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Cablecom verliert 1463 Wohnungen

“Weg von der Cablecom! – neuer Lösungsansatz für Kabel-TV und -Radio” Dies ist die Überschrift eines Schreibens an die BewohnerInnen der GBL Liegenschaften. Als Grund für den Wechsel nennt die GBL, wenig überraschend, die stetige Reduktion der analogen TV Sender und den schlechten Kundendienst der Cablecom:

[..]Hinzu kommt, dass heute viele Genossenschafterinnen und Genossenschafter mit der bei zusätzlich hohem Preis immer stärker eingeschränkten Programmvielfalt, teilweise zu bemängelnder Empfangsqualität sowie speziell auch mit dem Kundenservice der Cablecom nicht mehr zufrieden sind.

Der neue “TV-Provider” Antesa AG, bietet denn auch mehr Programm als die Cablecom:

Antesa AG überträgt zur Zeit zirka 60 analoge TV- und 45 UKW Programme. Diese Programmpalette an analogen TV-Programmen umfasst also bis auf weiteres auch die von der Cablecom bereits oder ankgekündigt ins digitale TV-Angebot verschobene Kanäle (wie z.B. TVE, BBC Prime, Rai Due, Canale 5, WDR, France 2, TFI, n-tv).

Tja, da ist der Poker der Cablecom wohl nicht aufgegangen. 1463 Wohnungen weniger dürfte auch eine grosse Firma wie Cablecom schmerzen. Ich schätze in Oetwil dürfte man sich nun warm anziehen, denn auch von anderen Seiten weht dem dreisten Teil- oder besser Exmonopolist kalter Wind ins Gesicht. Mal sehen ob die Cablecomführung den eingeschlagenen Weg durchzieht und tatsächlich konsequent auf BezahlDigital-TV umstellt.

Dieser Artikel wurde von Sandro am Mittwoch, 17. Januar 2007 in der Rubrik Wirtschaft und zu den Stichwörtern , , , , , , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

14 Kommentare zum Artikel “Cablecom verliert 1463 Wohnungen”

  1. Beat am 17. Januar 2007 um 12:23

    Ich finde das geheule nur noch lächerlich.
    Früher als der Empfänger 25 Franken kostete war es ja zu verstehen.

    Jetzt zahlt man noch 6 Franken.

    Aber nein. Alle schreien als wäre dies der Weltuntergang.

    Digital TV ist die Zukunft. In der ganzen EU. Dort gibt es teilweise keine anlogen Kanäle im Kabel mehr.

    Fernsehn wird teurer. Das ist überall der Fall. Wird sind hier schon so mit gratis Fussball verwöhnt, da liegen 6 Franken doch drin.

    Ich frage mich: Wollt ihr noch eine Volksinitiative für analoges TV starten? Die Schweiz als einziges Land mit analogen Sendern?

  2. ausländer am 17. Januar 2007 um 12:27

    liebe sandro…

    ich will dich nicht belehren, sondern dir einfach mal erklären, aus eigener erfahrung, und als promotor der CC, wie diese firma philosophiert:

    der CC ist es sch…-egal ob sie nun 1400 wohnungen verloren haben. die herren CEO/CFO haben ihre ”rechnungen” gemacht, und sie rechnen tatsächlich mit ‘wohnungs-verluste’!

    dein beitrag wird herzlich wenig bringen :-)

  3. ausländer am 17. Januar 2007 um 12:31

    genau beat, deiner meinung bin ich auch! ich verbringe fast jeden samstag damit CC-produkte, unter anderem ditigal TV, zu verkaufen. ich hab schon erlebt dass verschiedene pärchen sich über eine stunde lang unterhielten, ob sie nun fr. 6.- / Monat aufbringen wollen! besitzen zu hause jedoch schon in jedem zimmer (inkl. toiletten/bad) ein radio, wecker, TV, und lamentieren fr. 6.-….fehlte nur noch dass SIE einen pelzmantel trug…! ….lach!!

  4. Chevy am 17. Januar 2007 um 12:31

    Eine Satellitenschüssel lässt sich in 2 bis 5 Jahren amortisieren (Cablecom 270/Jahr), und man ist sein eigener Chef.
    Kauft man noch ein TVgerät mit integriertem Receiver hat man auch nicht so ein hässliches empfängerteil neben jedem Fernseher herumstehen.
    Ist schon Recht das die Cabelcom das zu Spüren bekommt, ich warte seit 1999 auf mein Internetanschluss von Cablecom. Ursprünglich wurde er mir zugesagt. Das Netz ist aber heute noch nicht dafür vorbereitet, es hat den selben Standard wie in den 60gern bei der Einführung des Farbfernsehers.
    Ich denke die Cablecom wird dieses jahr noch einige Kunden verlieren.

  5. Beat am 17. Januar 2007 um 12:34

    ausländer:

    Oder man hat einen 5000 Fränkigen Plasma TV;)
    Die sollten mal wissen was man in Spanien oder England fürs TV zahlt. Dort ist Pay-TV ganz normal.

    Sat kann eine alternative sein.
    Aber auch da wird es wohl in Richtung “es wird teurer” laufen.

  6. mat am 17. Januar 2007 um 14:50

    Der Witz ist doch ganz einfach, das die Cablecom dermassen alte Leitungen hat, das sie gar nicht überall digitales Fernsehen anbieten kann. Es ist daher eine frechheit die Senderangebote immer weiter zurück zu fahren auf das minimum das sie vorgeschrieben bekommen. Wahrscheindlich ist die Cablecom sogar froh wenn sie ein paar Kunden verliert, dann kann sie ihre Bandbreite für die Restlichen wenigstens gewährleisten. Dieser Konzern ist nur noch ein Witz.

  7. Beat am 17. Januar 2007 um 15:58

    Die Bandbreite hat nichts mit der Anzahl Kunden zu tun.
    Ob 1 Kunde oder 10 Millionen ist egal.

    Das Problem war dass Cablecom damals das Netz zu wenig ausbaute. Allerdings tat sie das schon relativ früh und so erklärt sich, dass Antesa mehr Platz hat.

  8. leuthold am 17. Januar 2007 um 17:59

    Für mich ist Internet und Telefon wichtig, dabei bin ich mit Cablecom sehr zufrieden. TV und Radio via Kabel nutze ich nicht. Dabei ist ärgerlich, dass ich trotzdem dafür bezahlen muss. Tja, Diktatur der TV-konsumierenden Mehrheit! :(

  9. leuthold am 17. Januar 2007 um 18:00

    P.S.: Apropos Netz, ich glaube nicht, dass ein Netz, in dem ich jetzt mit 10 Mbit/s surfen kann, soooo veraltet sein kann… ;)

  10. Beat am 17. Januar 2007 um 19:37

    leuthold
    Das ist ein generelles Problem. BluewinTV braucht auch ADSL. Nicht gerade kundenfreundlich. Aber alle wollen “Tripple-Play”

    Das Netz kann einfach weniger übertragen als andere. Ich hab mit Antesa mal angeschaut.
    TV analog: Gutes Angebot. Aber wer braucht 9Live? ;)
    TV digital: Keine wirklich spannende Sender. BBC allenfalls. Aber die genialen Kanäle wie History Channel fehlen. Positiv: Alles uncodiert, Box frei wählbar
    Internet: Für den Preis von meinem 10Mbit bei Cablecom gibts “nur” 2Mbit. Früher gabs auch keine öffentliche IP. Das ist heute anders so viel ich weiss.

    Fazit: Für mich hat Cablecom mehr nutzen. Die Firma muss aber im Service noch über die Bücher. Wegen der Verschlüsslung wird die wohl zu recht noch haue kriegen.

  11. moglu am 1. Februar 2007 um 18:19

    Anstatt dass jeder einzelne Haushalt seine eigene Lösung sucht oder nur über das Bestehende flucht, wäre es vernünftiger und wesentlich ökonomischer, wenn Wohngenossenschaften und “normale” Mieter per Druck auf den Hauseigentümer sich nach Lösungen umsehen, die allen das Gewünschte ermöglichen: Nämlich 200 und mehr digitale TV und rund 100 Radiosender, Breitband Internet, VoIP (ohne ein VoIP Telefon kaufen zu müssen) und Video on Demand mit einem anständigen Angebot. Cluster-Strukturen erlauben mehrere Wohnblöcke (eigentlich ganze Quartiere) mit einer einzigen Basisempfangsplattform zu vernetzen und so nach dem Prinzip der Economy of Scale für den einzelnen Haushalt sehr günstige Betriebs- und Amortisationskosten zu gewährleisten. Es gibt Technologien die dies erlauben, ohne dass für teures Geld eine Neuverkabelung installiert werden muss. Die gute alte Telefonverkabelung – auch eine 100-jährige – reicht dafür vollkommen. Wir Schweizer sollten endlich aufhören, immer wieder das Rad erfinden zu wollen oder aus typisch helvetischem Fatalismus sich mit dem Mittelmässigen abzugeben.
    Andere haben das längst begriffen (siehe entsprechende Greenfield- resp. Community Projekte in Skandinavien und den USA/Kanada).

  12. safado am 14. Mai 2009 um 09:51

    Auf diesen Artikel hin fragt sich, ob die Aufsichtsbehörde nicht ein Minimum an Kundendienstvorschriften erlassen muss. Immerhin haben viele Cablecom-Benutzer keine Möglichkeit, einen andern Anbieter zu wählen.
    http://www.tagesanzeiger.ch/digital/multimedia/Warum-der-CablecomService-nicht-besser-wird/story/23667930

  13. joggeli34 am 15. Mai 2009 um 00:04

    Die meisten Cablecom Benutzer könnten problemlos zu Swisscom wechseln wäre erst noch billiger.

  14. johanna am 18. September 2011 um 23:02

    joggeli ja das könnten sie, doch billiger ist es nicht. antesa liefert die digitalen programme gratis ins haus, bei den meisten anderen anbieter muss man dafür bezahlen!
    fragt sich nur wie lange antesa das noch kann, denn wenn swisscom zu ohren kommt, dass die neuen “anonymen” inhaber, besitzer einer firma sind, die für die swisscom kabel verlegt, ist es vermutlich eine frage der zeit, bis es zum crash kommt. antesa wird dann in einen strudel gezogen aus dem sie nicht mehr raus kommt.

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