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Credit Suisse ohne Rücksicht auf Wale

Erneut schlechte Presse für die Schweizer Grossbank Credit Suisse. Mit deren Unterstützung versucht Ölmulti Shell, neue Ölgründe vor der Küste Ostsibiriens zu erschliessen:

Die Erklärung von Bern und Greenpeace fordern die Credit Suisse auf, ihr Beratungsmandat für die Ölförderung auf der Insel Sachalin vor der Küste Ostsibiriens aufzugeben. Mit einem 18 Meter langen Wal vor dem Hauptsitz der Credit Suisse haben sie heute auf Ihr Anliegen aufmerksam gemacht. Vor dem Sitz der Credit Suisse First Boston in New York demonstrieren morgen die US-Umweltorganisationen Pacific Environment und Rainforest Action Network ebenfalls mit einer Walaktion.

Die Erschliessung durch die Ölmultis hätte für Flora und Fauna fatale Folgen. Man weiss, wie unzimperlich sich die Globalen Energieriesen einen Weg zum schwarzen Gold graben, vor einigen Meeressäugetieren werden die sich nicht geschlagengeben. Ein Passendes Zitat dazu:

Erst wenn alle Bäume gerodet, alle Fische gefangen, alle Flüsse vergiftet sind, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann.

Denken Sie daran, wenn Sie das nächste Mal bei Shell tanken oder bei der Credit Suisse Geld holen: Sie töten grad einen Wal.

Dieser Artikel wurde von Sandro am Freitag, 18. November 2005 in der Rubrik Allgemein und zu den Stichwörtern , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

6 Kommentare zum Artikel “Credit Suisse ohne Rücksicht auf Wale”

  1. Grimsdottîr am 18. November 2005 um 17:35

    Aha :-)

    Jedes mal wenn ich in mein Auto steige bin ich direkt mitverantwortlich für den Tod von mindestens einer Person, da ich gerade deren Atemwege mit meinen Partikeln vollpumpe.
    Jedes mal, wenn ich bei der CS Geld abhebe, stirbt gerad ein Wal wegen mir (etwas absurderes hab ich diese Woche nirgends gelesen).

    Von nun an muss ich es auch verantworten, wenn ein Glasfenster an meinem Haus habe, da fliegen ja doch ab und zu Vögel rein und sterben.
    Ich halte es für angebracht, das Atmen auf ein Minimum zu reduzieren, immerhin schnaufe ich sonst sicherlich ein paar Mücken die Luft weg…

    Wo wollt ihr Linken den bitte hin? Muss man sich für alles verantworten, auch wenn man rein gar nix dafür kann? Wieso wollt ihr unbedingt Multi-Kulti, wenn gerade dort die brutälsten Schlachtungsverfahren (Schächten…) praktiziert werden? -> und die Schweiz ist Schuld an den Ausschreitungen im Länderspiel :-D
    *kopfschüttel* so far…

  2. Thomas am 18. November 2005 um 21:58

    Das ist genau ein Grund, warum «die» Bürgerlichen (und ich habe schon Hoffnung, dass nicht alle so sind) gerne das Schlagwort von der «Eigenverantwortung» bemühen. Mit diesem Schlagwort will man bloss sagen: “Jeder ist nur für sich selbst verantwortlich” – also letzten Endes soll jeder nur für sich schauen, und, was dem anderen passiert, geht mich nichts an. Im Prinzip eine Wegschaustrategie plus das Recht des Stärkeren.

    Aber du hast schon recht:
    Jedes Mal, wenn ich von der Bank Zins erhalte, profitiere ich vielleicht von Gewinnen aus Dreckgeschäften.
    Jedes Mal, wenn ich Gentech-gestählten Weizen aus einem Industrieland kaufe, nehme ich den Batzen einem armen Bauern aus der Dritten Welt (bzw. sogar aus der Schweiz) weg.
    Jedes Mal, wenn ich gegen die Türkei wettere und ihr EU-Tauglichkeit abspreche, spreche ich ihr auch die Chance ab, sich punkto Menschenrechte zu verbessern, indem ich «die» Türken in einen Einheitstopf von Primitiven werfe.
    Und nicht zuletzt: Jedes Mal, wenn ich bei Shell tanke, unterstütze ich einen Grosskonzern, der bereit ist, aus Profitgründen die Umwelt zu zerstören oder Kriege anzuzetteln.

    In diesem Sinne muss ich doch wieder auf die Eigenverantwortung zu sprechen kommen: Konsumenten aller Länder, vereinigt euch! Der Konsument hat es in der Hand, ob er das Zahnräderwerk der totalen (totalitären) Marktfreiheit schmieren will oder ob er bereit ist, Verantwortung für Benachteiligte zu übernehmen.

    Wir wissen: Wenn sich das Recht des Stärkeren durchsetzt, werden soziale Unruhen, Bürgerkriege und Terrorismus zunehmen. Leider ist es mit den Konsumgütern so eine Sache: Es herrscht ein Mangel an Transparenz. Hier sind die Politik oder unabhängige Organisationen gefragt, damit sie die Transparenz der globalen wirtschaftlichen Akteure offenlegen, da die Verantwortlichen dafür zu faul oder zu machiavellistisch sind. Ich denke, wir sind es den zukünftigen Generationen schuldig, ihnen keinen Scherbenhaufen zu hinterlassen…

    P.S.: Der Superlativ von «brutal» hat keinen Umlaut.

  3. Grimsdottîr am 18. November 2005 um 22:47

    So what?

    Am besten nur noch selbstgebohrtes Öl kaufen, eine eigene Bank auftun oder noch besser das Geld einfach unter der Matratze horten und wenn in der Türkei eine Frau gesteinigt wird (was es immernoch gibt) nichts sagen, ansonsten symbolisiert man ja die Verbesserungsunwürdigkeit der Türken :-)
    Mir hängt es einfach langsam zum Hals raus, wie alles vorgeschrieben und möglichst transparent gemacht werden muss. Jedes Kind weiss, dass Rauchen tödlich ist, da braucht es diesen *EG-Gesundheitsminister-Quatsch* einfach nicht. Ich weiss, da gibt es viele die das nicht so sehen.
    Und Terrorismus wird es geben, ob ich bei Shell tanke oder nicht. Irgendwann sollte doch dieser Wahn mit Selbstbeschuldigungen mal aufhören. Und so ganz nebenbei: es ist doch völlig normal, dass sich der stärkere durchsetzt, oder etwa nicht? Hat dir die Evolution schon mal was anderes gezeigt?
    Und wenn Getüpflischeissert werden muss: “Sie töten grad einen Wal”, ist wohl auch nicht so korrekt :-P

  4. AlphaPapaGolf am 19. November 2005 um 12:20

    grimsdottir wird wohl in diesen Tagen einen Bärenpelzmantel tragen…

  5. Grimsdottîr am 19. November 2005 um 14:16

    Was denkst wo du wieso der Bär nirgends mehr gesichtet wird? ;-)
    schönes Wochenende

  6. erdnanu am 21. November 2005 um 15:15

    ja, also ich habe mit den Banken da auch meine Mühe. Die sollen gefälligst jeden Kunden anschauen und auf ethisches Verhalten durchleuchten. Notfalls müssen sie halt Gehirnwäsche machen, damit sie nur noch Wal- und Uwelt- und Heimatschüter (wer schützt uns vor denen) haben.

    Gibt es irgendwo eine Selbsthilfegruppe gegen diese bösen bösen Banken?

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