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Christoph Blocher, Christoph Mörgeli und Ulrich Schlüer lassen sich vom Albanischen Staat veräppeln!

Zwei Männer aus Albanien verlangen Asyl in der Schweiz. Doch offenbar handelt es sich um zwei Schwerstverbrecher. Die Anklage der albanischen Regierung lautet auf Mord, Entführung und Raubüberfall in mehreren Fällen. Doch die Schweiz gewährt den beiden Asyl, Bundesgericht und die Asylrekurskommission sind eindeutig für die Gewährung des Asylantrages.

Für unsere Holzköpfe Christoph Blocher, Christoph Mörgeli und Ueli Schlüer ist natürlich klar, dieser Fall wird einen Skandal. Das Bundesgericht ist ja sowas von unfähig und beschützt Schwerstverbrecher. Was ist geschehen? Eine Sammlung von Fakten.

Die beiden Männer ersuchten um Asyl und baten die Schweizer Justiz ihre Fälle aufzurollen und ihre Dokumente zu prüfen. Das Bundesgericht, sowie die Asylrekurskommission kommen nach eingehender, mehrmaligen Prüfung des Falles zu folgendem Schluss:

  • Die Beweismittel der Gräueltaten scheinen vom Albanischen Staat farbiziert
  • Zeugen der “Verbrechen” wurden unter enormen Druck gesetzt.
  • Angeklagte gefoltert
  • Es wurde kein einziges Beweisstück von keiner einzigen Tat gefunden.

Die Asylrekurskommission informiert:

  • Dieser Fall sei ein “aus politischen Gründen inszeniertes Komplott”
  • Es sei anzunehmen, dass die Beiden nach einer Rückkehr schwer misshandelt oder gefoltert würden

Hintergrund dieser düsteren Machenschaften ist die Wahlkampagne des ehemaligen Albanischen Präsidenten Sali Berisha. Dieser hatte kurz vor der Wahl, die er zu verlieren drohte, eine bisher unbekannte Terrororganisation ausgehoben und dies als Erfolg gefeiert! 11 Männer werden gefoltert, verhört und bestraft. Eine üble Liste von Verbrechen wird ihnen angehängt. Doch Fakt ist, diese Organisation hat es nie gegeben. Keine Zeugen, keine Waffen, keine Beute, keine Fingerabdrücke, keine Leichen, kein Blut, nichts, gar reim nichts. Ausser gefälschte Geheimdienstdokumente und gefälschte Unterschriften.

Jetzt kommen unsere Überschweizer Blocher, Mörgeli und Schlüer und bezeichnen unser Rechtssystem als “Abschaum-Schützer Gebilde”!

Die Schweizer Jusitz deckt also ein ganz übles Spiel um Macht in Albanien auf. Nicht aufgrund irgendwelcher Aussagen dieser beiden Herren aus Albanien, nein aufgrund von Prozessakten aus Albanien.

Schon komisch, dass unser Justizminister unsere Justiz, die dieses Urteil insgesamt drei Mal bestätigt hat, als “Abschaum-Schützer-Gebilde” bezeichnet! Und das bei dieser doch sehr offensichtlichen Sachlage. Asche auf eure Häupter, Herren SVP!

Quelle: 10vor10 (Real-Video) , Via Mario Aeby

Dieser Artikel wurde von pipo am Dienstag, 24. Januar 2006 in der Rubrik Politik und zu den Stichwörtern , , , , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

8 Kommentare zum Artikel “Christoph Blocher, Christoph Mörgeli und Ulrich Schlüer lassen sich vom Albanischen Staat veräppeln!”

  1. Sandro am 24. Januar 2006 um 13:51

    Auch die Benutzer wie z.B. RonaldCH im Forum haben, ohne die exakte Sachlage zu kennen, eine sofortige Ausweisung der angeblichen Straftäter gefordert. Ein Glück, dass die Asylrekurskomission nicht auf die rechten Brandstifter hört, sondern die Fakten beurteilt.

  2. Nemo am 24. Januar 2006 um 15:12

    Sandro hat recht, aber dennoch: Diese beiden Leute gehören nicht in die Schweiz. Es liegt nun am Bundesrat, Druck auf das albanische Regime auszuüben, dass derartige Komplotte nicht geschehen und die Schuldigen bestraft werden. Aus reiner menschlichkeit ist die Schweiz dazu verpflichtet sicherzustellen, dass die beiden Albaner unbeschadet in ihre Heimat zurückkehren können und mit keinen Strafaktionen rechnen müssen.

  3. pipo am 24. Januar 2006 um 15:22

    Die Schweiz soll jetzt kommen und dem Albanischen Staat sagen: “So leute, wir haben jetzt herausgefunden wie die Story gelaufen ist. Wir geben euch die Zwei zurück aber ihr müsst uns versprechen, bitte bitte, dass denen nichts geschieht.”

    Dass ich nicht lache. Spätestens nach 5minuten sind die Verhaftet und in einen Kerker gesteckt. Wenn unschuldigen Menschen sowas widerfährt, muss die Schweiz bloss eins machen. Die zwei aufnehmen, ganz klar.

  4. gebsn am 24. Januar 2006 um 15:27

    Prima Zusammenstellung der Faktenlage. Merci

  5. Nemo am 24. Januar 2006 um 15:43

    genau, pipo, unser staat ist so beschränkt wie du… :D .
    ein starker staat hat genug billaterale mittel, sich gegen unrecht einzusetzen. Wegsehen und aufnehmen bringt nichts.

  6. pipo am 24. Januar 2006 um 17:09

    @nemo ey, das war jetz aber nicht nett!

    Erstens betrachte ich mich nicht als beschränkt und zweitens sehen wir ja, wie die Schweiz diese Mittel ausnutzt.

    Ich erinnere mich da an einen gewissen Dick Marty, der nie etwas von der Fax-Affäre erfahren hätte, wär da nicht dieses Leck gewesen. Zusätzlich wurde ja von Bundesseite nicht auf die Menschenrechtsproblematik eingegangen, aus Angst vor den USA und ihrer wirtschaftlichen Macht. Der Fax beinhalte nichts brisantes. So der Tenor aus dem Bundeshaus.

    Da frag ich mich schon, ob es nicht auch gut ist, diese offensichtlich politischen Flüchtlinge einfach aufzunehmen und denen ein neues Leben zu schenken, ohne Folter.

  7. Zynikus am 25. Januar 2006 um 10:33

    Blocher (Jurist und Departementchef EJPD!!!), Mörgeli und Schlüer (um den Herrn Fehr mal nicht zu vergessen) weisen mit schöner Regelmässigkeit auf den Schweizer Rechtsstaat hin, wenn es um ihre scheinbar hehren Ziele geht. Rechtsstaat bedeutet aber auch: Unschuldsvermutung! D.h. jeder Angeklagte gilt solange als unschuldig, bis seine Schuld bewiesen ist. Jede andere Aussage zum Fall der beiden Albaner beugt das Recht. Eine Vorverurteilung (Schlüer schreibt in “Schweizerzeit” zuerst von Verdächtigung, in einem späteren Satz bezeichnet er die Asylanten dann als “Verbrecher”, also sind sie schuldig, oder?) ist nach Schweizer Recht nicht statthaft. Dass es sich ausgerechnet drei SVP-Politiker mit dieser öffentlichen Wirkung herausnehmen dürfen, ist bedenklich genug. Legt aber auch Zeugnis ab, wess’ geistig Kind sie sind. Man stelle sich vor, diese drei Rechtstremisten verfügten über Staatsgewalt und würden unseren Staat selbständig führen! Wer nicht für uns ist, ist wider uns! Das letzte Mal, als ich das hörte, begann der Krieg in Afghanistan und im Irak. Und zeitigt das Resultat menschenverachtender Gewalt mit tausenden von Toten Menschen, darunter viele Kinder.
    Fazit: Unser Rechtsstaat ist zunehmen kein Staat des Rechts sondern der Rechten (was wahrscheinlich eher dem Sprachverständnis von Mörgeli und Schlüer entspricht!).

    Zu Nemo: Mit Verlaub, das ist doch sehr blauäugig; warum sollte ein totalitärer Staat auf die Schweiz hören? Und was tust Du, wenn wir die beiden Asylanten ausschaffen würden, mit der Garantie, es geschähe ihnen nichts und nächste Woche sind sie tot? Asche auf Dein Haupt und die Hände in Unschuld waschen? Doch sehr biblisch-euphorisch, nicht?

  8. Forum Politik » Schweizer Justiz rügt Bundesrat Blocher am 30. Januar 2006 um 12:40

    [...] Unser Justizminister hat einnmal mehr einen Bock abgeschossen. Am jährlichen SVP Puurezmorge im Albisgüetli hat sich der SVP Alleinherrscher einmal mehr der Vorverurteilung schuldig gemacht und wurde dafür nun auch von der Schweizer Justiz gerügt. Wie wir bereits geschrieben haben, hat er mit dem Beispiel der zwei angeblichen Mördern aus Albanien seine Theorie der kriminellen Asylanten unterlegt. Vorgeflüstert hat ihm das der bekannte Politgrüsel Ulrich Schlüer in dessen rechtsnationalen Hetzblatt “Schweizerzeit”. Bundesrat Dr. Christoph Blocher wörtlich an der Albisgüetlitagung: [..] Das geht halt auch . Zwei Albaner, die da sind, Kriminelle. Einer hat zwei Morde auf dem Buckel und 15 Raubüberfälle. [...]

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