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Das Rezept der SVP: Demagogik, Ignoranz und falsche Zahlen

Mit Falschen Zahlen und unwahren Behauptungen, sowie fiktiven Beispielen, schafft es die Ignoranzpartei der Schweiz (SVP) regelmässig, die Medienaufmerksamkeit auf sich zu lenken. Leider spielen die meisten Medien dieses Spiel, zur Freude der Volksverhetzer, mit. Diskussionen rund um die rassistischen Plakate und Beispiele von Extrem-Exponenten wie Schlüer und Fehr, füllen dann die redaktionellen Teile. Anstatt sich auf den Inhalt der Vorlagen zu konzentrieren, wird dann leider bloss die Art und Weise dieser feigen Demagogen diskutiert.

Wie in den USA schon lange gang und gäbe, haben nun auch in der Schweiz die Wahlkampfmittel Lüge, falsche Zahlen und “erzeugen und schüren von Ängsten”, Einzug gehalten. Für die Gegner ist es dann jeweils fast unmöglich, die Unwahrheiten zu widerlegen. Nur schon die finanziellen Mittel fehlen, um flächendeckende “Wiederherstellugnskampagnen” zu finanzieren. Globalisierung der Billigen Tricks quasi.

Wie Michael Moore in seinen Dokumentarfilmen gezeigt hat, ist es nicht besonders schwer, Ängste in der Bevölkerung mit gezielten Falschinformationen zu schüren und damit das Stimmvolk gegen Minderheiten zu mobilisieren. Leider wurde an diesem Wochenende deutlich gezeigt, dass auch die Schweiz da keine Ausnahme bildet. Hat nicht mitte des letzten Jahrhunderts ein Wahnsinniger mit ähnlichen Mitteln die grösste Katastrophe der Menscheit angerichtet? Wurde nicht auch damals Religionsgemeinschaften pauschal verunglimpft? Wurde damals nicht mit Verschwörungstheorien und übertriebenen Statistiken über deren Entwicklung vorhandene Vorurteile aktiv geschürt? Haben Schlüer und Fehr ihre schmutzigen Tricks aus dem Geschichtsbuch?

Weitere Infos im Internet:

Dieser Artikel wurde von Sandro am Dienstag, 28. September 2004 in der Rubrik Politik und zu den Stichwörtern , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

6 Kommentare zum Artikel “Das Rezept der SVP: Demagogik, Ignoranz und falsche Zahlen”

  1. Carolus Magnus am 22. August 2007 um 13:16

    Gute Fragen! Offenkundige Antworten

  2. gumbyman am 23. August 2007 um 00:32

    Es ist doch immer dasselbe: ob abschreiben in der Schule, Ellenböglen im Arbeitsleben, foulen auf dem Tschuttiplatz oder Doping im Radsport: es gibt einfach Leute, die scheren sich einen Dreck drum ob sie aufrecht und ehrlich durchs’s Leben gehen oder nur mit Mogeln, Bescheissen und Intrigieren die anderen in die Pfanne hauen und ausstechen können.

    Bei der SVP (bzw. deren Dummbrüllfraktion) kommen zu den schäbigen und unredlichen Mitteln (sie nennen das “Stil”) noch die ausgeprägt verwerflichen Ziele und Absichten hinzu – nämlich das Sündenbock-Prinzip per se und der Radikal-Egoismus der schwerreichen Führungsclique, welche das Fussvolk für ihre Zwecke instrumentalisieren will.

    Allfällige Parallelen zu zweifelhaften Regierungen der Gegenwart und Vergangenheit sind nicht so schwer zu erkennen…

    Ich sage: wehret den Anfängen, bevor es richtig strub wird.

    g.

  3. sirboss am 23. August 2007 um 21:39

    Das schlimme daran ist,das keiner eigentlich SVP wählt(vorne rum)! Soweit sind wir also schon! Wo ist eigentlich der Vielbeschworene Zusamenhalt der Schweizer? Wie bei den Nazis,am Schluss heisst es wieder “wir haben von nichts gewusst”

  4. Carolus Magnus am 23. August 2007 um 22:09

    Der harte Kern 1986 (AUNS) und 1992 (EWR-Nein) war in der Zentralschweiz.

    Heute lädt ein jeder seinen Frust ab, indem er auf die Schalmeiklänge der SVP hört und verführen lässt um seine Wut eine Projektionsfläche zu gegen und um eigene Schuldgefühle und Inkompetenz auf “böse andere” schieben kann. Somit fühlen sich die von Denkunlust getriebenen täglich beim Lesen von einschlägigen Schlag(!)zeilen für wenige Stunden entlastet. Das Ego plustert sich auf, bloss um wenig später umsomehr in sich zusammenzufallen.

    Wie erbärmlich. Wie traurig, dass bereits ein Viertel der Schweizer davon infiziert ist und seine eingen Probleme auf diese ungute Art scheint lösen zu müssen.

    Davon sind alle Berufs- und Altersgruppen befallen. Überall dort, wo die Gefühle im Kopf, statt im Herz und Bauch abreagiert werden, was übrigens der Hauptgrund für Kopfschmerzen und Migräne ist, sind diese Menschen anfällig für denkfaule, maipulative Lösungen.

    Nach aussen Hui, nach innen pfui!

  5. Rico am 24. August 2007 um 09:24

    Carolus Magnus: “Heute lädt ein jeder seinen Frust ab, indem er auf die Schalmeiklänge der SVP hört und verführen lässt um seine Wut eine Projektionsfläche zu gegen und um eigene Schuldgefühle und Inkompetenz auf “böse andere” schieben kann.”

    **

    Gratulation zu diesem Wahnsinnssatz. Schreib ein Buch in diesem Deutsch und diesem Stil und der Nobelpreis wird Dir gewiss sein. :-(

  6. Carolus Magnus am 24. August 2007 um 12:07

    @Rico
    Um deinen Perfektionismus gebührend zu pflegen, habe ich die Tippfehler korrigiert. Ich hoffe, es geht dir nun ein paar Stunden besser…

    Der harte Kern 1986 (AUNS) und 1992 (EWR-Nein) war in der Zentralschweiz.
    Heute lädt ein jeder seinen Frust ab, indem er auf die Schalmeiklänge der SVP hört und sich bequemerweise verführen lässt um seiner Wut eine Projektionsfläche zu bieten und um eigene Schuldgefühle und Inkompetenz auf “böse andere” zu schieben. Somit fühlen sich die von Denkunlust und Langeweile Getriebenen beim täglichen Lesen einschlägiger Schlag(!)zeilen für wenige Stunden entlastet. Das Ego plustert sich auf, bloß um wenig später umso mehr in sich zusammenzufallen.
    Davon sind alle Berufs- und Altersgruppen befallen. Überall dort, wo die Gefühle im Kopf, statt im Herz und Bauch abreagiert werden, was übrigens der Hauptgrund für Kopfschmerzen, Migräne und Stress ist, sind diese Menschen anfällig für denkfaule, manipulative Lösungen.
    Nach aussen Hui, nach innen pfui!
    Wie erbärmlich!
    Zu wissen, dass bereits ein Viertel der Schweizer davon infiziert ist und ihre eigenen Probleme auf diese ungute Art scheint lösen zu müssen, sollte ein Alarmzeichen sein. Leider ist die Dunkelziffer noch weit höher, denn viele wissen wohl um diesen Mechanismus, getrauen sich aber nicht zu ‘outen’. Das sind dann die ‘Heimlifeissen’, die echten Feiglinge, die so eine Partei notgedrungen hervorbringen muss. Sie lassen sich lieber manipulieren und übergeben das Denken und die Eigenverantwortung dem Staat als allumfassende Mutter Helvetia ab. Somit wird uns jeden Tag ein Stückchen Freiheit genommen. Es bleibt abzuwarten, wann diese Irregeleiteten dies realisieren werden.
    Bleibt nur zu hoffen, dass es dann nicht bereits zu spät ist.

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