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Coca Cola, Getränkemulti ohne Skrupel und Umweltgewissen

Der Konzern Coca Cola arbeitet mit extrem fragwürdigen Methoden, bis hin zum Mord.

In Kolumbien leben Gewerkschaftsfunktionäre in ständiger Todesangst. Denn Internationale Konzerne wie Coca Cola und Nestlé arbeiten dort eng mit den brutalen Paramilitärs zusammen. Die Kolumbianische Gewerkschaft Sinaltrainal beschuldigt den Getränkeonzern Coca Cola des Mordes an acht GewerkschafterInnen und ruft deshalb international zum Boykott von deren Produkten auf. Seinen Anfang nahm dieser Protest nach der Ermordung von Isidro Gil, einem Gewerkschafter in einer Abfüllanlage in Kolumbien. Insgesamt wurden acht Coca-Cola Mitarbeiter, die sich für Arbeiteranliegen eingesetzt haben, ermordet.

Die Internationale Kampagne gegen Coca Cola zieht immer weitere Kreise. Bisher haben zehn Amerikanische Universitäten den Ausschank von Coca Cola eingestellt. In Italien, dem Austragungsort der Olympischen Winterspiele mit dem Hauptsponsor Coca Cola, wird überall dort protestiert und demonstriert, wo das olympische Feuer derzeit, von Coca Cola gesponsert, durchreist.

Es ist zutiefst unmoralisch, die olympische Flamme und die Werte, die sie verkörpert, mit der Coca-Cola Company zu verbinden

Doch nicht nur in Kolumbien arbeitet Coca Cola mit dubiosen Mitteln. In diesem Bericht von “Le Monde Diplomatique” wird berichtet, dass die Verbreitung von Coca Cola in Indien ganze Landstriche in akute Wasserarmut geworfen hat:

Da die Produktion von einem Liter Coca-Cola neun Liter Wasser verbraucht, trocknen in der Umgebung der Produktions- und Abfüllanlagen immer häufiger die Brunnen aus. Dagegen beginnen sich die Bauern zu wehren, und vor allem die Frauen, die das Trinkwasser oft über große Entfernungen heranschleppen müssen.

Auch sonst geht der Internationale Getränkemulti in Indien mit der Umwelt nicht grad schonend um:

Doch Coca-Cola “stahl” der Bevölkerung nicht nur einen beträchtlichen Teil des Grundwassers, es verschmutzte auch noch das bisschen saubere Wasser, das den Anwohnern geblieben war. Denn der Restmüll wurde mit den Produktionsabwässern in die ausgetrockneten Brunnen gespült, die auf dem Fabrikgelände übrig geblieben waren. Zuvor hatte Coca-Cola seinen Abfall einfach außerhalb der Anlage deponiert, der dann während der Regenzeit in die Reisfelder, Kanäle und Brunnen geschwemmt wurde.

Überlegen Sie es sich gut, wenn Sie das nächste Mal Coca Cola kaufen. Wollen Sie diese Praktiken wirklich unterstützen? Trinken Sie lieber etwas, für Sie und die Kolumbianischen Gewerkschaftsfunktionäre gesünderes.

Medienberichte:

Dieser Artikel wurde von Sandro am Mittwoch, 18. Januar 2006 in der Rubrik Allgemein und zu den Stichwörtern , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

7 Kommentare zum Artikel “Coca Cola, Getränkemulti ohne Skrupel und Umweltgewissen”

  1. Chevy am 18. Januar 2006 um 13:20

    Zitat:
    “Überlegen Sie es sich gut, wenn Sie das nächste Mal Coca Cola kaufen.”

    Mann muss sich das wirklich gut überlegen, da Coca Cola über 400 Marken besitzt, von den Produkten (es werden 10-tausende sein) ganz zu schweigen.
    Es ist wahrscheindlich unmöglich ohne diese Marke zu finanzieren irgenwo richtig einzukaufen.

    Trotzdem unterstütze ich nicht was in Indien geschieht.

    In Kolumbien sieht es anderst aus, wer dort nich mit den Paramilitärs zusammenarbeitet hat je nach Bezirk sein eigenes Todesurteil unterschrieben, weiter würde dann wahrscheindlich die ganze Firma terrorisiert werden.

  2. abraham am 18. Januar 2006 um 19:12

    > Da die Produktion von einem Liter Coca-Cola neun Liter Wasser verbraucht

    wohin gehen die restlichen 8 liter abzüglich aromastoffe, zucker etc?

  3. AlphaPapaGolf am 19. Januar 2006 um 16:46

    Jaja, das böse Coca Cola, der böse McDonald und der böse Starbuckcafe…..alle schaffen hier Arbeitsplätze, die die lieben Schweizer manager vorher nach China ausgelagert haben…
    Kenne Coca Cola von früher her beruflich sehr gut. Konnte dort nichts umweltschädigendes feststellen.
    P.S. Auch zur Produktion von Reis brauchts viel Wasser

  4. Thomas am 19. Januar 2006 um 21:34

    So – und jetzt noch ein wenig Polemik auf Alfapapa-Niveau:
    Coca Cola, Sprite, Tempo-Taschentücher, das sind alles Dinge, die ich mir abgewöhnt habe: Kauft nicht bei den Folter-Amis!

    Zudem schmeckt das Getränk ohnehin scheusslich und ist ungesund…

  5. AlphaPapaGolf am 20. Januar 2006 um 16:40

    Thomas ! Achtung ! Aufgepasst !
    Coca Cola : oft kopiert, doch nie erreicht.
    Folter-Amis : Denke an die Kaserne in Chur > “Aufnahmeritual”
    und den Fall Satdtpolizei vs. Eldar S. > noch nicht alles so sauber wie in Verfassung/Gesetz…
    und zudem, wer den Bergiff Folter-Ami verwendet, macht sich strafbar, oder denkst du Folter-Ami sei verträglicher als Folter-Jude????
    Da sind gewisse Leute auf Glatteis geraten

  6. Thomas am 20. Januar 2006 um 21:53

    Über Guantanamo und Abu Ghraib weiss man schon eine ganze Menge. Auch in Afghanistan wird (laut seriösen Quellen) gefoltert.

    Weswegen soll ich mich also strafbar machen? Wegen antiamerikanischer Äusserungen? Dann verhaftet zuerst die 50% der amerikanischen Bevölkerung, welche nicht hinter der Politik der Bush-Administration steht. Womit wir dann wieder in die Mc-Carthy-Ära zurückversetzt wären.

    Nun, offenbar gehts hier aber um internationale Konzerne und nicht um amerikanische Politik. Der Konsument ist mitverantwortlich für die Umstände wie das Produkt, das er konsumiert, zustande gekommen ist (Kinderarbeit, Umweltverschmutzung und mafiöse Praktiken wie oben beschrieben).

    Deshalb: Boykottiert Produkte von Coca-Cola und Nestlé!

  7. Alain Wolf » Blog Archiv » Wasserträgerinnen III am 23. Januar 2006 um 16:15

    [...] Die wirklichen Wasserträgerinnen gibt es leider immer noch, und sie laufen immer weiter. Nachzulesen hier … [...]

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