie auf ein einheitliches “Hochschwyzertüütsch” einigen können.

  45. älpler am 2. Dezember 2006 um 01:38

    @ Dr. Desperanto

    Das Deutsch muss auch von Deutschen zuerst
    erlernt werden es gibt verschiedene
    Dialekte wie Plattdeutsch oder Schwäbisch
    Kölnisch Ostfriesländisch usw.

    Das Stimmvolk wurde falsch Informiert
    das ist undemokratisch!

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