Das Ding mit dem “S” im Namen – “S”chweiz ja – “S”ozial nein!
Die Schweizer Grossbanken haben das letzte Jahr mit horrenden Gewinnsummen abgeschlossen, Ende 2004 weist die UBS einen Nettogewinn von CHF 8’100’000’000.- aus. Marcel Ospel kann sein Gehalt just auf grosszügige 21.6 Millionen pro Jahr aufstocken. Die Schweizerische Post protzt für 2004 mit einen Gewinn von CHF 837’000’000.- . Die zweitgrösste Schweizer Bank Credit Suisse schliesst das Geschäftsjahr 04 mit einem Nettoüberschuss von CHF 5’628’000’000.- ab. Allein diese drei “S” Firmen erwirtschafteten innerhalb von einem Jahr 14.6 Milliarden Franken Reingewinn! Ganz so idyllisch ist diese Gewinnorgie nicht, denn wo Gewinner sind, muss es auch Verlierer geben…
Was alle Unternehmen gemeinsam haben, ist das für die Schwez stehende “S” im Namen. Im Fall der beiden Grossbanken verdanken diese ihre weltweite Beliebtheit einzig der Schweiz und ihrem Bankgeheimnis! Sie profitieren also ganz direkt von diesem “S” im Namen. Doch Halt! Wer nimmt sollte doch auch geben.
Diese Firmen übernehmen mit dem “S” im Namen auch eine Verantwortung gegenüber der Schweiz wahr, oder eben auch nicht. Denn trotz den Riesengewinnen, die diese Firmen zu einem grossen Teil dem Ruf und dem Standort Schweiz verdanken, wird abgebaut! Die Post streicht fleissig Stellen, 1500 kurzfristig, bis 2007 kommen 2400 dazu. Die UBS baute jüngst 1310 Stellen ab, weitere folgen! Die CS strich im vergangenen Jahr 1500 Stellen.
Von 1993 bis 2002 wurde jede 5. Stelle bei den Grossbanken gestrichen! Jetzt drängt sich die Frage auf, wie man vom Markenname und Standort Schweiz derart profitieren, horrende Gewinne ausweisen kann um im gleichen Atemzug, mit einem Lächeln im Gesicht, die Streichung von weiteren, hunderten von Stellen anzukünden.
Die “S” Firmen übernehmen also keine soziale Verantwortung gegenüber der Schweiz, obwohl diese der Schweiz einiges verdanken und schulden. Das ist Raubbau am Sozialstaat zu Lasten des Bürgers und des Staates, zu Gunsten derjenigen, die wahrlich genug haben!
Schaffen wir das Bankgeheimnis doch ab und streichen den Firmen das “S” im Namen, mal schauen wie gut die Jahresabschlüsse dann noch sind! Gebt was, wenn ihr schon nehmt!!

Diese horrenden Gewinne der CH-Banken sind ja nun wirklich jenseits von gut und böse. Dazu folgende Meldungen:
- das deutsche Handelsblatt meldete gestern unter dem Titel "Löchrig wie ein Schweizer Käse" i.Z. mit der zukünftigen Zinsbesteuerung, dass das dt. Finanzministerium davon ausgeht, dass mehr als 500 Milliarden EURO Schwarzgeld alleine von deutschen Anlegern in der Schweiz liegen – Bankgeheimnis sei Dank. Dazu kommen selbstverständlich hunderte von Milliarden US$ von Clans aus den Entwicklungs- und Schwellenländer, die ihr Geld (auch einen guten Teil davon aus Entwicklungshilfe stammend) sich widerrechtlich angeeignet und in der Schweiz "parkiert" haben. Das ist widerlich und man kann sich wirklich nicht vorstellen, dass man als Schweizer auch noch stolz ist auf "unser" Bankgeheimnis.
Ebenfalls gestern wurde gemeldet, dass die Schweizer Banken die höchsten Bankgebühren berechnen: "In der Schweiz sind die Bankgebühren so hoch wie nirgends sonst. Im Schnitt müssen in der Schweiz pro Jahr 212 Franken für typische Dienstleistungen der Kreditinstitute gezahlt werden. In Deutschland bitten die Banken ihre Kunden mit umgerechnet 152 Franken zur Kasse. Über dem Länderschnitt liegen auch USA, Polen, Frankreich, Spanien und Österreich. Der Durchschnitt der 19 untersuchten Länder liegt bei umgerechnet 120 Franken."
Ich kann nur vorschlagen, gehen Sie entweder zu Raiffeisen (Genossenschaft), Regionalbanken oder Kantonalbanken, so wie wir es gemacht haben, die Gebühren sind zwar auch nicht viel besser, aber mindestens betreiben die nicht eine dermassen aburde Gewinnmaximierung, und sympatischer sind sie auch noch.
[...] Vor nicht all zu langer Zeit berichtet ignoranz.ch über die massiven Gewinne der Credit Suisse verbunden mit massivem Stellenabbau. Jetzt ist es soweit und die Bank berichtet um erneute Gewinnsteigerungen. Die verwalteten Vermögen lagen im dritten Quartal 2005 bei 1404′000′000′000 Franken. Der Nettozufluss an Neugeldern belief sich auf 19′000′000′000 Freanken. Details hier.Alles rosa, wie es scheint. Die Zahlen der Bank sprechen eine klare Sprache, die Banken verdienen Geld wie selten. [...]
Herr Ospel konnte sogar Hochzeit
feiern, er fühlt sich jetzt Finanziell
sicher!